Die Unterschiede zwischen Platons Höhlengleichnis und Matrix

3 Antworten

Eine ziemlich interessante Aufgabe - Lehramt anscheinend doch nicht mehr so spießig unterwegs.

Bei deinem 3. Punkt ging mir durch den Kopf, dass das eher ne Gemeinsamkeit ist, da die Tätigkeit (Einwirkung von außen) die Gleiche ist, spielt es da eine Rolle ob Mensch, oder Maschine?

Die Schatten in der Höhle sind wenigstens Abbilder der Wirklichkeit, die Matrixwelt ist komplett künstlich.

Coole Aufgaben habt ihr in der Schule!!! Ich hab grad mal drüber nachgedacht und mir ist noch ein Unterschied eingefallen: Bei Platon ist die angebliche "echte Welt" sehr beschränkt (die Schatten an der Wand, Stimmen) die Menschen können sich auch nicht frei bewegen, Bei Matrix, wird den Menschen eine komplett "freie" Welt vorgegaukelt. es scheint keine Grenzen zu geben. Wobei zu bedenken ist, dass sich die Menschen im Gleichnis nicht eingeengt fühlen, da sie nichts anderes kennen. Objektiv betrachtet, bietet die Matrix allerdings eine komplexere Illusion der Freiheit..

Ich hoffe ich konnte dir helfen :-)

Wem Philosophie liegt, dann schon :-D Aber an sich, hast du Recht, ist das Thema nicht schlecht. Die Menschen fühlen sich in Matrix doch auch nihct eingeengt, bis auf die einzelnen. Denn würden sie sich eingeengt fühlen, hätten sie doch alle schon versucht freizukommen. Da sie sich aber frei fühlen, und sie nicht wissen, dass das alles nicht real ist. Und Danke, du hast mir sehr weitergeholfen! :-)

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@Charlotte95

Dieses Beispiel wurde doch mit Cypher und dem Steak gut herausgearbeitet. Würden die Menschen überhaupt die reale Alternative vorziehen?

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Wie kann das rein materialistische Weltbild das Phänomen des Bewusstseins erklären?

Es wird bei den materialistischen Erklärungsversuchen immer wieder von einer "Emergenz" gesprochen, die irgendwie aus einer rein atomar/elektrischen Wechselwirkung - ohne jedwedes Bewusstsein - scheinbar aus dem Nichts ein komplexes Bewusstsein entstehen lässt, mit allen Sinnen und sogar komplexen, kaum in Worte zu kleidenden Emotionen, die wir während unseres Lebens erfahren!

Das Phänomen der Emergenz ist ein wahrlich faszinierendes, da es auf einfachsten Regeln basiert und daraus komplexe Ergebnisse schafft - doch stets begründet auf etwas, das schon in primitiver Form vorhanden ist. Es bildet etwas, das (scheinbar) mehr ist als die Summe seiner Teile. Doch dieses "Mehr" ist schon als Information in dessen Bestandteilen enthalten, auch wenn wir es noch nicht erkennen können.

Da entsteht nicht einfach et

was aus dem Nichts. Wir sind nur mit unserem begrenzten Verstand nur nicht dazu in der Lage, die Komplexität des Zusammenspiels vorherzusehen.

Mit dem Bewusstsein verhält es sich diametral anders, denn die Elementarteilchen für sich genommen enthalten nicht die kleinste Spur von Bewusstsein, nicht einmal als Informations-Fragment, da kann logischerweise auch im Komplex nicht einfach 'Etwas' aus 'Nichts' entstehen, denn Multiplikationen mit 0 bleiben stets 0!

Das ist Fakt und da ändert auch keine noch so materialistische Ansicht etwas daran!

Ich will hier auch im Grunde niemanden von irgendwas "überzeugen", denn jeder soll glauben/nicht glauben, was er will.

Mich beschäftigt jedoch die Frage, wie Menschen mit Bewusstsein und Emotionen, an ein rein zufälliges Zusammenspiel von Atomen und Elektronen glauben können, dass aus der - per Definition - bewusstlosen Materie, angeblich auf einmal deren ureigenes Ich-Gefühl entstehen lässt...

Das ist eine rein philosophische Frage, vollkommen unabhängig von persönlichem Glauben/Religion, - also bitte auch auf eben jener Ebene antworten & argumentieren.

Ich freue mich über jede Antwort! :-)

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