Platons Ideenlehre leicht erklären

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Platons Ideenlehre ist in seiner Philosophie zentral. Daher sollte sie in einem allgemeinen Referat über Platon vorkommen.

Eine kurze, rasche Erklärung ist schwierig, weil der Ansatz zwar eine einzige grundlegende Herangehensweise ist, aber anspruchsvolle Gedanken enthält.

Von Aussagen, wir sollten uns nach Platon alles vorstellen und alles existiere, was denken und vorstellen kann, aber nichts anderes und also existiere nur der Mensch, rate ich dringend ab. Sie sind falsch und verwirrend.

Ich schlage vor, auf die Unterscheidung von zwei Bereichen und die Erklärung ihres Zusammenhangs hinzuweisen, anzugeben, was eine Idee ist, und sie anhand von ein paar Beispielen dem Einzelding entgegenzustellen.

Platon unterscheidet einen Bereich für das Denken einsehbarer, geistig erfaßbarer Dinge – dies ist der Bereich der Ideen und an ihrer Spitze steht die Idee des Guten – von einem Bereich der Erscheinung, durch die Sinne wahrgenommener Dinge, ein Bereich des Werdens und Vergehens (vergänglich).

Nach der Lehre Platons sind die Ideen wirklich/wahrhaft Seiendes, etwas in sich selbst Gleiches. Ideen sind zeitunabhängig, unkörperlich, unwandelbar. Eine Idee (von Platon (ἰδέα oder εἶδος genannt) ist etwas Bestimmtes (nämlich rein die Sache selbst), das besondere und in sich selbst immer gleiche Wesen einer Sache.

Einzeldinge haben an Ideen Anteil und sind erst von daher voll erkennbar. Eine einzelne gerechte Handlung oder gerechte innere Einstellung kann als gerecht nur erkannt werden, wenn schon etwas Allgemeines geistig erfaßt worden ist, nämlich die Idee des Gerechten. Wenn von einem Kuchen alle eingeladenen Gäste ein gleich großes Stück bekommen und niemand unfreiwillig leer ausgeht, könnte z. B. diese Verteilung als gerecht beurteilt werden, weil ein allgemeines Prinzip dabei als Maßstab zugrundegelegt wird (jeder bekommt das Seine) und dies ist etwas, das Platon Idee nennt. In den Einzelfällen ist bei allen jeweiligen Unterschieden im Einzelnen etwas gemeinsam, das Gerechte selbst. Die Idee ist im Verhältnis zu den Einzeldingen, die an ihr teilhaben, eine übergeordnete Stufe/Ebene.

Einzeldinge sind teils Idee, teils Nicht-Idee (etwas, das nicht dem Wesen nach notwendig zu dem bestimmten Etwas, welches die Idee ist, gehört). Bei Stühlen kann die Form (z. B. mit oder ohne Armlehnen), das Material (z. B. Holz oder Metall) oder die Farbe (z. B. braun oder weiß) unterschiedlich sein. Es gibt aber etwas Gemeinsames, in diesem Fall ist die Funktion wesentlich (etwas zum Daraufsitzen), und dieses, wovon alle einzelnen Stühle bestimmt sind, ist die Idee des Stuhles.

Ohne Ideen gibt es nach Platons Lehre kein Wissen, keine Erklärung der Wirklichkeit und kein begründbares moralisches Handeln. Das Denken kann nur etwas erfassen, das etwas Bestimmtes ist.

der philosoph sokrates war sein vorheriger Lehrer. Er selbst nahm den kampf gegen den ethischen relativismus auf. hierbei stellte er auch vor seinen mitmenschen die ethischen werte infrage, wobei er ziemlich auch viele feinde stoßte. dennoch blieben vieler solcher fragen unbeantwortet und sein schüler platon versuchte diese fragen zu beantworten. Aber entwickelte zudem eine ideenlehre, der beinhaltet, alles das was wir sehen und nicht denken kann, zb. stuhl, tisch, gar nicht existiert. Also im endeffekt sollen wir uns nach seiner logik uns alles vorstellen und jeder der denken kann, also nur der mensch, der existiert wirklich.

xKekseFTW 05.12.2013, 19:11

würde eigentlich für ein referat, das max 10min dauern soll, reichen, wenn ich nur den idealen staat erkläre?

0
Ulaalaa 05.12.2013, 19:16
@xKekseFTW

Zum einen würde ich wie du bereits gesagt hast, mit dem staat erklären, und zum anderen würde ich noch das mit einbringen, was ich dir grad gesagt habe, weil meins noch auf die gesellschaft mit einbezieht zum teil, das sich menschen damals (zum teil auch heute) sich viel besser als tiere angesehen haben .. nur so als tipp :D

0
xKekseFTW 05.12.2013, 19:18
@Ulaalaa

Habe ich das richtig verstanden, dass nach seiner logik alles existiert, was denken und vorstellen kann.

0

Was möchtest Du wissen?