Philosophie, Platon Klausur

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2 Antworten

Wahrscheinlich habt ihr in der Schule seine Theorie der Ideenwelt geredet. Im Prinzip ist es nicht so schwer: Hinter jedem Gegenstand steht ein weiterer Gegenstand, der vollkommener als der erste Gegenstand ist. Ein kleines Beispiel dürfte es klar machen: Es gibt Pferde. Nun sind diese Pferde nicht alle gleich. Eines hat etwas längere Beine, ein zweites eine andere Farbe und so weiter. Nun sagt Platon, dass diesen allen Pferden eines gemein ist: Die Idee Pferd. Diese Idee Pferd ist vollkommen und unzerstörbar. Nun ist also die reale Welt so wie wir sie sehen nur eine Abbildung der Ideenwelt. Das wird im Höhlengleichnis deutlich, wenn die Menschen ind er Höhle nur auf die Wand und damit nur die Schatten sehen können (Scheinwelt). Die wahre Welt liegt aber hinter der Wand, das sind die wahren Dinge, die Ideen. Nur kann der Mensch diese Ideen erst dann sehen, wenn er die Höhle verlässt. Die Seele des Menschen war einmal in der Ideenwelt (Seelenwanderung, Platon glaubte also damit an Wiedergeburt), deshalb kann sich der Mensch an die Ideen erinnern. Die oberste der Ideen ist aber die Idee des Guten, also die Idee davon, Gutes zu tun. Das nächste Mal solltest du aber die Frage etwas spezifischer formulieren. Platons Philosophie ist sehr breit und so können dir die anderen Nutzer auch besser helfen.

Also, ich würde Dir ja gerne helfen, aber Deine Frage ist sehr allgemein...

Du kannst Dir wohl vorstellen, dass es nicht möglich ist, hier bei gutefrage mal eben Platons Philosophie zu erklären. Andere Leute haben darüber ganze Bücher geschrieben....

Am bekannsten ist von Platon die Ideenlehre. Das ist eine Theorie darüber, wie Erkenntnis funktioniert, dass wir nämlich angeborene Ideen haben, z.B. vom Menschen, und Menschen dadurch erkennen, dass wir sie mit diesen Ideen vergleichen. Da gibt es z.B. das berühmte Höhlengleichnis, wo er diese Theorie veranschaulicht.

Ich sagte, dass Platon sehr bekannt für diese Lehre ist, tatsächlich ist aber gar nicht wirklich klar, ob er sie überhaupt vertreten hat, denn in seinem Dialog "Parmenides" gibt es eine ganze Reihe Einwände gegen die Ideenlehre. Platon hat sich oft des Stilmittels der Ironie bedient, daher ist oft nicht klar, was er nun erst meint und was ironisch.

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