Freundin hat eine unglaublich schlechte Laune nach der Geburt

17 Antworten

Du unterstützt deine Freundin ja wirklich vorbildlich. Du darfst dabei nur nicht vergessen, dass auch für sie diese Situation neu ist und sehr fordern. Du schreibst > Sie sagt sie sei müde und erschöpft Das sagt glaube ich alles. Es ist einfach so. Ich kann mich noch gut an diese Zeit erinnern bei uns. Glaube mir - das erste Jahr ist das Schlimmste - du wirst dich später nicht merh erinnern können warum wieso und wie genau du das überstanden hast. Aber wenn die Kleinen noch so mini snid, nachts ständig wach werden, das schlaucht einfach endlos. Und jetzt nochmal meinen ersten Satz etwas ins rechte Licht gerückt: Das was du da tust ist dein Part. Versuche vielleicht die Nächte mitzuhelfen, ab und zu eine NAcht Schlaf tun auch mal gut. Übernimmst du die zumindest am WE? Stillt deine Freundin oder kannst du sogar ein Fläschchen selbst machen? Wenn nicht wäre es auch möglich Milch abzupumpen damit du es dem kleinen nachts geben kansnt. Möglichkeiten gibts viele. Aber diese Zeit ist hart. Für alle beteiligten. Du bist auf dem richtigen Weg ... aber deiner Freundin fehlt wohl noch ein klein wenig support.

Am Wochenende stehe ich nachts auf, unter der Woche mache ich die Flasche etc sobald ich nach hause komme. Dann kümmere ich mich um die Kleine. Nur Nachts unter der Woche steht sie auf weil ich arbeiten muss. Ich denke das ist fair.

Klar - ich kann absolut nachvollziehen, dass meine Freundin erschöpft ist. Das habe ich ihr auch gesagt. Nur muss sie auch einsehen, dass ich ebenfalls mehrere Jobs erledigen muss und auch das nicht einfach ist.

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@user1686

Du hast recht. Sie hat recht. Ihr habt beide viel an der Backe. Schade, dass du soviel gibst und deine Freundin das nicht ausreichend zu schätzen weiß und dich noch anstresst. JEdoch kannst du auch gerade nicht Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung verlangen. Das legt sich spätestens dann, wenn die kleine mal 5h am Stück schläft. Die einen tun das nach zwei WOchen... die anderen erst nach zwei Jahren ;)

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Ist ja gerade mal 10 Tage nach der Geburt, da schwanken schon mal die Hormone. Und den Müttern wird bewusst, dass man alleine für einen kleinen Menschen verantwortlich ist. Wenn es länger andauert, sollte man auch mal an Schwangerschaftsdepression denken. Sie soll sich auf jeden Fall, wenn das Kind schläft auch mit hinlegen. Wenn Du ihr natürlich das was Du hier schreibst dauernd "vorbetest", wäre ich auch ohne Kind eingeschnappt. Mit einem Baby ganzen Tag alleine zu Hause, ist nicht einfach. Einkaufen kann Deine Partnerin auch alleine, wenn sie wieder etwas fit ist und Du bleibst solange zu Hause. Ausserdem, kannst Du sie ein oder zweimal die Woche mit ihren Freundinnen losziehen lassen, oder Sport, irgendein Hobby ausser Haus.

Also als genauso betroffene Mutter, kann ich dir nur sagen, dass du zwar alles tun kannst und die Mutter trotzdem nicht zufrieden ist. Und ja, du machst die Dinge mit der Unterstützung richtig. Es ist toll, dass du nach deiner Arbeit dich um die Kleine mitkümmerst und auch Essen machst. Allerdings seid ihr nicht nur Mama und Papa, sondern auch ein Paar und zwei Individuen.

Deine Freundin hat jetzt inerhalb eines Jahres körperlich zwei Hormonumstellungen zu schaffen, gleichzeitig muss sie auch die neue Rolle "erlernen". Dazu kommt die permanente Ansprechbarkeit für sie, gerade nachts. Hast du mal überlegt, wie du dich fühlen würdest, wenn du jede Nacht andauernd aufstehen musst und auch nicht einmal durchshlafen kannst?

Was deine Freundin genauso wie du brauchst, ist auch mal Schlaf und so blöd wie es klingt Ruhe, Zeit wo sie keine Mama ist. Mein Schatz hat mir einen Tag in der Woche geschenkt. Da ich seit Mai (Geburt war Mitte Februar) wieder arbeiten gehe, habe ich die Belastung doppelt. Also ist das an meinem "kindfreien" Tag so, dass ich erst arbeiten gehe und danach was für mich machen kann. Und es ist egal was, ob Friseur, Kaffeklatsch, Kino oder auch- wie gestern mit ihm und unserem Kind shoppen gehen. Auch lässt er mich mal nachts ausschlafen (kannst du eventuell ja von Freitag auf Samstag machen) und kümmert sich um das Kind, wenn es schreit.

Ich empfehle dir ein Gespräch unter vier Jahren mit deiner Freundin- also ohne Kind. Besorg dafür einen Babysitter (wenn es möglich ist) wie z.B. Oma, Tante, beste Freundin usw. Und dann geht ihr aus dem Haus um die Ecke zum Spaziergang. Und dann frag deine Freundin direkt, was sie sich wünscht. Frag sie, wie sich das alles vorstellt. Und ganz wichtig, stellt euch beide die Frage, welche Erziehung ihr gerne für das Kind möchtet. Reden hilft- glaub mir. Ansonsten wird sie irgendwann explodieren. Mit der Zeit wird das alles besser, das bedeutet aber für euch beide viel Zeit und Kraft. Ganz besonders geniesst die Zeit mit eurem Kind.

"kindfreier Tag" ist ja wohl völlig absurd. Das Kind ist nunmal vorhanden und man soll sich der Situation stellen. Außerdem haben er und sie nur ein einziges Kind. Was machen denn Familien mit mehreren Kindern? Wir haben drei Kinder großgezogen. Da gab es auch keinen kindfreien Tag - für niemanden. Meine Frau ist auch bei drei Kindern noch halbtags arbeiten gegangen. Die Mütter von heute sind irgendwie Weicheier.

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@trollshow

Was spricht denn dagegen, wenn Papa mal das Kleine nimmt und Mama einen Abend für sich hat? Das hat doch nichts mit Weichei zu tun. Noch früher haben sie 10 Kinder groß gezogen und einen Bauernhof versorgt - und? Müssen jetzt alle Eltern auf Freizeit verzichten?

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@trollshow

früher waren die großeltern dafür zuständig, der mutter das kind so oft wie möglich abzunehmen. wenn deine frau halbtags arbeiten war, dann hatte sie ja ihre kinderfreie zeit. was bläst du dich denn so auf, trollshow?

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@taigafee

Ich reg mich darüber nicht auf. Weicheier ist eins. Immerhin gehen einige Mütter heutzutage arbeiten. Ich kenne eine Mutter mit drei Kindern, die kriegt Hartz IV, weil sie nicht arbeiten geht. Als der Papa letztens mall was wegen Zahnarzt sagte, kriegte er zu hören: "Was soll ich denn noch alles machen? Ich hab dafür keine Zeit!" Soviel dazu. Und wenn dann Mütter, die arbeiten gehen, Kind versorgen und den Haushalt schmeissen, mal einen freien Tag für sich beanspruchen, wird gleich geschrieen, was für eine Rabenmutter.

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Du machst es schon richtig. Deine Freundin braucht jetzt jede Unterstützung, die sie brauchen kann. Ihre Laune ist zum einen wohl noch auf die Hormonsituation nach der Geburt zurückzuführen und zum anderen musst du bedenken, dass es unbefriedigend ist, den gesamten Tag mit einem Kleinkind zu verbringen. Man ist sozusagen immer fremdbestimmt durch das Baby. Es folgt seinem eigenen Rhythmus, kann keine Rücksichten nehmen. Und das trifft auf eine geschwächte Mutter, da bleibt die Laune schon mal auf der Strecke. Allerdings ist es richtig, dass du dich nicht von deiner Freundin zum "Sündenbock" machen lässt, an dem sie ihre Launen auslassen kann. Sag ihr freundlich, aber bestimmt, dass nicht nur sie durch die neue Sitation sehr beansprucht ist.

um ds problem des nächtlichen aufstehens etwas einzudämmen, habt ihr schonmal über die praxis des familienbettes nachgedacht?

dadurch ist man morgens wietaus wniger geschlaucht, als wenn man aufstehen muß um nach dem kleinen zu sehen. durch das aufstehen, eventuelles licht anknipsen,.... wird der kreislauf richtig hochgekurbelt und die nachtruhe ist im grunde dann dahin. man schläft zwar wieder ein, aber am nächsten tag fühlt man sich, als wäre man die ganze nacht auf gewesen.

möglich wäre auch ein babybalkon am elternbett. vor allem, wenn deine freundin stillt, ist das wirklich sehr praktisch.

meine freundin hatte einen solchen balkon, sie hat des nachts, wenn der wurm gequengelt hat, ihn einfach an sich ran gezogn, und an die brust gelegt und ist selbst beim stillen wieder eingeschlafen. das lief nach wneigen tagen so automatisch ab, daß sie überhaupt nicht emhr wirklich wach wurde dabei. so in etwa, als wüdest du dich im bett einmal umdrehen und wider richtig zudecken.

alles andere, bezüglich der stimmungsschwankungen, hormonumstellung und wochenbettdepression haben dir die anderen ja schon erläutert.

außer dem oben genannten familienbett, wäre vielleicht auch noch ein tragetuch eine gute lösung für euch. da kann das kleine direkt an muttern schlafen und sie hat die hände frei. das binden will allerdings gelernt sein. hierfür gibt es bücher aber auch kurse.

ein vorteil, wenn das keine den ganzen tag am oder neben einem erwachsneen verbringt, regelt sich der tag nacht rhythmus ganz schnell und es schläft eher durch, als kinder, mit denen herkömmlich umgegangen wird.

und glückwunsch zur kleinen familie, auch wenn es jetzt erstmal bissl streßig sein mag, das wird schon wieder.

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