Bin ich ein schlechter Muslim, weil ich zu McDonalds gehe?

13 Antworten

Als Muslim solltest du nicht nur darauf achten, dass du keine Schweinefleisch ist, sondern auch, dass es halal geschlachtet wurde.

Was du tust, ist nicht richtig. Bitte denke mal darüber nach und versuche dich zu bessern.

Naja also Haram ist das schon würde dir lieber empfehlen vielleicht einen Vegetarischen Bürger dort zu essen oder Schweinefleisch raus tun

Vegetarischer BÜRGER ...... nun ja .... das wirft wahrlich Probleme bei der Ernährung auf ;-))

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Das Schweinefleisch rauszutun macht den Verzehr des Burgers dann aber nicht helal, da trotzdem noch Spuren vom Schweinefleisch auf dem Burger sind und dies zu essen wäre sehr Haram.

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Nein, das bist du nicht, eher ungehorsam. Aber weil dein Gewissen anschlägt, was man an deiner Frage sieht, bist du eben kein schlechter Muslim.

Schweinefleisch wurde nicht nur im Islam verboten, sondern auch im Judentum. Kein Wunder, ist ja dieselbe Grundlage. Für Christen wurde das Gebot aufgehoben. Warum sollte Gott Unterschiede machen und den Muslim unnötiges auferlegen?

Früher konnte der Genuss von Schweinefleisch lebensgefährlich sein, weil man keine Möglichkeit hatte, das Fleisch auf Trichinen zu untersuchen. Heute wird jedes Tier untersucht, somit ist das Verbot erstmal sinnlos geworden.

Gebote von Gott waren nie als Last gedacht, sondern als Hilfe, als Entlastung, als Schutz der Gesundheit usw. Leider haben Menschen die Gebote ausgeweitet und allgemein angewandt ohne Rücksicht auf die jeweilige Situation.

Jesus sagte deswegen einmal: (Matthäus 23:2-4) „Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf Moses’ Stuhl gesetzt. ... Sie binden schwere Lasten zusammen und legen sie auf die Schultern der Menschen, ..."

Damit waren keine buchstäblichen Lasten gemeint sondern Gesetze und Gebote.

Die Folge ist, dass heute besonders viele junge Menschen verunsichert sind und z. B. hier auf dieser Plattform sich dauernd vergewissern, ob sie gegen ein Gebot verstoßen haben und was die Folge ist, so, als wäre Gott ein Erbsenzähler und würde nur darauf lauern, Verstöße gegen seine Verordnungen zu fanden.

Wie passt das zusammen, das Gott Liebe ist?
(1. Johannes 4:8) Wer nicht liebt, hat Gott nicht kennengelernt, denn Gott ist Liebe.

Wie passt das zusammen, dass Gott sich unserer Unvollkommenheit bewusst ist?
(Psalm 103:10-14) Er hat uns nicht so behandelt, wie wir es wegen unserer Sünden verdienen, noch hat er uns unsere Vergehen heimgezahlt. Denn so hoch, wie sich der Himmel über die Erde erhebt, so groß ist seine loyale Liebe zu denen, die Ehrfurcht vor ihm haben. So weit weg, wie der Sonnenaufgang vom Sonnenuntergang ist, so weit hat er unsere Übertretungen von uns entfernt. So wie ein Vater mit seinen Söhnen barmherzig ist, so ist JHWH mit denen barmherzig, die Ehrfurcht vor ihm haben. Denn er kennt unsere Beschaffenheit nur zu gut, er denkt daran, dass wir Staub sind.

Viel wichtiger als Gebote, Verbote und Gesetze kennen zulernen, die zum Teil eh nicht mehr gelten, ist es besser, die dahinterstehende Grundsätze zu erkennen und anzuwenden.

Zwei Bespiele, wie du das machen kannst. Der Islam hält sich als Grundlage an die Gesetze, die im Pentateuch - in den 5 Bücher Mose - festgehalten sind.

Diese Gesetze haben - weil sich Menschen immer mehr von Gott abgewandt haben - im Laufe der Zeit Fragen aufgeworfen. Man hat dann die Gebote selbst ausgelegt und den Menschen immer mehr Lasten aufgebunden. Was aber, wenn du in eine Situation kommst, für die es kein Gebot gibt? So ergab eins das andere.

Jesus hat all dieses Gebote - das mosaische Gesetz - aufgehoben und durch zwei einfache Grundsätze ersetzt, die alles enthalten, was du zum Leben brauchst und mit denen du ein gutes Verhältnis zu Gott haben kannst.

Der erste Grundsatz:
(Matthäus 22:37) „ ‚Liebe JHWH, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen, deiner ganzen Seele und deinem ganzen Denken.

Der zweite: (Matthäus 22:39)‚Du sollst deinen Mitmenschen lieben wie dich selbst.‘

Und dann fügte er noch was interessantes hinzu: (Matthäus 22:40) Diese zwei Gebote sind die Grundlage für das ganze Gesetz und die Propheten.“

Was bedeutet das jetzt? Nun wenn ich Gott liebe mit meinem ganzen Herzen, dann versuche ich ihn nicht zu eintäuschen, indem ich was tue, was Gottes Wesen entgegen spricht. Zum Beispiel habe ich oben 1. Johannes 4:8 erwähnt: Wer nicht liebt, hat Gott nicht kennengelernt, denn Gott ist Liebe.

Wenn ich also lieblos handle- egal warum, wieso wann und wie - handle ich gegen Gott.

Oder wenn ich meinen Mitmenschen liebe wie mich selbst, dann betrüge ich ihn nicht, bestehle ihn nicht, belüge ihn nicht usw. denn wenn ich dies täte, könnte ich ihn nicht lieben wie mich selbst, denn mich selbst betrüge, bestehle und belüge ich mich ja auch nicht.

Da brauch ich kein expliziertes Gebot, dass das verbietet.

Es kommt in deiner Frage also nicht darauf an, ob ich Schweinefleisch essen darf oder nicht, und ob du hier gegen eine Gebot verstoßen hast oder nicht, sondern darum, wie du persönlich zu Gott stehst, wie tief dein Verhältnis zu ihm ist, was dein Gewissen sagt und was dir im Moment wichtiger ist: ein gutes Gewissen und Verhältnis zu Gott oder eben zu dem, was du machen möchtest.

Wenn du weißt, dass das Verbot, Schweinefleisch zu essen, seit fast 2000 Jahren nicht mehr besteht und du ein gutes Gefühl hast, bitte. Das belastet dein Verhältnis zu Gott nicht.

Wenn du nicht sicher bist, ob das Verbot tatsächlich aufgehoben wurde und ob das auch für dich gilt und dein Gewissen (und dein Verhältnis zu Gott) belastet, dann frage dich, ob dir der Genuss von Fastfood das wirklich wert ist.

Du musst dein Verhältnis zu Gott selbst aufbauen. Du kannst tausend Fragen stellen, die Entscheidung, was du tust, triffst du allein. Und du wirst dich für bewusste Übertretungen vor Gott verantworten. Das kannst du nicht auf deine "Ratgeber" verschieben.

Also, lerne Gott wirklich kennen und handle nach bestem Wissen und Gewissen oder lass es sein. Es ist deine Entscheidung.

Das ist eine so logische und wahrhaft christliche Antwort. Der wahre Gott ist LIebe - das ist die Botschaft die euer Prophet Isai gebracht hat.

Ihr lieben Muslime, laßt euch von euren Imanen nicht knechten, da wo es geistige Freiheit geben sollte.

Allerdings hat die "Christenheit" versagt, sie hat das Wort Gottes verworfen. Deshalb haben sie auch keinen Einfluß mehr auf ihre Anhänger.

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Was ist ein guter Muslim? Was ist ein guter oder schlechter Christ?

Nur weil jemand in eine Religion reingeboren ist, bedeutet es nicht, dass einem bei einer Verletzung der fragwürdigen Regeln (die in die Kategorie Märchenstunde einzuordnen sind) der Blitz beim scheixxen trifft.

Sofern man an Himmel und Hölle glaubt ist man wohl als "gläubig" einzustufen. Dann wird man auch ohne es zu hinterfragen die Regeln (so unlogisch sie zum Teil sind) einhalten. Wenn nicht, dann nicht!

Ich bin Christ, aber auch Naturwissenschaftler. Himmel und Hölle gibt es nicht (solange es nicht bewiesen ist). Klar halte ich mich (mehr oder weniger) an die 10 Gebote ... aber nicht weil ich sonst in die Hölle kommen würde.

Bei Moslems (oder Juden, oder oder oder) wird es ähnlich sein. Nicht jeder ist streng gläubig. Nicht jeder sprengt sich in die Luft in der Hoffnung die Jungfrauen ... eh schon wissen. Nicht jeder verzichtet auf Schweinefleisch! Und? Geht nur dich selbst was an ... es hat keine Auswirkungen auf irgendwas oder irgendjemanden.

Eine komische Religion die vor allem aus der ständigen Angst besteht irgendwas falsch zu machen.

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