Geprüfter Programmierer auf dem Arbeitsmarkt?

8 Antworten

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Wenn Du zu Microsoft oder Google willst, hilft ein Studium natürlich ungemein, immerhin will da gefühlt jeder hin und ein Studium ist ein hervorragendes Werkzeug zum Aussortieren.
In erster Linie musst Du aber gut sein und das bringt dir nirgendwo jemand bei.
Ich selber habe mich nie dort beworben, aber Immo Landwerth (Microsoft, kommt aus Deutschland) hat dazu mal sinngemäß gesagt: Er hat sich immer für einen sehr guten Entwickler gehalten, aber bei Microsoft war er plötzlich nur noch Durchschnitt.

Und ähnlich ist es, wenn Du eine "echte Chance" bei "normalen" Firmen haben willst.
Wenn ein Studium keine Option ist, bleibt nur die Ausbildung, aber beides hat eins gemeinsam: Du lernst nicht wirklich Programmieren.
Gut, irgendwo schon, in der Ausbildung mehr als im Studium, aber wie viel Du lernst, hängt hauptsächlich von der Firma ab, in der Du ausgebildet wirst, die Berufsschule ist ein Witz. Und bezüglich der Firma - die meisten haben Pech ;)

Wenn Du also eine gute Chance haben willst, auch wirklich etwas zu erreichen, dann mach eine Ausbildung und lerne privat weiter. Und mit "lernen" meine ich nicht, dass Du Tutorials guckst, sondern gehe in die Tiefe, die Details sind die Dinge, die viele nicht wissen, die man auch nicht so leicht "ergoogeln" kann und die dich vom Rest abheben. Der Rest ist Übung und Erfahrung und die Fähigkeit, seine eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und ggf. seine Lösung als schlecht zu akzeptieren.

Daneben gibt es aber noch den weit größeren Bereich Softwarequalität, der wiederum aus mehreren kleineren Bereichen zusammengesetzt ist. Wenn Du da auch gut bist, dann stehen dir quasi alle Türen offen, das Problem ist allerdings, dass man das nirgendwo "klassisch" lernen kann. Es gibt endlos viele Quellen, einige Bücher, massig Websites und Blogs, etc. doch keines davon kann dir beibringen, für das richtige Problem unter den 100en Lösungen die Beste zu finden.

Und neben diesen technischen Anforderungen gibt's noch Softskills. Softwareentwicklung hat ungefähr nichts mit dem Klischee zu tun (naja, ein bisschen), denn die Arbeit findet meist im Team statt. Da arbeitet man auch nicht nur still nebeneinander her, ganz besonders nicht, wenn Du besser bist als die Anderen, denn dann gehen dir diese Anderen ständig mit Fragen auf die Nerven ;)

Und zum Schluss gibt's noch so kleine Dinge, wie z.B. die Fähigkeit, Zeiten und Prioritäten zu schätzen, das lernt man aber nur mit der Erfahrung.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Microsoft oder Google wäre sicher super cool, aber ich bin eher realistisch: als Quereinsteiger stelle ich mir das unglaublich schwer vor. Deswegen würde ich mich wohl eher auf "normale" Unternehmen konzentrieren.

Was das lernen angeht: Ja, ich lerne bereits privat für mich sehr viel. Ich habe mir einige Fachbücher zugelegt (die wohl auch im Studium sehr beliebt sind), die auch nicht nur irgendwelche Codebeispiele demonstrieren, sondern wirklich tiefer gehen und die Hintergründe erklären.

Für mich stellt sich nur eben die Frage: Wie wird das aufgenommen, wenn man sich als "Selbstlerner" irgendwo bewirbt, selbst wenn man irgendwelche Projekte auf Github präsentieren kann? Besonders in Deutschland sind Personalabteilungen ja immer noch sehr konservativ: ohne irgendeinen offiziellen Nachweis in Form eines Zeugnisses landet deine Bewerbung gerne ungelesen im Müll. Und scheinbar ist das auch hier die Vermutung der meisten. Ich werde dann also wohl doch mal schauen, ob ich irgendeine Möglichkeit für ein Studium oder Ausbildung finde.

Aber ich danke dir erstmal für die sehr ausführliche Antwort, das hat sehr weitergeholfen und einen guten Einblick geben können. :)

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@RoninS
Was das lernen angeht

Zwei Aspekte, die ich vorhin vergessen habe, sind "Spaß" und "Interesse".
Wenn Du nicht begeistert davon bist, wirst Du Probleme haben und umgekehrt merkt das ein guter Entwickler, wenn sein Gegenüber nicht begeistert ist.
Es geht also nicht um das Lernen an sich, es sollte ein Hobby sein, dann kommt das Lernen von ganz allein ;)
Es geht zwar auch, ohne dass man es als Hobby hat, aber die wirklich guten Firmen (müssen ja nicht Microsoft oder Google sein) suchen nach genau solchen Leuten.

Und ja, viele Personalabteilungen sind eher konservativ, aber immer mehr Firmen begreifen das auch. Dennoch bleibt es ein Glücksspiel, ob Du beim Personalfritzen landest oder beim Teamleiter mit Ahnung, Letzteres willst Du natürlich erreichen.
Wenn Du dich aktiv bewirbst (was am Anfang eher der Fall sein dürfte), solltest Du vor der Bewerbung anrufen und mit etwas Feingefühl versuchen, zum Teamleiter zu kommen. Die Personalfritzen sollten natürlich einen guten Eindruck haben, aber am Telefon zählt kein Zeugnis und wenn Du konkrete Fragen hast, leitet man dich auch weiter. Außerdem hast Du so die Chance, im Gedächtnis zu bleiben und kannst dich in der Bewerbung auf das Telefonat beziehen, das ist immer gut. Direkt im Anschluss sollte dann die Bewerbung auf den Weg gebracht werden, mit etwas Glück fragt der Teamleiter danach und Du umgehst das Zeugnis-Problem.

So kannst Du auch ohne konkrete Ausbildung einen Job finden, allerdings wissen die nicht nur, dass man da nicht Programmieren lernt, sondern auch, dass man da sehr wohl Arbeiten lernt ;)
So gesehen ist eine Ausbildung sicher eine gute Idee, nicht zwingend notwendig, aber dennoch eine Möglichkeit, Erfahrung in der täglichen Arbeit zu sammeln, auch wenn's nicht die Programmierung ist.
Außerdem liefert eine Ausbildung Gesprächsstoff und Du lernst Dinge kennen, die Du magst oder nicht magst und auf die Du achten oder danach fragen solltest.

Im Gespräch danach interessiert sich niemand für irgendein Zeugnis. Vielleicht fragen sie danach, vielleicht auch etwas kritischer, aber mit etwas Geschick kann man auch ein schlechtes Zeugnis ins Positive drehen oder zumindest dafür sorgen, dass es nicht interessiert. Selbstdarstellung entscheidet und wenn (hoffentlich) jemand vom Fach dabei ist, sind die anderen unwichtig, Du musst nur den vom Fach überzeichen. Wenn der glaubt, Du bist das, was sie suchen, denn überstimmt der auch die Personalfritzen.
Perfekt ist z.B., wenn Du dich mit einem Softwareentwickler (oder Teamleiter) gut verstehst und über ein Thema, das sie brauchen und das dich begeistert, über irgendein Detail fachsimpeln kannst. Bleib aber nicht zulange dabei, sonst fehlt die Zeit für andere Themen.

Aber überschätze nicht die technischen Kentnisse, das Persönliche ist mindestens genauso wichtig, wie gesagt: Teamwork. Den Rest bringen sie dir schon bei, vorausgesetzt, Du bringst die nötigen geistigen Fähigkeiten mit und die kannst Du nicht in einem Buch lernen, sondern nur mit der Zeit.

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@RoninS
Microsoft oder Google wäre sicher super cool

Echt?

Mich würden da keine zehn Pferde hinbringen - und das meine ich nicht als Scherz.

In solchen riesigen, internationalen Konzernen gehst Du als Individuum doch völlig unter und bist ein winziges Rädchen in einem riesigen Getriebe.

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@NoHumanBeing

Ich arbeite auch jetzt für ein großes Unternehmen, von daher: für mich kein Unterschied. Ich bin einfach der Meinung, dass man gerade bei so großen Unternehmen, die selbst regelmäßig für eine Weiterentwicklung der Welt sorgen, man wesentlich mehr lernen kann. Auch wenn der eigene Name nirgends bekannt ist, so kann man doch vielleicht daran mitwirken die Welt zu verändern, neue Standards zu setzen, .... Bei kleinen Unternehmen ist das eher selten der Fall. Die Vorteile von kleinen oder mittelständischen Unternehmen gegenüber Großunternehmen habe ich tatsächlich noch nie gesehen (abgesehen vom "Jeder kennt jeden").

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@NoHumanBeing

Stimmt soweit - wenn Du den Führungskreis fragst.
In so einem Unternehmen hast Du als winziges Rädchen aber eher selten was mit dem Führungskreis zu tun, sondern mit den Kollegen und Teamleitern und auch wenn es da genauso Idioten geben kann - ein winziges Rädchen bist Du da nicht.

Auf der anderen Seite haben solche Unternehmen aber oft ziemlich viel Erfahrung und vor allem Geld, wenn es um die Mitarbeiterzufriedenheit geht. Klar stört es nicht, wenn ein "winziges Rädchen" kündigt, den bekommt man schon ausgeglichen, wenn aber 10 winzige Rädchen kündigen, wird's schon schwieriger.

Deshalb wird solchen riesigen Unternehmen auch gerne nachgesagt, sie würden sehr viel in die Mitarbeiterzufriedenheit investieren. Das kannst Du bei mittelständischen Unternehmen lange suchen, da bist Du vielleicht kein winziges Rädchen, dafür aber etwas anderes, noch viel schlimmeres: Du bist Kosten.

Da ist der Unterschied zwischen einem großen und einem kleinen Unternehmen:
Bei dem Einen bist Du (wenn Du weit genug oben suchst) nur eine Zahl.
Bei dem Anderen bist Du in erster Linie ein Fixkostenpunkt, was sich besonders auf die Investitionen in deine Zufriedenheit auswirken dürfte.
Kannst Du dir aussuchen, was dir lieber ist.

Und natürlich das, was RoninS schreibt:
Ein großes Unternehmen investiert oft sehr viel mehr Geld in die Bildung der Mitarbeiter, ob die Unternehmen so groß sind, weil sie das machen oder es machen, weil sie so groß sind, kann ich nicht sagen, aber in jedem Fall kannst Du davon langfristig profitieren.

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Die Zeugnisse von ILS und Co kannst Du Dir hübsch an die Wand nageln.

Ich programmiere seit 36 Jahren. Ich habe die gesamte Steuersoftware für eine chemische Produktionsanlage entwickelt und 20 Jahre unterhalten, ohne irgendwelche Zeugnisse oder Zertifikate.

Ich hatte in den 90ern etwas Ähnliches bei SGD begonnen. Recht schnell stellte sich heraus, das das ganze nur Beutelschneiderei war. Basiswissen ,über das ich bereits um "Lichtjahre" hinaus war. Keine Chance das Prozedere zu beschleunigen und Module unter meinem Niveau zu verwerfen. Für die SGD zählten lediglich die Abrechnungen.

Dem "Ausstieg" folgte ein Jahrelanges Gezerrt vor Gericht...

Letztlich bin ich trotzdem federführend in einem riesigen Projekt geworden. Anfangs nebenberuflich. Später als Freelancer neben meiner Rente auf Honorarbasis. Inzwischen mache ich nur noch Berater bei turnusmäßigen Revisionen oder aktiv im Havariefall.

...und das ohne irgendwelche Zertifikate...

Wenn Du gut bist, kannst Du Dir nebenbei Aufträge als Freelancer suchen und zeigen was Du drauf hast. Überzeugt Dein Können, wirst Du automatisch durchgereicht wie ein bunter Hund.

Im Laufe der Übergabe meiner Arbeiten hatte ich etliche "Gelernte" an mir vorüber ziehen sehen, welche das Papier nicht wert waren auf dem deren Zeugnisse gedruckt waren. Sowas ist kein 7 bis 16 Uhr Job und man sollte schon die Fähigkeit haben sich in ein bestehendes Projekt und dessen Randbedingungen einzuarbeiten.

Was die Bezahlung angeht...😅 4000 ist mein Tagessatz. Das bedeutet natürlich bei Havarie oder Revisionen, das ich dann auch 24 Stunden "wühle". (Zum Anderen schützt mich der Preis auch davor, das man mir wegen jedem Wehwehchen auf den Kranz geht. Schließlich bin ich nicht ohne Grund Rentner. )

PS: Ich hab mir mal Deine übrigen Kommentare reingezogen.

Dicke Bücher durchquert sagt noch nicht über Deine logisch/analytischen Anlagen aus, noch über die Kreativität bei der Problemlösung .

Im Laufe der Suche nach einem Nachfolger hatte ich mit Leuten zu tun welche schön frisch von der Fachschaft kamen. Ja die hatten Fachwissen... aber das wars schon, alles was nicht ganz nach Lehrbuch lief war für die Meisten Panik🥵🥶 pur. Ein Sensor, der nicht mehr verfügbar war und die Welt brach zusammen... Dafür ist man doch Programmierer... dann paßt man eben die Software an das an was verfügbar ist... Das nennt sich Kreativität.

Viele glauben programmieren sei nur ein wenig GUI-Bastelei , das meiste läuft unter der "Motorhaube" und so garnichts mit dem zu tun was in Büchern steht. Statistik, Mathematik , entwickeln von Algorithmen, das Vorwegnehmen von Fehlersituationen (damit meine ich nicht Softwarebugs, sonder Fehler durch Personal oder Havarie).

Kannst Du Dir die schlimmsten Situationen ausdenken und diese in einer Software berücksichtigen?

Ich habe keine Ahnung was Du bisher programmiert hast und welche was Du für Vorstellungen hast in welche Richtung Du arbeiten möchtest. Eine Schreibkraft ohne eigene Ideen und Problemlösertalente braucht eigentlich Keiner.

Mein erstes verkauftes Projekt war eine Software, welche Treppen berechnete.

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@Erzesel
Dicke Bücher durchquert sagt noch nicht über Deine logisch/analytischen Anlagen aus, noch über die Kreativität bei der Problemlösung .

Ich bin Analyst in einer Betrugsabteilung, in der es zu meinen Hauptaufgaben gehört die Ergebnisse des Machine Learning gegenzuprüfen. Da ist das Standardproblem, dass es keine Standardprobleme gibt. Mit reinem "Buchwissen" findet man die Fehler dort tatsächlich nicht.

Analysefähigkeit und logisches denken gehören zu den Voraussetzungen meines Jobs.

Kannst Du Dir die schlimmsten Situationen ausdenken und diese in einer Software berücksichtigen?

Ich gehe prinzipiell vom schlimmsten Fall aus, was oft eher dafür sorgt, dass ich die Sachen zu sehr zerdenke, als das ich etwas vernachlässige.

Ich habe keine Ahnung was Du bisher programmiert hast und welche was Du für Vorstellungen hast in welche Richtung Du arbeiten möchtest

Als Hobby habe ich die Programmierung schon in meiner Jugend gefunden, wie ich schon woanders erklärte: Nur leider nie sehr ernsthaft verfolgt. Hauptsächlich beschäftigt habe ich mich bisher aber eher mit der Webentwicklung (insbesondere PHP und NodeJS). Womit ich auch schon einige kleine Webseiten, ein kleines Chatsystem und mehrere kleine Spiele-Apps für eine Social Media-Plattform geschrieben habe.

Allgemeine Erfahrungen in der Programmierung habe ich also bereits, nur in C++ noch nicht, was ich aber wesentlich interessanter finde, insbesondere was die Spieleentwicklung angeht: ein Bereich der mich sehr interessiert und in den ich am liebsten gehen würde.

Vielen Dank auf jedenfall für die sehr ausführliche Antwort und für den Einblick in den "alternativen Einstieg". :)

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Ob ein ILS-Lehrgang für Dich zielführend ist, lasse ich erst mal außen vor. (Aber ich zweifle daran)

Was ich nicht verstehe: Du willst für Deine C++ Kenntnisse eine Art "Zertifikat". Das braucht man aber eigentlich nur, wenn man diese Kenntniss hauptberuflich nutzen will. Gleichzeitig sagst Du aber, dass Du bereits zufrieden in Deinem Beruf bist?

Wenn es um einen Beruf geht, ist kein Fernlehrgang ein Ersatz für eine Richtige Ausbildung zum Anwendungsentwickler oder ein Informatikstudium.

Wenn es um ein spannendes Hobby geht (was ich gut nachvollziehen könnte) braucht es eigentlich keine Zertifikate.

Klärst Du mich auf?

Gleichzeitig sagst Du aber, dass Du bereits zufrieden in Deinem Beruf bist?

Ich habe keinen schlechten Job, aber ich bin dort weitestgehend am Ende der Aufstiegsmöglichkeiten angekommen. Weiter ginge es nur noch durch BWL oder Jura-Studium, was mich aber beides nicht interessiert.

Der softwareseitige Aspekt von Technik hat mich hingegen immer schon interessiert, auch in jungen Jahren. Ich habe das aber nie ernsthaft verfolgt, würde das aber jetzt gerne tun, denn ich möchte tatsächlich nicht die nächsten Jahrzehnte in meinem derzeitigen Job stecken bleiben - und warum dann nicht etwas anvisieren, was einen auch wirklich interessiert und spaß macht?

Mir geht es in dem Fall also weniger um Hobby (dann würde ich einfach so weitermachen) sondern mir ginge es schon darum, dass ich mich dahingehend beruflich umorientieren möchte.

Das Problem bei einer Berufsausbildung wäre einfach der geringe Verdienst (aktuell hab ich monatlich um die 4.000€ zur Verfügung, plötzlich auf 800-1000€ zu fallen ist da schon sehr hart. Man hat sich ja immerhin was aufgebaut und finanzielle Verpflichtungen, die man mit einem Ausbildungsgehalt kaum stemmen kann)

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@RoninS

Einverstanden. Das kann ich nachvollziehen.

Aber das ist nicht einfach. Ich kann Dir nicht sagen wie die Erfolgsaussichten mit einem bestandenen Fernlehrgang sind. Allenfalls wenn dort ein IHK-Abschluss am Ende steht, könnte man es versuchen. Ja, auch dann bin ich skeptisch, was die Erfolgsaussichten anbelangt.

Andererseits ist es so, dass Entwickler vielfach händeringend gesucht werden, und Du deswegen dann letztlich doch gute Chancen hast.

Von einem Kollegen weiß ich, dass man eine Ausbildung zum Fachinformatiker/Anwendungsentwicklung auch auf rein schulischer Basis machen kann, man sich also nicht zwingend einen Ausbildungsbetrieb suchen muss. Wenn es so eine Ausbildung auf Basis von Abendschule gibt, müsste das eigentlich genau Dein Ding sein.

Wo und wie man so etwas findet - sorry, keine Ahnung. Größere Volkshochschulen vielleicht? Die bieten ja auch Kurse mit Berufabschlüssen an. Ob das Arbeitsamt etwas dazu sagen kann? Vielleicht, wenn man zufällig an den richtigen Berater gerät. Aber vielleicht findet hier noch jemand, der eine Idee in dieser Richtung hat.

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Die Möglichkeiten, die mir einfallen, sind ...

  • die Duale Berufsausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung
  • die Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Informatik an einer Berufsfachschule
  • ein Informatikstudium (Bachelor / Master) an einer Fachhochschule oder Universität

Das hilft mir leider nicht wirklich weiter. Da geht es um einen 9-wöchigen Crashkurs für Webentwickler. In meinem Fall ist es ja ein Lehrgang der etwa 15 Monate benötigt. Also schon ein wenig aufwendiger. Von diesen Crashkursen (2 - 3 Monate) hab ich auch schon viel gelesen, die sind generell rausgeschmissenes Geld.

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