Eltern - Habt ihr manchmal auch das Gefühl zu wenig Zeit für euer Kind/eure Kinder zu haben, obwohl ihr immer für sie da seid?

Das Ergebnis basiert auf 7 Abstimmungen

Ich kenne das! 43%
Ich kenne das leider nicht, weil... 29%
Andere Antwort :) 14%
Ich bin manchmal auch im Zwiespalt (Erzieher o.ä.), weil... 14%

6 Antworten

Von meiner Mama weiß ich, das sie nicht arbeiten gegangen ist, bevor ich in die 1 klasse kam (genauso bei meiner Schwester)

somit hatte sie immer zeit für mich und jetzt arbeitet sie auch nur bis 13 Uhr :)

ihr Kind wird lernen, damit umzugehen, denn irgendwann ist es auf sich alleine gestellt und dann hilft Mama auch nicht

versuchen sie jede freie Sekunde zu genießen allerdings dürfen sie nicht vergessen, dass die Zeit für sie alleine auch wichtig ist :) einfach mal entspannen und auf dem Sofa sitzen und Fernseher schauen :)

mich kann mit meinen 14 Jahren nicht viel sagen aber ich unterhalte mich über solche Themen gerne mit meiner Mama :)

kannst gerne duzen. Die Antwort ist wirklich sehr erwachsen, danke dafür :)✨

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Ich bin keine Mutter.

Meiner Meinung nach gibt es zwei Arten von Qualitätszeit zwischen Kindern und Eltern:

Das Kind begleitet die Eltern in ihrem Alltag, sieht, was sie so machen, wird darin eingebunden.

Das Kind verbringt gezielt Qualitätszeit mit den Eltern, also Rituale, geplante Aktivitäten (also ein bestimmtes Spiel, das abends gespielt wird, Zoobesuch, gemeinsames Malen etc.).

Jetzt hast du das Problem, dass du eine Ausbildung machst, also morgens vermutlich weg musst und abends relativ erschöpft nach Hause kommst. Dein Sohn ist entweder genauso erschöpft (und dadurch quengelig) oder hatte zwischenzeitlich Zeit zum Ausruhen und will jetzt Action.

ich würde mir eine Ruhepause nach der Arbeit gönnen, also Begrüßung, ggf. Essen und danach x min Ausspannen, in denen dein Sohn eine Aufgabe oder ein festvereinbartes Spiel/ Aktivität bekommt, die er alleine macht. Danach macht ihr eine bestimmte Sache zusammen. Es muss nicht jeden Abend das gleiche sein, also z.B. nicht das gleiche Spiel, aber die Art der Aktivität sollte ähnlich sein, so dass ein Rhythmus entsteht. Die Aktivität sollte auch Möglichkeiten zum Reden bieten, so dass er dir erzählen kann, was tagsüber passiert ist. Ein bisshen davon ist oft direkt nach dem Heimkommen nötig ("Mama, heute war im Kindergarten..." > Damit ist das Mitteilungsbedürfnis erst mal etwas gestillt).

Führe Rituale ein zur Begrüßung, zum Übergang, zu Beginn und Ende der Aktivität, so dass er diese bewusst wahrnimmt. Das kann eine Umarmung, ein bestimmter Spruch, gemeinsames Singen oder so sein. Nach und nach merkt er: Aha, wir machen jetzt dies, dann kommt das, dann machen wir das andere und dann geht es ins Bett. Die letzte Aktivität sollte etwas ruhiger verlaufen.

Rede ggf. mit deinem Sohn über die gemeinsamen Aktivitäten - was haben wir gestern gemacht, weiß du noch vorgestern, das war doch lustig/ spannend - so dass er diese besser im Gedächtnis behält.

Achte darauf (Beobachtung), was für deinen Sohn Mama-Zeit ist, ob das eher Kuscheln, erzählen, Action, Zuhören (Hörbuch, Vorlesen etc.) ist und baue das dann bewusst öfter in den Alltag ein, weil er sich das vermutlich gut merken wird.

Es kann auch helfen, dem Sohn etwas von sich mit in den Tag zu geben, einen schönen Spruch, ein Lied am Morgen, ein kleines "Maskottchen" (Spielzeug, Deko, Kleidung etc.) von Mama, ein besonderes Frühstück etc. (besonders heißt nicht süß, sondern z.B. mit Weihnachstausstechern verziert etc.). Es kann auch eine Frage/ Aufgabe sein, die man morgesn stellt, und die er abends berichten soll (wer macht was, was habt ihr gesungen oder gegessen, wie viele beleuchtete Tannenbäume hast du unterwegs gesehen usw.).

Danke für die ausführliche Antwort :) Rituale und oben genanntes haben wir mehr als genug, da achte ich sehr darauf. Ich denke eher, dass ich einfach nicht zur Ruhe komme und sich das leider auf meinen Sohn auswirkt, also seine Empfindung nicht genug Zeit zu haben, die ich eigentlich habe und nur auf ihn um"übertrage" :)

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@xFlashVsArrowx

Wie wäre es denn, wenn du für dich eine Art Ruheritual nach der Arbeit suchst - ein paar Entspannungsübungen, Dehnübungen, Atemübungen, etwas Meditationsmusik hören oder so. GGf. auch immer das gleiche, damit der Körper sich später schon nach den ersten Minuten der Aktivität entspannt/ in den Ruhemodus geht.

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Andere Antwort :)

Ich bin zwar kein Papa, aber arbeite in einem Kindergarten und muss ehrlich sagen, dass ich manchmal echt 0 Lust habe mit den Kindern zu spielen, dass ich dann einfach ein Angebot vorbereite oder sowas. Manchmal braucht man eben seine 5 Minuten Ruhe. Bin ja auch nur ein Mensch.

Würde gerne mal da deine Meinung zu hören, auch wenn ich kein Papa bin

Das kenne ich. Ich bin in der Ausbildung zur Erzieherin, "spiele" also auch den ganzen Tag (neben den anderen Tätigkeiten der Erzieherin) irgendwelche Gesellschaftsspiele usw. Du kennst das ja bestimmt :) da fällt es mir echt schwer, am Abend das gefühlt millionste Mal zu Spielen 😣 nicht, weil ich das partout nicht möchte, sondern weil ich es einfach den ganzen Tag schon gemacht habe und einfach müde bin. Arbeite zur Zeit in der Krippe, da geht es, aber die Zeiten sind einfach so ermüdend. Morgens Dunkel, Abends dunkel 🙈😅

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@xFlashVsArrowx

Ich arbeite im Moment im Kindergarten im Bauzimmer. Das ist furchtbar anstrengend. Den ganzen Tag Duplo, Kapler Steine, Lego... und das 6 Stunden lang. Wenn ich dann mal Autos suchen darf, weil 1 Kind das nicht findet, freue ich mich schon manchmal lieber dieses eine Auto zu suchen. Ich hoffe du weißt was ich meine 🤣

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@Kev112430

Ich kann's mir vorstellen :) ihr habt also Themenzimmer - offenes Konzept? Ich glaub das könnte ich nicht, ich brauche feste Gruppen und einen strukturierten Tagesablauf, um selbe Tätigkeiten, die sich wiederholen, zu vermeiden :)

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@xFlashVsArrowx

Ja haben ein offenes Konzept. Das ,,schlimme" sind die anhänglichen Kinder. Die Woche wollte einer ins Rollenspielraum aber ich soll ja im Bauraum bleiben und dann ist der auch da geblieben und war dann bei mir. Ist ja ganz nett, aber 5 Tage die Woche nervt das schon ein bisschen aber das kann ich ja so dem Kind nicht sagen

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@xFlashVsArrowx

Könntest du nach der Arbeit erst mal 15 min bewusst etwas machen, das nichts mit Kindern zu tun hat, z.B. einen Kaffee trinken gehen, bestimmte Musik hören, mit einer Freundin telefonieren oder so? Dann kannst du sagen, okay, jetzt ist kurz Verschnaufpause und gleich geht es noch mal KURZ weiter. Du musst ja nicht 3 Stunden mit deinem Sohn spielen. Und sicher spielt man mit dem eigenen Kind auch anders als mit anderen. Eine Möglichkeit wäre, bewusst möglichst kein Spiel aus dem Kindergarten zu nehmen. Viele Kinder mögen auch freie, kreative Spiele, Verstecken, "Ich sehe was, was du nicht siehst", Rätsel usw. Vielleicht kannst du etwas in der Art machen, um Beruf und eigenes Kind zu trennen. Wenn meine Eltern keine Lust hatten, haben sie uns möglichst draußen (Autofahren, Spazierengehen) Aufgaben gestellt wie etwa die beleuchteten Tannenbäume zu zählen oder Autos mit bestimmten Kennzeichen zu suchen oder Wörter aus Autokennzeichen zu bilden oder zu raten, wo wir gerade sind (wir waren halt viel im Auto). Vielleicht hilft da ein Buch mit Kinderrätseln?

Wenn dein Sohn so aufgekratzt ist, könntest du auch mit ihm etwas Sport machen, vielleicht entspannt euch das beide. Am Ende geht das dann in ruhige Entspannungsübungen (auf dem Boden liegend Strecken, Fantasiereise etc.) über. Bei der Fantasiereise könnte dein Sohn auch entscheiden, wohin es geht oder mal den Part des Erzählers übernehmen, das darf auch gerne verrückt werden (Reise ins Knusperhaus, Reise in sein Lieblingsbuch etc.).

Wie sieht es denn - ganz einfach - jetzt in der Vorweihnachtszeit mit dem Vorlesen von Weihnachtsgeschichten oder Gedichten aus? Die Gedichte kann man auch auswendig lernen und dabei ggf. bestimmte Bewegungen (körperliche Auslastung, Müdewerden) machen.

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Ich kenne das leider nicht, weil...

Ich kenne das leider nicht mehr, meine Tochter geht jobben, reiten und ist jedes zweite Wochenende beim Vater, da bleibt leider nicht viel Zeit für die Mutti. Ich bin allerdings sehr froh das wir seit kurzem ein kleines Ritual haben was uns beiden sehr gut tut. Einmal die Woche verbringen wir einen Abend zusammen, gucken unsere Serie (die wir auch nur mit dem anderen gucken), quatschen über alles mögliche, kochen/backen zusammen oder ähnliches. Das war eine lange Zeit nicht so, es tut ganz gut wieder alles zu wissen, monatelang hat sie sich sehr vor mir verschlossen das tat wirklich weh.

Ich kenne das!

Ich würde das gemeinsame Leben nicht nur durch gemeinsames Spielen definieren. Man kann kleine Kinder schon mit in die Hausarbeit einbeziehen - denn es geht doch hauptsächlich um "wir machen etwas zusammen" und das auch dann, wenn der Kleine in der Küche spielt, während Mami kocht.

Das Reden miteinander ist so wichtig, wie z.B. "was machst Du, warum... gefällt dir das" und das Bestätigen, dass man als Mutter das versteht.

Auch das Erklären "warum mache ich - als Mami - was ich mache" ist wichtig.

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