Auf was genau muss ich bei einem Pitbull kauf bei einem Züchter achten. Wann sollte ich misstrauisch werden etc.?

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6 Antworten

Hi,

Ich wäre schon skeptisch wenn jemand meint Pitbulls zu züchten ;) Um meine Bedenken zu erläutern geh ich geschichtlich mal in die Zeit der Hundekämpfe zurück die in sogenannten Pits ausgeübt wurden, das Wort Pit steht für Kampfarena. Dafür wurden bullartige Terrier verwendet, daraus entstand das Wort Pitbull, es war keine Rasse sondern damit waren Hunde gemeint die in Kampfarenen gekämpft haben. An Rassen wurde dafür zB der englische  Bull and Terrier verwendet: https://en.m.wikipedia.org/wiki/Bull_and_Terrier

Als in England das verboten wurde sind die Kämpfe in den USA fortgeführt worden, woraus der American Staffordshire Terrier entstand, der umgangssprachlich auch Pitbull genannt wurde. In England hingegen entstand der Staffordshire Bullterrier. 

Du solltest also wenn du zu ein Züchter willst erstmal eine Rasse wählen, die es auch tatsächlich gibt ;) 

Also entweder ein Staffordshire Bull Terrier oder ein American Staffordshire Terrier, diese Rassen werden vom VDH gezüchtet, wo man dann auch echte Züchter findet. Hinzu kommt das du zunächst dir die rechtliche Situation im Wohnort anschauen musst das diese Rassen diverse Auflagen mit sich bringen, in vielen Bundesländern gibt es ein Zuchtverbot und ein Verbot des Handelns mit den Welpen was dann zur Folge hat das du dich strafbar machst und der arme Hund ins Tierheim muss. 

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Kommentar von Charonxoxo
25.09.2016, 14:33

Ja das ist mir bewusst das es eigentlich keine Rasse ist, jedoch gibt es ja die mix mit dem bull terrier etc aber ich finde den reinrassigen pitty also der american pitbull am schoensten da er nicht zu massig ist , dennoch stabil gebaut. keine Ahnung ob man das versteht:) - in Hessen ist das jedoch kein Problem. So weit ich weiss, denn ich habe mich eigentlich schon informiert:) - naja ich gucke halt manchmal bei Ebay klein anzeigen bzw kleinanzeigen (aber das ist mir immer so unseriös) und auch bei anderen seiten, doch ich weis nie wem und was ich vertrauen soll.

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Interessant wäre eher zu wissen, ob du genügend Platz für den Hund hast, einen Garten z.B.? Bzw. ob du genügend Zeit hast, so dass der Gute nicht länger als ein paar Stunden täglich alleine ist (als Welpe wenige Minuten pro Tag). Ob du ihm genügend Auslauf bieten kannst? 3-4mal täglich Spazierne gehen, davon mindestens einmal 30min bis 1h täglich. 

Kannst du es dir finanziell leisten, ich rede nicht nur von den 50-60€ für Nahrung pro Monat, sondern auch Arztkosten, Impfen etc, ... das können schnell mal ein paar Tausend im Jahr werden, wenn das Tier krank ist.

Wenn du dir dann auch noch über die Pflichten die mit einem Pitbull einher gehen, wie Maulkorbpflicht, Leinenpflicht, hohe Steuern etc, ... bewusst bist. Dann sollte alles okay sein. 

Aber nun zu deiner eigentlichen Frage, achte drauf dass die Tiere sich frei bewegen können und genügend Auslauf haben. Das die Tiere geimpft und gechipt sind. Das die Tiere gesund aussehen und der Züchter geduldig und ruhig mit ihnen umgeht. Guck dir die Eltern an, sehen sie gesund und gepfelgt aus? Handelt der Züchter mit den Tieren oder betreibt er die Zucht privat? Gibt es einen Stammbaum? Nachweis über die eltern und Großeltern etc. Bekommen sie Tiere gutes Futter, kein Pappmaschee wie Padigree oder Hausmarken von Lidl/Aldi, handelt es sich um Welpenfutter, oder Adult Futter, ...

Handel nach deinem Bauchgefühl. Ist meist richtig. Wenn dir was komisch vor kommt, Hände weg. 

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Kommentar von Charonxoxo
25.09.2016, 14:14

Vielen vielen dank! 

Also erst einmal. Ich werde mir bis frühstens nächstes Jahr eh keinen Hund holen, da ich noch in die Schule gehe & meine Eltern wollen zurzeit keinen Hund, ist aber auch verständlich weil sie viel Beruflich zutun haben. Ab nächstem Jahr werde ich dann studieren und habe deshalb viel Zeit, denn in den Vorlesungen darf man wohl seinen Hund mitnehmen & als Welpe ist er dann ja eh unauffälliger :) - ich werde in einer Wohnung wohnen, doch da ich viel draussen unterwegs bin werde ich meinen Hund mitnehmen. Und wenn ich dann doch weg fahren sollte. Kann er im Garten meiner Eltern oder Großeltern bleiben. Mit den Steuern und Versicherungen habe ich mich auch schon auseinander gesetzt das ist hier in dem Ort wo ich lebe nicht so hoch. Höchstens 70€ im monat. Das mit der Leinenpflicht ist da, jedoch keine Maulkorbpflicht. :)

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Wenn du schon einen Pitbull haben willst und du die Erfahrung hast, dann gehe doch in eine Tierheim! Es hat doch so viele die dringend ein neues zuhause suchen. Dort wirst du auch toll beraten und man sucht für dich den Pitbull, der zu dir passt.

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Kommentar von Charonxoxo
25.09.2016, 14:02

Ja, darüber habe ich auch schon nach gedacht, nur um ehrlich zu sein habe ich etwas angst, da sie ja vielleicht doch einen knacks weg haben. Denn ich war damals wo ich so ca 14/15 war in einem Tierheim wo es nur "Kampfhunde" gab weil ich mich sehr für Rotweiler bzw Pitbulls interessiert habe & ich muss sagen ich hatte etwas angst, weil sie doch ziemlich agressiev reagiert haben, nicht alle doch viele und man weiß nie was ihnen passiert ist. & wenn ich dann doch einmal was falsch mache das ich meinen Hund dann doch nicht unter kontrolle habe. Deshalb will ich auf jeden Fall auch einen Welpen. - aber vielen Dank für deine Antwort:)

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Du solltest darauf achten, dass du den Hund von einem seriösen Züchter aus einem Zuchtverband erwirbst. Neben einer guten Aufzucht kannst du dir da auch sicher sein, dass die Zuchtvereine auf die Einhaltung der sinnfreien und unbegründeten Reglementierungen achten, die viele Bundesländer u.a. dem American Pitbull Terrier auferlegen.

Bereits das gestaltet sich aber schwierig, da der American Pit Bull Terrier keine FCI-Anerkennung hat, sondern lediglich vom UKC geführt wird, einem Verband, der in den USA sitzt. Einen Züchter in Deutschland zu finden, ist also nahezu unmöglich.

Was hier angeboten wird, ist zu 99 % Schindluder und Träumerei über angebliche Zuchtlinien ("Rednose", "Blueline"), die offiziell nicht existieren oder gar im Widerspruch zum Rassestandard stehen.

Mein Tipp also: American Pit Bull Terrier, bzw. Hunde, die dieser Rasse ähneln, kann man hierzulande eigentlich nur aus dem Tierschutz beziehen. Ansonsten einen Hund aus Amerika importieren (was nach § 2 Abs. 1 Satz 1 HundVerbrEinfG praktisch verboten ist, auch wenn dieses Gesetz massiv an Normenklarheit zu wünschen übrig lässt) oder sich eben für eine andere, in Deutschland gezüchtete Rasse entscheiden.

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Kommentar von Charonxoxo
25.09.2016, 14:37

Oh vielen Dank! Das wusste ich gar nicht. Also das der American Pitbull so schwer ist hier zu bekommen. Jetzt wird mir auch klar warum ich manchmal auf amerikanischen seiten gelandet bin. Weil ich unbedingt einein Blueline welpen haben wollte. 

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Darf ich erst mal erfahren in welchem Bundesland du lebst? Es gibt nur sehr wenige wo der Kauf von einem Züchter erlaubt ist ...

Sorry falls dich die Frage stört aber hier kommen leider auch viele hin die denken sich "Ach ja ... Ich Kauf mir mal einfach so beb listen Hund. Wird schon schief gehen"

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Kommentar von Charonxoxo
25.09.2016, 14:06

Ja ich weiß schon was du meinst und ich finde die Frage ueberhaupt nicht schlimm:)  - ich hab mich aber schon damit beschäftigt & das ist hier ueberhaupt kein Problem , ich bin aus Hessen & mein Bruder hat bereits einen Amstaff, und ich habe schon mit leuten auf der Straße geredet die einen Pitbull hatten. Also ich muss nur zum Rathaus & das alles anmelden, so steht es zu Mindest auf der Website. Ich bin mir halt nur unsicher auf was ich beim Kauf eher achten soll, weil die preise gehen ja auch ziemlich auseinander.

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Deine Frage wurde schon ausgiebig beantwortet:

https://www.gutefrage.net/frage/was-beachten-beim-pit-bull-kaufen

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Kommentar von Charonxoxo
25.09.2016, 14:22

Ich habe mir ihre Frage schon davor angeschaut, doch fand ich es nicht wirklich hilfreich, weil sie doch ziemlich runter gemacht wurde. Ich meine man kann nicht verallgemeinern, dass nur weil man keine bzw kaum Erfahrung hat. Das man deshalb ein schlechter Hundehalter ist. Man muss nur wissen wie man seinen Alltag genau um den Hund plant und wie genau gehandelt werden sollte, wenn doch  einmal etwas schief geht. Und ich denke auch, dass obwohl man Hunde"erfahrung" hat das man nicht unbedingt kompetent genug ist um wirklich einen Hund zu halten. 

Aber danke trotzdem:)

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