Göttin im Judentum/Christentum?

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7 Antworten

In den ganz alten Schriften des Alten Testaments ist JHWH nur einer von vielen Göttern und der hat auch eine Gefährtin, die Aschera. Im ersten jüdischen Tempel wurde diese auch noch angebetet.

Der Monotheismus, wie wir ihn heute kennen, wurde erst während der babylonsichen Gefangenschaft der Israeliten erfunden. Alle anderen Götter wurden abgeschafft und der Aschera wurde eine förmliche Scheidungsurkunde ausgestellt (der biblische Text zur Verbannung der Aschera entspricht ziemlich genau dem Text von Scheidungsurkunden aus der babylonsichen Zeit).

Tut mir leid, Hamburger02. JHWH ist der einzig lebende Gott, es gibt nur einen. Und das er eine Gefährtin Achera hätte, ist frei erfunden. Du behauptest Dinge, ohne diese biblisch zu hinterlegen oder mit anderen historischen Büchern, die als wissenschaftlich anerkannt gelten, so wie die Bibel. Und Maria anbeten, ist ebenfalls unbiblisch. Wenn also jemand hier Beweise findet, wir sollten Maria anbeten, wird in der Bibel nichts finden, so wie Jesus, als Sohn Gottes, nicht angebetet werden wollte. Da haben die Kirchen auch noch ein Problem, das zu verstehen. Wir können Jesus in unseren Gebeten erwähnen oder ihn bitten, unser Gebet an den Schöpfer weiterzuleiten. Im alten Testament hat Moses klargemacht, dass es nur einen wahren Gott gibt, den wir anbeten. Jesus hat das alte Testament zitiert und auch den Christen gezeigt, wie man betet. Das Vater unser kennt jeder und dient als Beispiel für ein Gebet. Darin ist kein Ton von Maria oder anderen Göttern neben JHWH enthalten.
Wenn Du also etwas behauptest, Hamburger02, dann bitte auch vernünftig und sachlich belegen. Behaupten ist gleich provozieren. Aber die Wahrheit ist das nicht.

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@mrauscher

Ja gut, das ist das monotheistische Glaubensbekenntnis. Vor Babylon hatte sich das aber noch nicht durchgesetzt. Im 1. und 2. Buch der Könige wird mehrmals erwähnt, dass israelische Könige im Tempel ein Bild der Aschera aufgestellt hatten. Natürlich wird das von den Fundamentalmonotheisten unter den Israeliten hart verurteilt und zur schweren Sünde erklärt. Die haben sich aber, wie gesagt, erst in Babylon durchgesetzt.

Davor wurde Aschera neben JHWH angebetet. Dass sie von den Israeliten als die Ehefrau JHWHs angesehen wurde, ist archäologisch bestätigt. So fand man auf einem Krug aus dem 7. - 8. Jhdt v.u.Z. eine Inschrift:

Ich habe Euch gesegnet durch JHWH und seine Aschera.
Amaryo sprach zu seinem Herrn: …
Ich habe dich gesegnet durch JHWH und seine Aschera.
Er möge dich segnen,
und er möge dich behüten,
und er möge sein mit meinem Herrn

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Interessanter Gedanke, Hamburger02.

In diesem Zusammenhang fällt mir ein, dass beispielsweise Zeugen Jehovas lehren, das JHWH mit seinen Engeln verheiratet sein soll.

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Im Nahen Osten gab es Ashera, und Archäologen haben anscheinend tatsächlich wo eine Inschrift erfunden, die darauf hindeuten soll dass "Gott" ein "Paar", bestehend aus einem männlichen und weiblichen Gott war, wobei der weibliche Ashera (Ashtarte) war... und man hat auch viele Figurinen von dieser Göttin im Nahen Osten gefunden...

Die frühen Juden hatten tatsächlich einen Gott und eine Göttin. Die Vulkangöttin Ashara, welche jedoch zugunsten eines tatsächlich monotheistischen Gottes verschwand.

Ihre Spuren finden sich dennoch im Alten Testament und zwar sehr deutlich in der Moses-Mythologie. Gott kommuniziert zu Mose über einen brennenden Dornbusch und er führt die befreiten Sklaven aus Ägypten indem er ihnen bei Tag als Rauchsäule und bei Nacht als Feuersäule am Horizont erscheint.

Also typische Eigenschaften für Vulkane.

Das Christentum vermischte die ägyptische Horus-Mythologie mit der Biographie des Julius Augustus Cäsar und erschuf so das Neue Testament. Der Islam interpretierte die Bibel und das Christentum neu.

Sie beide hatten soweit ich weiß keine Göttinnen, sie griffen sofort die monotheistische Idee des Judentums auf.

Im Judentum gibt es (noch) DIE "Ruch" oder "Ruh", die Kraft Gottes, der weibliche Aspekt Gottes. Im Christentum wurde daraus DER "Heilige Geist", obwohl natürlich diese Kraft immer noch eine weibliche ist.

Als Ersatz für die "verschwundene" weibliche Gottheit dient halt Maria, die mehr oder weniger stark verehrt wird. Es gibt auch viele Plätze, an denen eine schwarze Madonna verehrt wird, die sehr stark an "Mahakali" erinnert.

Im Islam ist auch die Ruh oder Ruch bekannt, wieweit sie als weibliche göttliche Kraft betrachtet wird, weiß ich (leider) nicht. Man hält im Gebet die Hände empfangend, um sie aufzunehmen. Das ist solange ein symbolischer Akt, solange man nicht die "2. Geburt", eben die "durch den Geist" erfahren hat. Diese ist eine reale Erfahrung, die man unabhängig von irgendeiner Religionszugehörigkeit machen kann, so man kann/man Gelegenheit dazu bekommt.

Erst durch dieses Ereignis, ist man fähig, diese Kraft aufzunehmen und zu spüren.

Nein. Eine der Grundbehauptungen des monotheistischen Glaubens ist ja gerade, dass es nur einen Gott gibt.

Christen haben zwar im Grunde drei Götter, lösen diesen Widerspruch aber durch die Dreifaltigkeit (Der Vater, der Sohn und der heilige Geist), die drei Seiten des einen wahren Gottes bildet.

Maria ist keine Göttin. Du hast da etwas nicht verstanden. Und deine Frage ist auch reichlich verworren.

Der jüdische Gott hatte mal eine Frau namens Aschera. Doch durch die Versklavung der alten Juden unter den Babyloniern, ging diese Göttin verloren, und es entstand ein monotheistischer Vorgänger des heutigen Judentums.

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