Funktioniert der Trick mit der Zwiebel beim Pilze kochen wirklich?

8 Antworten

Man braucht echt nicht jedesmal einen „Pilzforscher“ dabei haben. Aber man nimmt halt nur die Pilze, die man kennt.

Bei Röhrlingen kann man es auch umgekehrt machen. Sich wissensmäßig die giftigen Röhrlinge aneignen. Achtung: Sind schon ein paar mehr als nur der Satansröhrling. Und dann den Rest sammeln. Aber Achtung: Bei den Schmierröhrlingen sind Unverträglichkeiten sind selten. Verschiedene können schon bei einigen Menschen zu Magen- Darm- Beschwerden führen- das KANN dann schon eine Pilzvergiftung vortäuschen.

Es ist schon möglich, daß Leute, die jahrelang alle Röhrlinge sammeln, keine Vergiftung bekommen, weil die giftigen kommen nicht überall vor, aber auf so etwas VERLASSEN sollte man sich besser nicht! In meinen Wäldern, die ich hauptsächlich besammle, habe ich tatsächlich noch NIE einen giftigen Röhrling gefunden. Aber auf so etwas sollte man sich nie! verlassen. Den Gifthäubling (Verwechslungspartner des Stockschwämmchens- tödlich! giftig) gab es da z.B. auch lange gar nicht. Plötzlich! kam/kommt er dann aber sehr häufig vor.

Das mit der Zwiebel, mit Silberlöffeln.... ,um giftige Pilze auszuschließen, ist aber tatsächlich ein Ammenmärchen,

Ohne gewisse Pilzkenntnis geht es nicht! Man muß aber natürlich nicht alle Pilze kennen, um Pilze zu sammeln. Man beschränkt sich halt auf die, die man kennt. Ich selbst kenne mittlerweile sehr viele Pilze, aber selbst ich nehme nicht jeden Eßbaren mit, weil es immer noch Pilze gibt, die ich nicht oder nur ungenügend kenne.

Es gibt Pilze, die einfach zu bestimmen sind, aber auch schwerere. Was man sammelt, ist dem jeweiligen Wissensstand anzupassen.

Pilzsachverständige können sehr hilfreich sein bei Unsicherheiten.Aber auch die kennen oft nicht ALLE Pilze oder sind bei einigen unsicher und geben diese dann nicht frei. Aber ohne zumindest sehr! viele Pilze zu kennen, wird man kein Pilzsachverständiger.

Hei, Ladyvor, weder Zwiebel noch goldener Löffel im Pilzsud schützen einen vor möglicherweise tödlichem Gift. Die einzig existierende wirksame Vorbeugung besteht im Nicht-Pflücken und Nicht-Essen.

Nun hast du Glück, dass es unter den Röhrenpilzen keinen richtig schwer giftigen Pilz gibt. Giftig aber ist sehr wohl der Satanspilz, und giftig wirken können Hexenröhrlinge, wenn sie nicht genügend gesotten sind. Und: Ein einziger Gallenöhrling kann die mit seinem Gallengeschmack das ganze noch so üppige Pilzgericht nachhaltig verderben. Und so. Grüße!

Mittlerweile ist hinreichend bekannt, dass solche "Spezialtricks", giftige Pilze "mit Zwiebeln oder Silberlöffeln" zu identifizieren, "ein Ammenmärchen war" (und längst als solches erkannt wurde!).

Zur konkreten Erläuterung:

Wer Pilze zum Verspeisen sammelt, sollte die Bestimmungsmerkmale der Pilze (Standort, Aussehen, Geruch, Struktur, Konsistenz etc.) genau kennen; Voraussetzung dazu sind fachkundige Pilzführungen und mehrere Bestimmungsbücher zum Vergleichen). Außerdem sollte man auch die Giftpilze kennen, die mit guten Speisepilzen leicht zu verwechseln sind (beispielsweise Perlpilz/Pantherpilz, Stockschwämmchen/Nadelholzgifthäubling, Champignon/Knollenblätterpilz etc.).

https://www.gutefrage.net/frage/giftpilzerkennung---omas-spezialtrick

Ich wusste es leider bis Heute nicht, da ich ja selbst die Pilze nie wirklich sammle oder zubereite. Meine Mutter macht das eher, aber es ist echt erschreckend und schockierend zu erfahren, dass dieser Trick einfach nur Schwachsinn ist, werde ich ihr auch definitiv sagen, bevor sie sich weiterhin darauf verlässt.

Also die Pilze aßen wir Samstag und Gestern abend, bis jetzt hat keiner irgend welche Beschwerden gehabt. Da wird man nochmal Glück haben oder? Aber zukünftig sollte man sich definitiv nicht mehr auf diese Oma-Tricks verlassen...das ging vielleicht sonst immer gut, weil man zufälligerweise immer die richtigen Pilze fand, aber wenn ich eben schon sah, dass es sogar einen giftigen Doppelgänger zur Marone gibt....

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@Ladyvor

Es gibt auch Pilze, die kann man essen, aber sobald man Alkohol dazu trinkt (Bier, Wein) wirds gefährlich.

Bei manchen noch einige Tage nach Pilzmahlzeit.

Ihr spielt leichtfertig mit Eurer Gesundheit.

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@Ladyvor

Was soll denn der sein? Bitterröhrling und Satansröhrling sehen komplett anders aus. Und schmecken furchtbar. Und der Gallenröhrling sieht ähnlich aus, ist nicht giftig, schmeckt aber grauslich hoch drei. Färbt nicht blau, sondern etwas rosa und die Röhren sind immer weiß. Also auch aus 5 m gegen den Wind zu erkennen.

Versteh aber echt nicht, wie man ohne Ahnung Pilze suchen gehen kann.

Ich will vor allem Wissen, was ich esse, auch wenn fast alle Röhrlinge Speisepilze sind

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@Herfried1973

Beige, hellbraun war jedenfalls keine Marone. Es gäbe da Filzröhrlinge, Sandrörlinge und als grausliche Variante, den Bitterröhrling.

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Der Trick ist, nur zu sammeln, was man wirklich 100%ig kennt. Und nicht alles wahllos abzurupfen.

Und man fragt keinen 'Pilzforscher' sondern Pilzberater.

Die bieten auch Vorträge an.

Im eigenen Interesse lässt man sämtliche Experimente sein.

Diese Oma-Tricks sind ein Ammen -Märchen und ggf. lebensgefährlich.

Du bist wohl keine Katze, dass Du mehrere Leben hast?

http://www.nhg-nuernberg.de/main.php?section=Pilze

Pilzberater und solche Veranstaltungen gibt es bundesweit.

Wieso wird eine Zwiebel denn überhaupt schwarz wenn man sie mit Pilzen aufkocht? Also jetzt nicht im Sinne von Anbrennen, aber irgend was muss doch passieren, warum die Zwiebel sich überhaupt so dunkel färbt. Sind das irgend welche anderen Stoffe der Pilze wie mit dem Blau färben beim einschneiden und so? Das entsteht ja durch Luftsauerstoff, aber die Menschen von damals müssen ja irgend was beobachtet haben und sich dadurch eingebildet haben dass man das dann daran erkennt. Ich finde nur leider nirgend was dazu, WARUM eine Zwiebel nun schwarz wird. Dass es nichts mit der Giftigkeit zutun hat, weiß ich jetzt :) Aber dennoch wird sie ja mitunter dunkel :D

Ich glaube, ich werde morgen mal Pantherpilze mit Zwiebeln kochen. Nur um das zu reproduzieren. Wenn es nicht klapp, kann ich ja noch ein paar Rißpilze und Knollis reintun.

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Möglich wäre, daß solche Ammenmärchen einen wahren Kern haben. Es gab mal irgendwo irgendwann irgendeinen giftigen Pilz, der eine Zwiebel blau gefärbt hat, und dann wurde dies falsch tradiert, und ausgedehnt auf alle Pilze, man weiß ja wie Menschen oft ticken.

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