Bachelor/Master-Abschluss Note?

1 Antwort

Hallo JonasKamu,

in Deutschland ist das Prestige der Hochschule nicht wirklich entscheidend, von ein paar wenigen Ausnahmen mal abgesehen.

Es gibt meiner Meinung nach auch keine Eliteunis a la Harvard und Oxford in Deutschland, nur Hochschulen die sich auf einem speziellen Gebiet einen guten "Ruf" in der Forschung erarbeitet haben.

Ein schlechter Abschluss von einer "guten" Hochschule wird dir also nichts bringen.

Und es ist auch nicht gesagt, dass an einer Uni mit einem guten Ruf der Studiengang schwerer sein muss, er kann auch durchaus leichter sein weil dort die besseren Professoren lehren, die alles besser erklären können.

Generell kann man sagen, dass die Abschlussnote schon sehr wichtig ist für den Berufseinstieg, wenn man aber schon Praxiserfahrung hat kann das natürlich eine etwas schlechtere Note kompensieren.

Bei den Bachelor- und Masterabschlüssen sollte sich die Note schon mindestens im guten Bereich bewegen, wobei es da natürlich auch immer darauf ankommt wie gerade der Bedarf in der entsprechenden Branche ist.

Die sehr guten und guten Bachelorabschlüsse bekommt man in der Regel auch so ziemlich geschenkt von den Unis, zumindest in den Geisteswissenschafen, in den MINT-Fächern ist der Stoff schon deutlich umfangreicher, aber dennoch überwiegen die sehr guten und guten Noten.

Also noch mal zusammengefasst. Den Arbeitgeber interessiert es nicht an welcher Hochschule du warst, es gibt keine leichten und schweren Unis, deine Bachelornote sollte schon im guten Bereich sein, was aber auch kein Hexenwerk ist.

Ich hoffe ich konnte deine Frage beantworten :-)

Hi AntwortbotPX0,

erstmal vielen Dank für deine schnelle Antwort. Ich weiß, dass Uni-Ranking in Deutschland, anders als in ein paar andere Ländern, keine besonders große Rolle spielt. Dennoch finde ich, dass die RWTH Aachen in den Ingenieurswissenschaft, vergleichsweise zu andere Unis in Deutschland, schon zu einer Elite-Uni zählt. Aber die Uni ist auch dafür bekannt, dass die Studiengänge sehr anspruchsvoll sind, was auch die hohen Abbruchquoten (~70%) zeigen. Deshalb gehe ich auch davon aus, dass mein Abschluss dort wahrscheinlich schlechter wird, als wenn ich das Studienfach an einer "etwas einfacheren" Uni studiere. Ist das mit dem Beispiel von RWTH Aachen auch immer noch so, dass letztendlich die Abschlussnote zählt, oder kann man Aachen als eine Elite-Uni betrachten und da spielt die Abschlussnote nicht so eine große Rolle, natürlich nur wenn sie nicht zu schlecht ist, kurz gesagt nur eine "durchschnittliche" Abschlussnote?

0
@JonasKamu

Es kann natürlich vorkommen, dass du dich bei einer Firma bewirbst und der Personaler dort selbst an der RWTH war und deswegen Bewerber von der RWTH bei gleicher Qualifikation bevorzugt. Allgemein bleibe ich aber bei dem was ich oben ausgeführt habe. Die Personaler sortieren erst einmal nach Noten, ohne auf irgendetwas anderes zu gucken, wenn du da schon raus fliegst bringt dir ein möglicher RWTH-Bonus nichts. Es ist halt wenn überhaupt nur ein Bonus, mit dem du dich noch mal von den anderen Bewerbern abheben kannst, die ansonsten genauso qualifiziert sind für den Job wie du.

Und zum Thema "durchschnittliche Abschlussnote": Das ist halt immer noch ein "gut". Es mag ja sein, dass an der RWTH z.B. der Durchschnitt bei "befriedigend" liegt weil es dort anspruchsvoller ist, das ist dann aber insgesamt trotzdem unterdurchschnittlich.

Es gibt natürlich auch noch Faktoren wie du eine unterdurchschnittliche Note ausgleichen kannst, z.B. indem du bereits ein Praktikum in dem Betrieb wo du dich bewirbst gemacht hast, also wenn du unbedingt zur RWTH willst, lass dir durch die Noten keine Angst machen.

0

Was möchtest Du wissen?