Benutzt ihr beim Reiten einen Sperrriemen?

Das Ergebnis basiert auf 20 Abstimmungen

Ohne Sperrriemen 55%
Mit Sperrriemen 25%
Mal so, mal so 20%

14 Antworten

der sperriemen hat einen nutzen.

es gibt 2 möglichkeiten, ihn korrekt zu verschnalllen. zum springen und im gelände verschnallt man nur über die nase, fädelt den riemen durch die gebissringe und führt ihn wieder auf die nase zurück und schnallt ihn zu, ohne dass er unter spannung steht.

das soll verhindern, dass bei einem sturz des reiters, bei dem die zügel nicht losgelassen werden, dem pferd das zaumzeug vom kopf gezogen wird. bei korrekter befestigung ist der sperrriemen beim reiten ohne einwirkung.

wenn er als pullriemen verwendet wird, dient er dazu, das gebiss am platz zu halten. durch den pullriemen hat die reiterhand mehr einwirkung auf den nasenrücken und das genick. bei korrekter verschnallung wird die trense entlastet und das gebiss liegt ruhiger im maul.

erfahrene reiter benötigen keinen sperrriemen.

bei pferden mit kurzer maulspalte verwendet man sowieso ein hannoversches reithalfter, um das trensengebiss so im pferdemaul zu positionieren, dass es nicht gegen die vorderzähne schlägt.. das hannoversche ähnelt dem merothischen reithalfter und ist wie dieses auch zum gebisslosen reiten geeignet.

das englische reithalfter sieht keinen sperriemen vor. englisch kombinierte halte ich nicht für sinnvoll, ausser mit geländeverschnallung des sperrriemens. allenfalls würde sich noch ein schwedisches reithalfter anbieten.

oder man entscheidet sich gleich für ein mexikanisches, weil man gezielt über die wirkung nachgedacht hat.

ich hab auch nichts dagegen, nur mit reithalfter zu reiten oder einfach mit einem trensenzaum mit reithalfter.

Woher ich das weiß:Beruf – Sachgerechter Umgang ist aktiver Tierschutz!

Von diesen nutzen habe ich auch schon gehört, aber die meisten benutzen ihn ja selbst beim springen nur um das Maul zuzubinden...

Darüber dass das Gebiss ruhiger liegt, gehen ja sogar hier die Meinungen auseinander (Ich kenne mich da nicht so aus)

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Ohne Sperrriemen

Nein. Ich mag ihn nicht, auch nicht, wenn er korrekt verschnallt ist. Hatte schon zuviele Pferde unter dem Sattel, die davon echten Schaden erlitten haben. Denen man das Maul bis zum Anschlag zugeschnürt hat, was natürlich gegen das eigentliche Problem (Durchgehen, etc.) 0 geholfen hat. Im Gegenteil.

Es ist ordentlich Arbeit, solch einem Pferd wenigstens wieder einigermaßen das Vertrauen in das Gebiss/die Reiterhand zurück zu geben. Oft bleibt trotzdem was zurück, zB kauen die dann oft sehr laut, hacken auf dem Gebiss, knirschen, ziehen die Lippen hoch, die Zunge ist unruhig.

Es ist manchmal einfach nur gruselig, welcher "Hilfsmittel" sich Menschen bedienen...

Woher ich das weiß:Beruf – Pferdewirtschaftsmeister
Ohne Sperrriemen

"ein Pferd ist kein Postpaket, das man verschnüren muß" sagten vor 40 JAhren schon Ursula Bruns und Linda Tellington-Jones und das ist auch heute noch so!

Ich benutze nur einen Kopfriemen - je weniger Zeugs am Kopf desto glücklichere Pferde habe ich, egal ob Vollblüter, Tinker, Altoldenbureger, Araber, Rennsemmel aus Island oder Remonten jedweder Rasse: weniger ist meeehr!

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Reiten-Haltung-Zucht-Ausbildung n.LTJ u.ä.

Ja, finde ich auch. Als ich mal in einer Reitschule einen Dressurkurs gemacht habe, dachte ich mir auch "Die sind ja verschnürt wie Geschenke"! Sperrriemen, Ausbinder und Schweifriemen. Und dann rummeckern wenn das Pony mir nicht gleich gehorcht...Traurig.

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Ohne Sperrriemen

Ich reite immer ohne Sperrriemen, da ich kein Fan davon bin und auch den Nutzen darin nicht sehe. Ich brauche den nicht, meine Pferde sperren ihr Maul nicht auf. Wenn Pferde das tun, finde ich das schon traurig genug und das auch noch mit einem Sperrriemen zu kaschieren...

Der Sperrriemen beeinträchtigt das Pferd nur in der Atmung, beim Kauen und beim Schlucken. Viele glauben ja, dass durch den Sperrriemen das Gebiss ruhiger im Maul liegt und er den Druck besser verteilt, das sehe ich allerdings nicht so. Damit der Sperrriemen das Gebiss im Maul stabilisiert, müsste er schon wirklich fest gezogen sein und das fügt dem Pferd ziemliche Schmerzen und Probleme bei der Atmung zu. Wenn man den Sperrriemen aber korrekt verschnallt, ist er zu locker, um wirklich als Druckverteiler und zur Stabilisierung des Gebisses zu dienen, aber dennoch fest genug, um dem Pferd Schmerzen und Probleme zuzufügen. Also sehe ich keinen Sinn im Sperrriemen und verwende ihn auch nicht.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Ohne Sperrriemen

Nein, ich reite ohne Sperriemen.

Und der alte Pullerriemen wurde übrigens anders verschnallt. Ich bin kein Fan davon. Man sagt, dass durch den Sperriemen das Gebiss ruhiger sitzt. Mag sein, aber da ich mit Schenkeltrense reite, erübrigt sich der Sperriemen, da das Gebiss durch die Schenkel schon ruhig liegt.

Außerdem finde ich viel Leder an einem schönen Araberkopf hässlich. Postpaketverschnürung mag vielleicht einem Pferd mit einem Kopf wie ein Kindersarg stehen, aber sicher keinem Araber.

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