Fohlen kaufen ja oder nein?

5 Antworten

Über die kommenden kosten bist Dir ja bewusst.

Außer den finanziellen kosten, kostet es sehr viel Zeit und Gedult. Das was Du bei Deinen Pferd als selbstverständlich siehst, kennt das Fohlen nicht.
Mußt Du ihn "ALLES" erstmal beibringen.
Dann stellt sich die Frage, hast Du die Zeit noch für Dein jetziges Pferd?

Auch wenn das Fohlen auf eine Jährlingskoppel kommt muß man sich darum kümmern. Es braucht auch Schmied, Tierarzt und ab und an Fellpflege. Halfter, Strick, anbinden, Hufe geben sollte gelernt und beherrscht werden.

Du hast also ein Fohlen wo Du Zeit benötigst, Geld investierst und eigentlich nur Arbeit damit hast. Damit meine ich es macht zwar Spaß aber wirklich entspannend ist das nicht, da wird man oft auf eine große Gedultsprobe gestellt ;)

Für das einreiten bzw dem Pferd ein Grundwissen in die Reiterei zu geben, empfehle ich Dir dann mindestens Unterstützung von einem erfahrenen zu holen. Voraussetzung ist, das Dein Reiterliches können und Dein Wissen im Pferdeumgang soweit ausgeprägt ist das Du mit Problemen klar kommst und "richtig" handeln kannst.
Ansonsten würde ich sagen das Du das einreiten jemand überlässt mit Erfahrung und da evtl etwas mit hilfst unter Beobachtung.

Also abgesehen vom Geld ... Zeit, Zeit und nochmals Zeit. Und Umdenken muß klappen, in Kombi mit Verständnis.
Dir muß klar sein, es ist wie ein kleines Kind. Es muß klar und verständlich alles sehr oft wiederholt werden. Es ist verspielt und es ist nicht selten das das verspielte Gefährlich werden kann.
Es muß z.B. sogar das laufen berücksichtigt werden. Gleichgewicht zu halten ist nicht zu unterschätzen. Da gibt's noch ganz arg viele Punkte die man als Kleinigkeit sieht, aber sehr große Probleme für die Zukunft bringen können.
Also Erfahrung mit jungen Pferden "muß" vorhanden sein um erfolgreich zu sein.

Nur mal so als kleines Beispiel, ich kenne einen Hengst den reite ich des öfteren aber es hat 10Jahre gedauert bis man ihn erfolgreich, harmonisch und mit vollstem Vertrauen an der S Dressur an Turnieren teilnehmen ließ. Und man lernt immer noch dazu. Aber es war eine sehr gute, abwechslungsreiche und Pferdegerechte Ausbildung. Die kostet Zeit!

Der Vorteil eines Fohlens bzw Jährlinges ist, man weis was das Pferd erlebt hat. Man kann schon von Anfang an an seinen Ängsten arbeiten und wenn man dies richtig macht sammelt es keine schlechte Erfahrungen.
Gesundheitlich ist man von Anfang an auf dem aktuellen Stand. Man weis so zu sagen das es kein verbrauchtes Pferd ist.
Es liegt voll und ganz in Deiner Hand wie sich das Pferd entwickelt. Junge Pferde lernen mit meiner Erfahrung schneller. Die Neugierde ist groß, viele schlechte Erfahrungen sind noch nicht gegeben.

Nur es dürfen keine schlechte Erfahrungen gemacht werden. Beispiel ... Es gibt Jährlinge die sind beim Huf säubern wegen schlechtem Gleichgewicht umgefallen sind, da der unwissende Mensch nicht beachtet hat, das das Gleichgewicht halten erst gelernt werden muß. So nun hat man den Salat. Das ist ein Vertrauensbruch, das muß jetzt erst wieder hergestellt werden.

Überlege es Dir sehr gut. Informiere Dich persönlich bei einem neutralen erfahrenen Profi.
Ich kenne Dich nicht deswegen weis ich nicht ob ich es Dir abraten soll oder nicht. Aber es wird nicht einfach, soviel kann ich Dir sagen. Das haben schon viele unterschätzt!

Kontra

1Ein Fohlen ist nicht günstiger, wie man oft versucht zu argumentieren, wenn man sich eines kaufen will. Zwar ist der Kaufpreis im Endeffekt oft noch niedriger, allerdings sind die monatlichen Kosten, bis das Pferd irgendwie zu arbeiten ist, nicht zu unterschätzen.

2Das führt direkt zu Punkt zwei: Das Risiko ist enorm. Denn in den Kosten sind auch Tierarztkosten mit drin. Wer weiß, ob man das Fohlen überhaupt bis zum Dreijährigen bekommt? Viel kann in der Zwischenzeit passieren. Von gebrochenen Knochen über Fohlenkrankheiten zu sämtlichen Risiken, die man mit einem erwachsenen Pferd auch hat. Aber:

2.1. Man weiß nie, wie sich das Fohlen entwickelt. Es kann Fehlstellungen entwickeln, es kann viel zu klein werden oder zu groß, es könnte die absoluten Krüppelgangarten entwickeln, einen viel zu kurzen Hals oder einen viel zu langen Rücken bekommen.

3Man braucht viiiel Geduld! Westernpferde können mit 2,5 manchmal schon gearbeitet werden. Warmblüter werden in der Regel zwischen 3 und 4 Jahren angeritten, Robustponys sogar erst zwischen 4 und 5. Wer möchte 4 Jahre warten, bis er mal wieder reiten kann? Jeden Tag mit einem Fohlen zu arbeiten ist eigentlich auch nicht zu empfehlen. Für die Kleinen sind sogar so Banalitäten wie Hufe geben eine Denksportaufgabe. Also selbst wenn man sagt, man ist auch damit glücklich nur vom Boden aus was zu machen, muss man Rücksicht darauf nehmen, dass man mit einem Kleinkind arbeitet.

4Selbst, wenn man die Zeit bis zum Anreiten geschafft hat, braucht man immernoch viel Geduld. Denn Anreiten geht nicht von heute auf morgen. Bis man in Ruhe ins Gelände gehen kann, vergeht einiges an Zeit.

5Man kann soooo viel falsch machen! Da ist man mal nicht konsequent genug und schon hat man ein ausgewachsenes Pferd, welches die Hufe einfach nicht gibt. Oder sich nicht anfassen lässt. Oder an der Hand steigt. Hat man schon x Fohlen und Pferd erzogen sieht das natürlich etwas entspannter aus, aber ein Restrisiko besteht immer.

Pro

  1. Man hat alle Zeit der Welt. Einer der Kontrapunkte ist zugleich ein Pluspunkt. Das kommt dann auf die eigene Mentalität an. Man kann sich Zeit lassen. Man hat (mit etwas Glück) vielleicht sogar über 30 Jahre mit dem eigenen Pferd zusammen. Wenn man vielleicht noch ein Pferd zum reiten hat, kann man sich parallel ein Fohlen groß ziehen und die nächsten positiven Punkte erleben, ehe man sich an die Arbeit macht. Und das alles ohne auf’s Reiten zu verzichten!
  2. Man weiß genau, was das Fohlen erlebt hat. Zumindest ab dem Zeitpunkt des Kaufes. Ein oft gebrachtes Argument. „Ich weiß, dass da niemand dran war, der Murks gemacht hat“. Zählt natürlich nicht, wenn man selber nur Murks mit dem armen Ding treibt 
  3. Die tolle Bindung die man bekommt. Ich warte ja noch drauf, dass Moon mal wiehernd auf mich zugerannt kommt, weil sie sich so freut mich zu sehen, aber angeblich soll man eine ganz tolle und einzigartige Bindung zu seinem Fohlen aufbauen.
  4. Wenn das Fohlen dann mal groß ist und eingeritten und reihenweise Schleifen abräumt kann man sagen „Das hab ich ganz alleine geschafft„! Zumindest wenn man Reitlehrer, Reitbeteiligung und Bereiter einmal außen vor nimmt 

Sehr gute ausführliche Antwort, finde ich - bis auf Punkt 3. Ein Fohlen aufzuziehen, bedeutet mach längst nicht, dass man ein „Schoßhündchen“ bekommt. Grade diese Erwarung kann zu großer Enttäuschung führen, oder auch dazu, dass man das Tier völlig verzieht. Letztere ist besonders bei einem Hengst fatal.

Grade bei einem Hengstfohlen ist auch manch einer mit der Entscheidung, ihn kastrieren zulassen überfordert. Denn „er ist doch ganz gut händelbar“, und wenn er das dann mit 7 doch nicht mehr ist, ist es recht spät.

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Ich gebe Dir schon in den meisten Punkten recht jss123. Nur das mit der "man hat ja Zeit" bei den wenigsten Leuten ist die Zeit vorhanden um auf 2 Baustellen zu sein. Und vor allem bei einem Jährling sollte nicht geschludert werden und das andere Pferd darf auch nicht vernachlässigt werden. Da sind Ruckzuck mal 5 Std im Stall rum. Und ich sag mal es gibt das Leben außerhalb des Stalls auch noch wenn man es realistisch sieht!

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Wenn man Erfahrung mit Pferden hat, sich mit Bodenarbeit beschäftig hat und ein liebevoller aber konsequenter Mensch ist der sich etwas in Pferde hinein versetzen kann, ist es absolut kein Hexenwerk.... Mein erstes eigenes Pferd war auch ein jährling. Ich bin davor etwas über 20 Jahre geritten und hatte viele Jahre tolle RBs die ich 7 Tage die Woche für mich hatte. Also wie ein eigenes. Somit hatte ich doch viel Erfahrung. Für mich lief alles wie am Schnürrchen. Hatte nie Probleme. Und ich hab wirklich ein tolles Pferd. Wir haben eine sehr Innige Beziehung. Ich würde es immer wieder so machen.

Schön und gut, Du darfst aber nicht vergessen sie hat bereits ein Pferd was viel Zeit kostet und Zeit spielt da ebenfalls eine große Rolle.

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Hatte auch neben bei weiterhin meine RB. Die ich täglich betreut habe. War also auch wie mein eigener. Standen beide im selben Stall von daher war es kein Thema.

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wenn sie schon ein Pferd hat wird sie sich wohl über die Kosten bewusst sein, welches ein Pferd mit sich bringt.

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