Welche Pilze kann man im Wald sammeln, bei denen keine hohe Verwechslungsgefahr besteht?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich benutze mal keinen Link, sondern nur mein kleines Wissen.

Steinpilz kann von Anfängern leicht mit dem Gallenröhrling verwechselt werden. Geübtes Auge stellt den Unterschied aber leicht fest. Da der Saupilz - Gallenröhrling nur Ungenießbar und nicht giftig ist, verdirbt man sich nur das Essen ( Bitter wie Seife )

Marone, Braunkappe bzw Maronen - Röhrling nennt man ihn hier bei uns, kann man gar nicht verwechseln.

Krause Glucke, regional hier als Fette Henne bezeichnet, kann mit gar keinen Pilz verwechselt werden.

Eierschwammerl - Pfifferling ist ab Herbst mit dem Falscher Pfifferling verwechselbar. Der Echte hat aber einen dickeren Stiel und Oben wie Unten die selbe Farbe (Eidotter) der falsche aber einen dünnen Stiel und sieht oben zur Mitte hin leicht Orange aus und die Unterseite des Hutes und des Stiels passt nicht zur Farbe des Hutes.

Schafsmaul - Sandröhrling . Keine verwechslung mit anderen Arten möglich.

Kiefernblut Reizker oder auch Echter Reizker genannt. Verwechslung unmöglich. Er hat einen stark dunklen Karottenartigen Saft, Schnittstellen werden in wenigen Minuten dunkelolivgrün

Birkenpilz. Birken Röhrling Durch den Stiel der wie eine Birke aussieht = Verwechslung nicht möglich.

Rotkappe oder Espen Rotkappe. Wie bei dem Birkenpilz, der Birkenstiel der selbe, nur das er einen roten Hut besitzt. Verwechslung nicht möglich

Rotfußröhrling. Ich sage keine Verwechslung möglich. Unwissende könnten ihn aber mit dem Satans Röhrling verwechseln, der giftig ist.

Butterpilz - Butter Röhrling. Jung besitzt er unter dem Hut ( ich nenne das immer Jungfernhäutchen ) eine Haut , welche das Pohrenfutter schützt. Oberhaut ist wie Gummi und muß abgezogen werden. Verwechslung als Röhrling nicht möglich.

Wer sich auskennt, kann die meißten Röhrenpilze gar nicht verwechseln. Wie bei alle Themen muß man gerade bei Pilzen ein gewisses Grundwissen besitzen. Ein Fahrradfahrer wird sicher auch keine Bremsscheibe bei einem PKw wechseln. Wer kein Wissen besitzt, sollte auch keine Pilze suchen.

Gruß Wolf

Du solltest die Pilze kennen, sonst könnte es immer mal gefährlich werden. Daher solltest du dich nur auf die beschränken, die du sicher kennst. Für Einsteiger sind Röhrlinge natürlich ungefährlicher, außer ein paar bitteren gibt es nur einen wirklich giftigen: den satanspilz. Er hat rote Röhren. Sonst solltest du dich einem Experten zur Kontrolle oder zu Exkursionen anvertrauen.

Pfifferlinge fallen mir da ein. Wenn Du die Unechten erwischt, stirbst Du nicht gleich dran. Die schmecken nur nicht.

Ich sammle grundsätzlich nur Röhrlinge. Da gibt es relativ wenige, die giftig sind. Maronen und Goldröhrlinge sind mir die liebsten. Die Maronen haben einen braunen Kopf, wie die Steinpilze, aber sind schleimig auf der Oberfläche. Das ist nicht schlimm. Sie sind mit den Steinpilzen sogar schnell zu verwechseln. Nur ist der Stiel nicht so dick und grau, sondern eher bräunlich. Und sie schmecken auch nicht so nussig, wie Steinpilze. Ein unverkennbares Merkmal: die Röhren laufen bei Druck blau an. Laufen sie nicht an und schmeckt der Pilz auch noch bitter, hast Du einen Bitterling erwischt. Den sofort wegwerfen, denn der macht Dir das ganze Essen bitter. Giftig ist der aber auch nicht.

Goldröhrlinge sind ebenfalls einfach zu finden. Die stehen ausschließlich unter Lärchen und sind Dottergelb. Deshalb kann man die auch nicht verwechseln. Ich hab mal gehört, dass es einen Unterschied zwischen Gold- und Lärchenröhrling geben soll, aber ich denke, das ist ein und das Selbe. Nur eben ein anderer Name, wie Kiefer und Föhre.

Ich würde mir an Deiner Stelle im nächsten Buchladen ein kleines Pilzbuch kaufen, das schöne Fotos... keine Zeichnungen.... beinhaltet und eindeutige Merkmale und Verwechslungsgefahren aufzeichnet. Darin suchst Du Dir zu Hause die Pilze raus, die entweder gar nicht, oder nur mit Pilzen verwechselt werden können, die höchstens ungenießbar, aber nicht giftig sind. Dann gehst Du mit Buch in den Wald und läßt alles stehen, was Lamellen hat. Den Rest, also alle Pilze mit Röhren, vergleichst Du mit Deinem Buch. Und alles, bei dem Du unsicher bist, landet wieder auf dem Waldboden.

viel Glück.

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Danke für die super Antwort!

Pfifferlinge habe ich noch nie gesammelt, und habe mal grade gegoogled, der echte ist anscheinend heller als der unechte? Weißt du da etwas drüber, obwohl du hauptsächlich Röhrlinge sammelst?

Einen Maronenröhrling habe ich heute bei der Steinpilzjagd sogar gefunden - Ich habe das Gefühl, dass die bei uns im Hunsrück wirklich eine Rarität sind, ich hatte schließlich nen ganzen Korb voll mit super-schönen madenfreien Steinpilzen und nur einen kleinen Maronenröhrling. Den habe ich zu hause allerdings - schweren Herzens - weggeworfen, weil mein Internet nicht funktionierte und ich keine Verwechslung riskieren wollte. Aber anscheinend gibt es ja gar keine Verwechslungsgefahr?

Ansonsten.. Ich habe bis jetzt alle Pilze - auch alle Röhrlinge - gescheut. Aber wenn du sagst, dass fast alle Röhrlinge essbar sind... Ich werde dann mal einige sammeln - werde sie natürlich noch vor dem Genuss bestimmen lassen.

MfG

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@User2251

Ja, teilweise ist der heller. Aber das kann auch am Licht liegen. Beim Echten gehen die Lamellen unten sehr weit an dem Stiel entlang nach unten. Fast bis zur Wurzel. Bei den Falschen Pfifferlingen, enden die Lamellen kurz unter dem Hut.

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@Tamuril

Also ein Pilzbuch habe ich bereits, da steht genau das drin, was du gesagt hast. Essbar, ungenießbar, giftig, hochgiftig. Doch wenn ich im Wald bin, ist alles so magisch, dass ich keine Lust habe, in dem Buch herumzublättern. Verstehst du vielleicht. :) Darum möchte ich mich zu Hause darüber schlau machen.

Zu den Pfifferlingen: Dann ist das ja sehr eindeutig. Dann kann man den ja nicht verwechseln. Danke :)

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@User2251

Eben, FAST alle. Der Satansröhrling ist giftig. Aber der hat nen roten Stiel und ist demnach unverkennbar. Auch der netzförmige Hexenröhrling ist zusammen mit Alkohol giftig. Aber der ist auch rot und deshalb auch nicht zu verwechseln. Es gibt aber viele, die einfach ungeniessbar sind. Darunter der schon erwähnte Bitterling, oder auch Bitter Röhrling genannt. Dann der Schönfussröhrling, mit nem schönen roten Stiel und leicht mit dem giftigen Satansröhrling zu verwechseln.

Wie Du siehst, schon die ungesunde Farbe sagt viel aus. grins Und dann bleibt nicht mehr viel übrig. Das Meiste was man findet hat Lamellen. Da ich die immer stehen lasse, außer echte Wiesenchampies und Pfifferlinge, bleiben mir nur Steinpilze, Maronen und Goldröhrlinge. Meine Mum steht auf Hallimasch. Aber die werden mir in der Pfanne zu schwammig und deshalb mag ich die nicht. Außerdem kann man die auch leicht verwechseln.

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@User2251

Ich weiß, ich kenne das. Ich sammle erst mal und muss mich dann irgendwann zwingen, mich auf nen Baumstumpf zu setzen und meine Sammlung mit dem Buch vergleichen. Das Blöde ist dann, dass ich mir bei den mir unbekannten Pilzen trotz Buch nicht sicher bin und wieder nur das alt Bewehrte behalte.

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Für Pilzanfänger ist das Sammeln von Röhrenpilzen (mit Schwamm unter dem Hut) empfehlenswert, weil sich darunter außer dem Satansröhrling keine Giftpilze befinden.

Unter den Blätterpilzen bzw. Lamellenpilzen befinden sich die meisten Giftpilze, darunter auch tödlich giftige wie der Nadelholz-Gifthäubling sowie der grüne und weiße Knollenblätterpilz.

(mit Schwamm unter dem Hut)

:-)))))))

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@eurofuchs2

@eurofuchs2: Ja, die Röhren unter dem Pilzhut ähneln einem Schwamm (saugen sich auch voll wie ein Schwamm, wenn man Röhrenpilze in Wasser reinigen würde, weshalb davon abgeraten wird).

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@katwal

Danke dir für die Erklärung. Konnte mir den Kommi einfach nicht verkneifen... ;-)

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@eurofuchs2

@eurofuchs2: Hatte mir schon gedacht, dass Du mit Deinem Kommentar Assoziationen verknüpfst... (schmunzel)

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oder gefährliche Schleierlinge.

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Pfifferlinge - sind unverwechselbar. Steinpilze und Fliegenpilze sind auch relativ eindeutig.

Pfifferlinge - super, danke, an das gold des Walds hab ich noch gar nicht gedacht :=) Fliegenpilze sammeln - was soll man denn damit? Höchstens für einen risikoreichen Rausch? :P

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@User2251

dem bösen Chef in einen tollen Dieffenbachriensalat untermischen.

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