hilfe! für (ex)lehrerin Muttergefühle komme damit nicht klar, bitte helft mir?

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3 Antworten

Wie Du Dich fühlst ist doch mehr als verständlich. Du hast keine gute Zeit hinter Dir und findest bei Deinen Eltern nicht den nötigen Halt und wohl auch kein Verständnis und gerade jetzt wäre eine starke und helfende Hand so nötig.

Deine Lehrerin hat schon erkannt, dass Du Hilfe brauchst, um diese Zeit zu überstehen und sie ist halt zurückgeblieben. Du hast die Schule ja nicht aus Jux und Dollerei gewechselt und irgendwie fühlt man sich schon als Versager, wenn man dann noch schulformtechnisch herabsteigt. Deiner ehemaligen Lehrerin und wohl auch mütterlichen Freundin wirst Du ganz bestimmt auch Etwas bedeuten, denn sie hätte sich ja nicht so sehr mit Dir beschäftigen müssen und natürlich hat man auch als Lehrer Schüler, die einem ganz besonders ans Herz gewachsen sind und über die man auch über die Arbeitszeit hinaus nachdenkt.

Sie wird sich sicher freuen, wenn sie was von Dir hört und viel verkehrt kannst Du ja nicht machen. Wenn es sie überfordert oder sie denkt, dass nun Deine neuen Lehrer ihre Aufgabe übernehmen sollten, dann kann sie es Dir schreiben oder eben auch gar nicht antworten.

Schreibe ihr einfach, dass sie Dir sehr fehlt, weil sie Dir eben so sehr geholfen hat und den so dringend nötigen Halt gegeben hat und das Du Dich in der neuen Klasse noch sehr einsam fühlst und Du es schade findest, dass Deine Eltern nicht in dem Maße für Dich da sind und Du das Gefühlt hast, dass Du einen richtig wichtigen Menschen in Deinem Leben verloren hast und darüber richtig traurig bist. Auch dass Du weißt, dass sie vielleicht nur ihren Job ganz besonders gut gemacht hat, doch sie der einzige Mensch in Deinen Augen ist, der sich wirklich für Dich interessiert hat und bei dem Du Dich verstanden gefühlt hast. Du kannst ihr auch schreiben, dass Du sehr oft am weinen bist, weil Du Dich so einsam fühlst und einfach Alles neu ist und ihr Danke sagen, weil sie Dich so sehr unterstützt hat und Du ihr das niemals vergessen wirst und Du es sehr schade findest, dass sie sich Dir gegenüber mehr wie eine Mutter verhalten hat, als es Deine eigene tut. Und Du solltest ihr auch schreiben, dass Du sie sicherlich nicht bedrängen möchtest und sie sich nicht genötigt fühlen soll und Du auch verstehst, wenn sie nicht antwortet, weil sie ja nun nicht mehr für Dich zuständig ist.

Vielleicht hast Du eine gute Apotheke vor Ort und kannst da mal nachfragen, ob sie unterstützende was für Deinen seelischen Zustand hätten, damit es Dir auch wieder mal besser geht. Es gibt gute pflanzliche Mittel, die stimmungsaufhellend wirken und wenn Du kannst, dann gehe viel spazieren und zwar im Park oder im Wald und vielleicht kannst Du Dir dafür auch mal einen Hund borgen. Denke nicht so viel über die Zukunft nach und beschäftige Dich mit Dingen, die Dir Freude bereiten und Dich ein wenig ablenken.

Du brauchst einen älteren Menschen in Deinem Leben, der Dich gerne hat und unterstützt und vielleicht gelingt es Dir ja eine Art Ersatz zu finden. Ich wünsche es Dir von ganzem Herzen.

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Ich weiß nicht wie weit du mit ihr gehen möchtest, schließlich hast du ja erwähnt, dass sie einen Freund hat. Diese Beziehungssache lasse ich mal hier außen vor, da das schon wieder ein Thema für sich wäre. Sie wird dich höchstwahrscheinlich nicht lieben können, wie eine Tochter da du leider für sie nur eine Schülerin bist/warst. Lehrer haben sehr sehr viele Schüler und erinnern sich auch nicht immer an alle, da sie einfach ganz andere Dinge im Kopf haben bzw. haben müssen. Deren Leben geht schließlich weiter und Lehrer sind sie auch nur vom Beruf. Zu Hause sind sie dann wieder ganz normale Menschen mit Familie. Es kommt nicht selten vor, dass man Muttergefühle für Lehrer entwickelt und es ist auch nicht ungewöhnlich, dass man sich in Lehrer verliebt.

Ich hatte selbst früher in der Grundschule eine Lehrerin, die mich einfach nicht aufgeben wollte, egal wie unnütz und verloren ich war. Ich hatte es damals wirklich extrem schwer und sie war die einzige, die an mich geglaubt hat und sie hatte mich auch einmal von einer Strafarbeit von einer anderen Lehrerin befreit...wüsste zu gern, was sie ihr damals erzählt hatte. Nach über 15 Jahren werde ich sie nun besuchen fahren, auch wenn sie ein paar Stunden entfernt wohnt. Ich würde ihr einfach gerne zeigen, was aus ihrem kleinen Schützling geworden ist. 

So ähnlich solltest du es auch tun! Viele werden dir vielleicht raten, die Sache einfach sein zu lassen, aber es ist für deine eigenen Psyche wichtig, dass du die Sache verarbeitest. Dass du dich mal aussprichst. Ich würde vielleicht nicht direkt sagen, dass du sie liebst wie eine Mutter, da sie das etwas überfordern könnte, aber bedanke dich einfach mal und erzähl ihr kurz, wie sie dir damals geholfen hat und immer da war. Schau einfach wie sie reagiert und wie viel du ihr erzählen kannst.

Aber trotzdem bleibt dir am Ende nur die traurige Wahrheit, dass du ihr wahrscheinlich nie so nah kommen wirst, wie du es gerne hättest. Sie lebt nun mal ihr eigenes Leben. Deine "Abhängigkeit" wird sie überfordern. Du wirst wohl oder übel lernen müssen damit zu leben. Du bist noch relativ jung, also hast du auch gute Chancen sie zu vergessen oder dich auf etwas anderes im Leben zu fokussieren und wo anders einen Halt zu finden.

Liebe Grüße.

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ich bin in meine ehemalige Lehrerin verknallt und sie ist seit letztes jahr oktober mit jemanden verheiratet im großen und ganzen kann ich dich verstehen^^

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