Essen Mastschweine (rohe) Kartoffeln ?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Man kann rohe Kartoffeln verfüttern, aber a) sind die giftiger als gekochte, und b) können die Schweine sie nicht gut verdauen (genau wie Menschen auch nicht). Rohe Kartoffeln muß man also - wenn - dann viel mehr füttern (mehr mehr als das Kochen kosten würde), sowas ist einfach nur Verschwendung und ungesund noch dazu.

rohe kartoffeln sind für schweine nicht giftig, sie können nur nicht verwertet werden und gehen somit auf die verdauung. und haben keinen sinn, weils das schweinchen nicht dick macht ;-)

0
@LokiBartleby

Rohe Kartoffeln haben einen sehr viel höheren Solaningehalt (Das Solanin ist bei Hitze wasserlöslich, deswegen hilft das kochen). "Die Dosis von 200 mg, bei der erste Vergiftungserscheinungen auftreten können, entspricht dem Genuss von mehr als 2,8 Kilogramm moderner, roher und ungeschälter Kartoffeln mit 7mg Solanin/100g."

Nun sind 2,8kg für 70kg Mensch zwar "sehr viel", Schweine nehmen aber ohne weiteres auch bis zu 6kg Kartoffeln je Tier und Tag auf, und da schlägt das durchaus zu buche. Und Schweine sollen nicht dick werden, dicke (fette) Schweine werden nicht bezahlt.

0

Hallo,

Kartoffeln sollte man schweinen immer gedämpft oder gekocht füttern, sie sind sonst nicht verdaulich und machen für ein Mastschwein keinen Sinn, denn das soll ja zulegen ;-). Durch die schlecht verdaubare stärke wird der Darm durcheinander gebracht, da kanns schon mal sein, dass das schwein etwas mies drauf ist. Daher kommt der Irrglaube, das rohe Kartoffeln giftig sind - das sind sie aber nicht wirklich.

Ansonsten fressen schweine echt alles. Milch, Brot, Getreide, Käse, Wurst, Fleisch... Die ollen Kannibalen.. Wichtig ist aber, das Küchenabfälle gründlich gekocht werden, wegen der Schweinepest.

Das Verfüttern von Speiseresesten aller Art ist in der gesamten EU bei Strafe verboten, und die Überträger der Schweinepest gehen vom Kochen nicht kaputt, dazu mß man schon autoklavieren (Kochen mit Überdruck).

0
@LokiBartleby

"Speisereste". Alle. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Die in Deutschland bisher über eine Ausnahmegenehmigung, von der EU-Verordnung 1774/2002, noch zulässige Verfütterung von Küchen- und Speiseresten einschließlich gebrauchten Speiseöls an Nutztiere (Schweine, Rinder etc.) endete am 31.10.2006.

Die EU-Mitgliedstaaten haben sich zu diesem Verfütterungsverbot entschlossen, da eine Rückverfolgbarkeit bei Küchen- und Speiseabfällen, einschließlich gebrauchten Speiseöls aus Restaurants und Catering-Einrichtungen, nicht sichergestellt werden kann. Einen fehlenden Rückverfolgungsmechanismus für Futtermittel sehen die EU-Behörden als Schlüssel für die Entstehung von Dioxin-Krisen in der Nahrungskette und auch für Ausbrüche von Maul- und Klauenseuche und Schweinepest.

Zu einem Gesetz gehört alles, auch die Updates ;-)

0
@pecudis

Wie sind Küchen– und Speiseabfälle in der Verordnung definiert?

Als Küchen- und Speiseabfälle betrachtet die Europäische Kommission Abfälle aus Einrichtungen, in denen Lebensmittel für den unmittelbaren Verzehr hergestellt werden. Dazu gehören Restaurants, Catering-Einrichtungen und Küchen, einschließlich Groß- und Haushaltsküchen.(http://www.vitalfettrecycling.de)

0

kann man aber nicht so arg zu empfehlen