Ob Du das darfst, kann Dir nur Dein Vetamt sagen, das ist von Gegend zu Gegend unterschiedlich und liegt am Seuchenstatus. In etlichen Gegenden ist die Auslauf- bzw Freilandhaltung von Schweinen nicht erlaubt.

Sinnvoll ist es aber sowieso nicht, denn die Schweine wühlen Dir die Weide um, und die Schafe fressen dann nichts mehr. Darüberhinaus terrorisieren Schweine Schafe auch gern, was zu üblen Verletzungen und vor allem zu jeder Menge Streß führen kann.

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Das kommt aufs Gewicht an. Am einfachsten und ohne großen Aufwand kannst Du die optimale Temperatur am Liegeverhalten der Schweine feststellen (auch nachts mal gucken!!): sie sollten keinesfalls "auf einem Haufen" liegen, sondern entspannt nebeneinander (nicht aufeinander, und nicht drängeln). Den zusätzlichen Energiebedarf für Temperaturen unterhalb der thermoneutralen Zone findest Du hier: http://www.bb01.de/bilder/temperaturzuschlaege.jpg Für wachsene Tiere liegt das Ganze noch etwas höher!

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Huhu sadie :-)

Also a) wie immer; was die "Tiere in der Natur" machen, gilt erstens nicht für Zuchttiere, und zweitens führt es zur "natürlichen Selektion", also zu Krankheit und Tod, wie in der Natur nun mal notwendig. Die Natur sollte für keinen Tierhalter ein Maßstab sein!!

und b) Eiche kannst Du bis zu einem Kilo Tier/Tag verfüttern, das ist ne ganze Menge, wenn man bedenkt, daß das meiste Laub und kleine Zweige sind.

Leg den dicken Stamm zum Klettern rein, das schadet gar nicht, an die Rinde ausgewachsener Bäume gehen sie normalerweise gar nicht ran. Und was ihr an Abschnitten und Buschwerk über habt, das legst Du trocken weg (oder hängst es irgendwo auf), und verfütterst es über den Winter portionsweise, das ist SUPER Raufutter (bis zu 60% TS Laub vertragen Ziegen ohne Probleme, also zb 1kg Heu, 1kg Laub und kleine Zweige, das spart Dir fast komplett das Mineralfutter)

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Dazu müßte man viel mehr wissen:

  • was fütterst Du
  • wieviel Licht bekommen Deine Hühner
  • wie alt sind sie, und wie lange hast Du sie schon
  • welche Rasse / Linie?
  • legen sie zur Zeit Eier?
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Man kann rohe Kartoffeln verfüttern, aber a) sind die giftiger als gekochte, und b) können die Schweine sie nicht gut verdauen (genau wie Menschen auch nicht). Rohe Kartoffeln muß man also - wenn - dann viel mehr füttern (mehr mehr als das Kochen kosten würde), sowas ist einfach nur Verschwendung und ungesund noch dazu.

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Hausschweine haben, wie alle Schweine, eine andere Art, miteinander umzugehen als Menschen: bei denen sind blutige Schmisse völlig normaler Umgangston, und so gesehen ist das "Hand reinstecken" in einen Schweinestall oder einen Auslauf schon nicht ganz unproblematisch.

"Böse" ist das aber nicht, selbst wenn sie Dich beissen, sondern eben ihre Art.

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Ein Bauzaun ist für Ziegen jedenfalls schon mal sehr, sehr sinnvoll, Ziegen sind wahre Künstler im Ausbrechen. Solange das "Hobbyziegen" sind, und solange sie ausreichend gut gefüttert und entwurmt werden, und solange die Leute ihren Mist abgeben, ist eine solche Haltung auch nicht verboten - wäre das ein landwirtschaftlicher Betrieb, wäre mehr Fläche (als Futter- und Dungfläche) nötig, für "Gärten" und Hobbyhaltung gelten solche Richtlinien (Bodenschutz) allerdings nicht.

Schau mal, ob die Tiere Ohrmarken haben, das zB ist Pflicht, und wenn ja, kannst Du auch davon ausgehen, daß die Tiere beim Vetamt gemeldet sind (ist auch Pflicht). Wenn keine Ohrmarken am Tier sind, kannst Du die Nachbarn ja mal ansprechen (manche Leute haben die auch nicht am Tier angebracht, weil die sich damit so leicht die Ohren kaputtreissen).

Aber insgesamt ist aus dem, was Du hier schreibst, kein "Verstoß gegen irgendwas" abzulesen. Kommt drauf an, wie die Ziegen aussehen, nicht darauf, wie sie sich anhören (Ziegen meckern eh dauernd ... Du kennst die Geschichte von der Ziege im Tischlein-deck-Dich? Ist alles wahr!)

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Kannst Du ganz leicht an den Nährstoffen festmachen: Energie ist in fast allen Rationen eher zu viel >> Brötchen, Nudeln, Reis etc sind meistens eher Gift (FLS).

Eiweiß, insbesondere schwefelhaltige Aminosäuren in verdaulicher Form ist meistens in Mangel >> kannst Du als Leckerli geben. Hühnern Huhn zu geben ist verboten und wird abgesehen davon, daß es ein Speiserest ist selbst dann verboten bleiben, wenn Tiermehl wieder zugelassen werden sollte (Kannibalismus ist zwar ein natürliches Verhalten beim Huhn, wird aber nicht gern gesehen).

Gewöhn sie daran, Legekorn als Leckerli anzusehen, oder sammel Regenwürmer (man kann die auch züchten ;-) )

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Naja, Du solltest schon darauf nachten, daß der Stall geltendem Recht entspricht, also nicht so einen dieser Mini-Schuhkartons nachbauen, in denen die Tiere sich nur umdrehen können und sonst nichts.

Vorgeschrieben sind Nester, Sitzstangen (am besten mit Kotbrettern drunter), ein Sandbad, und Platz für Wasser und Futter brauchst Du auch. Stromanschluß ist über den Winter anzuraten, denn die Tiere sollen "Jederzeit" Zugang zum Wasser haben (und ohne Tränkewärmer friert Dir das ständig ein) und leben länger, wenn man ihnen auch im WInter einen 12h-Tag geben kann.

Wirklich nützlich ist ein Stall mit Kaltscharraum davor (und Ruhezone bei den Nestern) und für "Batteriehühner" ist die Stallmindestgröße mit 2,5m² angegeben - schlechter sollten es private Hühner auch nicht haben. Guckst Du hier:

(2) Haltungseinrichtungen müssen

  1. eine Fläche von mindestens 2,5 Quadratmetern aufweisen, auf der die Legehennen sich ihrer Art und ihren Bedürfnissen entsprechend angemessen bewegen können;

  2. so ausgestattet sein, dass alle Legehennen artgemäß fressen, trinken, ruhen, staubbaden sowie ein Nest aufsuchen können.

3 Hühner sind btw sehr wenig, da kann sich kaum ein normales Herdenverhalten entwickeln.

Nicht vergessen, daß jede Hühnerhaltung bei Vetamt und TSK gemeldet werden muß!

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Das sind vermutlich Federlinge. Milben saugen an der Haut, nicht an den Federn, und gegenseitiges Federfressen (das btw kein Kalkmangel ist, da Federn gar nicht aus Kalk, sondern aus Eiweiß bestehen!!) hättest Du sicher schon gesehen.

Federlingschäden sehen (mehr oder weniger) so aus:

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Alle Obstsorten sind Klone und werden über Veredelung / Pfropfen vermehrt. Der Kern wird also nicht gebraucht, und so kann es im Lauf der Zeit passieren, daß er seine natürliche Stabilität verliert. Besonders Pfirsiche und Nektarinen neigen zum sog. "Cracking" (das heißt tatsächlich auch "Kernspaltung"), inzwischen wird das bei der Vermehrung und Bewertung der Sorten auch berücksichtigt, kommt aber je nach Sorte relativ oft vor.

Solange kein Schimmel drin ist, und Du keine Schädlinge ("Würmer" oder deren Kot) erkennen kannst, kannst Du das Fruchtfleisch ruhig essen.

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Ja, haben sie. Die ist aber bei normaler Brut gar nicht zu sehen, da das Küken vor dem Schlupf den Rest des Dottersackes (mit dem es mit der Schnur verbunden ist) in den Bauch einzieht.

Bitte bei Küken, die nach dem Schlupd den Dottersack noch nicht eingezogen haben auf keinen Fall zur Schere greifen oder andere falsch verstandene "Hilfe" leisten !!! Jede Berührung kann Keime übertragen und schadet dem Küken, das sich in den ersten 24-48 Stunden noch davon ernährt!

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Kommt immer darauf an, welchen Dünger Du betrachtest (welchen Nährstoff), und welche Kultur.

Ziel ist es, daß so wenig wie möglich an löslichen Nährstoffen ausgewaschen werden kann (lieber kleine Portionen zu jeder Wachstumsphase), und begrenzt wird das dadurch, das man nicht mehr als nötig kaputtfahren will und das jeder Arbeitsgang Geld kostet. Irgendwo dazwischen liegt das jeweilige Optimum für den Betrieb.

Guckst Du zB auch hier:

http://www.landwirt.com/Maisduengung-Zeitpunkt-und-Menge-entscheiden,,6351,,Bericht.html

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Das Beste ist natürlich, so zu kochen, das solche Reste gar nicht erst anfallen.

Wenn doch, dann bitte auf keinen Fall in die Toilette (http://www.bwb.de/content/language1/html/1117.php) . Korrekt ist die Entsorgung in den meisten Gemeinden über die Biotonne, sonst über den Restmüll. Das die Tonne dann öfter mal auszuwaschen ist, sollte eigentlich kein Problem sein, das ist eine MÜLL-Tonne. Du willst die Suppe darin loswerden, und nicht daraus essen ;-)

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Nature&Respect Hähnchen, was ist dran?

Hallo ihr Lieben,

ich hab heut beim Einkaufen ein Hähnchen in der Tiefkühlabteilung entdeckt in einer grünen Verpackung, mit Blümchen und der Aufschrift "Nature&Respect-Hähnchen aus Freilandhaltung".

Ich kaufe mein Hühnerfleisch zwar immer von einem befreundeten Hühnerstall-Besitzer, aber das hat mich dann doch mal interessiert, denn das Huhn war sogar günstiger als das Wiesenhof-Sonntagshähnchen (wobei ich mich da so nebenbei frage wo der Unterschied zwischen den drei angebotenen Wiesenhof-Sorten liegen soll, im Preis oder vielleicht im Schweregrad der Misshandlung?).

Ich hab mir dann mal ein Hähnchen genommen und gelesen was auf der Packung stand. Und zwar hieß es dort, dass Tierschutz das wichtigste sei für den Vertreiber dieser Tiefkühlware und dass die Hühner deswegen 50% ihres Lebens in Freilandhaltung auf grünen Wiesen leben würden und ausschließlich pflanzliche Futtermittel verspeisen würde.

Klingt ja erstmal ganz sonnig aber nun frage ich mich, was das genau bedeutet? Ist es die erste Hälfte, also das Kükenleben, oder ist es die zweite Hälfte des kurzen Lebens in der die Hühner die Wiesenhaltung geniessen dürfen und wie lang ist so eine Lebenshälfte? Und vorallem wo und wie wird die andere Lebenshälfte verbracht und warum bleibt das Huhn nicht ein "Leben" lang in Freilandhaltung?

Könnte ich so ein Huhn ruhigen Gewissens kaufen (um meinen Geldbeutel zu schonen), oder sollte ich weiterhin ein paar mehr Euros investieren in ein Huhn das garantiert gut gelebt hat?

Vielleicht gibt es hier ja Kenner der Marke unter euch, oder Jemanden der sich mit der beschriebenen Hühnerhaltung auskennt.

Ich wäre auch für Tipps dankbar wo und wie ich selbst weiter forschen könnte.

Vielen Dank und noch einen schönen Abend!

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Das ist ein Vermarktungs-Konzept für Mast-Hähnchen aus Frankreich, Anbieter ist deren größter Mastgeflügelproduzent. Die haben da billigere Möglichkeiten zur Hähnchenmast, weil sie die strengen deutschen Vorschriften nicht einhalten müssen, und wollen damit auf den deutschen Markt. Die Konkurrenz (auch aus Frankreich) vertreibt "Label Rouge" (84 Tage alt), und beide können das deswegen tun, weil hierzulande die Mastställe lieber angezündet werden von irgendwelchen Ökofaschisten, so daß wir Hähnchen importieren müssen, Eigenproduktion gibt's nicht mehr genügend.

Was die Werbung angeht:

und dass die Hühner deswegen 50% ihres Lebens in Freilandhaltung auf grünen Wiesen leben würden und ausschließlich pflanzliche Futtermittel verspeisen würde.

das ist einfach nur billiger Beschiß: erstens ist es sowieso verboten, tierisches Eiweiß an IRGENDWELCHE Nutztiere zu verfüttern, "rein pflanzlich" ist also gar nichts besonderes, das kriegen ALLE Tiere. Und zweitens sind die "50% Freiland" kein Vorteil. Hühner sind hier nicht heimisch, im Winter verrecken die draußen gleich reihenweise. Je nachdem, woher in Frankreich die stammen, sind "50% Freiland" also eh bloß dem Wetter und dem Bambi-Denken des Verbrauchers geschuldet. Es verkauft sich ja gut, und das "Freilandgeflügel" bis zu 30% Verluste hat (Bodenhaltung ca 4%) ist den Leuten ja anscheinend nicht beizubringen, die haben das "Huhn auf der grünen Wiese" irgendwo abgespeichert aus den Pixi-Büchern, und das wird dann eben auch produziert, koste es (die Tiere) was es wolle.

Hol Dir Deine Hähnchen weiter nebenan, und laß Dich von solchem Tun nicht beeindrucken, da ist selbst Wiesenhof-Freiland tiergerechter (und deswegen auch teurer)

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