Habe das Gefühl mein Leben nicht auf die Reihe zu bekommen,warum?

5 Antworten

Wenn man mal deine anderen Fragen durchliest, bekommt man das Gefühl, dass sich bei dir alles um dich und deine Arbeit dreht. Man erkennt daran, dass die Arbeit bei dir einen viel zu hohen Stellenwert hat.

Als hilfreichen Tipp kann ich dir nur sagen, dass du nicht auf diese Arbeit angewiesen bist. So wie es aussieht, hast du durch deine Angstzustände schon Verlustängste und klammerst dich sozusagen an deine Arbeit. Aber du solltest dir merken, dass die Arbeit nicht das Wichtigste im Leben ist. Dabei solltest du auch bedenken, dass es egal ist, falls du gekündigt wirst. Du würdest nämlich danach ALG1 für 1 Jahr bekommen. ALG1 entspricht etwa 75% deines jetzigen Gehalts.

Wenn du dich mit der Arbeit überfordert fühlst, deine Gesundheit darunter leidet, du eh schon in Therapie bist, dich nicht mit den Kollegen verstehst, dir die Arbeit keinen Spaß macht und du dafür dann auch nur einen Hungerlohn bekommst... Dann würde ich dir ehrlich gesagt raten, zu kündigen bzw. etwas zu tun, damit du gekündigt wirst. Vorher könntest du dich noch ein paar Monate krankschreiben lassen, um Krankengeld zu bekommen. Wenn du selbst kündigst gibt es eine merhwöchige Sperre für ALG, also wäre es besser wenn der Chef dich kündigt und nicht du selbst.

Es heißt ja, dass die Gesundheit das Wichtigst ist. Es wäre also wirklich besser, wenn du dich voll auf die Gesundheit konzentrierst und die Arbeit erst mal nebensächlich wird.

Um aus dir raus zu kommen, könntest du einfach mal 2-3 Bier trinken und danach zur Arbeit gehen. Eine Bekannte von mir ist beispielsweise schon mal betrunken zu einem Termin vom Jobcenter oder mal betrunken zu einer Maßnahme vom Jobcenter gegangen. Sie war auch schon mehrmals betrunken bei Vorstellungsgesprächen.

Du kannst einfach mal probieren, ein Bier zu trinken. Du wirst merken, dass man sich danach viel besser fühlt. Der Effekt wird verstärkt, wenn man auf nüchternen Magen trinkt.

Sobald du erst mal 1 Jahr von der Arbeit befreit bist, dich ein bisschen entspannt hast und zur Ruhe gekommen bist, wirst du hinterher sicherlich besser aus dir rauskommen können und auch mal Grenzen setzen können. Als eine Grenze könntest du z.B. für zukünftige Arbeitgebern setzen, dass du für unter 15 Euro Stundenlohn nicht arbeitest, so erhöhst du die Chance auf gute Bezahlung.

Du solltest lernen, dass es nicht schlimm ist, wenn man mal ein paar Minuten zu spät zur Arbeit kommt und dass es auch in Ordnung ist wenn man mal zuhause einen Monat nicht aufräumt. Danach wird es dir einiges leichter fallen und du wirst bestimmt besser aus dir rauskommen können.

Menschen die nur auf Arbeit fixiert sind und die Krise schieben weil sie mal 2 Minuten zu spät kommen, oder Panik schieben weil sie am Vorabend ein Bier getrunken haben und evtl. einer der Kollegen die Fahne riechen könnte, sind einfach zu pingelig und übertreiben.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Wenn man sich deine Antwort durchliest, kann man sich nur an den Kopf fassen. Sind deine Ratschläge sarkastisch gemeint?

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@5Leonarda

Im oberen Teil stimme ich ihm noch zu und ab " betrunken zur Arbeit " Frage ich mich ob er selbst ein Alkoholproblem hat.

Das man zuhause nicht immer alles steril halten muss (putz zwang) ist noch akzeptabel

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@5Leonarda

Na ja. Es wäre manchmal besser wenn man meine Ratschläge nicht ernst nimmt.

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@Greengras100

Liebes Greengras, wenn du solche Ratschläge schreibst, wo es besser ist, dass man sie nicht erst nimmt, und einer nimmt es ernst und reitet sich immer weiter rein.... Kannst du die Folgen verantworten? Mir wäre das Risiko zu hoch.

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@5Leonarda

Letztendlich ist jeder selbst für sein Leben verantwortlich. Oder springst du aus dem Fenster, wenn hier einer schreibt: ,,spring aus dem Fenster''.

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@Greengras100

Jaja, toller Spruch, aber könntest du damit leben, wenn du zu jemandem sagst: Springt aus dem Fenster und er macht das und kommt ums Leben?

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@5Leonarda
könntest du damit leben,

Das muss man dann ja wohl, insofern man keine Lust auf Suizid hat.

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@5Leonarda

Mir ist man was ähnliches passiert. Als ich mal ein Praktikum in einem Betrieb hatte, sagte einer ich soll mal mit dem Feuerzeug in den Tank leuchten um zu sehen ob der schon voll ist.

Ich war da noch ein Kind und habe es ernst genommen. Hätte ich ein Feuerzeug gehabt, hätte ich es echt getan. Ich fragte den Kollegen der daneben stand, ob er mal ein Feuerzeug hat und dann haben alle gelacht. Wenn ich selber ein Feuerzeug gehabt hätte, hätten sie wohl nicht mehr lachen können...

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Also Erfahrung mit sowas habe ich nicht direkt. Würde sagen (fast) jeder macht mal so eine Phase durch. Wo man einfach nicht weiß wohin mit einen und/oder wo man gerade im Leben steht. Wie sieht es mit deinem sozialen Leben aus, wenn ich ich dich fragen darf? Du meintest ja, dass du keine Sicherheit und Geborgenheit fühlst/findest. Evtl solltest du mehr unter Menschen und nähren Kontakt aufbauen. Etwas was als Ventil ausgleichen kann. Ein Hobby zur Abwechslung neben der Arbeit wäre auch sicher gut. Ich hoffe ich kann dir irgendwie damit helfen.

Lg B

Was machst du für eine Arbeit und warum bist du überfordert? Kannst du nicht mehr über deine Abeit lernen, evtl. auch zu Hause im Internet?

Wegzulaufen wird dein Selbstbewußsein nicht stärken. Selbstbewußsein bekommt man, wenn man eine Sache meistert.

Schreib doch mal, was genau dein Problem mit der Arbeit ist, vielleicht fällt mir ja noch etwas ein.

Hall und erst mal danke für deine Antwort. Ich bin im techn. Bereich tätig. Bin in der Instandsetzung von Maschinen tätig.

ich denke, dass ich nie richtig gelernt habe selbständig zu arbeiten und bin oft unsicher und auf Hilfe angewiesen. Die Maschinen sind sehr komplex und wenn etwas nicht funktioniert dann bin ich der gefragte Mann der es richten soll. Und da liegt der Punkt. Ich denke ich will garnicht der gefragte Mann sein, sondern einfach eine Arbeit machen. stehe ich sehr häufig vor den Anlagen und habe selbst keine Ahnung. Ich weiß nicht, ob es auch daran liegt das ich kein Bezug zu meinem Beruf aufbauen kann. Mir ist das teils zu viel. Man ist in keinem Bereich richtig gut immer nur angeschnitten. Und es macht mich sehr unzufrieden, wenn man selbst vieles nicht tun kann. Habe dann nach der Arbeit das Gefühl nichts geleistet zu haben kein Erfolgserlebnis.

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@JungerFuchs

Hatte seit Montag Nacht (Gewitter) bis eben Internetausfall.

Solange du diese Arbeit hast, setzt doch einfach alles dran, mehr über diese Maschinen zu lernen. Geh über diese Schwelle, überwinde den inneren Schweinehund, der dir Steine in den Weg legt. Überleg nur mal, welchen immensen Vorteil es für dich bringen würde, wenn du mit Leichtigkeit diese Reparaturen ausführen kannst. Dann hast du bei deiner Arbeit Selbstvertrauen und Erfolgserlebnisse, und ich weiß, wie so etwas aufbauen kann. Dein ganzes Bild von dir selbst wird sich ändern, und dein Bezug zur Arbeit sicher auch. Und wenn nicht, kannst du dich immer noch nach etwas anderem umsehen, aber dann mit mehr Selbstvertrauen im Gepäck.

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Hast du schon mal überlegt, die Firma oder zumindest die Abteilung zu wechseln. Für mich klingt es so, als wäre dein Job sehr ausschlaggebend für deine aktuelle Lage.

Du brauchst eine Veränderung die Dich bestärkt und bestätigt.

Wie die ausschaut, solltest Du am besten mit Deinem Therapeuten besprechen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung