Frettchen & Katzen in einer Wohnung halten?

6 Antworten

Moin moin,

also generell kann das gut klappen mit Frettchen und Katzen, es kommt aber ganz auf die Katzen an.

Ich habe Frettchen und Katze gesehen die nebeneinander her lebten und sich großteils ignorieren, ich habe Katzen gesehen, die Frettchen sofort als Beute sehen und angreifen wollen, welche die nur neugierig beobachtet haben, und ebenso welche die begeistert zusammen gespielt haben.

Der Geruch von  kastrierten Frettchen ist ein anderer als der von Nagetieren, allerdings keinesfalls schlimmer als unkastrierte Rattenböcke, hatte früher auch Ratten, und deren Geruch ist definitiv strenger und hmm naja beißender als der von Frettchen. Allerdings MUSST du die Frettchen unbedingt kastrieren lassen, denn unkastrierte Rüden sind wirklich nicht zu ertragen (wie ne Mischung aus Faulem Obst + Toter Waschbär) und Fähen können sterben wenn sie nicht kastriert werden (Dauerranz -> Östrogenvergiftung).  

Generell solltest du dir als Anfänger ältere Tiere holen, Welpen sind einfach zu krass für den Anfang, da kann man ohne Erfahrung zu viel falsch machen. Außerdem könntest du dann gleich welche nehmen, die bereits Katzenkompatibel sind, die Frettchenhilfen kennen ihre Schützlinge meist ziemlich gut. (Die wahrscheinlichkeit Frettchen zu finden die Katzen bereits kennen ist viel größer als umgekehrt)

Zusammen länger allein lassen würde ich sie dennoch nicht, da Frettchen wirklich extrem aufdringlich sind, und die Katzen bräuchten definitiv höhergelegene „Ruhezonen“ (Frettchen sind keine allzu großen Hochspringer) um sich zurückziehen zu können wenn die Frettchen sie zu sehr nerven.

Von der Haltung her wäre es allerdings vielleicht echt am besten, wenn die sich auf dein Zimmer beschränkt, gerade bei freier Haltung. Ich selbst lebe in einer 1-Raum Wohnung und halte die Monster frei in Wohn/Schlafzimmer, das reicht ihnen allemal. Warum das besser wäre, gerade in einer WG, hat mehrere Gründe:

  • Es darf nichts rumstehen, was kaputt gehen könnte, (Manche Frettchen zerbeißen sogar PET Flaschen) und die Möbel müssen so gewählt sein, das Frettchen nicht hoch klettern und abstürzen könnten. Ein Bücherregal kann zur Todesfalle werden, wenn oben eins Bücher rauswirft, und unten eins neugierig hoch guckt. Frettchen sind bei ihren Ausflügen wesentlich ungeschickter als Katzen. Eine Katze läuft über ein Regal und weicht jeder Deko aus, ein Frettchen schiebt sie einfach aus dem Weg, gern über den Rand nach unten. Vorsicht auch bei Multifunktionsmöbeln wie Kipp oder Schlafsofas: Frettchen krabbeln gern ins Innere, Verletzungsgefahr!
  • Keine Stoffe in Reichweite, an denen sie hängen bleiben könnten, also kein Frottee, keine Spitzenvorhänge keine grob gewebten Stoffe usw.  
  • es dürfen keine erreichbaren Pflanzen vorhanden sein, sie werden gnadenlos ausgebuddelt und durch die Wohnung geschleift /Umgeworfen / Komplett zerpflückt.
  • in jedem Raum zu dem sie Zugang haben müssen MEHRERE Katzenklos vorhanden sein. Ich habe allein in dem einen Raum 4 Stück, bei zur Zeit 2 Frettchen, und die sind auch nötig. Frettchen können nicht lange einhalten, und wenn das nächste Klo weiter als ein paar Meter weg ist, machen sie in die nächste Ecke/an die nächste Wand. Außerdem muss jeder Schrank und jede Schublade gesichert werden, ich habe das mit Klebe Klettband gemacht. (Kindersicherungen taugen nichts, da man bei allen Systemen die Tür wenige Zentimeter öffnen kann, um zu entriegeln, und das reicht Frettchen zum durchschlüpfen…) Ansonsten werden sie geöffnet und gnadenlos ausgeräumt.
  • Frettchen und Küchen sind noch ein spezielles Problem, (sofern man keine ultra moderne ultra Küche ohne Ritzen und Lücken hat): Sie lernen schnell wie Schubladen und Schränke zu öffnen sind, und räumen dann alles aus, mit Vorliebe auch den Mülleimer. Alles was essbar ist, wird probiert oder gebunkert, auch wenn sie es gar nicht mögen. Das Katzenfutter wäre auch nicht mehr sicher.
  • Auch im Flur muss man aufpassen, da sie gern Schuhe klauen, die Einlegesohlen aus Schuhen verstecken, oder sich in Taschen schlafen legen. Da hätten deine Mitbewohner sicher keine Freude dran, ständig ihr Zeug zu suchen, oder wenn sie erst unterwegs feststellen das da ein Frettchen in ihrer Tasche pennt…(Manche pennen so fest, die werden davon nicht wach das man sie rumträgt) Außerdem muss man immer wenn die Wohnungstür geöffnet ist aufpassen das keiner abhaut, oder eingeklemmt wird, was bei minimum 2 Frettchen nicht gerade einfach ist, vor allem wenn man selbst raus will.

Könnte noch viel viel mehr aufzählen, denke aber das reicht um klar zu machen was ich meine, oder?

Allerdings musst du bei freier Wohnungshaltung auch zwingend dein Bett absichern, das sie da nicht reinkommen wenn du nicht willst, denn viele (fast alle) Frettchen lieben es in Füße zu beißen, und viele beißen auch gern in Nasen & Oren wenn sie dran kommen. Ich habe daher ein Hochbett, da jedes Frettchen anders ist.

Als Absperrung zum Flur hab ich einfach ein Holzbrett, auf das ich oben ein Stück leere Teppichrolle gesteckt habe. So muss die Barriere nicht so hoch sein (50cm) und trotzdem kommen sie nicht drüber, weil es keine Kante zum fest halten & hoch ziehen gibt.

Mit dem Futter verschleppen, das werden sie immer machen, das liegt in ihrer Natur, daher bekommen sie bei mir ihr Fleisch aus der Hand gefüttert, und sobald sie mit einem Stück abhauen wollen (=bunkern) mach ich pause und den Rest gibt’s dann später. So verschleppen sie nur das Trockenfutter, und das fressen sie sich dann gegenseitig aus den Verstecken wieder weg ;) Ganze Tiere gibt’s unten im Hof, weil ich die Sauerei nicht in der Wohnung haben mag, so ein zerrissenes Küken macht echt Sauerei.

Ach und wegen der Größe: Es gibt zwar Frettchen die so groß wie Katzen werden, die meisten werden aber nicht so groß, und wiegen deutlich unter 2kg)

Wenn du noch Fragen hast, einfach melden, hoffe ich hab an alles gedacht ^^

LG

Deamonia

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich hatte 7 Frettchen, Elterntiere und kleine Babys. Sind tolle Tiere, würde ich mir auch immer wieder zulegen. ^^

Frettchen haben einen eigenen Geruch. Da gewöhnt man sich aber mit der Zeit dran. Was niemals getan werden darf, ist, Frettchen zu baden oder zu duschen. Den Eigengeruch sollte man, wie auch bei Hunden und Katzen, auf keinen Fall abwaschen. Der ist für die Kommunikation untereinander sehr wichtig.

Man kann aber durchaus ein kleines Planschbecken mit Wasser aufstellen. Darüber freuen die sich wie blöde.

Andere Tiere mit Frettchen alleine zu lassen, kann schnell schiefgehen. Und dabei sind es nicht die Frettchen, die was zu befürchten haben. Frettchen sind Raubtiere, noch mehr, wie Katzen. Es kann also durchaus passieren, das die Katzen hin und wieder gezwickt oder gar attackiert wird.

Daher würde ich zu jungen Frettchen raten, die dann damit aufwachsen können.

Wenn keiner Zuhause ist, müssen die Frettchen in ein für sie vorgesehenes Zimmer oder in einen Auslauf, der ausbruchsicher ist. Frei in der Wohnung sollten sie nicht alleine bleiben!

Es muss dann auch alles gesichert werden. Kabel, Steckdosen, etc. alles was man als Frettchen gerne anfressen oder dran rumreißen würde. Sie unterscheiden sich nicht groß von Iltis oder Marder, was die Instinkte angeht.

Wenn sie auf das Katzenklo gehen sollen, müssen mindestens 3 Klos in der Wohnung stehen. Frettchen und Katzen sollte im besten Fall nicht das gleiche Klo benutzen! Die Katze braucht ein separates Klo. Gefressen wird auch nicht nebeneinander.

Das Frettchen auch frisches Fleisch brauchen, weißt Du? Tote Kücken sind z.B sehr begehrt.

http://grazerfrettchen.info/?page_id=202

https://etnev.de/tierschutz/artgerechte-tierhaltung/frettchen-haltung

https://www.frettchenfreunde.info/allgemeines/das-frettchen/

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Und was ich gerne anmerken möchte: Katzen sind auch keine Einzelgänger. Es sollten, gerade bei Wohnungskatzen, mindestens zwei sein. Es sind sehr gesellige Tiere, die ohne Artgenossen niemanden haben, mit dem sie sich "verständigen" können. Sowas führt so Verhaltensstörungen & Vereinsamung. Sowas wie Ersatztier oder Ersatzmensch gibt es nicht.

http://www.artgerechtes-katzenleben.de/

https://www.katzen-fieber.de/

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Das ist schonmal hilfreich, dann werd ich den Tieren wohl wenn ich mal fort bin nur mein Zimmer anbieten können, sollte aber groß genug sein. In dem Fall würde ich dann denke ich nen offenen Käfig mit rein stellen damit sie sich zurück ziehen können.

Das mit den Futtertieren war mir bis vor ein paar Tagen tatsächlich noch nicht so klar, werde mich daran wohl gewöhnen müssen ein paar Tiere auf dem Gewissen zu haben. Ist das wirklich unerlässlich Ihnen auch lebendfutter zu geben ? Dachte lange Frischfleisch reicht aus.

Und das Katzen Artgenossen brauchen weiß ich selbst auch, um diese Anschaffung kümmert sich aber mein Mitbewohner und nicht ich. Ich werd ihm aber ausrichten das zwei Katzen besser sind:)

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@MrFLuXuRY

Die Futtertiere können ruhig schon tot sein. Musst keine lebenden Tiere geben. Ist auch fraglich, ob sie die dann überhaupt selber töten. Haustiere sind da nicht immer so, wie die wilden Artgenossen.
Es kann auch sein, dass die Frettchen das gar nicht nehmen. Einfach mal testen.

Frischfleisch reicht im Grunde, aber bei "Lebendfutter" geht es auch um die Innereien, Knochen, etc. Ist halt noch wieder was andere.

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@MrFLuXuRY

Lebendfutter darfst du ihnen gar nicht geben, vom Gesetz her ;)

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@Donut26

Frettchen haben keine "Wilden Artgenossen", höchstens Wilde Verwandte ;)

Es ist allerdings eh verboten lebende Wirbeltiere zu verfüttern. Ausnahmen sind einige Schlangen, die nur Lebendfutter akzeptieren

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Du meinst wohl eher 3 Katzenklos pro raum in dem sie sind ;)

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Moin

Fangen wir doch erstmal mit den Grundlagen an.

Es klingt, als stünde die Wohnung schon fest. Ist der Vermieter überhaupt einverstanden mit der Haltung von 2 Katzen (eine allein ist Tierquälerei!) und 2 Frettchen??? Das stelle ich mir sehr schwer vor, dafür das OK zu bekommen

WG klingt ein bisschen nach Studis. Wie sehen deine Finanzen aus? Wieviel Geld hättest du monatlich für die Tiere zur Verfügung?

Sind deine Mitbewohner beide mit Frettchen, die frei in der Wohnung leben einverstanden?? So einfach "dann müssen die eben ihre Tür zulassen" ist das nicht. Die kleinen sind wieselflink und schnell mal in Räumen, in die sie nicht sollen. Auch haben deine Mitbewohner ihre Sachen auch im Wohnzimmer und in der Küche. Und Frettchen wissen nicht immer, woran sie rumkauen dürfen und woran nicht. Gerade Tiere in der Küche ist für viele ein NoGo

Solange diese Punkte nicht definitiv sicher sind, braucht man sich über den Rest gar nicht erst Gedanken machen.

Ich weiß nicht, was deine WG-Genossen dazu sagen. Die müssen damit leben, dass immer irgendwelche Viecher durch die Tür gehuscht kommen und sie praktisch nie die Tür abschließen können. Könnte ja sein, dass ein Frettchen oder Kätzchen sich unterm Bett eingenistet hat.

Ich habe schon in WGs mit Katzen gelebt, aber es müssen eben alle einverstanden sein.

Nimm aber bitte zwei Katzen. Die brauchen Artgenossen um sich. Frettchen genauso. Wenn alle Tiere noch jung sind, wird die Verständigung schon klappen. Nur ist das Problem eben, dass du noch nie Frettchen hattest und mit der Aufzucht von Jungtieren vermutlich überfordert bist.

Man kann sich auch ältere Frettchen suchen, die bereits Katzenkompatibel sind ;)

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ich hab auch schon mehrfach gehört, dass die sehr stinken

du kannst die eigentlich nicht mit der katze unbeaufsichtigt lassen, das ist nie 100%ig

das braucht immer aufsicht

und ich möchte nicht der vermieter sein^^

ist das wirklich so bedenklich Katzen und Frettchen unbeaufsichtigt zu lassen ? Bin davon ausgegangen das sobald sich die Tiere mögen da eigentlich kein Risiko sein sollte, die würden sich ja gegenseitig in dem Fall auch als Mitbewohner/Familie/Freund kennengelernt haben. Hab auch gehört das wenn überhaupt die Frettchen gefährlich für die Katze werden könnten, weil Katzen ja nicht so schnell wachsen und eine junge Katze recht wenig gegen 2 Frettchen tun kann. Geh aber eigentlich nicht davon aus das es soweit kommt :o

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@MrFLuXuRY

ja, ich denke, 2 frettchen auch gegen eine erwachsene katze, wäre spannend

das ist niemals 100%, es sind tiere, keine menschen

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@Tarasque

Hast recht, wobei Menschen auch nur Tiere sind, gibt bestimmt auch von uns welche die aufgrund schlechter Laune mal Freunde und Familie anfallen :D

nun gut aber dazu könnte ich dann vielleicht einfach einen offenen Käfig in mein Zimmer stellen & die Frettchen da rumtoben lassen wenn ich in der Schule / Arbeit / sonst wo bin ? Wäre natürlich ein selbst gebauter, sogar Ratten sind zu anspruchsvoll für die meisten käuflichen Käfige

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@MrFLuXuRY

Hier wäre ein Hochbett praktisch: Hast Nachts deine Ruhe, und unter dem Hochbett kann ein "Gehege" eingerichtet werden.

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