Freud zur freiheit?

2 Antworten

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Kennst du Freuds System des Es, Ich und Über Ich? Das würde meine Antwort stark verkürzen können.

Weitere Erklärung käme nach deiner Antwort

Phistomephel Smeik

Ja, kenne ich aus dem Pädagogik Unterricht

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@Hlyshxtx

Aus diesem System lässt sich auch sehr schnell seine Philosophie und Einstellung zum Thema Freiheit und Determinismus ableiten.

Das menschliche Handeln und somit sein Leben ist einmal durch die Instinktgesteuerten Triebe bestimmt (Bei Freud ist dies meistens der Sexualtrieb, aber auch das grundsätzliche Wohlbefinden eines Wesens).

Beschränkt werden diese Triebe durch die Normen und Dogmen der Gesellschaft und sozialen Umgebung. Auch dieser Punkt schreit, dass der Mensch durch äußere Einflüsse in seine Schranken gewiesen wird.

Also der freie Wille kann durchgesetzt werden in einer freien Gesellschaft, aber auch nur bis zu einem gewissen Ausmaß. Begrenzt oder eher prädestiniert ist er zudem auch durch das Es.

Ich hoffe die Antwort war hilfreich,

Phistomephel Smeik

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@Hlyshxtx

Aus diesem System lässt sich auch sehr schnell seine Philosophie und Einstellung zum Thema Freiheit und Determinismus ableiten.

Das menschliche Handeln und somit sein Leben ist einmal durch die Instinktgesteuerten Triebe bestimmt (Bei Freud ist dies meistens der Sexualtrieb, aber auch das grundsätzliche Wohlbefinden eines Wesens).

Beschränkt werden diese Triebe durch die Normen und Dogmen der Gesellschaft und sozialen Umgebung. Auch dieser Punkt schreit, dass der Mensch durch äußere Einflüsse in seine Schranken gewiesen wird.

Also der freie Wille kann durchgesetzt werden in einer freien Gesellschaft, aber auch nur bis zu einem gewissen Ausmaß. Begrenzt oder eher prädestiniert ist er zudem auch durch das Es.

Ich hoffe die Antwort war hilfreich,

Phistomephel Smeik

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Der Dualismus von Freiheit und Determinismus setzt eigentlich eine dualistische Grundeinstellung von Geist und Materie nach Platon und Aristoteles oder Descartes voraus. Wer wie Epikur oder auch Freud diesen Dualismus ablehnt, ablehnt dass wir geistig freie Wesen in einem körperlichen Gefängnis sind (das ist eine zugespitzte Darstellung), der kann diesem Dualismus von Freiheit und Determinismus nichts abgewinnen. Wir sind weder ganz frei noch vollkommen determiniert als Rädchen eines Uhrwerks. Wir sind Teil eines vernetzten Seins mit relativen Freiheiten. Das freudsche System des Es, Ich und Über-Ich zeigt Bindungen auf, in denen wir uns mehr oder weniger stark gebunden bewegen. Man könnte sagen: Wir sind in vielen Fällen als Teil eines Ganzen gebunden, aber nicht determiniert. Sowohl Freuds wie auch Epikurs Philosophie denken nach über die Art der Bindungen und wie man sie in Richtung mehr Freiheit aufweichen kann. Das macht übrigens auch Nietzsche. Da geht es auch darum, dass ein Teil der Bindungen nur Marionettenschnüre sind, die andere zur Vergrößerung ihrer Macht an uns festmachen wollen, um uns über künstlich geschürte Ängste zu manipulieren. Da wird versucht, dass wenige ihre Verfügungsmöglichkeit auch über uns ausdehnen, indem sie unsere einschränken. Sowas ist nicht endgültig determiniert. Das muss man erkennen und sich dagegen wehren und nicht zulassen.

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