Frau muss Jungfrau bleiben, Mann darf alles machen wo ist die Logik?

39 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Entstehungsgeschichte des Jungfräulichkeitswahn hatten wir ja schon bei Deiner vorangegangenen Frage kürzlich.

Warum Männer in den meisten Kulturen bezüglich vorehelichem Sex mehr Freiheiten haben (bzw. sich nehmen) als Frauen?

Ganz einfach:

Bei einem Mann muss man sich auf sein Wort verlassen - es kann nachträglich nicht festgestellt werden, ob er bereits Sex hatte oder nicht. Bei der Frau ist dagegen ein intaktes Jungfernhäutchen ein Zeichen dafür, dass sie noch keinen vaginalen Sex hatte. Dass das Hymen auch auf anderem Wege zu Schaden gekommen sein kann und Sex auch mit anderen Körperöffnungen möglich ist, ist ein anderes Thema - aber eine bestehende Schwangerschaft ist dann zumindest unwahrscheinlich.

Die zwei großen Ängste der Männer aus diesem Umfeld sind, dass die Frau von einem anderen schwanger sein könnte und dass der Mann beim direkten Vergleich schlecht abscheiden könnte. Beides lässt sich durch eine rigorose Bevormundung und Kontrolle der Frau weitgehend verhindern. Auch das Drohungsszenario von "Schande der Familie", "Verstossung", "ewiger Verdammnis" und "Ehrenmord" trägt dann dazu bei, dass die Frauen sich fügen. Dies hat weder mit LOGIG noch mit GERECHTIGKEIT zu tun, sondern mit dem "Recht des Stärkeren".

Das Ganze basiert auf einer entsprechenden Erziehung und Prägung der Geschlechter und wer schon als Junge so aufgezogen wurde, für den ist es selbstverständlich und normal auf das weibliche Geschlecht im Allgemeinen und Frauen, die sich nicht in die ihnen zugewiesene Rolle fügen wollen im Besonderen, herabzusehen. Mädchen, denen schon von Kindesbeinen an beigebracht wird, sie hätten sich dem Mann (Vater, Brüder, Ehemann...) zu fügen und seien als dessen Eigentum zu betrachten, begehren oft nicht dagegen auf, da sie fürchten den Rückhalt der Familie zu verlieren.

In Gesellschaften, die Mehrheitlich von diesen Gebräuchen - die ihre Rechtfertigung dann auch noch durch ein uraltes Märchenbuch belegen - geprägt sind, ist es Frauen dann auch fast unmöglich ein selbstbestimmtes Leben zu führen. In unserer Gesellschaft dagegen hat jeder Mann und jede Frau das Anrecht darauf ein freies, selbstbestimmtes Leben zu führen. Dies schließt das Recht ein den Partner selbst zu wählen, Sex unabhängig vom Trauschein zu haben, eine Familie zu gründen oder es bleiben zu lassen, Kinder in die Welt zu setzen oder auch nicht, einen selbst gewählten Beruf zu ergreifen und sich soviel Bildung anzueignen, wie dafür ggf. notwendig ist.

Von der durchschnittlichen Lebensspanne eines Menschen verbringen wir die ersten 18-20 Jahre meist zuwangsläufig unter dem Einfluss der Eltern, ob man die restlichen 50-70 Jahre dann nach dem Willen der Eltern lebt, mit einem Partner, den man nicht mag oder einem Beruf, den man hasst, ist davon abhängig, ob man bereit ist die Konsequenzen seiner Entscheidungen zu tragen. Dies ist anfangs nicht immer leicht - zahlt sich aber auf lange Sicht aus!

Im Alter von 18 Jahren habe ich meinen Eltern (von denen ich allerdings auch keine Morddrohungen erhalten hatte) gesagt, wenn sie mich vor die Entscheidung stellen würden, zwischen ihnen und meiner Partnerin zu wählen, dann würde ich mich für meine Partnerin entscheiden. Damit war das Herumgemäkel an ihr ab sofort beendet - und ich bin immer noch mit meiner damaligen Freundin, meiner heutigen Frau zusammen!

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

Woher ich das weiß:Beruf – Langjährige Tätigkeit als Life-Coach und Fachbuch-Autor

Warum geben die "Pfeil-runter"-Verteiler nicht mal ihren Senf dazu und sagen mal, was sie an der Antwort stört?

8
@TrudiMeier

Das war ja nur einer bisher - und seit wann haben "Märchenbuch-auswendig-Lerner" denn etwas tragfähiges zu einer Diskussion beizutragen? ;-)

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

4
@RFahren

Ja - einer. Dann ist das der gleiche, der bei anderen Fragen auch kommentarlos den Pfeil nach unten vergibt?

2

Die Vorstellung, dass der Hymen bei einem ersten Geschlechtsverkehr (Defloration) einreißt, ist nicht zutreffend.[2] Die Mehrheit aller Frauen hat beim ersten Geschlechtsverkehr auch keine Blutungen.[3]
Insofern ist eine Verletzung des Hymens keine notwendige Folge eines
(ersten) Geschlechtsverkehrs, und die Form des Hymens kein Nachweis für Jungfräulichkeit.[4]


Der Hymen kann auch durch körperliche Ereignisse oder sportliche Betätigungen wie Radfahren, Gymnastik, Spagat, durch Stürze oder durch die Verwendung von Tampons bei der Menstruation nicht reißen. [...]


Dennoch dienen Gutachten über das Hymen vor deutschen Gerichten nach wie vor als Beweismittel (Stand 2012). Nach Ansicht der Gerichtsmedizinerin Anette Solveig Debertin von der Medizinischen Hochschule Hannover
kommt es zu häufigen Fehlbeurteilungen: Seit 1999 widersprach sie in
mehr als 50 % der Fälle dem Erstgutachten in einem Gerichtsverfahren;
als Grund dafür nennt sie: Die meisten Ärzte wissen nicht genau, wie variabel ein Hymen aussehen kann. Daher werde die Bedeutung des Vaginalsaums zur Aufklärung von Sexualstraftaten stark überschätzt.[2]

aus https://de.wikipedia.org/wiki/Hymen

0
@MeliS1998

Jaaaa - und was willst Du uns mit diesen unkommentierten Zitaten sagen? Ich schrieb ja bereits, dass ein intaktes Hymen ein ZEICHEN dafür ist, dass eine Frau noch keinen vaginalen Sex hatte - ein BEWEIS ist es noch lange nicht. Wenn Dein Ansinnen war diese Aussage zu untermauern, dann vielen Dank... .

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

2
@RFahren

Ich will damit sagen, dass die Form des Jungfernhäutchen noch nicht einmal ein Zeichen für Jungfräulichkeit ist.

0
@MeliS1998

Dann sind wir uns ja einig!

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

0

denke das regeln immer durch die Menschen erst wichtig werden, die dich umgeben. wenn dein Freundeskreis z.b. rein zufällig alles leute sind, die sich für Tierschutz einsetzen, dann wird dir das auch mit der zeit wichtig.

in allen Gesellschaften, die ich kenne, gibt es die Tendenz andere zu belehren wie sie zu leben haben; besser wäre aber einfach ein Vorbild ohne viele Worte zu sein. Ich finde auch, dass man nicht jedes Thema, das gerade durch die Presse geht immer und immer wieder aufgewärmt werden muss. Dein Thema ist z.B. auch so eines. Jungs und Mädchen sind eben anders und werden anders behandelt.

Mädchen sind in unserer Gesellschaft eben etwas ganz besonderes was geschützt werden muss. Letztlich ist das noch ein Überbleibsel aus irgend welchen Kriegen, die in unserer Region geführt wurden. Kinder und Frauen müssen geschützt werden, vor den bösen fremden Männern.

Man nennt das auch den Beschützerinstinkt. Ich als Mann fühle mich jedenfalls nicht wohl, wenn ich mit einer Freundin auf eine Party gehe, sie dort jemanden ganz neu kennenlernt und sie mit ihm "nach Hause geht". - Da bin ich einfach misstrauisch erzogen worden. Denn nicht hinter jedem lächelnden Menschen steckt auch ein freundlicher Geist.

Ich würde sie deshalb trotzdem nicht aufhalten, aber ich würde mit ihr entweder darüber reden oder sie einfach nicht mehr bei sowas begleiten. Denn ich möchte ja auch entspannt auf eine Party gehen können, ohne mir Sorgen über eine Freundin machen zu müssen. - Andere nennen das übrigens Eifersucht - ich bin aber nicht eifersüchtig sondern besorgt, dass der Typ sich nicht als so nett herausstellt wie er am Anfang erschien.

Übrigens für die Leute, die sagen, dass ich damit ALLE Männer zu potentiellen Tätern machen würde - nein. Es geht darum, dass meiner Meinung nach eine Frau einfach vorsichtig sein sollte, mit wem sie nach Hause geht. Denn die Folgen haben Ihre Freunde, Ihre Familie und auch Sie zu tragen. Und das ist dann nicht fair.

Hi,
ich wollte nicht direkt auf deine Frage eingehen. Da gibt es schon gute Antworten.
Vielleicht könntest du dir Gedanken machen, wie sich unsere Gesellschaft historisch entwickelt hat. Alleine auf Deutschland bezogen.
Es gab ähnliche Stukturen, in der die Frauen unterdrück wurden. Aber auch hinsichtlich anderer "Dinge" wie beispielsweise der Demokratie.
Es ist einfach schwer nachvollziebar für uns, wieso auch früher Menschen so unterdrück werden konnten.

Unsere Gesellschaft entwickelt sich stetig weiter, meiner Meinung in eine positive Richtung. Auch in anderen Kulturkreisen.
In 200 Jahren werden die Menschen unsere gesellschaftlichen Stukturen auch schwer nachvollziehen können und kritisieren...

LG :)

Wenn wir vom Islam reden, dann müssen wir den Koran anschauen! Und da steht nichts, absolut nichts, nach dem Motto: "Männer dürfen alles, Frauen aber nichts."

Nein. Weder Mann noch Frau dürfen vor der Ehe islamisch gesehen kein Sex haben.

Und in der Öffentlichkeit, ob vor der Ehe oder nach der Ehe, ob Mann oder Frau, sollen sie die Blicke senken, d.h. nicht begierlich an das andere Geschlecht anstarren, und wenn man etwas Dekolteehaftes sehen sollte, dann die Blicke senken/weggucken und ebenfalls dafür sorgen, in der Öffentlichkeit, mit dem Aussehen etc. nicht die Reize des anderen Geschlechts nicht zu erregen. 

Sprich zu den gläubigen Männern, daß sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen. Das ist reiner für sie. Wahrlich, Allah ist dessen, was sie tun, recht wohl kundig.
Und sprich zu den gläubigen Frauen, daß sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen -... 24:30-31

Und eine ganz kleine, aber wichtige Anmerkung: 

Wenn wir die Abfolge der Verse anschauen, dann werden zuerst die Männer angesprochen, dass sie ihre Blicke senken sollen. ;)

Wenn wir vom Islam reden, dann müssen wir den Koran anschauen!

Wenn wir vom Islam reden, dann müssen wir uns anschauen wie der Islam tatsächlich gelebt wird. 

5
@Tuehpi

Nein. Jeder trägt die Verantwortung für seine Taten. Wenn manche Muslime Fehler begehen, so ist dies nicht der Fehler des Islam, sondern der Fehler der Muslime, die den Fehler begangen haben.

2
@DerMann123123

Wenn manche Muslime Fehler begehen,

Manche? Alle jungen Muslime mit denen ich über das Thema gesprochen habe geben an Verkehr zu haben und erwarten nach eigenen Worten dass die Frau Jungfrau ist. 

1
@DerMann123123

Ja, irgendwo magst du damit ja durchaus recht haben.

Problem ist, der Islam wird von der gesamten Weltöffentlichkeit NICHT danach beurteilt was möglicherweise im Koran steht oder nicht. Er wird danach beurteilt was manche deiner Glaubensbrüder im Namen des Islam tun. 

Und das weder Mann noch Frau ihre Sexualität ausleben dürfen wie es ihnen zusteht ist auch nicht besser. 

1
@Tuehpi

Tuehpi, stell dir ein mega neues Auto vor, welches mit allem möglichen Zeugs ausgestattet ist, zB automatische Bremse bei Gefahr, Airbag, Parkhilfe, Kameras etc etc...

Nun wenn jetzt der Fahrer ein mega vollid*ot ist, ist denn das Auto daran schuld oder der Fahrer :) ?

Genau so ist es auch im Islam, solche Leute die den Quran nicht so praktizieren sind einfach nur noch Heuchler, sie denken Frauen haben keine Rechte, dafür ist die Frau im Islam die aller wertvollste Person in der Familie, vor allem als Mutter.

0
@Ertugrul97

aber wir müssen mit der Praxis leben. Alle jungen Muslime mit denen ich über das Thema gesprochen habe geben an Verkehr zu haben und erwarten nach eigenen Worten dass die Frau Jungfrau ist.

0
@kami1a, UserMod Light

kami1a, solche Leute werden einer der schlimmsten Strafen nach dem Tod erleben, nein wir Muslime halten uns nicht an die Praxis, sondern Quran und Sunna, Allah hat uns gesagt was zu tun ist und wer das nicht einhaltet ist selber schuld, auf Allah hören die Muslime und nicht auf einen muslim, der selbst ein Heuchler ist und selber alle Frauen vögelt.

0
@kami1a, UserMod Light

Wiederum sind das Taten der (manchen) Muslime. Der Islam sagt das Gegenteil. Wenn der Islam sagen würde, "Frauen sollen Jungfrau bleiben, Männer dürfen Sex haben". Dann hätten Sie Recht gehabt. Weil das der Islam aber nicht sagt, ist es falsch, den Islam und manche Muslime in einen Topf zu werfen.

Das ist so: Wenn ein Christ einen Menschen ermordet. Ist dann das Christentum schuld oder derjenige, der die Ermorderung durchgeführt hat? ;)

1
@DerMann123123

Wenn ein Christ einen Menschen ermordet. Ist dann das Christentum schuld oder derjenige, der die Ermorderung durchgeführt hat? ;)

Der Mensch ist schuld, genau so wie der Mensch schuld ist wenn ein Muslim jemanden ermordet. 

Wenn jedoch eine Organisation die sich "Islamischer Staat" nennt nunmehr etwa 13 Jahre durch die halbe Welt marodiert und dabei direkt oder indirekt zehntausende tote zu verantworten hat, und das durch die Lehren des Koran bzw. des Hadith rechtfertigt hat das eine etwas andere Dimension. Von Al-Qaida und deren unzählige Splittergruppen fangen wir hier besser gar nicht erst an. Oder wenn in Staaten wie Saudi Arabien Menschen ausgepeitscht und/ oder hingerichtet werden weil sie sich vom Islam abwenden. Und das nur exemplarisch. Das sind Dinge die sich einfach nicht wegdiskutieren lassen. Auch wenn sich das möglicherweise so an hört, ich möchte den Islam keineswegs generell schlecht machen. Wenn jemand seinen Glauben lebt ohne dabei anderen Menschen zu schaden oder ungefragt Vorschriften zu machen, könnte mir das egaler nicht sein. Aber das ist leider nicht überall die Realität. 

Allein für die Dinge die ich hier geschrieben habe müsste ich in Saudi Arabien oder IS-Kontrolliertem Gebiet mit äußerst Unschönen Sanktionen rechnen. 

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/saudi-arabien-protest-gegen-peitschenhiebe-fuer-blogger-a-1012325.html

Und der Mann hat lediglich die Religionspolizei kritisiert... 

Es passieren viele furchtbare und äußerst Rückständige Dinge im Namen des Islam. Dort muss dann aufgeklärt und missioniert werden wie friedlich und gerecht der Islam doch eigentlich ist.

Und im Westen sollte man möglicherweise der ein oder anderen Großmacht beibringen die Finger aus Ländern und Angelegenheiten zu lassen die sie nichts angehen. Wenn die CIA in den 70er und 80er Jahren unter Führung Carters die Finger von Afghanistan und den Mudschahedin gelassen hätte (Ich beziehe mich hier hauptsächlich auf Operation Cyclone) dann sähe ein Großteil der Welt heute auch noch anders aus. Vielleicht. 

0
@Tuehpi

Nun und wieviele unschuldige Menschen wurden im Namen der Demokratie seitens der Westmächte getötet? 

Sie geben Al-Qaida als Beispiel an? Nun Al-Qaida, ist offiziell, ein Produkt der USA. Das hat USA zugegeben, dass sie al-Qaida in Afghanistan gegen die Russen gegründet haben.

Das sogenannte Auspeitschen gilt nur bei Unzucht( was von 4 Augenzeugen belegt werden muss) und gegen die, die den ehrbaren Frauen und Männer mit Unzucht betiteln aber keine 4 Zeugen bringen können(also Gerüchte und Verleumdungen verbreiten)  . Und wiederum das Auspeitschen ("dschelde") beschränkt sich auf "Haut", sodass die Hiebe nicht so stark sein dürfen und die Muskelschicht unter der Haut zerstören. Das ist eher eine psychologische Bestrafung, weil dies in der Öffentlichkeit durchgeführt wird, sodass die Schamgefühle der Unzuchtbegangenen erregt werden, und diese abscheuliche Tat nicht mehr begehen. Und dies gilt für Mann und Frau.

Zum Thema Hinrichtung: In den USA werden auch Menschen hingerichtet. Im Islam gibt es auch Hinrichtungen. Koranisch gesehen, gibt es Hinrichtungen, wenn einer einen Menschen absichtlich getötet hat. Die Hinrichtung aber MUSS von der Familie des Getöteten akzeptiert werden. Die Familie kann die Hinrichtung also auch ablehnen und den Mörder freisprechen. Und das soll auch die bessere Lösung sein. (so der Koran)

Im Koran steht ganz offen, dass es keinen Zwang in der Religion gibt.

Es gibt keinen Zwang im Glauben. Der richtige Weg ist nun klar erkennbar geworden gegenüber dem unrichtigen. Wer nun an die Götzen nicht glaubt, an Allah aber glaubt, der hat gewiß den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt. Und Allah ist Allhörend, Allwissend. 2:256

Und wie soll man diejenigen Ungläubige behandeln, die den Muslimen nichts antun?

Gott verbietet euch nicht, gegen diejenigen, die euch des Glaubens wegen nicht bekämpft und euch aus euren Häusern nicht vertrieben haben, gütig und gerecht zu sein. Gott liebt die Gerechten. 60:8

Zum Thema Hadithe:

Hadithe sind eher mündliche Übertragungen, die 200-300 Jahre später nach dem Tod von Muhammad(a.s) gesammelt und verschriftlicht wurden. Und in dieser Zeit gab es nur Chaos unter den Muslimen und sie in Gruppen aufgeteilt. Wiederum gab es Heuchler unter den Muslimen, die Hadithe absichtlich erfanden, um den Islam zu schaden...

Deswegen gibt es sehr viele Falsch-Hadithe. Das Buch des Islam ist der Koran. Man kann natürlich die Hadithbücher nicht außer Acht lassen. Aber alle Hadithe sind wahre Hadithe, die auch dem Koran passen. Es kann also nicht sein, dass der Koran über ein Thema eine Aussage macht, aber ein Hadith über das gleiche Thema eine andere Aussage macht. Das geht einfach nicht. Bei solchen Sachen muss man den Koran nehmen und den Hadith ablehnen. Denn wir wissen, sagt auch der Koran, dass Muhammad(a.s) stets nach dem Koran gelebt hat. 

Man muss also die Hadithsammlungen mit dem Koran filtern. Alles was dem Koran passt, zumindest nicht im Widerspruch steht, kann man als wahr erachten, und die Hadithe, die dem Koran im Widerspruch stehen nicht als wahr annehmen. Dann natürlich den Koran als wahr annehmen.

0
@DerMann123123

Das sogenannte Auspeitschen gilt nur bei Unzucht( was von 4 Augenzeugen belegt werden muss) 

Wie erklären sich dann die Fälle, bei denen Frauen, die vergewaltigt wurden, mit Auspeitschen für ihre "Unzucht" bestraft werden? Wenn der Vergewaltiger verheiratet ist, dann "begeht" das Opfer ja nach der (Un-)Rechtsauffassung der "wahren Gläubigen" Ehebruch?

Da bin ich aber froh, dass hierzulande die Rechtssprechung nicht auf tausend Jahre alten Märchenbüchern basiert!

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

0
@RFahren

So eine Regel ist mir im Koran nicht bekannt. Aber interessant sind diese Verse:

Und jene, die ihr von Rechts wegen besitzt - wenn welche von ihnen eine Freilassungsurkunde begehren, (so) stellt sie ihnen aus, falls ihr von ihnen Gutes wisset; und gebt ihnen von Allahs Reichtum, den Er euch gegeben hat. Und zwingt eure Sklavinnen nicht zur Prostitution, wenn sie ein ehrbares Leben führen wollen, nur um die Güter des irdischen Lebens zu erlangen. Werden sie aber (zur Prostitution) gezwungen, dann wird Allah gewiß nach ihrem erzwungenen Tun Allvergebend und Barmherzig (zu ihnen) sein. 24:33

Zwangsweise Prostution ist erstens also im Islam nicht erlaubt. Selbst WENN, dann wird Gott die Prostutieren vergeben, da sie durch Zwang dies getan haben. 

Also kann man auch davon ausgehen, dass bei Gott bei der Vergewaltigung (Sex durch Zwang) für die Frau keine Bestrafung zusteht. Im Gegenteil sie wird sich im Jüngsten Gericht mit den Vergewaltigern abrechnen.

Wiederum ist Vergewaltigung im Islam verboten. Sogar das begierliche Anschauen an das andere Geschlecht in der Öffentlichkeit wird verboten. Den Männern und Frauen. (Dies sagt auch die Bibel) 

Bevor Sie jetzt die Sache mit den "Sklavinnen" öffnen... bezieht sich auf den obengenannten Vers.

Das Hauptwort "kitab" ist in diesem Zusammenhang gleichbedeutend mit "kitaba" oder "mukataba" (wörtl.: "gegenseitige  Übereinkunft in Schriftform"), ein juristischer Begriff, der eine "Freiheitsurkunde" oder eine "Freilassungsurkunde" auf der  Grundlage einer Übereinkunft zwischen dem Sklaven bzw. der Sklavin und seinem bzw. ihrem Besitzer bedeutet,
dahingehend daß der Sklave seine Freiheit für eine angemessene Geldsumme erwirbt, die vor oder nach der
Freilassung in Raten bezahlt wird, oder auch dadurch, daß er bzw. sie seinem bzw. ihrem Besitzer klar festgelegte Dienst
leistet. Zu diesem Zweck ist der Sklave gesetzlich berechtigt, jede statthafte, gewinnbringende Arbeit anzunehmen oder die
notwendige Geldsumme auf jede andere erlaubte Weise (z.B. durch ein Darlehen oder ein Geschenk von einer dritten
Person) zu erlangen.

Angesichts der Befehlsform des Verbs "katibuhum" ("schreibt sie für sie") kann die Freilassungurkunde  vom Besitzer nicht verweigert weden, da die einzige Voraussetzung ein Nachweis - falls nötig durch einen mehrere  unvoreingenommene Vermitter zu erbringen - des guten Charakters des Sklaven und seiner Fähigkeit ist, seine  Vertragsverpflichtungen zu erfüllen. Die Bedingung, daß eine solche Freilassungsurkunde nicht verweigert werden darf,  und die Aufstellung präziser juristischer Anweisungen zu diesem Zweck zeigen klar an, daß das islamische Recht von Anfang an auf eine Abschaffung der Sklaverei als gesellschaftliche Institution abzielte und daß ihr Verbot in der Moderne nicht mehr als eine endgültige Verwirklichung dieses Ziels bedeutet. Muhammad Asad

Nach allen Autoritäten bezieht sich dies a) auf eine moralische Pflicht seitens des Besitzers, die Bemühungen des Sklaven bzw. der Sklavin zu befördern, die notwendigen Einkünfte zu erlangen, indem er ihm oder ihr hilft, einen unabhängigen wirtschaftlichen Stand zu erreichen, und/oder einen Teil der vereinbarten Entschädigung erläßt, und b) auf eine Verpflichtung der Staatskasse (bayt al-mal), das Befreien von Sklaven in
Übereinstimmung mit dem qur´anischen Prinzip - dargelegt in (Vers) 9:60 - zu finanzieren, daß die durch die zaka (Almosensteuer) genannte obligatorische Steuer erzielten Einnahmen unter anderen Zwecken "für das Befreien von Menschen aus Knechtschaft" in sura 2 zu verwenden sind. Daher geht Zamakhschari davon aus, daß der obige Satzteil nicht nur an Personen gerichtet ist, die Sklaven besitzen, sondern an die Gemeinschaft als Ganzes. Muhammad Asad

0
@RFahren

Wenn Muslime Fehler begehen und so ist das nicht der Fehler der Religion des Islam. Sie haben gesehen, der Islam sagt da etwas ganz anderes. 

0

Müssen tut man grundsätzlich gar nichts, erst recht nicht, was eine Religion vorschreibt. Aber wie das mit Religionen so ist, je niedriger der IQ und die Bildung, desto gläubiger die Menschen.

Was möchtest Du wissen?