Deutschland ist so Tolerant aber Kinder/Erwachsene mit Autismus , ADHS , ADS oder Leute mit anderen Einschränkungen werden größtenteils ausgegrenzt?

8 Antworten

Autismus ist ja nicht mit AD(H)S zu vergleichen, aber ich versteh schon in etwa was du meinst.

Nimm ein Kind im Rollstuhl oder meinetwegen auch mit Trisomie 21. Dem siehst du die Behinderung an.

Autisten nicht. Und es hängt ja keiner - WAS AUCH RICHITIG IST - seinem Kind dafür ein Schild mit der Aufschrift Autist um. Also wirkt es vom Aussehen her erst mal ganz normal. Verhält sich auf Grund der Krankheit aber anders. Wie sollen die Leute das nun wissen ob das Kind unerzogen ist oder eben krank? Oft hilft dann ein klärendes Gespräch. Dennoch gibt es Sachen die gehen einfach nicht, da müssen dann die Eltern unterstützend eingreifen.

Noch mal was anderes ist AD(H)S. Du kannst da nicht sagen mein Kind hat ADHS es kann nicht anders als impulsiv zu sein, die anderen von der Rutsche wegzudrängen oder der Schaukel zu Schubsen zu warten bis es dran ist. ja für solche Kinder ist es schwerer als für andere, dennoch müssen sie es lernen. Und auch hier gilt: Du siehst es dem Kind nicht an. Also ist es einfach ein unterzogener Rabauke, die es ja auch gibt, hier darf man dann eben kein Verständins erwarten.

Und was genau ist jetzt deine Frage? Natürlich schaut man hin, wenn etwas "ungewöhnlich" ist. Das hat nichts mit Ausgrenzung zu tun.

Eltern wollen Kinder vor allem beschützen, und da auch nen Kind mal ganz schön grobe sein kann, kann man sowas ned immer abschätzen, da is vorsicht halt manchmal besser wie nachsicht.

Bei mir inner Kitagruppe warn Ads Kind, und der wurd halt teilweise echt gewalttätig, da musste man fast durchgehend drauf achten das er ned grad irgendwie nen anfall kriegt. Ausgegrenzt wurde er trotzdem nich

Is halt also auch nich mit jeder Behinderung einfach zu regeln.

Die Eltern haben bei der Erziehung etwas falsch gemacht" oder der gleichen

Is ja auch nicht ganz falsch, wenn das Kind derart auffällig ist.

Vollkommen falsch.

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@DreiGegengifts

nein falsch sind nur deine ansichten. nur weil jemand ads oder adhs hat, heißt es ja nicht gleich das es schlecht erzogen sein muss.

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@SirFragesteller

nun wenn sie schlecht erzogen sind und nicht wissen wie sie sich zu verhalten haben, will halt keiner was mit ihnen zu tun haben

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Wenn das Kind eine Krankheit hat, liegt das also an der Erziehung? 🤔

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@SirFragesteller

Hmmm, hattest du mal ein Kind mit ADHS/ADS u Autismus und kannst da mitreden, WIE schwer der Umgang sein kann?

Wobei Eltern sehr gut informiert werden und aufgeklärt.

Ich rede hier von diagnostizierten Kindern

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@Maleficent666

Ich arbeite uA mit solchen Kindern. Die schwierigeren Fälle haben auch meist schwierige Eltern. Es gibt auch einsichtige Elteenhäuser, die sich auf Ratschläge eingelassen haben und sehr große Fortschritte erzielen. Natürlich radiert das die Krankheitsbilder nicht aus, aber der Umgang mit dem Kind und der Eltern untereinander macht unglaublich viel für so sensible kleine Wesen aus und eine liebevolle Erziehung kann einiges ändern.

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soso. und was haben Eltern eines zB querschnittgelähmten Kindes falsch gemacht, dass es so auffällig ist nicht zu gehen?

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@SirFragesteller

ja, udn diese sind auch keine "Erziehungssache", sie sind (bei vorliegender behinderung) genau so real wie das Nichtgehenkönnen bei einer Querschnittlähmung.

dass es daneben natürlich auch einfach nur unerzogene Fratzen gibt, ist eine andre Sache.

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@horribiledictu

Die Behinderung an sich ist natürlich nicht durch Erziehungsmaßnahmen zu beheben, aber definitiv zu beeinflussen. Und ein negativer Einfluss ist grade bei so hochsensiblen, eingeschränkten Kindern schon alleine die eigene Einstellung "Ich werd wegen meines Kindes dumm angeguckt". Wenn ich mein Kind als Peinlichkeit betrachte, weil es aus der Norm fällt, nehmen andere das auch wahr. Natürlich gerät man dann erst Recht ins Kreuzfeuer. Eine liebe-, verständnisvoll und aufrichtige Einstellung ist schon die Grundvoraussetzung für jede Erziehung. Ganz besonders in solchen Fällen.

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@SirFragesteller

redst du aus Erfahrung, oder bist du nur schlau?

meist ist nicht die eigne Einstellung zum behinderten Kind das Problem, sondern die (gsd nur teilweise!) Dummheit des Umfeldes.

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@SirFragesteller

Dann bitte ich dich um ein praktisches Beispiel. Ich verstehe dich nämlich auch nicht.

Wie können die Eltern entgegenwirken, so dass das Kind sich weniger auffällig verhält oder allgemein Symptome zeigt? Was machen Eltern falsch deren Kind deutliche ADHS Symptome zeigt? - Ich gehe jetzt davon aus, dass das Kind tatsächlich ADHS hat, denn diese Diagnose wird offenbar häufiger gestellt ("Modeerkrankung").

Ich denke nämlich, dass Eltern sehr viel tun würden, um ihrem Kind das Leiden und zusätzlich den Missmut durch die Gesellschaft zu ersparen. Und wenn du weißt, was sie tun oder unterlassen müssen ...

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@horribiledictu

Beides. Ich setze mich in meiner Freizeit mit antroposophischen Erziehungsmethoden auseinander und arbeite auch mit Kindern.

Die Einstellung zum Umfeld muss auch stimmen, damit man sich mit diesem auseinandersetzen kann. Wie gesagt. Wenn ich mich davon, dass ich angeguckt werde, runter ziehen lasse, geht das an einem kleinen Kind nicht vorbei.

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@isilang

Wie soll man das pauschal beantworten? Das ist im Einzelfall zu betrachten. Und im Idealfall nimmt man nicht nur das Kind unter die Lupe, sondern auch Bezugspersonen und das Umfeld.

Das Beste für sein Kind zu wollen ist natürlich erstmal nobel. Und ich werfe, wenn ich sage, dass es zum Teil an der Erziehung liegt, auch niemanden vor, dass er sich nicht bemühen würde.

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@SirFragesteller

Das stimmt, das tust du nicht. Aber du verknüpfst doch den Grad der Kranheit oder den Grad der Symptomatik mit dem Verhalten Eltern. So habe ich dich verstanden.

Das mag sogar ineinander greifen. Nur müsste man dann einen größeren Personenkreis, sogar die gesamte Gesellschaft mit ins Boot holen, denn Kinder haben ja weit mehr soziale Kontakte oder Bezugspersonen, als allein die Eltern.

Die Eltern haben bei der Erziehung etwas falsch gemacht"

In dem Moment, wo du dies bestätigst, stellst du eine pauschale Behauptung auf.

Daher meine Frage.

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@isilang

Ich stimme der Aussage teilweise zu. Der Grad der Erkrankung ist weiterhin nicht zu beeinflussen, der Umgang mit der Erkrankung schon. Heißt je auffälliger das Kind, umso bedachter muss man damit umgehen. Das bedeutet sicher auch mehr Anstrengung für die Eltern, wenn man entsprechenden Symptome eindämmen will. Dazu gehört es zum Beispiel das Kind entsprechend seiner Bedürfnisse auszulasten.

Dass man die gesamte Gesellschaft nicht umkrempeln kann, sollte klar sein. Es geht darum das Umfeld zu betrachten und dem Umgang bzw die Einstellung dazu zu überprüfen. ZB wie gehe ich mit den kritischen Blicken anderer um? Eltern, die ihr Kind als unangenehm empfinden, übertragen das als negative Emotion auf ihr Kind.

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@SirFragesteller

Alles klar. So differenziert ausgeführt verstehe ich dich. Ja, das klingt plausibel.

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@isilang

Mir war nicht bewusst, dass meine Antwort so provokant wirken würde, haha. Sorry dafür.

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Wer keine Ahnung vom Thema hat, sollte die Finger von der Tastatur lassen.

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Da Toleranz ihre Grenzen hat - sogar unter Deutschen - ist es unmöglich, allen Menschen gegenüber tolerant zu sein.

Es gibt das Toleranz-Paradoxon.
Strenggenommen müssten konsequent tolerante Leute auch Menschen tolerieren, deren Verhalten und (politische, religiöse, weißwasichnoch) Einstellungen ihnen zuwider ist.

Das gilt übrigens nicht nur für die Menschen in Deutschland.

Gegen Fehlinformationen und Gerüchte, hartnäckige Klischees helfen nur Aufklärung, Aufklärung und nochmals Aufklärung.
Am besten mittels fundierter Seite.

Ansonsten schauen, dass unbelehrbare Personen möglichst gemieden werden.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Wurde mit 50 diagnostiziert und seit 20 Jahren im Thema.

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