Frage an gläubige Christen (Weihnachtsbaum)

24 Antworten

Das Zitat stimmt (hier in der Übersetzung Schlachter 2000) schon: http://www.bibleserver.com/text/SLT/Jeremia10

Mit dem Weihnachtsbaum hat das aber nicht unbedingt etwas zu tun. Dr. John Walvoord schreibt beispielsweise in seinem Bibelkommentar über Jeremia 10,1-5:

"Die ersten 16 Verse von Kapitel 10 sind ein Einschub. Bevor Jeremia weiter über die kommende Gefangenschaft schrieb, kam er zunächst auf das Wesen Gottes, der dieses Gericht bringen würde, zu sprechen. Gott wandte sich an alle vom Hause Israel, zu dem auch das bereits im Exil befindliche Nordreich gehörte, und machte die Nichtigkeit der Götzen deutlich. Israel sollte nicht den Gottesdienst der Heiden annehmen, der von den Völkern seiner Umgebung praktiziert wurde, und sich nicht fürchten vor den Zeichen des Himmels. Diese "Zeichen" waren vermutlich unübliche Erscheinungen, wie Sonnen- oder Mondfinsternisse oder Kometen, die man für Vorboten kommender Ereignisse hielt, die von den Göttern geschickt wurden.

Solche götzendienerischen Praktiken waren alle nichts, denn schließlich waren die "Götter", die man verehrte, von ihren Verehrern selbst geschaffen worden (vgl. Jes 40,18-20). Ein Mensch fällte einen Baum und gab das Holz einem Bildhauer, der das gewünschte Bild daraus schnitzte. Dieser "Gott" wurde dann mit Silber und Gold überzogen und so auf einer Unterlage befestigt, dass er nicht umfalle. Wenn der Gott einmal geschaffen war, musste man ihn an seinen Bestimmungsort tragen. Er war so leblos wie Vogelscheuchen im Gurkenfeld. Ganz gewiss konnte solch ein "Gott" nicht reden, um an seine Verehrer Wissen weiterzugeben. Deshalb ermahnte Gott sein Volk, diese falschen Götzen nicht zu fürchten. Die Götzen hätten keine Macht, denen, die sie ablehnten, irgendwelchen Schaden zu tun oder denen, die ihnen folgten, zu helfen."

Beim Weihnachtsbaum ist es nicht so, dass er angebetet oder verehrt wird. Darum geht es aber in Jeremia, dass die Menschen Götzenbilder hergestellt hatten, die angebetet und verehrt wurden. Das ist ein großer und wichtiger Unterschied zum Weihnachtsbaum. Falls aber wirklich jemand seinen Weihnachtsbaum (oder andere von Menschen gemachte Götzenbilder) verehrt oder anbetet, würde diese Bibelstelle durchaus passen.

Ich kopiere Dir mal ein wie die Fachmenschen welche die "Bibel in gerechter Sprache" erarbeiten übersetzen:

Kapitel 10

1Haus Israel, hört das °Wort, das Gott zu euch gesprochen hat: 2So sagt Gott: Eignet euch nicht das Verhalten der °Nationen an, erschreckt nicht vor den Zeichen des Himmels, auch wenn die Nationen davor erschrecken. 3Denn die Machwerke der °Völker sind alle zu nichts nutz. Sie sind aus Holz, das im Wald geschlagen wurde, Handwerksarbeit mit dem Schnitzmesser, 4mit Silber und Gold verziert, mit Nägeln und Hammer befestigt, dass sie nicht wackeln. 5Wie eine Vogelscheuche im Gurkenfeld sind sie, sie können nicht sprechen und müssen getragen werden, denn sie können nicht gehen. °Fürchtet euch nicht vor ihnen, denn sie können weder Böses noch Gutes bewirken.

Und nun aus Wikipedia über den Propheten Jeremia:


Jeremia wirkte nach den Angaben im Jeremiabuch seit dem 13. Jahr des Königs Josias, was etwa dem Jahr 626 oder 627 v. Chr entspricht
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@hertajess

Das ist also sehr lange her. Nun kannst Du noch bei Wikipedia nachlesen zu Weihnachtsbaum. Schon verstehst Du dass es sich um einen alten Brauch handelt der von der Kirche übernommen wurde aber im Grunde mit dem Glauben an sich Null zu tun hat. So wie im Islam die weibliche Beschneidung Null mit dem Glauben zu tun hat. Als Beispiel. 

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Wer trägt/trug denn schon im Gelobten Land einen geschmückten Weihnachsbaum durch die Gegend.?

Außerdem war bekanntlich früher mehr Lametta, was das Ganze noch erschweren würden. Nordmanntannen, grown in Israel müssen ja ein gewaltiger Verkaufsschlager sein...

 PS.: Wer hat der  kind/lichen/ischen Fragestellerin eigentlich erlaubt, so lange aufzubleiben?...

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Ich versteh jetzt nicht, was du den Christen unterstellen willst. Dass sie einen Weihnachtsbaum anbeten? Das machen die doch gar nicht. Im übrigen hat sich Jeremia an Juden (nicht an Christen) gewandt, die nicht einmal Weihnachtsbäume haben.

Nein aber in der Bibel steht das der Weihnachtsbaum eine Götze ist. Da steht nichts von anbeten lediglich was von schmücken.

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@Esma1903

Du hast offenbar mit dreierlei Dingen ein Problem: Erstmal mit dem Verständnis, was ein Götze ist (nämlich etwas, das angebetet wird) und zweitens mit dem Verständnis, was eine historisch-kritische Auslegung einer heiligen Schrift ist und drittens dann auch noch mit dem logischen Schließen.

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@FataMorgana2010

Es wird doch die Götze beschrieben oder nicht?

und passt das nicht zum weihnachtsbaum?

Etwas muss nicht unbedingt angebetet werden um es als Götze zu sehen. Kenns du den Nasar stein ?

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@Esma1903

Ich weiß, was das ist ja. Und? Wenn der Mensch, der so ein Amulett trägt, das für einen Gegenstand mit göttlicher Macht hält, dann ist es ein Götze. Und?

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@FataMorgana2010

Die Menschen die so einen Stein tragen meinen es beschütze sie vor bösen blicken damit wird es eine Götze. Wenn jetzt aber ein Unwissender kommt und das schön findet und trägt bleibt es trz eine Götze.

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@Esma1903

Nicht aus christlicher Sicht. Ich kann mir hier zu Hause Götterstatuen ohne Ende aufstellen, Krishnaposter an die Wand, wenn ich sie hübsch finde, Buddhastatuen auf den Schreibtisch, wenn ich das entspanndend finde, Nazaramulette um den Hals, weil ich das Blau mag - solange ich nichts davon anbete, nimmt das kein Jota von meinem Glauben.

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@FataMorgana2010
solange ich nichts davon anbete, nimmt das kein Jota von meinem Glauben.

Wenn dadurch aber irgendjemand so verwirrt wird, dass er am Ende vom Glauben abfällt, hast du das zu verantworten. Siehe 1.Kor 10,28-33, wo es zwar um einen etwas anderen Fall geht, der aber hier analog angewandt werden kann.

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@FataMorgana2010

@fata Morgana 

Nicht aus christlicher Sicht. Ich kann mir hier zu Hause Götterstatuen ohne Ende aufstellen, Krishnaposter an die Wand, wenn ich sie hübsch finde, Buddhastatuen auf den Schreibtisch, wenn ich das entspanndend finde, Nazaramulette um den Hals, weil ich das Blau mag - solange ich nichts davon anbete, nimmt das kein Jota von meinem Glauben.

Na da hast du die erste Lektion des Christlichen Glaubens nun mal nicht begriffen ..und ,musst noch mal widerhohlen ...Sonst wird das am Ende nichts .

Mit solche einem eigenen gestrickten Glauben ,wirst du zwar hier eine menge DH bekommen ,aber zur Anschauung Gottes wirst du damit nie und nimmer gelangen und das sage nicht ich ,sondern so steht es in der Bibel und wird seit jeher so überliefert .

Und ist auch  genau das was ich so in der Welt beobachten kann ...Es braucht ein klares Bekenntnis und auschliesslich zum Herrn Jesus Christus .


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Anders als in anderen Religionen wird die Bibel nicht als wörtlich zu verstehendes Wort Gottes gesehen, sondern als eine von Menschen geschriebene, von Menschen zusammengefasste und von Gott und der Erfahrung mit Gott inspirierte Sammlung von Texten. Das macht den Text nicht weniger wertvoll und die Auseinandersetzung damit nicht weniger komplex.

Und das ist auch gut so. Es schützt nämlich davor, einzelne Textstellen aus dem Zusammenhang zu reißen und eine wörtliche Interpretation zu versuchen. Das ist sinnlos. Was Jeremia vor langer Zeit über aus Holz gefertigte Götzenbilder gesagt hat, hat aber auch so gar nichts mit dem Weihnachtsbaum zu tun.

Aber ist die beschriebene Götze nicht genau der Weihnachtsbaum ?

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@Esma1903

Das steht da überhaupt nicht. Und "genau" schon gar nicht.

Was ist ein Götze? Ein Götze ist etwas, das angebetet wird und damit die Einzigartigkeit Gottes in Frage stellt. Das kann alles mögliche sein.

Wenn in der Bibel stände: "Die Leute machen Götzen aus flachem Porzellan und malen sie bunt an.", dann könnte man auch nicht sagen "und alle bunten Teller sind Götzen". Das ist schon logisch ein Fehlschluss.

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@FataMorgana2010

Okay. Aber das wirft wieder ne neue Frage auf. Was ist mit dem Kreuz?

(sry falls ich falsche infos benutze )

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@Esma1903

Was soll mit dem Kreuz sein? Am Kreuz ist Jesus gestorben. Das Kreuz ist Erinnerung und Symbol für Gottes Tod, für die Erlösung und die Auferstehung. Das Kreuz ist kein Gott. Also?

Ehrlich - hälst du die Christenheit für so doof, dass sie in den vergangenen 2000 Jahren all diese Fragen nicht schon lang und breit diskutiert hat? Die mittelalterlichen Philosophen haben Jahre mit der Frage zugebracht, wieviele Engel auf eine Nadelspitze passen...

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@FataMorgana2010

okay dann hab ich wohl falsche sachen gehört danke für die antwort

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Das ist sinnlos. Was Jeremia vor langer Zeit über aus Holz gefertigte Götzenbilder gesagt hat, hat aber auch so gar nichts mit dem Weihnachtsbaum zu tun.

Seh ich auch so. Die doch wohl symbolische Deutung dieses Textes auf Weihnachtsbäume hält einer Überprüfung am wörtlichen Sinn nicht stand und damit keine solide Grundlage.

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@Fata morgana 


Jeremia ist aber immer noch ganz aktuell !(wenn es auch nicht die Weihnachtsbäume betrifft wie ich meine ..)

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Also ich bin Atheist, aber die Menschen wollten irgendwie den Frühling bewahren und brachten deshalb grüne Zweige mit Nachhause, daraus entwickelte sich der Brauch mit dem Baum. ( Sorry, kann es nicht besser beschreiben. War aber glaub ich original ein Brauch der Heiden, aber bin nicht sicher, sorry ;))

und brachten deshalb grüne Zweige mit Nachhause, daraus entwickelte sich der Brauch mit em Baum

Nein, der entwickelte sich aus einem Baum, der zuweilen am 24.12. in der Kirche stand. Mit Weihnachten hatte das damals noch nix zu tun, das war je erst einen Tag später. Aber mit Heidentum eben erst recht nix.

Zufällige Ähnlichkeiten beweisen nichts, werden aber gerne für Pseudo-Beweise herangezogen.

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