Birne im Bad kaputt gegangen aber Sicherung nicht rausgesprungen. Wieso ist es dieses mal nicht rausgesprungen, ist das ein schlechtes Zeichen?

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6 Antworten

Die Sicherung ist ein Leitungsschutzschalter und löst dann aus, wenn der Strom zu groß ist. Dies ist bei einem Kurzschluss der Fall.

Der Glühfaden dünnt mit der Zeit aus. Im kalten Zustand ist der Widerstand sehr gering und entsprechend der Strom besonders hoch. Deshalb brennen Glühlampen auch meistens beim Einschalten durch.

Dass dabei die Sicherung auslöst, wird einen einfachen Grund haben: Der abgerissene Glühfaden fällt im Glaskörper nach unten. Ist das Leuchtmittel senkrecht (also mit dem Gewinde nach unten) eingeschraubt, so kann die abgerissene Glühwendel zwischen die Haltedrähte fallen - und zwar dorthin, wo der Abstand besonders gering ist. Und geringerer Abstand bedeutet weniger Widerstand, mehr Strom, mehr Leistung. Das ganze findet dann meist mit einem Lichtblitz (nicht Lichtbogen!) und einem Knall statt, und schon löst die Sicherung aus.

Schau Dir mal Deine Lampen an. Ich möchte wetten, dass da welche bei sind, bei denen die Sicherung nie auslöst. Warum? Weil das Leuchtmittel waagerecht oder mit Glaskörber nach unten eingeschraubt ist.

Nimm doch ESL oder LED-Leuchtmittel. Da reißt kein Glühfaden und Du sparst 'ne Menge Energie.

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hat überhaupt nichts zu sagen das die sicherung nicht ausgelöst hat.ist eigendlich der normalzustand wenn eine birne kaputt geht.in seltenen fällen kommt es mal vor das sie sich mit kurzschluss verabschiedet

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Nein,das ist kein schlechtes Zeichen. So wie ich Deine Frage verstehen soll,handelt es sich um eine "normale" Glühbirne. In einer Glühbirne befindet sich ja ein Glühfaden aus Wolframdraht. Mit der Zeit verdampft dieser Draht an der Oberfläche und die geringen Spuren von Atemluft die trotz des Vakuums in der Birne sind spröden das Glühfadenmaterial aus. Reißt dieser Faden dann, so brennt während des Reißens zwischen den offenen Enden ein starker Lichtbogen, der Großteile des Glühfadens verdampft. Dabei fließt ein sehr hoher Strom, manchmal zerplatzt die Lampe auch dabei. Das muß aber nicht immer so sein. Der Grund dafür ist der sogenannte Nulldurchgang der Netzspannung. Durchläuft die 50-Hertz Spannung gerade den Nullpunkt, so kann kein Lichtbogen zünden und die Sicherung bleibt heil,denn noch bevor die Spannung wieder ansteigt, sind die beiden Enden des Glühfadens soweit auseinander, daß kein Lichtbogen brennen kann.

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Kommentar von Worukk1
11.10.2015, 01:05

Hallo, danke für deine Super Antwort. aber sag mal, wieso springt sonst immer die sicherung raus? egal welche birne durchbrennt in der wohnung? das ist das erste mal das die sicherung nicht raus springt. 

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Kommentar von electrician
11.10.2015, 03:48

Spannend geschrieben, aber leider so nicht richtig. Allein die Begründung "Nulldurchgang", welcher immerhin alle 10 ms stattfindet: So schnell löst ja nicht einmal ein RCD aus. Es kann auch kein höherer Strom durch einen Lichtbogen an einer Stelle entstehen, an welcher sich gerade die Teilwiderstände des Glühdrahtes voneinander entfernen und an denen entsprechend auch nur Teilspannungen anliegen. Das was Du beschreibst, das gehört eher zur Hochspannungstechnik. Im 230 V-Stromnetz werden aber auch z.B. kopfgesteuerte Scheinwerfer betrieben. Diese arbeiten mit Metalldampfleuchtmitteln (Lichtbogenlampen), da fliegt auch keine Sicherung raus. Daran wird's also nicht liegen.

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Normalerweise wenn die Birne kaputt geht .... springt die Sicherung raus

Nein, das ist doch Unsinn! Normalerweise brennt eine Glühlampe ganz still und klammheimlich durch. Dass eine Glühlampe sich mit einem Kurzschluss verabschiedet, ist schon ein ziemlich seltenes Ereignis, auf dessen Beobachtung ich seit 70 Jahren warte.

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Kommentar von smatbohn
12.10.2015, 02:23

... da geht der Pfeil dreimal nach oben, erstens für den Obstersatz, zweitens für den richtigen Hinweis und drittens für die siebzig Jahre aktiven Wartens ... ;-)

Meine Erklärung: Es gibt altersschwache Sicherungsautomaten, die bei weit geringeren Strömen auslösen als aufgedruckt ... mit denen man keinen großen Winkelschleifer zum Laufen bringt ... und die kollabieren natürlich auch gern beim Ableben einer Glühlampe, bei dem ganz klar Stromspitzen auftreten können.

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Wenn eine Birne kaputt geht, springt nicht automatisch die Sicherung raus, bei mir jedenfalls nicht. Man wechselt die Birne und schon ist es wieder hell.

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Mach die sicherung raus da ist nichts schlimmes keine sorge einfach sicherung rausmachen lampe rausschrauben neue rein und sicherung an fertig

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