Haltung einer Katze in Wohnung- Tierquälerei oder nicht?

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18 Antworten

eine einzelne katze in einer wohnung fürht ein trauriges leben, vor allem wenn sie soviel allein ist

es wäre für sie sehr schön die möglichkeit zum freigang zu bekommen, andernfalls solltest du versuchen sie zu vergesellschaften. mit 3 jahren könnte das noch klappen, ich würd die vergesellscvhaftung aber definitiv langsam machen. ein katzenpaar kann längere abwesenheiten "ihres" menschen eig ganz gut ab

Ja, eine schöne Möglichkeit, da bin ich Deiner Meinung. Aber was ist, wenns nicht klappt mit der Vergesellschaftung ? Welche Katze gibt man dann ab und wohin ? Diese traurige Entscheidung möchte ich nicht treffen müssen.

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@Yentl51

die die neu dazukam in der regel. es ist keine schöne entscheidung, ja, aber die katze hat noch 15 jahre vor sich. und 15 jahre allein zu leben weil ich angst vor einer entscheidung hab.. das ist der katze gegenüber nicht fair. zumindest den versuch schuldet man ihr

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@palusa

Man hat genauso dem Neuzugang gegenüber Verantwortung. In einem solchen Fall wäre für mich nur eine andere Regelung möglich, ich würde niemals ein Tier, das unwürdigen Zuständen entkommen ist, wieder zurück geben. Das ist in meinen Augen unmenschlich, da habe ich doch ein bißchen mehr Phantasie und Verantwortungsgefühl.

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@Yentl51

Abgeben heisst nicht in unwürdige Zustände zurückgeben. Diese Erkenntnis müsste man eigentlich auch ohne ausgeprägte Phantasie hinbekommen ;)

Verstehe ich dich richtig: du würdest in diesem Beispiel die Katze sich lieber die restlichen 15 Jahre ihres Lebens als Einzelkatze langweilen lassen, als eine Zusammenführung zu wagen? Weil du Angst vor möglichen Problemen hättest?

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@cuckoo

nein, aber ich würde nicht einfach los ziehen, und mal so eben ne zweite Katze dazu holen, mit dem Risiko, dass ich die dann wieder abgeben muss. Dann muss eben besser geplant werden. Da gibt es bessere Möglichkeiten. Da muss man eben schon vorher jemanden suchen, der die neue Katze übernimmt, wenn das mit dem Aneinandergewöhnen nicht klappt, und der muss dann natürlich auch schon eine Katze haben (zumindest nach Eurer ansicht, nach meiner nicht).

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@Yentl51

Keine Sorge....so wie ich palusa hier kennengelernt habe, würde sie auch nicht "einfach so losziehen und mal eben" ne zweite Katze holen. Der Rat zu einer Zweitkatze schliesst nicht aus, dass man das Thema mit aller Sorgfalt und großem Verantwortungsbewusstsein angeht.

Warum traust du das, was du selbst tun würdest anderen nicht zu? Oder besser gesagt, warum versuchst du hier bestimmte Leute zu diskreditieren?

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@cuckoo

Liegt nicht in meiner Absicht. Ich bin nur diese Standardantworten leid, und den moralischen Zeigefinger bei Leuten, die hier Fragen stellen, um es für ihr Tier besser zu machen.

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Tierquälerei ist anders, allerdings solltest du ihr möglichkeiten zum Spielen und sich beschäftigen geben, solange du arbeiten bist. Oder vllt noch überlegen, ob eine zweite Katze für dich in frage kommt. Sonst sieht die Bude schnell übel aus :D

Wir haben 2 Katzen, Wohnungstiger +Balkon mit Netz. Wohnnung hat um die 70m². Klar haben sie es draußen schöner, aber im 2. Stock is das halt nich drin. Und wenn Lilly eh ne Wohnungskatze war, sollte das klargehen glaub ich ;)

Aber das is nur meine Meinung.

Nein, das passt. Sie kann sich bewegen und beschäftigen, das ist gut. Und wenn Du abends heimkommst, wirst Du sicherlich mit ihr spielen. Also mach Dir keine Sorgen.

Es gibt Katzen, die auch bei reiner Wohnungshaltung nichts vermissen. Mein Kater war so ein Tier. Als wir ihn dann zu uns holten (wegen schlechter Haltung), da haben wir dann nach einer Eingewöhnungszeit versucht, ihm Freigang zu gewähren. Es hat sehr lange gedauert, bis er überhaupt einen Schritt nach draußen machte. Heute rennt er schon draußen umher, ist aber auch gern in seinem Zuhause. (Er war damals auch drei Jahre alt.) Es gibt aber durchaus auch Katzen, die trotz der Möglichkeit des Freigangs keinen Schritt nach Draußen tun (hatten wir auch mal). Und dagegen steht das Gegenteil, denn es gibt auch Katzen, die bei reiner Wohnungshaltung leiden würden. Auch das hatte ich schon, es war ein Kater. Wenn der mal wegen einer Erkrankung drinnen bleiben musste, dann war bei uns zuhause die Hölle los;-) Das merkst du selbst an deiner Katze, ob sie darunter leidet oder nicht. Denn es gibt auch Katzen, die gern allein sind und mit gar keinem Artgenossen ihr "Revier" teilen möchten. Wenn du keinerlei Anzeigen entdeckst, dass sie darunter leidet (hinpieseln, ewiges Miauen, Möbel zerlegen etc. pp), dann ist alles in Ordnung. Ob sie dann später Freigang nutzt, entscheidet Mieze ganz allein:-)

Du sprichst mir aus der Seele ! Endlich mal jemand. Ich finde es zwar schön, wenn man Katzen zu zweit halten kann, aber es gibt wirklich Katzen, die keine Gesellschaft eines Artgenossen wollen und die auch nicht das Bedürfnis haben, nach draußen zu gehen. Meine Mieze ist auch eine, die keinen Artgenossen duldet, vor allem Angst hat (sogar vor einem Stück Schinken) und jetzt im hohen Alter lieber auf der Fensterbank liegt, als draußen. Es gibt so viele Leute hier, die einen der Tierquälerei bezichtigen, weil man eine Einzelkatze hält. Ich denke immer, jeder Halter, der seine Katze mit Liebe in seinem Haushalt hält, sich mit ihrbeschäftigt, sie mit allem versorgt, was sie braucht, kann kein Tierquäler sein. Jede Katze, die nicht in einem Tierheim ein trauriges Dasein fristen muss, ist ein leidendes Tier weniger.

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Wenn du keinerlei Anzeigen entdeckst, dass sie darunter leidet (hinpieseln, ewiges Miauen, Möbel zerlegen etc. pp), dann ist alles in Ordnung

Es gibt auch Katzen, die einfach nur ruhig und vermeintlich zufrieden auf dem Sofa liegen.... und der Halter glaubt immer noch, dass sie ja so glücklich ist, alleine zu sein....so eine liebe Katze....

Dabei hat die arme Miez einfach nur resigniert.... :(

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@cuckoo

Ja, das ist richtig. Ein erfahrener Katzenbesitzer, der sein Tier genau kennt, weiß das aber zu unterscheiden. Ich habe seit Jahren Katzen und die unterschiedlichsten Katzen gehabt. Auch mal eine, die darunter litt, als ich ihr einen Spielgefährten geben wollte. Tiere sind genau so unterschiedlich, wie wir Menschen auch.

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Wenn sie davor auch schon eine reine Wohnungskatze war, ist sie es ja nicht anders gewohnt, also mach dir keinen Kopf....Wenn du ein Gitternetz oder so hast kannst du sie ja auf den Balkon oder auf die Fensterbank setzen lassen,d amit sie frische Luft schnappen kann :)

die frage ist, ob die katze auch raus will oder ob sie gesellschaft liebt und ähnliches.

von daher warte erstmal ab, um festzustellen, was deine katze mag.

freunde von mir haben zwei katzen, die eine hat nur 3 beine und zurückhaltend, mag keinen action. de rkater mag menschliche gesellschaft, beuscht die nachbarn auf der etage, für ihn wäre es schön einen garten zu haben, aber er fühlt sich auch so wohl.

also beobachte erstmal die katze, lern sie kennen.

ich habe sie ja erst seit Montag. Ich werde sie mir erst mal genau ansehen und merke dann, ob sie glücklich ist oder nicht. Fest steht für mich jedoch, dass ich mir auf jeden Fall bald eine ländliche Wohnung suchen möchte, wo ich ihr zumindest die Möglichkeit des Freigangs bieten kann.

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@Omelly25

Damit hättest DU dann auch den wichtigsten Punkt für Deine Katze getan. Lass Dich nicht verunsichern - wenn Deine Katze Freigang hat, kann sie sich Kumpels suchen, wenn ihr danach ist. Und betrachte Dich inzwischen bitte nicht als Tierquäler, das ist absoluter Quatsch. Viele der Katzenleute hier sind ziemlich fanatisch, es sind immer dieselben, die auch immer dasselbe schreiben, ohne die ganz anderen Erfahrungen anderer Menschen auch nur im geringsten zu berücksichtigen. Ich arbeite seit 30 Jahren mit Katzen und helfe auch seither bei der Vermittlung von Katzen, ich kenne Problemkatzen etc.. Ich weiß aber eines ganz sicher: Jede Katze ist anders - und jede Katze ist glücklicher in einem Zuhause, in dem sie zur Familie gehört als in einem Tierheim. Und wer seine Katze liebt, wird alles für sie tun was er kann. Und bei Dir kann man bereits lesen, dass Du das vorhast. Ich wünsche Dir eine tolle Zukunft mit Deiner Mieze, die bei dieser Mischung bestimmt wunderschön ist.

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Deine Katze wird sich tagsüber sehr einsam fühlen. Wir haben freilaufende Katzen und wenn ich sie draußen rumtollen sehe, bemitleide ich die eingesperrten. In einer Wohnung können Katzen ihrem natürlichen Jagdinstinkt nicht nachkommen. Klar kann man sie mit einer Katzenangel bespielen oder auch mal Grillen zu Bejagen geben. Aber es ist kein Vergleich zu einem Leben in Freiheit, wo sie Bäume erklimmen, über Zäune balancieren, Mäuse jagen usw.

Sicherlich wirst du auch nicht jeden Abend mit der Katze verbringen, denn es gibt doch vermutlich auch noch Freunde, mit denen du mal weggehen willst oder die du besuchst.

Du bist kein Tierquäler! Wenn die Katze von klein auf an eine Wohnung gewöhnt ist, ist das vollkommen o.k.! Eine Alternative wäre natürlich, eine zweite Katze anzuschaffen, dann wäre sie nicht alleine. Die Frage ist dann natürlich, ob sie sich mit anderen Katzen versteht...

http://www.wohnungskatze.net/

Es gibt doch viele Hauskatzen. Wenn sie genug zum Essen und zum Trinken hat und viele Spiel bzw. Klettermöglichkeiten und ein Katzenklo hat finde ich das in Ordnung. Es ist ja auch schön, dass du ihr dann abends viel Aufmerksamkeit schenkst. Ich sehe da kein Problem. LG

Das ist keine Tierquälerei, lediglich nicht die optimale Haltung. Besser ist Freigang immer, wenn man nicht grad mitten in einer Großstadt lebt. Und ein Artgenosse ist, gerade wenn der Mensch den ganzen Tag unterwegs ist, auch besser. Katzen schlafen viel. Du solltest Dich dann aber abends gut mit ihr beschäftigen und sie fordern. Katzen sind schlau und brauchen auch Spiele für ihren Kopf. Wenn sie Freigang haben, hast Du die Verantwortung aber nicht mehr so, denn da erlebt sie genug für Körper und Geist.

So sehe ich das auch - DH!

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@Emelina

Ach danke, Emelina. Ich gebe mir die größte Mühe, auf den Katzenhalter einzugehen. Es kommen aber hier immer wieder Standardantworten von den immer selben Useren, cuckoo, palusa etc., denen es nicht um die Beurteilung des Einzelfalles geht, sondern nur darum, eine Lanze für Katzen zu brechen. Das hilft aber niemandem. Dass Katzen in der Regel Gesellschaft mögen, in der Regel Freigang mögen, wissen wir alle und keiner bestreitet das. Aber Menschen, die eine Einzelkatze haben und hier Fragen stellen,wie sie es am besten handhaben, immerzu zu verunsichern oder ihnen sogar tierquälerische Haltung vorzuwerfen, finde ich kontraproduktiv und nicht hilfreich. Allgemeingültige Dinge immer wieder bis zum Erbrechen zu wiederholen, hilft nicht weiter, da jeder Fall letztendlich ein Einzelschicksal ist.

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@Yentl51

Liebe Brille99.

Selbst wenn du versuchst auf jede individuelle Problematik einzugehen.....es geht nicht immer ohne den Regelfall zu erwähnen.

Von verantwortungsbewußten Haltern erwarte ich, dass sie sich bereits im VORFELD über artgerechte Haltung informieren und auch auf lange Sicht planen. Schließlich kann so eine Katze oder ein Hund zwischen 10 und 25 Jahren leben.

Wenn man oft genug von verhaltensauffälligen Katzen hört oder liest und dann erfährt, es ist eine einzeln gehaltene Stubenkatze.....dann kann man nur zu einer einzigen Aussage kommen.

Das Problem ist, dass viele Tiger sich lange Zeit mit ihrer Situation abfinden/arrangieren....und erst spät auf sich aufmerksam machen....dann ist allerdings für eine Zusammenführung oft alles zu spät.

Ein Stubentiger sollte grundsätzlich nicht allein gehalten werden....und selbst wenn irgendwann Freigang möglich werden sollte, ist er zu zweit erlebt 1000mal besser als alleine los zu ziehen.

Das sind einfach FAKTEN und Erfahrungswerte. Und deine Antwort hat sich nicht im geringsten, von einer der anderen unterschieden - sie war nur anders formuliert.

LG DaRi

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@DaRi40

Fakten und Erfahrungswerte sind stets das, was man selbst erlebt hat. Glaub mir, mir kann niemand mehr etwas über Katzenhaltung erzählen. Ich habe mit so vielen Katzen zusammen gelebt und auch in der Vermittlung so viele Dinge gesehen, dass man Fakten und Erfahrungswerte einfach nicht verallgemeinern kann. Fakt ist: wenn Mehrfachhaltung des Katzen gut bekommt-sehr gut !, wenn Freigang möglich - sehr gut. Wenn Mehrfachhaltung den Katzen nicht bekommt, und das gibt es sehr oft- ist es keine gute Haltung. Freigang in einer Großstadt ist ebenfalls keine gute Haltung. Eine gute Haltung ist ausschließlich die, die auf die eigenen Vierbeiner und die Möglichkeiten zugeschnitten ist. Punkt !

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@Yentl51

Darin gebe ich dir absolut recht.

Das zu beurteilen obliegt auch nur dem betroffenen Halter, denn er kann es direkt beurteilen.

Aber es muss auch Leute geben, die alle Optionen erwähnen, damit man die Möglichkeit bekommt, sich eine eigene Meinung zu bilden.

LG DaRi

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Kurz und Knapp: Katzen brauchen Freigang. In Wohnungshaltung bekommen die früher oder später Verhaltensstörungen.

LG :)

Also, ich habe heute mit einer Arbeitskollegin gesprochen. Die hat selber ihre "Baghira" seit 12 Jahren (so alt ist sie auch). Sie lebt ausschließlich in der Wohnung und das ohne Kumpan. Baghira fühlt sich anscheinend wohl, so wie sich die Lage dort darstellt. Und meine Kollegin schätze ich auch nicht so ein, dass sie mich "belügt". Ich denke, man kann das mit der Freihaltung und den Verhaltensstörungen nicht verallgemeinern. Es kommt auf das Wesen der Katze an, auf die Rasse etc. Es ist sicherlich nicht optimal, aber ich denke, dass auch eine Wohnungskatze grundsätzlich glücklich sein kann...

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@Omelly25

Vielleicht hast du Recht (in Eizelfällen, denn alle Wohnungskatzen die ich kenne haben Verhaltensauffälligkeiten), aber ich glaube, wenn man einer Wohnungskatze die Tür öffnen würde, würde sie nicht "Nein, danke" sagen ;) Und ich finde die Freiheit sollte man ihr lassen :)

LG

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Totaler Unsinn ! Es kommt immer darauf an, wieviel Beschäftigung eine Katze hat. Im Tierheim haben Katzen auch keinen ungehinderten Freigang. Da möchtest Du dann alle Katzen hinschaffen, die bei ihren Besitzern in Wohnungshaltung leben ?

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Aber nur wenn sie allein gehalten werden!!

Meine 4 Stubentiger sind die entspanntesten Katzen der Welt. Sitzen sogar gechillt in offenen Taschen beim Tierarzt.....

Und wenn die Türe offen steht schauen sie nur neugierig hinaus .... aber raus wollte noch keine....

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@DaRi40

Schön, dass Du so entspannte Katzen hast. Wenn man oft auch noch mehr Katzen gehalten hat, so wie ich, macht man eben noch ganz andere Erfahrungen. Ich habe eben auch oft erlebt, dass Katzenmehrfachhaltung gar nicht gut geht und es einzelnen davon dann schlecht geht. Sie entwickeln dann u.U. Protestmarotten, die sie, je nachdem bei wem sie leben, dann das Leben kosten können. Im Tierheim ist keine Katze glücklich - da würde sicher auch jede Katze freiwillig zu einem lieben Menschen wechseln, der keinen Artgenossen in petto hat. Man kann das einfach nicht verallgemeinern. Schön ist, wenn 2 Katzen da sind, schön ist, wenn Freigang da ist. Aber das sind nun mal nicht die einzigen Möglichkeiten, Katzen zu halten. Und diese Haltung ist eben nicht die Regel. Es ist soo häufig, dass Katzen sich untereinander nicht verstehen und man sich dadurch erst recht ein Problem schafft. Man darf natürlich erwähnen, wie es schön oder perfekt wäre - aber daraus Verallgemeinerungen zu machen und moralische Zeigefinger zu heben, ist einfach falsch und hilft den überzähligen Vierbeinern einfach nicht weiter.

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@Yentl51

Sie lebt ausschließlich in der Wohnung und das ohne Kumpan. Baghira fühlt sich anscheinend wohl, so wie sich die Lage dort darstellt. Und meine Kollegin schätze ich auch nicht so ein, dass sie mich "belügt".

"Lügen" ist so ein "großes" Wort.

Ich meine aber, die Kollegin würde sicher niemals zugeben, wenn es ihrer Katze nicht gut geht. Wohnungskatzenhalter verteidigen "ihre" Katzenhaltung natürlich - ist ja auch logisch, wer gibt schon gerne zu, dass er Tiere nicht artgerecht hält.

Katzen sind mit einem natürlichen Jagdinstinkt ausgestattet, der wird völlig unterdrückt, wenn sie unfreiwillig in ausschließlicher Wohnungshaltung leben müssen.

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@AryaCat

Dem stimme ich total zu!!

Was muss das für ein trauriges Leben sein, so isoliert IMMER sein Leben lang in einer Wohnung eingesperrt zu sein?!

Nie ein Windzug um die Nase.

Nie Gras unter den Pfoten.

Nie ein kleines Tier, dass man jagen kann.

Nie ein 'echter' Baum, auf den man kettern oder sich die Krallen wetzen kann.

Nie die kühle Ehrfahrung, wenn man in eine Wasserpfütze tritt oder wenn es regnet.

Nie ein Vogel, an den man sich anpirschen kann.

Nie ein schöner sonniger Fleck auf dem Gras, wo man sich in der Sonne rekelen und den Bienen lauschen kann.

Also mich kann hier niemand umstimmen, für mich bleibt Wohnungshaltung bei Katzen Tierquälerei, genau wie bei Kaninchen Käfighaltung oder ähnliches. Und ich verstehe auch nicht, warum das so schwierig ist, die Tür aufzumachen (solange man nicht gerade im 5. Stock wohnt) und den Katzen Freiganng zu geben! Die Katzen werden nicht sofort sterben oder spurlos verschwinden!

Da ist mir das bisschen Risiko lieber, dass die Katze sich mal etwas bricht, für 2 Tage wegbleibt oder sich mit einer anderen Katze kloppt, als dieses Trauerspiel in der Wohnungsaltung!

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@LocoPoco001

Man kann eine Wohnung ohne Weiteres katzengerecht gestalten. Und Katzen, die so gehalten werden, denen geht es besser als denen im Tierheim. Ihr verunsichert Menschen, die vielleicht bereit wären, einer Katze ein schönes neues Zuhause zu geben, und sorgt so mit dafür, dass unsere Tierheime überquellen. Wo bleibt da für Euch die artgerechte Haltung ?

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@Yentl51

Ja, vielleicht besser, als im Tierheim, aber wesentlich schlechter, als mit Freigang!

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@LocoPoco001

Ich weiß schon, was Du meinst. Nur - leider kommen Katzen mit Freigang nicht zurück, weil sie zum einen durch den nicht katzengerechten Wohnort durch Straßenverkehr dem Tode geweiht sind oder aber von katzenfeindlichen Nachbarn oder Vermietern vergiftet werden. Nicht jeder genießt den Vorzug eines Eigenheimes, bei dem man nur die Tür zu öffnen braucht udn die Katzen bedinden sich in einer gefahrlosen Grünlanlage. ich finde es sehr verantwortungsvoll, wenn Menschen trotz einer anderen Wohnsituation eine Mieze aus der Zwangslage "Tierheim" befreien, denn dort leiden die Vierbeiner wirklich, nicht nur unter mangelnder Zuwendung.

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Nein,das bist Du nicht. Deine Wohnung ist auch gross genug. Und Kletter/Kratzmöglichkeiten bietest Du ihr ja sicher. Dennoch würde ich eine Zweite dazunehmen. Dann können die gemeinsam spielen und toben. Ich würde keine Katze allein in der Wohnung halten.Hast Du einen Balkon? Mach ihn Katzensicher. Ein Platz in der Sonne lieben sie. Wenn nicht,gibt es auch katzensichere Vergitterungen für Fenster, dann kann sie wenigsten bei geöffnetem Fenster ein Sonnenbad auf der Fensterbank nehmen.

Um einen Balkon katzensicher zu machen, bedarf es der Zustimmung des Vermieters oder der Eigentümergemeinschaft. Der Katze die Möglichkeit des Freigangs zu verschaffen, wie die Fragestellerin es vor hat, ist wesentlich besser, als ihr nur einen Balkon zu bieten.

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@Yentl51

Das war ja nur ein Beispiel! Und-nein, der Vermieter darf es nicht verbieten.Hatte selbst so ein Fall, wo das Gericht entschieden hat, das es nich zu verbieten sei,ein Katzennetz anzubringen.

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@1Katzentatze

Katzenschutznetz stört Gesamtbild nicht

Der Vermieter einer Eigentumswohnung muss ein vom Mieter am Balkon angeschraubtes Katzenschutznetz auch dann dulden, wenn die Eigentümergemeinschaft eine Entfernung dieses Fangnetzes zuvor beschlossen hat. Denn dieses Katzenschutznetz, das sich jederzeit wieder folgenlos abmontieren lässt, ist mit bloßem Auge kaum zu erkennen und fällt gegenüber den recht unterschiedlich gestalteten und unterschiedlich genutzten anderen Balkonen kaum auf. Da der Balkon zudem nach hinten ausgerichtet ist, konnte nach Überzeugung des Gerichts von einer optischen Beeinträchtigung nicht die Rede sein. Folglich muss der Mieter dieses Netz nicht entfernen. Amtsgericht Köln, Az.: 222 C 227/01

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@1Katzentatze

Das ist leider nur ein Amtsgerichtsurteil, und das eines von vielen. Dageben gibt es haufenweise andere Urteile, wo es ganz anders ausgegangen ist. Das neue BGH-Urteil schützt im übrigen nur tierhaltende Mieter - die Eigentümer nicht. Und wenn eine Eigentümergemeinschaft einem Eigentümer so etwas nicht erlaubt, muss der Eigentümer seinem Mieter dergleichen sogar verbieten. Das Miet- und Eigentumsrecht ist leider nicht ganz so eindeutig, wie es im Internet immer dargestellt wird. Ich bin gerade in einen solchen Fall verstrickt und werden von einem absoluten Profi anwaltlich vertreten. Von daher weiß ich, dass man auf AG-Urteile echt pfeifen kann.

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Tierquälerei ist das nicht, aber die Einzelhaltung ist gar nicht schön:

feline-senses.de/keine-einzelhaltung.html

haustierwir.blogspot.de/2011/10/kitten-katzenbabies.html

cat-care.de/cms/index.php/einzelhaltung-ohne-freilauf

tierheim-hilden-ev.de/2010/10/wohnungskatzen-in-einzelhaltung/ (jeweils kopieren und im Browser einfügen)

Eine Alternative wäre, ihr Freigang zu gewähren, damit sie draußen Kontakt zu anderen Artgenossen haben kann.

Nein, Wohnungshaltung ist nicht mit Tierquälerei gleichzusetzen.

Aber die Einzelhaltung in der Wohnung ist einfach ein Unding.

Natürlich erzählen viele Leute, dass ihre Katzen unverträglich mit anderen Katzen sind und alleine vollkommen glücklich. Aber die Unverträglichkeit ist kein Grund für sondern eine Folge von Einzelhaltung!

Katzen, die draussen leben, haben natürlicherweise Kontakt zu ihren Artgenossen, das ist ein Teil ihres alltäglichen Lebens. Reviernachbarn, Streuner - damit müssen sie sich im Guten wie im Bösen auseinandersetzen.

Mal ehrlich: glaubt jemand wirklich, dass eine Katze, die den ganzen Tag nur darauf wartet, dass ihr Mensch von der Arbeit kommt und sonst keinerlei Ansprache hat, ein glückliches Leben führt? Ich behaupte, dass sich da ganz viele Leute eine unschöne Situation schönreden..... Da helfen auch Klettermöglichkeiten nicht weiter.

Du gibst immer dieselben Antworten - es gibt sie aber trotzdem, diese Katzen, die keine Artngenossen dulden, auch wenn Du Dich auf den Kopf stellst. Meine Katze war von Anfang an NICHT allein, und sie hat alle anderen Katzen und den Hund gehasst. Sie hat alles vollgepisst und war agressiv. Jetzt ist sie allein und entspannt. Sie will auch nicht mehr raus sondern nimmt ihre Sonnenbäder auf der Innenfensterbank. Sie hat ihr Reich nun für sich allein und ist damit zufrieden. Das ist nichts, was man sich für seine Katze wünscht, aber so ist es nun mal, jede Katze ist anders, und es gibt diese Einzelgänger, udn so selten sind sie nicht.

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@Yentl51

Brille99:

Ja, Ausnahmen bestätigen immer die Regel.

Aber ob eine Katze unsozial / unverträglich zu Artgenossen ist (was sehr selten vorkommt) oder nicht ,kann auch nur festgestellt werden, wenn man sie im Umgang mit ihnen beobachtet.

Zudem ist oft erst der Mensch daran schuld, wenn Katzen unsozial werden - denn die Katzenmutter bringt all ihren Kitten bis zur 12. Lebenswoche den sozialen Umgang mit Artgenossen bei.

Vorausgesetzt sie dürfen bei Mama aufwachsen und werden ihr nicht schon mit 6-8 Wochen entrissen.

Also schließe ich aus deinen Schilderungen, dass deine Katze nicht so aufwachsen durfte, wie es die Natur vorgesehen hat....denn dann entwickeln sie sich anders als sein soll.

Also ist der Beitrag von cuckoo soweit richtig und du hast einfach Pech gehabt.

Und stell dir vor....es gibt auch Katzen die gar keinen Freigan wollen - sind auch die Ausnahme aber es gibt sie....

LG DaRi

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@Yentl51

Du gibst immer dieselben Antworten

Ja, sicher! Meine Meinung ändert sich doch nicht von Tag zu Tag ;)

Ich bestreite ja nicht generell, dass es Katzen gibt, die feindselig auf andere Katzen reagieren.

Ich bezweifle lediglich, dass diese Haltung natürlichen Ursprungs ist. Irgendwas ist irgendwann schiefgelaufen, wenn eine Katze so tickt.

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@cuckoo

Die Wertigkeit ist einfach falsch. Dass Katzen sich NICHT verstehen, ist längst kein Sonderfall, sondern das gibt es sehr sehr oft. Ich rede ja auch nciht von Katzen, die beim Züchter liebevoll von der Mama aufgezogen wurden und dann sofort mindestens zu zweit in ein wunderschönes Zuhause kamen. Die Realität ist doch ganz ganz anders. Wo holen wir in der Regel denn unsere Katzen her ? Wo bekommt das Tierheim sie her ? Das sind die Tiere, denen wir ein liebevolles Zuhause geben müssen, das ihren Bedürfnissen entspricht. Ja , IHREN Bedürfnissen, und die sind nun mal bei jedem Einzelschicksal anders. Und es geht hier nicht um die Ansichten udn Wünsche der Halter sondern um das, was die KATZE braucht.

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@Yentl51

Wertigkeit? Von welcher Wertigkeit sprichst du?

Ich möchte mit dir hier keine Grundsatzdiskussion führen, denn das hilft der Fragestellerin leider nicht weiter.

Da die Katze in der aktuellen Frage bald Freigang bekommen soll, ist das Thema ja eh hinfällig, sie wird dann draussen so oder so auf andere Katzen treffen.

Die Halterin einer 3jährigen Katze, deren Wesen man nicht kennt, zu beschwichtigen und ihr zu sagen, dass Einzelhaltung in der Wohnung völlig in Ordnung sei, halte ich - gerade im Hinblick auf die Bedürfnisse des Tieres - für fahrlässig. Natürlich GIBT es Katzen, die nicht mehr zu vergesellschaften sind, das habe ich nie bestritten, aber dafür liegt hier kein Hinweis vor.

Wenn ich keine gegenteilige Vorinformation habe, würde ich immer versuchen, einer so jungen Katze in Wohnungshaltung Gesellschaft an die Seite zu geben, vor allem im Haushalt eines Berufstätigen, in dem die Katze tatsächlich allein ist - nicht nur ohne Artgenossen.

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@cuckoo

Ich habe keine Einzelhaltung empfohlen. Hier werden meine Antworten völlig verdreht, wie das hier so üblilch ist. Wer sich die Mühe macht udn genau meine vielen Kommentare zu dieser Frage hier liest, sollte wissen, was ich meine, und mir derlei Dinge nicht unterstellen. Aber es ist bei jeder Katzenfrage hier gleich, es melden sich immer dieselben Leute mit denselben Argumentationen. Ich würde auch zwei Katzen halten, wenn es MÖGLICH wäre. Das ist es aber oft aus verschiednen Gründen nicht udn die können vielfältig sein. Einem Katzenhalter dann ein schlechtes Gewissen zu machen und zu überlesen, was er bereit ist, für das Tier zu tun, nämlich zwecks Freigang umzuziehen, finde ich fahrlässig. So, für mich wars das jetzt. Ich liebe Katzen und tue alles für sie, was ich kann. Und das war in meinem Leben wahrscheinlich mehr, als ihr es zusammen geschafft habt. Aber das ist hier nicht das Thema.

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@Yentl51

Ich liebe Katzen und tue alles für sie, was ich kann. Und das war in meinem Leben wahrscheinlich mehr, als ihr es zusammen geschafft habt.

Das hat mir doch nun glatt ein Lachen entlockt - schönen Dank dafür :)

Ich habe keine Einzelhaltung empfohlen.

Das habe ich an keiner Stelle behauptet. Es sei also mal dahingestellt, wer hier die Antworten verdreht....

Ich weiss nicht, auf was für einem Feldzug du dich hier befindest, aber dass hier bei Katzenfragen immer wieder die gleichen Leute auftauchen, ist jetzt nicht sooo verwunderlich, oder? Und dass dieselben Leute auch immer wieder dieselbe - nämlich ihre - Meinung vertreten, ebenfalls nicht.

Den Vorwurf der Tierquälerei findest du weder bei palusa noch bei mir, weshalb also bringst du uns namentlich damit in Verbindung? Auf was für einem Trip bist du unterwegs?

Wir haben hier eine Fragestellung, aus der nicht hervorgeht, wie die Katze tickt, was das Sozialverhalten angeht. Weshalb sollte man einem Neukatzenhalter also nicht erklären dürfen, dass Einzelhaltung in der Wohnung keine gute Sache ist?

Ich schlage vor, du liest dir die einzelnen Beiträge (palusas, meine UND deine) nochmal mit eingezogenen Krallen in Ruhe durch....

@ Omelly25

Bei dir entschuldige ich mich ausdrücklich dafür, dass das hier so ausufert. Aber ich habe keine Lust, diese "Anschuldigung", ich würde Katzenfragen ohne Berücksichtigung der Situation des Fragestellers mit stereotypen Plattheiten beantworten, kommentarlos stehen zu lassen.

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@cuckoo

Ich kenne Eure Antworten zur Genüge, so, dass ich sie mir nicht mehr durchlesen muss. Ich erkenne auch Euer Engagement für Katzen an, aber keiner von Euch berücksichtigt, dass die Userin bereit ist, für ihre Katze umzuziehen, damit diese Freigang hat. Das ist mehr, als die meisten Menschen tun würden, und das ist echte Katzenliebe. Und was Dir ein Lachen entlockt, ist mir ziemlich wurscht. Ich habe bzgl. Katzen in meinem Leben so viel gesehen, dass mir das Lachen vergangen ist. Ich bin auf keinem Feldzug, ich möchte nur meinen Beitrag dazu leisten, zu verhindern, dass andere Leute auf ihrem Feldzug gegen Katzenhalter die Falschen erwischen. Manche Antworten lesen sich so, als würde man dem Fragesteller automatisch Dummheit und Unkenntnis unterstellen, das ist nicht gerecht, das ist unsachlich und überflüssig.

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Dir werden hier sicher etliche Wohnungskatzenhalter versichern, dass eine Wohnungshaltung artgerecht ist.

Ich behaupte, sie ist es nicht:

Katzen sind "Wilderer" - sie benötigen viel Freiraum, sie wollen rumstreunen, jagen und draußen spielen. Katzenhaltung in Wohnung ist für mich absolut NICHT artgerecht; Wohnunghaltung bei einer Einzelkatze sehe ich sogar als Tierquälerei.

ABER: Deine Lilly war leider zuvor eine reine Wohnungskatze.

Da ist nicht sicher, ob es überhaupt noch gelingen kann, sie zum Freigang zu bewegen.

Und wenn sie vorher alleine leben musste, ist auch nicht sicher, ob sie sich an eine Zweitkatze gewöhnen würde.

Dennoch, mit 3 Jahren ist sie zu jung dafür, ihr zuzumuten, dass sie ihr restliches Leben alleine in einer Wohnung leben muss, bei dem ihr "Mensch" auch noch den ganzen Tag unterwegs ist.

Also: Entweder versuchen, sie an Freigang zu gewöhnen oder eine zweite Katze anschaffen (am besten ein Kitten; das weckt evlt. anfänglich "Beschützerinstinkte" bei Lilly).

Da du vorhast umzuziehen, würde ich zunächst ein Kitten in einem Tierheim holen, das "übrig" geblieben ist - also eines, bei dem es keine Möglichkeit gibt, es nur zu "zweit" abzugeben.

Wenn du dann in der neuen Wohnung am Stadtrand o.ä. lebst, kannst du dann versuchen, beide Katzen an den Freigang zu gewöhnen.

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@AryaCat

Die Idee ist ganz gut. Selbst, wenn die beiden sich dann nicht verstehen, können sie sich dann aber durch den Freigang aus dem Weg gehen. Das funktioniert auch.

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Finde die Wohnung schon klein.. Aber wenn sie eine reine Wohnungskatze war, sollte es nicht allzu schlimm sein.

Es ist kein Problem eine reine Wohnungskatze zu haben, wenn die Katze daran gewöhnt ist, und auch immer ein reines Katzenklo hat, ist das alles ok.

Also eine Mieze braucht schon eine Menge mehr, als ein sauberes Clo. Würde Dir ne immer frisch geputzte Toilette reichen fürs Leben ?

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Vielen Dank an euch alle für eure hilfreichen und beruhigenden Worte und Tips!! Ich möchte es meiner Lilly ja so angenehm wie nur möglich machen. Und bald werd ich auch sicher ne schöne, ruhige Wohnung am Stadtrand finden, wo sie auch dann mal gefahrlos nach draußen kann! Habt vielen Dank für eure Mühe!!

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