Buddhismus?

5 Antworten

Der Buddhismus unterscheidet sich von anderen Religionen, als er keinen Glauben verlangt. Du sollst nur das als richtig ansehen, was du selbst überprüft hast. Insofern ist es ein guter Anfang, sich eine Gemeinschaft anzusehen und dort insbesondere Meditation zu üben. Damit wirst du eigene Erfahrungen machen. Im übrigen setzt der Buddhismus darauf, dass nicht eine außerirdische Macht dich erlöst, sondern dass es von deinen eigenen Taten abhängt, wie es dir in Zukunft ergehen wird.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – 30 Jahre Belehrungen tibetischer Buddhismus; Zen
  • Ich würde gerne zum Buddhismus konvertieren

Wenn du in Deutschland lebst, geht das gar nicht offiziell, da der Buddhismus bei uns nicht als Religionsgemeinschaft anerkannt ist.

Trotzdem darfst du dich als Buddhist fühlen und bezeichnen, wenn du dich - nach deinen Möglichkeiten - bemühst, nach seinen Lehren zu leben.

Du solltest ein gewisses Verständnis der vier edlen Wahrheiten haben, der Tilakkhanas, der Silas und von Paticca Samuppada. Hilfreich wäre auch etwas Kenntnis der (damaligen östlichen) Mentalität (die heute in New Age und Esoterik teilweise wieder auflebt).

  • was im Internet steht kann ja auch nicht zu 100% immer die Warheit sein

Da hast du ganz Recht. Man sieht's ja schon an den (beinahe) unzähligen Gruppierungen, die sich alle unter Buddhismus zusammenfassen lassen. Noch schlimmer: Die Lehren wurden jahrhundertelang nur mündlich überliefert, und später kam auch noch das Übersetzungsproblem dazu.

Deshalb: Wie auch schon Paulus (Thessalonicherbrief) sagte: Prüfe alles und das Gute behalte.

Ansonsten: Gratulation zu deinem Entschluss und viel Erfolg dabei.

Geh einfach in eine buddhistische Gemeinde.

Schau dir die Leute an.

Mach die Meditationen mit.

Das bringt mehr als hier bei gf kurze Antworten zu bekommen.

Kauf dir mal Einführungen in den buddhismus. Bücher darüber.

Eine Religion, die keine Fehler enthält und es in dieser Religion Wunder gibt, zeichnet die Wahrheit aus. Dies sind nicht die einzigen Kriterien.

Wunder sind ein Zeichen von einer wahren Religion?

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@Goldlaub

Ja. Es gibt jedoch weitere Kriterien. Man kann die Wahrheit nicht ausschließlich mit Wundern bekräftigen, wenn es um Religion geht.

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@Goldlaub

Wie schön erwähnt ist das Wunder ein Kriterium. Desweiteren die Prophezeiungen, die natürlich auch Wunder sind. Jedoch meine ich mit dem 1. Wunder, die Wunder der Propheten und dann die Prophezeiungen, die ebenfalls ein Wunder sind. Beispielweise ist der Koran ein Wunder, denn es hat nicht nur wissenschaftliche Wunder, sondern ist auch unnachahmlich in seiner Lyrik. Die Widerspruchsfreiheit ist wichtig. Alleine deswegen kann man das Judentum und das Christentum ausschließen.

https://youtu.be/_ww8GD2nwbs?si=JNYw4PYQwEqF6a5E

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@Deckenstaendig

Warum ist der Koran von Allah auf arabisch "diktiert" worden?

Kann er keine anderen Sprachen?

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@Goldlaub

Allah hat entschieden, dass der Koran auf Arabisch herabgesandt wird. Allah hört alles, sieht alles und versteht alles. Allah hat einen freien Willen und macht, was Er will.

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@Goldlaub

Genau dafür gab es Tefsir-Gelehrten wie Ibn Kathir oder ibn al-Qayyim, möge Allah mit ihnen barmherzig sein, die den Koran interpretiert haben. Es gibt auch Tefsir zu den Ahadith (Mehrzahl von Hadith). Diese Werke wurden in anderen Sprachen übersetzt sowie der Koran selbst. Die Übersetzung ist jedoch nicht 100% genau, aber so gut es geht.

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@Deckenstaendig

Danke fürdie Antwort.

Warum teilt sich auch Allah (wie alle religiös begründeten Gotteswesen) nicht dem Menschen unmittelbar mit?

Findest du eine Religion, die über mehrere Instanzen (1. Prophet, 2. Schriftniederschreiber, 3. Übersetzer, 4. Auslegung heutiger Gelehrter, 5. Imam, und noch mehr Übertragungskanäle (Mohammed war des Lesens und Schreibens unkundig) tatsächlich "original" Allahs "Worte" sein sollen?

Wenn du des eigenständigen Nachdenkens mächtig bist - was denkst du dir bei diesen Tatsachen, die so ganz und gar nicht Ferhlerfreiheit garantieren.

Aber seis drum, bei diesem Thema.

Buddha hatte auch Erkennisse. Er benannte den Ursprung nur nicht Gott oder Allah. Glaubst du ehrlich daran, Allah hätte sich Mohammed mit den Worten "ICH bin Allah, der dich da inspiriert" vorgestellt? Ach komm.

Das Problem ist die leichtgläubige Art der geneigten Gläubigen. Sie wollen alle mit Gott in Kontakt kommen - aber am Liebsten nach dem Tod. Warum. Weil sie nicht Willens sind, in sich selbst das "zu öffnen", damit eine Erfahrung in ihren Geist eindringen kann, weil das wesentlich aufwändiger ist, als zu glauben und zu beten UND vorgefertigten Regeln zu folgen.

Wer von Gott (sofern es ihn gibt) inspiriert ist, braucht keine Religion. Religion ist das Hindernis für wahrhaft geistige Intention. Denn die Religion schreibt quasi vor, WIE Gott/Allah zu sein hat, damit er in das ganze Rhetorikmysterium passt. Und konditioniert deshalb auch den Intellekt*, wie er zu funktionieren hat, damit Intellekt und Glaube keinen Widerspruch offenbaren.

*Ist es Intellekt, der das hinterfragt oder ist es Intellekt, der folgsam adaptiert?

Klar, du kannst argumentieren, das sei auch nur mein Glaube. Wenn Gott/Allah Liebe IST, dann ist der mit dem erfüllt, das sowohl Liebe als auch Gott "genannt" wird. wer sie aber in sich hat, sie sich im Geist "ausbreiten" lässt, ist unmittelbar mit ihr konform. Hat Einsicht in das eigene Wesen der Unvollkommenheit, der Habgier, dem Neid, des Hochmutes, der Eifersucht, der Gewalt usw.

Um was die Gläubigen bitten, ist ein Platz im Jenseits, in dem sie sich mit genau den selben egoistischen Gedanken wähnen.

Mohammed mag "Eingebungen" gehabt haben wie viele andere. Der eine macht eine Religion daraus, der andere weist darauf hin, dass man diese "Eingebungen" als allgemeiner Mensch "empfangen, einsehen" kann. Buddha weist darauf hin. Er macht aus seiner Weisheit kein Dogma, wie z.B. Islam und das Christentum. Buddha beharrt nicht darauf Recht zu haben und dieses Recht gleichzeitig mit dem Verbot des eigenen Erfahren-Wollens (zu was ich hier hinweise) zu reglementieren.

Wenn du tatsächlich, unmittelbar und ohne einen Gedanken an die Liebe Liebe lebst, ist Liebe in dir. Wenn du ohne einen Gedanken an Gott, Allah, Messias, Paradies etc. Liebe lebst - was fehlt dann noch?

Du meinst vielleicht der Glaube an Allah. Dann hast du diesen Glauben erfüllt mit einem GOTTESBILD. Gottesbilder gibt es so viele wie Menschen, die an Gott glauben. Jede Religion hat ihre eigene Vorstellungen davon. Der Gedanke an Allah IST ein Gedanke, aber nicht Allah. Der Gedanke an Liebe IST nur ein Gedanke, keine Liebe. Viele haben aber nur diese Gedanken, Vorstellungen, Einbildungen, Glaubens-/Gedankenkonstrukte. Und nennen die dann Gott oder Allah. OK. Für die ist eine heilige Schrift ein Halt, ein Trost, in gewisser Weise ein Krücke, damit sie überhaupt etwas haben.

Aber wozu braucht jemand, der mit Liebe erfüllt ist Vorgaben, wie man damit umzugehen hat? Ernste Frage. Ist es nicht so, dass dieser außergewöhnliche Geist (der Liebe) von ganz allein weiß, wie er sich einzusetzen hat? Ja, das weiß er. Ganz ohne Koran, Bibel oder sonstigen Vorgaben.

Verstehst du, was ich meine?

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@Goldlaub

Hallo Goldlaub!

Ich habe deine Kommentare hier gelesen, besonders diese Aussagen sind mir aufgefallen:

Wunder sind ein Zeichen von einer wahren Religion?
was denkst du dir bei diesen Tatsachen, die so ganz und gar nicht Ferhlerfreiheit garantieren.
Das Problem ist die leichtgläubige Art der geneigten Gläubigen

Als ich das gelesen habe dachte ich, diese beiden Seiten könnten dich diesbezüglich vielleicht interessieren:

https://www.gutefrage.net/frage/gibt-es-beweise-das-der-ilsam-koran-falsch-ist-oder-kann-man-ihn-wiederlegen#answer-490173093

https://www.gutefrage.net/frage/sind-die-wissenschaftlichen-aussagen-im-koran-alle-nur-nachbearbeitet#answer-479947143

Falls sie dich nicht interessieren oder du sie bereits kennst, entschuldige ich mich für diesen Zwischenruf.

LG

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@Sturmtaucher2

Danke für deinen Beitrag.

Mir geht es nicht so sehr um die Beweisführung, ob dieser oder Glaube, diese oder jene Religion ob diese oder jene Annahme (sie sei Wahrheit) falsch oder richtig ist. In gewisser Weise hinterfrage ich den "Besitzer" des Intellektes, des Verstandes und allen seine ICH-Inhalten. Mir geht es auch nicht darum, Gott beweisen zu wollen oder zu widerlegen; sondern nur um die Funktionsweise des Glaubens, der ja sowohl in Religionen als auch im Aberglaube, Verschwörungsglaube oder Meinungen vertreten ist. Alles das sind nur Produkte und Konstrukte des eigenen Gedankenapparates. Allein diese geistige Instanz verursacht auch Irrtümer.

Kein kluger Mensch bezweifelt, dass das Denken und mit ihr ihre Konstrukte, ihre Vorstellungen usw. nicht das sind, was man sich erdenkt, an was man denkt, an was man glaubt. Der Glaube und die Vorstellung, ein inneres selbsterzeugtes Abbild von z.B. der Sonne ist NICHT die Sonne. Um sie wahr zu nehmen bedarf es kein Glaube, keine innere Vorstellung von ihr. Das geschieht durch Unmittelbarkeit, indem ich die Sonne sehe. Sehe ich von ihr mein inneres Bild, ist DAS nicht die Sonne.

Aber genau diese funktionsweise erhebt das Gottesbild zu einer falschen Annahmen, DAS sei gleichbedeutend mit Gott.

Alle (scheinbar) demütigen Gläubigen akzeptieren und bestätigen, dass der Mensch nicht in der Lage ist, Gott durch die menschlich eingeschränkten Gedankenschöpfungen zu "sehen". Verstehen aber wohl nicht, dass sie nicht wirklich verstehen. Wenn sie es wirklich erkennen würden, dass sie es eben mit genau diesen Gedankenvorgängen* tun, hätte sie eine Erkenntnis, eine Einsicht; Meine Gottesbild ist ein Bild meiner Gedanken. Und nicht eine Tatsache, wie die Sonne.

*Dabei ist es eigentlich so einfach. Jeder kann sich mit ein wenig Fantasie einen rosa Elefanten mit drei Augen vorstellen. Diese Vorstellung wiederum als Illusion zu erkennen, ist das, auf was ich hinweise. Man kann sich auch vorstellen, man hätte den Heiligen Geist empfangen oder ähnlich trügerisches geistiges Zeugs.

Deutlich wird es, wenn man Menschen, die den "wahren Gott" zu kennen glauben, das beschreiben lässt, was sie behaupten zu kennen. Da kommen nur Facetten des Geglaubten dabei heraus. aber nicht, was Gott nahe kommt (sofern es einen gibt).

Ich streite nicht ab, dass der Glaube eine gewisse Funktion für die Zufriedenheit, gegen Ängste und eine hilfreiche Krücke ist.

Das ist aber jede diesen menschlichen Bedürfnissen zugewandte "Religion", ich bezeichne sie allgemein mal als hilfreich geistige Hinwendung an das Positive, das man vom Glauben erwartet., egal ob man an Manitou, Shiva. Jesus, Jehowa, Allah, Wotan, Psychologie, Esoterik oder Zeus glaubt.

Ich gehe deshalb davon aus, dass der religiöse Glaube eine Art Übergangsbewusstsein ist, wie der Glaube eines Kindes, Papa kann alles.

Wenn das Kind das auch Jahrzehnte später noch glauben will ist das auch OK.

Es ist aber kein Makel am Menschen, seinem Intellekt, seinem Verstand seiner Einsichtsfähigkeit, wenn er das, was ich darlege versteht und nicht nur als Unsinn abtut. Oder?

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@Deckenstaendig

Wenn vage Prophezeiungen ein Wunder sind - was wären dann konkrete Prophezeiungen?

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@Goldlaub

Ich nehme für mich die wichtigsten Abschnitte heraus:

Wer von Gott (sofern es ihn gibt) inspiriert ist, braucht keine Religion. Religion ist das Hindernis für wahrhaft geistige Intention. Denn die Religion schreibt quasi vor, WIE Gott/Allah zu sein hat, damit er in das ganze Rhetorikmysterium passt. Und konditioniert deshalb auch den Intellekt*, wie er zu funktionieren hat, damit Intellekt und Glaube keinen Widerspruch offenbaren.

Der Islam schreibt nicht vor wie Allah zu sein hat, denn der Islam ist von Allah selbst. Ein Muslim ist derjenige, der sich Allah unterwirft. Adam war Muslim, Moses war Muslim, Jesus war Muslim, der Friede sei auf allen. Ihre Religion war der Islam. Islam bedeutet nämlich „Hingabe“, so meinte es zumindest Issam Bayan. Allah beschreibt sich selbst im Qur'an und, wenn der Prophet Muhammed, Frieden und Segen sei auf ihm, Allah auch beschreibt, so würde er Allah nicht falsch beschreiben.

Aber wozu braucht jemand, der mit Liebe erfüllt ist Vorgaben, wie man damit umzugehen hat? Ernste Frage. Ist es nicht so, dass dieser außergewöhnliche Geist (der Liebe) von ganz allein weiß, wie er sich einzusetzen hat? Ja, das weiß er. Ganz ohne Koran, Bibel oder sonstigen Vorgaben.

Das ist auch völliger Quatsch. Der Mensch kann durch seine Fitrah, also durch seine natürliche Veranlagung grundsätzlich falsch und richtig unterscheiden, jedoch ist der Mensch ohne Religion verloren, denn alleine kommt der Mensch nicht klar. Menschen werden nie zufrieden sein, die nicht den Islam annehmen und leben. Eine innere Leere wird bleiben, aber diese Leere ignorieren sie.

Die Frage ist aber woher du weißt, dass dieser Geist der Liebe ganz allein weiß, wie er sich einzusetzen hat? Du hast keine vernünftige Grundlage, um deine Moral logisch und rational zu beweisen. Dies sind Menschen, die ihren Gelüsten folgen.

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@Goldlaub

Wenn vage Prophezeiungen ein Wunder sind - was wären dann konkrete Prophezeiungen?

Im Islam haben wir keine vagen Prophezeiungen. Deswegen sind sie ein Wunder.

Beispielweise aus Sahih Muslim #157: Der Gesandte Allahs, Frieden und Segen sei auf ihm, sagte: „Die Stunde wird nicht (eher) eintreffen, [...] bis das Land der Araber wieder zu einem (grünen) Weideland mit Flüssen wird.“

Diese Prophezeiung ist sehr genau beispielsweise.

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Ich kann mich irren, aber der FS hat nicht gefragt wie man eine angeblich "wahre Religion erkennt" sondern was er im Buddhismus "als Anfänger alles wissen und beachten sollte"

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