Freundin will vor der Ehe keinen Sex mehr! Hilfe! :((((

34 Antworten

  • Sex ist sicherlich wichtig, aber nicht die Hauptsache in dieser Frage.
  • Das, worum es hier gehen muss, ist doch die Frage, ob ihr bezüglich Ansichten und Wertvorstellungen überhaupt noch ausreichend gut harmoniert, um eine dauerhafte Partnerschaft führen zu können.
  • Die Frau ist seit kurzem streng gläubig. Das wird sich nicht nur auf die Sexualität auswirken, sondern auf viele andere Lebensbereich auch. Wie sie zum Beispiel gemeinsame Kinder erziehen wird, welche Werte sie ihnen vermitteln wird. Möchtest du, dass deine Kinder streng religiös erzogen werden und so leben müssen?  Wie steht sie zu anderen wichtigen Fragen wie Empfängnisverhütung, Freizeitverhalten, Ausleben der Religion und so weiter?
  • Ganz ehrlich, wenn es mich persönlich betreffen würde, wären meine Sorgen um Sex noch die geringsten. Ich würde die gesamte Partnerschaft in Frage stellen, denn ich wollte weder selbst streng nach irgendeiner Religion leben müssen noch würde ich das für meine Kinder wollen. Ich könnte keine streng-religiöse Partnerin ertragen. Kannst du das wirklich? Die Einschränkungen beginnen doch schon jetzt mit Sexualität. Wer weiß, was noch kommt?
  • Ich rate dir ganz dringend, diese Beziehung zu beenden und dich nicht erpressen und in der Lebensqualität einschränken zu lassen. Jeder lebt nur einmal und auch du hast ein recht darauf, nach deinen Ansichten und Wertvorstellungen zu leben. Auch im durchaus extrem wichtigen Bereich Sexualität, Verhütung und Familiengründung.
  • Bitte rede Sexualität nicht zu "Liebe zeigen" schön. Gewiss ist Sexualität auch ein Mittel, um seine Liebe auszudrücken, aber Sex ist auch ein legitimes Grundbedürfnis und wudnerschön. Du hast ein Recht auf Sexualität und brauchst dafür keine Gründe wie "ihr die Liebe zeigen". Du darfst auch Lust haben, Leidenschaft spüren, wilden Sex einfach der Befriedigung wegen genießen. Lass dich nicht auch noch in diesen absurden Strudel von anachronistischer Religiösität hinabziehen. 
  • Auch wenn du es nicht hören willst: Diese Beziehugn wird die Unglück bringen und dich nicht erfüllen. Trenne dich, solange du noch kannst.

Klasse! DH!!!

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Ein dickes DH.

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Sex haben zu wollen ist nicht verwerflich und es nicht haben zu wollen ist auch nicht verwerflich. Wollen zwei Menschen unterschiedliche Dinge - wobei das schon einschneidend ist - musst du dir selbst überlegen ob du eine Beziehung unter den Bedingungen weiterführen willst oder dich besser trennst auch wenn es weh tut. Ich wäre ein wenig verunsichert weil ich mich fragen würde was da als nächstes um die Ecke kommt.


Wenn Dir Deine Freundin wichtig ist, solltest Du auch akzeptieren und respektieren, was ihr wichtig ist.

Für mich gab es auch eine Zeit, wo ich es mit der Keuschheit nicht so genau nahm, bevor ich zu der Kirche fand, der ich mich vor etwa 9 Jahren angeschlossen hatte. Ebenso verhielt es sich mit meinem gelegentlichen Konsum von leichten alkoholischen Getränken, welche ich ebenfalls nicht mehr auch nur schief anschaue. Das hat nicht viel damit zu tun, dass es diesbezügliche Gebote gibt, sondern weil ich selbst darauf verzichten will und gemerkt habe, dass es mich spirituell bereichert, weil ich auf derartiges verzichte.

Außerdem ist es ja nun nicht so schlimm, wenn sie bis zur Ehe keinen Sex mehr möchte, denn wenn Dir Deine Freundin entsprechend wichtig ist, was hält Euch dann davon ab, sie irgendwann zu heiraten, wenn Ihr soweit seid?

Ich glaube, Du unterschätzt die Probleme des Fragestellers. Ich denke auch, Du unterschätzt, wie wichtig körperliche Liebe für ihn ist. Da kann man nicht einfach einen Schalter umlegen - und dann war's das.

Und schließlich unterschätzt Du meiner Meinung nach die Bedeutung des plötzlichen Glaubenserwachens bei der Frau. 

Beide Gebiete enthalten Sprengstoff für die Beziehung, reichlich Sprengstoff.

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@earnest

Wenn die beiden 8 Jahre lang zusammen sind, kann man vermutlich davon ausgehen, dass sie bereits volljährig sind. Was hält sie davon ab, zu heiraten? Das "Problem" wäre dann damit doch erledigt.

In der Gemeinde, der ich angehöre, hat sich vor ein paar Jahren auch eine junge Frau taufen lassen, direkt davor hat sie ihren damalig schon langjährigen Freund geheiratet und alles war für die beiden immer in Butter.

Ich sehe nicht, dass ich da ein Problem unterschätze, was man nicht auch überwinden könnte, wenn man denn dieses überwinden wollte.

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@JTKirk2000

Nein, Wollen reicht dann nicht, wenn ein Partner "will", der andere aber auf keinen Fall "will".

Der von dir geschilderte Fall ist genau dies: ein Einzelfall.

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@JTKirk2000

@JTKirk2000: Ich würde nicht heiraten wollen, nur weil mein Partner plötzlich unsere ganze Beziehung auf den Kopf, gar die gemeinsame Vergangenheit in Frage stellt! Das, was gestern noch galt, gilt heute nicht mehr; was gestern für beide noch richtig und schön war, ist heute für den anderen falsch. Nein, so sollte man auch gar nicht heiraten. Der Gleichklang sollte vor der Hochzeit da sein; ich heirate doch nicht, um Harmonie (wieder) herzustellen, und ich heirate auch nicht, um etwas zu bekommen, das bisher für beide selbstverständlich war, aber dann auf einmal nicht mehr, was dann nach der Hochzeit womöglich als eheliche Pflichten wieder auftaucht!

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@earnest

@ Earnest: Wenn man 8 Jahre lang glücklich zusammen ist, was hindert einem daran, dass man dann das Leben miteinander verbringen möchte? Und wo würde dann der Unterschied liegen, dass man heiratet? Sorry, aber ich sehe da gar keinen Unterschied. Wer sich nach 8 Jahren immer noch mag, bei dem ist es mehr als nur Verliebtsein.

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@LolleFee

@LolleFee: Ich sehe nicht, dass die Freundin des Fragestellers die gemeinsame Vergangenheit in Frage stellt, sondern nur, dass sie ihre persönlichen Prioritäten verlagert hat. Das räumt aber nicht die Möglichkeit aus, trotzdem in Zukunft sogar sexuellen Kontakt zu haben, sondern eben nur, dass dies dann erst wieder sein soll, wenn dies im Einklang mit ihren neuen Prioritäten ist. Ich glaube, dass man das nur wirklich nachvollziehen kann, dass da nichts schlechtes daran ist, wenn man es selbst für sich als den richtigen Weg erkennt.

Als ich meinen ohnehin seltenen Konsum von leichten alkoholischen Getränken aufgab, den außerehelichen GV und lange davor auch den Kaffee, verlagerte ich natürlich meine Prioritäten, aber das bedeutet nicht, dass ich deshalb andere, die immer noch diese Prioritäten beibehalten, geringer schätze, denn ich mag sie als Personen und ich urteile nicht über deren Lebensweise und Prioritäten. Wer das anders sieht, der sollte mal über seine eigene Einstellung nachdenken und das gilt nicht nur für jene, die gläubig sind.

Wer nach 8 Jahren noch glücklich zusammen ist, bei dem ist das kein Verliebtsein, sondern normalerweise Liebe und Treue. Wer es also schafft, eine so lange Zeit glücklich miteinander zu verbringen, der schafft es auch ein gemeinsames Leben lang. Wo würde da der emotionale Unterschied bestehen, gegenüber der Hochzeit, außer der Gedanke daran, verheiratet zu sein? Wenn der Fragesteller nicht heiraten will, ist das seine Sache, ebenso wie sie ihre Prioritäten aufgrund ihres Glaubens verlagert hat. Sie nicht heiraten zu wollen, zeigt doch nur auf, dass er geistig NICHT mit ihr wachsen will oder ihre Prioritäten nicht respektiert. Wenn dem so ist, sollte der Fragesteller darüber nachdenken, was ihm wichtiger ist und nicht etwa der Freundin Vorwürfe zu machen, weil sie sich geistig weiter entwickelt. Wer mich so bedrängen wollte, egal wie befreundet ich mit dieser Person bin, der würde ich klar machen, wie falsch dieser Druck ist und wenn das nicht hilft, und der Druck auch nach Jahren noch genauso aussieht, würde ich ihm oder ihr die Freundschaft kündigen, weil ich erkannt habe, dass das, was sich auch nach Jahren nicht ändert, sich niemals ändern wird. Natürlich sind wegen dieser Einstellung schon ein paar Beziehungen draufgegangen, aber es sind andere entstanden, die meinen Idealen besser entsprechen. Nicht alle Menschen wollen in der geistigen und moralischen Entwicklung ausbremsen, sondern respektieren und fördern diese sogar - letztere würde ich immer ersteren vorziehen, aber ich finde auch solche als gute Freunde, welche vielleicht nicht unbedingt diese Entwicklung teilen, aber akzeptieren, dass man sich entsprechend entwickelt oder entwickeln möchte und einem nicht dahingehend unter Druck setzen, nur weil sie selbst nicht willens sind, sich entsprechend zu entwickeln.

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@JTKirk2000

Wenn die Freundin trotz der geänderten Prioritäten mit dem Fragesteller zusammen ist, zeigt sie ihm damit, dass er ihr wichtig ist und auch, dass sie ihn heiraten möchte, wenn er es will. In gewisser Hinsicht ist es ein Test, ob er wirklich, auch unter diesen Prioritäten zu ihr hält und sie für ihn mehr ist, als nur in einer Beziehung wie "Freundschaft plus [Sex]". Ich finde durchaus, dass wenn jemand seinem Freund/Partner durch den Erhalt der grundlegenden Beziehung auch bei einer Verlagerung der eigenen Prioritäten, dass dies eine faire Chance ist, dass der Freund/Partner die damit verbundene Lebensweise akzeptieren kann. Das hat nichts mit Infragestellen der bisherigen Beziehung zu tun - wer das dennoch so sieht, der ist in seinem Denken von Moral begrenzt. Tut mir leid es so hart auszudrücken, aber es ist so.

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@JTKirk2000

Wenn sie neue Prioritäten hat, dann muss sie damit rechnen, dass er damit nicht leben kann oder vielleicht auch einfach nicht leben möchte. Das ist dann seine Entscheidung, die ihm auch nicht vorzuwerfen ist!

Und natürlich stellt sie die Beziehung, so wie sie war, in Frage - denn ihre neue Prioritäten betreffen auch ihre Beziehung.

Wer nach 8 Jahren noch glücklich zusammen ist, bei dem ist das kein Verliebtsein, sondern normalerweise Liebe und Treue. 

Richtig, dann kann man von Liebe ausgehen. Die Liebe betrifft aber einen bestimmten Menschen, der sich zwar entwickelt, sich selbst und mit dem Partner. Sie hat aber nun für sich (!!!) eine Religion gefunden, die von einem Gott erzählt, der Sex vor der Ehe nicht gutheißt. Liebe bedeutet immer auch Übereinstimmung in der Sicht auf die Welt, auf das Leben und auf die Beziehung. Und hier stimmen er und sie nicht mehr überein. Die Basis der Beziehung muss neu gefunden werden. Sie schlägt ihre Vorstellung vor. Er muss diese nicht anerkennen.

Wer es also schafft, eine so lange Zeit glücklich miteinander zu verbringen, der schafft es auch ein gemeinsames Leben lang. 

Nein. Der kann es schaffen. Und der kann sich auch vormachen, es zu schaffen. Zu sagen "der schafft es" ist eine Verallgemeinerung, die täglich dutzendfach widerlegt wird. 

Wo würde da der emotionale Unterschied bestehen, gegenüber der Hochzeit, außer der Gedanke daran, verheiratet zu sein? 

In dem Grund zu heiraten. 

Eine andere Basis als "Wir müssen nicht, wir brauchen nicht, wir wollen einfach verheiratet sein." ist keine in meinen Augen. 

Wenn der Fragesteller nicht heiraten will, ist das seine Sache, ebenso wie sie ihre Prioritäten aufgrund ihres Glaubens verlagert hat. 

Richtig, aber ihm dann zu sagen:

Sie nicht heiraten zu wollen, zeigt doch nur auf, dass er geistig NICHT mit ihr wachsen will oder ihre Prioritäten nicht respektiert. 

tut ihm Unrecht! Warum eine Hochzeit geistiges Wachstum ist, erschließt sich mir nicht. Ich halte eine Hochzeit für eine in Stein gemeißelte Beziehung, der auch dann noch da liegt, wenn die Beziehung gar nicht mehr lebt. 

Und ihre Prioritäten respektiert er wohl - auch wenn er nicht heiraten will. Warum sollten ihre Prioritäten über den seinen stehen? Wenn er nicht heiraten will (vor allem nicht aus diesem Grund!!!), dann ist das sein gutes Recht. Wer ihm vorwirft, er könne nicht warten, er sei triebgesteuert, er respektiere sie nicht, der respektiert seine Prioritäten nicht. 

Wer mich so bedrängen wollte, egal wie befreundet ich mit dieser Person bin, der würde ich klar machen, wie falsch dieser Druck ist und wenn das nicht hilft, und der Druck auch nach Jahren noch genauso aussieht, würde ich ihm oder ihr die Freundschaft kündigen, weil ich erkannt habe, dass das, was sich auch nach Jahren nicht ändert, sich niemals ändern wird.

Und das Gleiche gilt umgekehrt! Setzt sie nicht auch unter Druck?

Er hat die Einstellung seiner Freundin zu respektieren, keine Frage. Aber er ist dann frei zu entscheiden, ob er mit diesem neuen Lebenswandel seiner Freundin (und ein extremer Glaube betrifft weit mehr als nur den Sex vor der Ehe!) leben kann und will. Daraus ist ihm KEIN Vorwurf zu machen, und er ist deshalb "geistig auch nicht stehen geblieben" oder baut Druck auf. Wenn er geht, dann akzeptiert er ihre Lebensentscheidung. Mit der ihren ist dann aber auch womöglich seine gegen sie gefallen, weil er "geistig anders entwickelt" ist.

Wenn die Freundin trotz der geänderten Prioritäten mit dem Fragesteller zusammen ist, zeigt sie ihm damit, dass er ihr wichtig ist und auch, dass sie ihn heiraten möchte, wenn er es will. In gewisser Hinsicht ist es ein Test, ob er wirklich, auch unter diesen Prioritäten zu ihr hält und sie für ihn mehr ist, als nur in einer Beziehung wie "Freundschaft plus [Sex]". 

Das Ganze als einen Test zu betrachten, ob er wirklich zu ihr steht, auch wenn sie mit grundsätzlich geänderten Bedingungen ankommt, ist wohl eine der miesesten Sichtweisen, die man haben kann. Schon aus Prinzip ließe ich mich auf so einen perfiden Test nicht ein!

Und "trotz der geänderten Prioritäten" - weißt Du, wie abwertend das ihm gegenüber klingt? Wie gönnerhaft? Sie zeigt mitnichten, wie wichtig er ihr ist. Sie zeigt: Friss oder stirb.

Schließlich: Eine intensive Liebesbeziehung mit "Freundschaft plus" zu vergleichen, sie darauf zu reduzieren, ist erbärmlich und lässt mich nur den Kopf schütteln. 

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@LolleFee

Ich schließe mich hier vollständig und Wort für Wort an, LolleFee. DH, gut geschrieben. Es ist die unglaubliche Arroganz dieser extem religiösen Haltung, die auf so viele Menschen unerträglich respektlos und menschlich abwertend wirkt. Dies eine "geistige Entwicklung" zu nennen (die anderen fehlt!?) empfinde ich als menschlich absolut gruselig. Es liegt Kälte und Gewalt darin, so "seicht" und "glatt" die Worte auch wirken.

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@LolleFee

Wenn sie neue Prioritäten hat, dann muss sie damit rechnen, dass er damit nicht leben kann oder vielleicht auch einfach nicht leben möchte. Das ist dann seine Entscheidung, die ihm auch nicht vorzuwerfen ist!

Sicher.

Und natürlich stellt sie die Beziehung, so wie sie war, in Frage - denn ihre neue Prioritäten betreffen auch ihre Beziehung.

Obwohl ich die Lebensweise meiner Freunde, Bekannten und Verwandten in so einigen Punkten nicht mehr teile, bedeutet dies nicht, dass ich deren Lebensweise weniger respektiere, oder die betreffenden Personen. 

Richtig, dann kann man von Liebe ausgehen. Die Liebe betrifft aber einen bestimmten Menschen, der sich zwar entwickelt, sich selbst und mit dem Partner. Sie hat aber nun für sich (!!!) eine Religion gefunden, die von einem Gott erzählt, der Sex vor der Ehe nicht gutheißt. Liebe bedeutet immer auch Übereinstimmung in der Sicht auf die Welt, auf das Leben und auf die Beziehung. Und hier stimmen er und sie nicht mehr überein. Die Basis der Beziehung muss neu gefunden werden. Sie schlägt ihre Vorstellung vor. Er muss diese nicht anerkennen.

Sicher muss er diese Vorstellung nicht annehmen oder anerkennen. Es ist eine Entscheidung, die beide zu treffen haben. Vielleicht ist das auch ein Grund, weshalb es auch bei einigen meiner Exfreundinnen auf die Dauer nicht gut gegangen ist. Ich bin weiter gewachsen in moralischer und spiritueller Hinsicht, während sie das nicht wollten. Ich hatte immer Geduld, aber irgendwann muss man auch einen Schlussstrich ziehen können, so sehr es auch emotional schmerzt.

Nein. Der kann es schaffen. Und der kann sich auch vormachen, es zu schaffen. Zu sagen "der schafft es" ist eine Verallgemeinerung, die täglich dutzendfach widerlegt wird. 

Sorry, aber ich kenne kein einziges Beispiel, wo es eine jahrelang wirklich gut gegangen ist, ohne jegliche Ausnahme, und dann auf einmal alles schiefging. Entweder ab es schon in den Jahren zuvor hin und wieder Schwierigkeiten, egal wie klein diese sind, und dann besteht eventuell das Potential, dass es auch zu größeren Schwierigkeiten kommen kann, denen man aber auch, wenn man will, entgegenwirken kann, oder aber es gab und wird keine geben.

Eine andere Basis als "Wir müssen nicht, wir brauchen nicht, wir wollen einfach verheiratet sein." ist keine in meinen Augen. 

Demnach hätte die Ehe gar keine Bedeutung für Dich. Ich sehe das ganz anders. Niemand, der sich liebt, ist gezwungen zu heiraten und braucht auch nicht um des weltlichen Gesetzes oder eines anderen Einflusses willen zu heiraten, dennoch sehe ich nichts, was einer Hochzeit entgegen stünde, wenn man sich wirklich liebt, im Gegenteil, es gäbe für mich nichts schöneres als mit der Person glücklich verheiratet zu sein, die ich liebe und die mich ebenso liebt. Für mich wäre eine dauerhafte, intime Beziehung, egal ob nur emotionaler oder auch sexueller Natur ohne Ehe nicht mehr vorstellbar.

Wenn der Fragesteller nicht heiraten will, ist das seine Sache, ebenso wie sie ihre Prioritäten aufgrund ihres Glaubens verlagert hat. 

Sicher.

Warum eine Hochzeit geistiges Wachstum ist, erschließt sich mir nicht. Ich halte eine Hochzeit für eine in Stein gemeißelte Beziehung, der auch dann noch da liegt, wenn die Beziehung gar nicht mehr lebt. 

Eine Hochzeit selbst ist kein geistiges Wachstum, aber wenn einem die Ehe wichtig wird und vorher nicht war, ist dies ein Zeichen von geistigem Wachstum.

Und ihre Prioritäten respektiert er wohl - auch wenn er nicht heiraten will. 

Wenn er sie unter Druck setzt, weil sie ihre Prioritäten entsprechend ihrer Überzeugung verlagert hat, dann ist dieser Respekt wohl begrenzt.

Warum sollten ihre Prioritäten über den seinen stehen? 

Ich sehe nicht, dass sie ihre Prioritäten über seine stellt. Sie räumt ihm eine Chance ein. Würde sie ihn unter Druck setzen wollen, würde sie ihm eher ein Ultimatum geben und nicht etwa dass sie keinen vorehelichen GV mehr will, denn ein Ultimatum zielt auf ein Ergebnis zu einem festen Termin hin, weniger auf eine Entscheidung.

Wenn er nicht heiraten will (vor allem nicht aus diesem Grund!!!), dann ist das sein gutes Recht. 

Abgesehen von dem, was in Klammern steht, sehe ich das genauso.

Wer ihm vorwirft, er könne nicht warten, er sei triebgesteuert, er respektiere sie nicht, der respektiert seine Prioritäten nicht.  



Wenn Du das in meine Aussagen hineininterpretierst, ist das Deine Angelegenheit und nicht mein Problem.

Und das Gleiche gilt umgekehrt! Setzt sie nicht auch unter Druck?

Diese neue Sichtweise kam sicher nicht von heute auf morgen.

Er hat die Einstellung seiner Freundin zu respektieren, keine Frage. Aber er ist dann frei zu entscheiden, ob er mit diesem neuen Lebenswandel seiner Freundin (und ein extremer Glaube betrifft weit mehr als nur den Sex vor der Ehe!) leben kann und will.

Natürlich. ...

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@LolleFee

Daraus ist ihm KEIN Vorwurf zu machen, und er ist deshalb "geistig auch nicht stehen geblieben" oder baut Druck auf. 

Das habe ich auch nicht unterstellt oder auch nur angedeutet. Wenn Du es trotzdem so siehst, trifft dies allein auf Deine Interpretation zu.

Wenn er geht, dann akzeptiert er ihre Lebensentscheidung. Mit der ihren ist dann aber auch womöglich seine gegen sie gefallen, weil er "geistig anders entwickelt" ist.

Sicherlich kann man deshalb ihm keinen Vorwurf machen, aber ihr genauso wenig.

Das Ganze als einen Test zu betrachten, ob er wirklich zu ihr steht, auch wenn sie mit grundsätzlich geänderten Bedingungen ankommt, ist wohl eine der miesesten Sichtweisen, die man haben kann. Schon aus Prinzip ließe ich mich auf so einen perfiden Test nicht ein!

Ich habe geschrieben, dass es in gewisser Hinsicht ein Test ist, aber nicht unbedingt ein solcher. Im Übrigen wäre es perfide, wenn die damit verbundenen Prioritäten nicht ernst gemeint wären. Wenn diese Prioritäten ernst gemeint sind, ist es eine eingeräumte Chance.

Und "trotz der geänderten Prioritäten" - weißt Du, wie abwertend das ihm gegenüber klingt? Wie gönnerhaft? Sie zeigt mitnichten, wie wichtig er ihr ist. Sie zeigt: Friss oder stirb.

Wenn Du es tatsächlich so siehst, bin ich froh, dass wir dahingehend Differenzen in der persönlichen Sichtweise haben. 

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@JTKirk2000

Obwohl ich die Lebensweise meiner Freunde, Bekannten und Verwandten in so einigen Punkten nicht mehr teile, bedeutet dies nicht, dass ich deren Lebensweise weniger respektiere, oder die betreffenden Personen.

In einer Liebesbeziehung kommt es aber darauf an, dass die Lebensweisen in bestimmten Fragen gleich schwingen. Wenn sie ihre Lebensweise ändert, berührt das auch seine Lebensweise. Da ist es nicht getan mit "Leben und leben lassen", wie Du das bei Freunden, Bekannten und Verwandten handhaben kannst.

Ich bin weiter gewachsen in moralischer und spiritueller Hinsicht, während sie das nicht wollten.

Wie hoch muss das göttliche Ross sein, auf dem Du sitzt!! Du kannst Dich "spirituell" und "geistig" weiterentwickeln, soviel Du willst. Allerdings solltest Du Deine persönlichen Entscheidungen nicht als das Non-plus-ultra darstellen. 

Entweder ab es schon in den Jahren zuvor hin und wieder Schwierigkeiten, egal wie klein diese sind, und dann besteht eventuell das Potential, dass es auch zu größeren Schwierigkeiten kommen kann, denen man aber auch, wenn man will, entgegenwirken kann, oder aber es gab und wird keine geben.

Du weißt schon, dass eine Ehe aus zwei Personen besteht?

Richtig, die Ehe hat keine Bedeutung (mehr) für mich. Für mich ist die Ehe wie an anderer Stelle bereits gesagt in einen Stein gemeißelt, der auch noch da liegt, wenn die Beziehung schon längst nicht mehr lebt. Lieber gehe ich jeden Tag an den Strand und schreibe dort meine Liebe in den Sand den Wellen des Lebens zum Trotze. Sich zu lieben ist eine persönliche Entscheidung zweier Menschen, die sich tagtäglich füreinander entscheiden. Für mich gibt es nichts Schöneres, als mit der Person zusammen zu sein, die ich liebe und die mich ebenso liebt. Dazu braucht es weder Unterschrift auf dem Standesamt noch den Segen anderer Menschen, die sagen, dieser sei göttlich.

Für mich war es übrigens ein Zeichen von geistigem Wachstum, dass mir die Ehe unwichtig wurde.

Wenn er sie unter Druck setzt, weil sie ihre Prioritäten entsprechend ihrer Überzeugung verlagert hat, dann ist dieser Respekt wohl begrenzt.

Der Respekt reicht für ihr Leben. Das sollte ihr genügen. Nirgendwo steht, dass er sie unter Druck setzt. Er ist verzweifelt, weil sie sich so verändert hat, und fragt, was andere machen würden. Es ist nicht von ihm zu verlangen, dass er ihre Vorstellungen, die sie vorher nicht hatte, in sein Leben zu integrieren. Es ist dann an ihr zu respektieren, wenn er ihre neue Lebensweise nicht auch leben will.

Ich sehe nicht, dass sie ihre Prioritäten über seine stellt. Sie räumt ihm eine Chance ein.

Von ihr reden wir hier gar nicht (dennoch: Sie stellt ihn vor die Wahl.) Doch es geht hier um unsere Diskussion; Du sprachst davon, dass er ihre Prioritäten nicht respektiere. Ihre Prioritäten, die auch Deine sind - aber nicht seine. Du unterstützt sie in ihren Prioritäten, siehst sie im guten Recht, diese anderen Prioritäten zu leben - und sagst dem Fragensteller, er solle sich drehen (> sie heiraten, dann sei doch alles wieder gut). Hier stellst Du ihre Lebensweise über die seine und unterstellst ihm geistigen Stillstand, weil er sie nicht heiraten möchte. Wie verquer ist das? Da ist wieder ein extremer Absolutheitsanspruch am Werke! 

LolleFee: Wer ihm vorwirft, er könne nicht warten, er sei triebgesteuert, er respektiere sie nicht, der respektiert seine Prioritäten nicht. 

Kirk: Wenn Du das in meine Aussagen hineininterpretierst, ist das Deine Angelegenheit und nicht mein Problem.

Lies hier mal auf der Seite. Ich schrieb "wer", nicht "Du", oder? 

Diese neue Sichtweise kam sicher nicht von heute auf morgen.

Nein, in ihrem Inneren hoffentlich nicht. Dennoch kommt der Tag, an dem sie ihm sagt: "Ab heute nicht mehr bis zur Ehe." Und das geschieht dann von heute auf morgen. 

Noch ein paar Punkte:

Lies am besten noch einmal nach, was Du "angedeutet hast" in Bezug auf geistige Entwicklung. 

Ein "Test in gewisser Hinsicht" ist auch ein Test. So etwas hat in einer Liebesbeziehung nichts zu suchen.

Zu seiner Abwertung: Ich sehe es übrigens nicht so, Deine Worte haben diese Wirkung. Das ist ein Unterschied. 

Schade übrigens, dass Du nicht mit einer Silbe noch einmal auf Deine unsägliche Herabwürdigung einer tiefen Liebesbeziehung ohne Trauschein (ich erinnere: Du nanntest sie Freundschaft plus) eingegangen bist.

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@LolleFee

In einer Liebesbeziehung kommt es aber darauf an, dass die Lebensweisen in bestimmten Fragen gleich schwingen. Wenn sie ihre Lebensweise ändert, berührt das auch seine Lebensweise. Da ist es nicht getan mit "Leben und leben lassen", wie Du das bei Freunden, Bekannten und Verwandten handhaben kannst.

Vermutlich sind deshalb ein paar meiner Beziehungen in die Brüche gegangen, aber damit habe ich im Nachhinein kein Problem.

Wie hoch muss das göttliche Ross sein, auf dem Du sitzt!!

Ich kann in diesen Worten nur Hohn und bestenfalls Ironie lesen, aber sorry, ich sehe nur, dass das gegen Dein Niveau spricht.

Du kannst Dich"spirituell" und "geistig" weiterentwickeln, soviel Du willst. Allerdings solltest Du Deine persönlichen Entscheidungen nicht als das Non-plus-ultra darstellen. 

Das mache ich auch nicht. Ich habe nur behauptet, gewachsen zu sein und das ist keineswegs als Zeichen des Stolzes oder gar der Hochmut gemeint.

Du weißt schon, dass eine Ehe aus zwei Personen besteht?

Ja, das weiß ich in der Tat. Aber genau genommen kann man die Frage auch als rein rhetorisch ansehen.

Sich zu lieben ist eine persönliche Entscheidung zweier Menschen, die sich tagtäglich füreinander entscheiden. Für mich gibt es nichts Schöneres, als mit der Person zusammen zu sein, die ich liebe und die mich ebenso liebt.

Sehe ich ebenso.

Lieber gehe ich jeden Tag an den Strand und schreibe dort meine Liebe in den Sand den Wellen des Lebens zum Trotze. 

Lieber gehe ich jeden Tag an den Strand und schreibe dort meine Liebe in den Sand den Wellen des Lebens zum Trotze. 

Dass dies in gewisser Hinsicht eine Ehe ausmacht, scheint Dir noch nicht klar zu sein, denn auch in einer Ehe gibt es gute und schlechte Zeiten. Diesen Herausforderungen gemeinsam gewachsen zu sein, ist das, was eine Ehe wirklich stärkt.

Für mich war es übrigens ein Zeichen von geistigem Wachstum, dass mir die Ehe unwichtig wurde.

Wie es so schön heißt, kann auch der Teufel als ein Engel des Lichts erscheinen. Ich denke, die Freundin des Fragestellers sieht es ebenso, dass es nicht von geistigem Wachstum, sondern von geistigem Rückschritt zeugt, wenn einem die Ehe unwichtig wurde.

Der Respekt reicht für ihr Leben. Das sollte ihr genügen. Nirgendwo steht, dass er sie unter Druck setzt. Er ist verzweifelt, weil sie sich so verändert hat, und fragt, was andere machen würden. Es ist nicht von ihm zu verlangen, dass er ihre Vorstellungen, die sie vorher nicht hatte, in sein Leben zu integrieren. Es ist dann an ihr zu respektieren, wenn er ihre neue Lebensweise nicht auch leben will.

Natürlich ist es ein Ideal, wenn sich beide Partner einer Beziehung möglichst gleichermaßen und in die gleiche Richtung entwickeln. Dazu bedarf es aber auch einer entsprechenden Kommunikation und ein Mindestmaß von gegenseitigem Respekt. Unter meinen Freunden gibt es auch ein Paar, von dem die Frau gläubig ist, und der Mann nicht. Sie haben geheiratet, bevor sie sich hat taufen lassen, weil er sie ausreichend respektiert und liebt (wobei diese Haltung beiderseitig ist), dass er akzeptiert, dass es für sie der richtige Weg ist, auch wenn er ihr auf diesem Weg noch nicht weiter gefolgt ist, als bis zur standesamtlichen Ehe.

Von ihr reden wir hier gar nicht (dennoch: Sie stellt ihn vor die Wahl.) Doch es geht hier um unsere Diskussion; Du sprachst davon, dass er ihre Prioritäten nicht respektiere. Ihre Prioritäten, die auch Deine sind - aber nicht seine. Du unterstützt sie in ihren Prioritäten, siehst sie im guten Recht, diese anderen Prioritäten zu leben - und sagst dem Fragensteller, er solle sich drehen (> sie heiraten, dann sei doch alles wieder gut). Hier stellst Du ihre Lebensweise über die seine und unterstellst ihm geistigen Stillstand, weil er sie nicht heiraten möchte. Wie verquer ist das? Da ist wieder ein extremer Absolutheitsanspruch am Werke!



Moment mal. Ich respektiere die Sichtweisen beider Parteien. Nur weil ich selbst in meinen Prioritäten der einen Seite eher entspreche, bedeutet es nicht, dass ich parteiisch bin. Nur weil ich Christ bin, sehe ich den Islam, das Judentum oder den Atheismus nicht als irgendeiner Hinsicht falsch an. Das nurmal als Beispiel. Wenn Dir eine solche Haltung fremd ist, dann ist das Dein Problem und nicht meines.

LolleFee: Wer ihm vorwirft, er könne nicht warten, er sei triebgesteuert, er respektiere sie nicht, der respektiert seine Prioritäten nicht. 

Kirk: Wenn Du das in meine Aussagen hineininterpretierst, ist das Deine Angelegenheit und nicht mein Problem.

Lies hier mal auf der Seite. Ich schrieb "wer", nicht "Du", oder? 

Was ändert das an Deiner Aussage als Interpretation auf die meine oder in Bezug auf die Reaktion von mir, die Du hier zitiert hast? Ich sehe nicht, dass ich einen Ansatz darin aufgezeigt habe, dass Du das Wort „Du“verwendet hättest. ...

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@JTKirk2000

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Nein, in ihrem Inneren hoffentlich nicht. Dennoch kommt der Tag, an dem sie ihm sagt: "Ab heute nicht mehr bis zur Ehe." Und das geschieht dann von heute auf morgen.

Auch das kam sicher nicht von einem auf den anderen Tag, es sei denn der Glaube ist nicht das einzige Problem in deren Leben, sondern schon die mangelnde Kommunikation.

Schade übrigens, dass Du nicht mit einer Silbe noch einmal auf Deine unsägliche Herabwürdigung einer tiefen Liebesbeziehung ohne Trauschein (ich erinnere: Du nanntest sie Freundschaft plus) eingegangen bist.

Der Begriff scheint eine moderne Bezeichnung für Freundschaft mit Sex zu sein, also durchaus passend, wenn die Liebe nicht so weit reicht, einander ausreichend zu akzeptieren, um ausreichend miteinander zu kommunizieren, dass ein allmählicher Wachstumsprozess beider möglich ist, und einander ausreichend zu respektieren, gemeinsame Entscheidungen zu treffen. Und bevor Du wieder Parteilichkeit unterstellst: Ich meine das für beide Partner.

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@JTKirk2000

LolleFee: In einer Liebesbeziehung kommt es aber darauf an, dass die Lebensweisen in bestimmten Fragen gleich schwingen. Wenn sie ihre Lebensweise ändert, berührt das auch seine Lebensweise. Da ist es nicht getan mit "Leben und leben lassen", wie Du das bei Freunden, Bekannten und Verwandten handhaben kannst.

JTKirk200: Vermutlich sind deshalb ein paar meiner Beziehungen in die Brüche gegangen, aber damit habe ich im Nachhinein kein Problem.

Dann kannst Du aber erst recht nicht freundschaftliche/verwandtschaftliche Beziehungen mit partnerschaftlichen Beziehungen vergleichen! "Leben und leben lassen" - das geht nur mit Abstand. Wenn Deine Lebensweise nicht mit meiner zusammenpasst, dann können wir den andere nur leben lassen - aber nicht zusammen leben. Wenn sie eine andere Lebensweise an den Tag legen will, die auch die Vorstellung von Beziehung berührt, dann stellt sie natürlich die Beziehung, so wie sie war, in Frage!

Ich kann in diesen Worten nur Hohn und bestenfalls Ironie lesen, aber sorry, ich sehe nur, dass das gegen Dein Niveau spricht.

Ein ironisches Aufgreifen der Redewendung "auf hohem Ross setzen" trifft es ganz gut, gewürzt mit einer Prise Sarkasmus. Ich sehe nicht, dass das gegen mein Niveau spräche, finde es rhetorisch sogar ausgesprochen gelungen, sofern man es nicht aus dem Zusammenhang reißt und alleine dahinstellt.

Überdenke Deine Formulierung, auf die ich das geschrieben habe! Wieder einmal: Das ist die Wirkung Deiner Worte. Wenn Du schreibst: "Ich bin weiter gewachsen in moralischer und spiritueller Hinsicht, [weil Du zu Deinem Glauben gefunden hast], während sie das nicht wollten.", dann impliziert das, dass "sie" sich weigerten, "moralisch und spirituell zu wachsen". Ich denke nicht, dass Du hier von einem Geschwür sprichst, das wächst, sondern dass Wachsen für Dich positiv konnotiert ist, oder? (rhetorische Frage)

Doch, Du stellst Dich hier über andere, wirkst hochmütig und überheblich. Du bietest zwar jedem ein eigenes göttliches Ross an; wird dies aber nicht bestiegen, zeigst Du zwar Dein (Deck)Mäntelchen der Toleranz, schätzt jedoch die Entscheidungen und Lebensweisen anderer gering und wertest sie verbal ab. Das, was Du denkst, ist das Non-plus-Ultra. So lesen sich Deiner Beiträge (hier).

Wir leben beide nach der Lebensweise, die uns richtig erscheint, und wir lassen beide den anderen seine Lebensweise leben. Was uns jedoch unterscheidet, ist die Betrachtung und Bewertung der jeweils anderen Lebensweise: Ich habe hier eine gläubige Lebensweise weder kritisiert noch abgewertet. Du vergleichst aber eine außereheliche Liebesbeziehung mit Freundschaft plus; für Dich bedeutet Deine Religion geistiges und spirituelles Wachstum, das andere (= Ungläubige) nicht wollen; Du stellst die Wahrhaftigkeit der Liebe in Frage, bezeichnest es als geistigen Rückschritt, wenn jemand nicht heiraten will. Das ist in meinen Augen reine Abwertung.

LolleFee: Du weißt schon, dass eine Ehe aus zwei Personen besteht?

JTKirk2000: Ja, das weiß ich in der Tat. Aber genau genommen kann man die Frage auch als rein rhetorisch ansehen.

Natürlich war sie rein rhetorisch!

Schwierigkeiten kann man begegnen, ja. Aber nur zu zweit. Wenn einer seine Lebensweise in Stein haut und ihn dem anderen vor die Füße schmeißt, ist das für mich eine recht einseitige Begegnung mit Schwierigkeiten. Der andere kann den Stein schultern und sich selbst mit ihm beschweren; vielleicht pflastert er damit sogar einmal seinen Weg. Oder aber der Stein lässt ihn den gemeinsamen Weg nicht mehr sehen. Dann endet der gemeinsame Weg. Ziel kann nicht sein, darauf zu hoffen, dass steter Tropfen den Stein höhlt. Aber auch nicht, dass der Stein irgendwann vielleicht leichter zu schultern ist.

Und wie man sieht, verändern sich Menschen. Wie sollte ich also sagen können, dass es keine Schwierigkeiten gibt, wenn die beiden Variabeln Menschen sind?

Lass Dir gesagt sein, dass es einen Zeitpunkt im Leben geben kann, in dem der Andere selbst ein Stein bleiben wird, selbst wenn durch Zauberei alle Steine im Weg plötzlich zerbröselten. In dem man weiß, dass es nicht mehr gut wird, selbst wenn alles, wofür man gekämpft, geredet, gebeten und gegeben hat, gut würde. Der Moment, in dem es einfach vorbei ist. 

LolleFee: Lieber gehe ich jeden Tag an den Strand und schreibe dort meine Liebe in den Sand den Wellen des Lebens zum Trotze. 

JTKirk2000: Dass dies in gewisser Hinsicht eine Ehe ausmacht, scheint Dir noch nicht klar zu sein, denn auch in einer Ehe gibt es gute und schlechte Zeiten. Diesen Herausforderungen gemeinsam gewachsen zu sein, ist das, was eine Ehe wirklich stärkt.

Falsch - dies macht eine Beziehung aus. Die Ehe bildet eine Menge innerhalb der Menge Beziehung. Den Herausforderungen [des Lebens] gemeinsam gewachsen zu sein, ist das, was eine [gute] Beziehung [ausmacht und] wirklich stärkt. Dazu braucht es weder Unterschrift auf dem Standesamt noch den Segen anderer Menschen, die sagen, dieser sei göttlich. (Zitat Ende).

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@LolleFee

E.dit: a.uf h.ohem Ro.ss si.tzen

Wie es so schön heißt, kann auch der Teufel als ein Engel des Lichts erscheinen. Ich denke, die Freundin des Fragestellers sieht es ebenso, dass es nicht von geistigem Wachstum, sondern von geistigem Rückschritt zeugt, wenn einem die Ehe unwichtig wurde.

Oh, jet.zt ers.cheint m.ir a.lso d.er Te.ufel al.s Eng.el de.s Li.chts? Un.d eine.n geisti.gen Rü.ck.schr.itt att.estierst D.u mi.r a.uch! Dei.n göttli.ches Ross sch.eint m.it D.ir durch.zuge.hen! 

W.as ma.ßt D.u Di.r eige.ntlich a.n? Si.eh di.e E.he me.inetw.egen a.ls pers.önliche Erf.üllung eine.r Be.zie.hung a.n, abe.r urt.eile nic.ht üb.er and.ere!

Au.s D.einen Beit.rägen schr.eit da.s hoc.hmü.tige Bed.auern de.rer, di.e nic.ht De.inen W.eg ge.hen, s.o wi.e ma.n kle.ine Kin.der bel.ächelt - "s.ie wis.sen e.s j.a (noc.h) nic.ht bess.er!"

Natürlich ist es ein Ideal, wenn sich beide Partner einer Beziehung möglichst gleichermaßen und in die gleiche Richtung entwickeln. Dazu bedarf es aber auch einer entsprechenden Kommunikation und ein Mindestmaß von gegenseitigem Respekt. 

Res.pekt bedeutet nicht, dass man den gleichen Weg geht. Respekt bedeutet noch nicht einmal, dass man mit dem Anderen weitergeht, obwohl man nicht den gleichen Weg geht. Respekt, und zwar in höch.stem Ma.ße, bedeutet, dem Anderen seine Persönlichkeit, seine Sicht- und Lebensweisen zu lassen. Mehr nicht. 

Eine Kommunikation ist dort erschöpft, wo es nichts mehr zu reden gibt: Wenn einer Ja, der andere Nein sagt und es nur für einen kein Jein gibt, dann muss der Nein-Sager Ja oder der Ja-Sager Nein sagen oder zumindest in Betracht ziehen, sonst ist die Kommunikation beendet. Dabei respektieren übrigens beide die Meinung des Anderen. Sie erkennen nur beide - oder auch vielleicht nur einer, dass es nichts mehr zu reden gibt, so beide Positionen respektiert werden sollen.

Übrigens: Wenn einer nicht reden will, dann ist die Kommunikation auch beendet.

Der Begriff scheint eine moderne Bezeichnung für Freundschaft mit Sex zu sein, also durchaus passend, wenn die Liebe nicht so weit reicht, einander ausreichend zu akzeptieren, um ausreichend miteinander zu kommunizieren, dass ein allmählicher Wachstumsprozess beider möglich ist, und einander ausreichend zu respektieren, gemeinsame Entscheidungen zu treffen. Und bevor Du wieder Parteilichkeit unterstellst: Ich meine das für beide Partner.

Setz bitte Deine Aussage nicht in einen anderen Kontext.

Freundschaft pl.us stelltest Du einer Ehe gegenüber, wobei sich eine Liebesbeziehung für Dich offenbar nur in einer Ehe zeigen kann (bizar.rerweise zeigt sich dort oft auch das Gegenteil!), während eine Liebesbeziehung, wie tief sie sei, von Dir als Freundschaft plu.s abge.wat.scht wird. 

Dir ist schon be.wusst, dass Liebe bei einer Freundschaft pl.us nicht vorgesehen ist?

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