Atheismus oder Agnostizismus?

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Das Ergebnis basiert auf 37 Abstimmungen

Atheist 35%
Agnostiker 29%
irgendwas anderes 24%
Theist (Christ, Moslem, Jude, usw. usw.) 10%

33 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Agnostiker

Es handelt sich in Sachen Glauben um sehr persönliche Entscheidungen. Diese Entscheidungen passen nicht in eine allgemeine Kathegorie "richtig" oder "falsch". Die Frage ist, lebt jemand seine Überzeugung konsequent oder nicht, denn nur daran lässt sich erkennen, ob er von seinem Glauben "durchdrungen" ist oder ob es sich um intellektuelle Spielerei handelt. Da es sich hier also um die ganz persönliche Lebensgestaltung handelt, lasse ich mich in meiner Überzeugung darin von niemandem bewerten: Herr Adams kann mich mal. Das heißt nicht, dass man drüber reden kann, wenn es offen und ehrlich gemeint ist und ohne missionarische Vergewaltigung. Herr Adams hat laut Wikipedia den Evolutionsbiologen Richard Dawkins verehrt. Dessen Buch "Der Gotteswahn" ist philosophisch höchst umstritten. Selbst in der Zeitschrift "Aufklärung und Kritik" der 'Gesellschaft für kritische Philosophie Nürnberg' (gkpn.de) kommt das Buch nicht gut weg. Die Argumente sind nicht neu. Auch Dawkins erweist sich als Missionar des Atheismus. Eine seltsame Missio (Sendung), wenn es doch gar keinen Sender gibt.

Theist (Christ, Moslem, Jude, usw. usw.)

Also ich bin wohl so eine Art Ignostiker.

Ich denke, es macht keinen Sinn, die Frage nach der Existenz eines Gottes zu beantworten, wenn man sich nicht im Klaren darüber ist, was mit dem Begriff "Gott" überhaupt gemeint sein soll - und mit dem Begriff "Existenz".

Atheist

Agnostizismus ist nicht direkt Feigheit, sondern eher Unsicherheit. Ich muss mich entscheiden ob ich nun an gar kein Überwesen glaube, oder ob ich ihm eine mystische Gestalt in irgendeiner Form gebe. Als Atheist gibt es weder ein Überwesen, noch irgendeine Form von "Schöpfer". Einzig Natur und Universum erkenne ich an, sonst nichts. Alles andere ist schon eine gewisse Art von Gläubigkeit.

Wie steht ihr zur Religion oder zum Glauben? Ist sie Teil eures Lebens?

Da die letzte richtige Diskussion aus dem Jahr 2009 ist, möchte ich das Thema 2016 nochmal aufgreifen und etwas anders an es herantreten.

Vielleicht beantwortet ihr auch nur einen Teil der Fragen oder ganz allgemein, weil die Detailfragen einen schon in eine bestimmte Richtung lenken.

Wie seht ihr die Religion? Ist sie ein Teil eures Lebens? Und was lässt euch glauben, dass ihr die "richtige" Religion habt? Viele Menschen sind heute der Meinung, dass die Religionsfreiheit ein hohes Gut sei. Man toleriere den Glauben anderer. Glauben heiße nicht "Wissen". Aber warum Glauben und warum genau diese eine Art und Weise?

Auch habe ich bereits die Ansicht kennenlernen dürfen, dass der Glaube historisch gesehen eine Entwicklung durchmacht. Der Mensch entwickelt sich weg vom Glauben. Frühere Frömmigkeit ist heute selten. Man sagt der Mensch sei heute aufgeklärter und brauche den Glauben nicht mehr. Wie steht ihr dazu?

Auch die Moral der Bibel hat sich vo alten bis zum neuen Testament deutlich verändert. Ist der Glaube demnach etwa ein Stück Kultur, das sich mit der zeit verändert? Gibt es überhaupt einen richtigen Glauben, wie von den Urchristen behauptet? Macht es überhaupt Sinn zu glauben, wenn das was richtig ist sich sowieso alle 100 Jahre ändert?

Viele Menschen suchen auch Trost im Glauben. Er hilft ihnen schwierige Situationen auszustehen. Aber ist er dann nicht nur Mittel zum Zweck?

Heute ist der Glaube deutlich liberaler als in vergangenen Zeiten. Vieles wird so ausgelegt wie es passt. Zitate aus dem alten Testament gelten nur noch als symbolisch. Sollte man als Christ bibelnah leben? Ist man ein Christ, wenn man getauft ist, aber nicht in die Kirche geht?

Zur Umfrage:

Atheismus - man verneint die Existenz von Göttern

Pantheismus - Gott und die Natur werden als eine Einheit gesehen

Deismus - man glaubt an einen Gott als Schöpfer, aber nicht daran, dass er sich heute in unser Leben einmischt und auch nicht unbedingt an eine bestimmte Religion.

Polytheismus - man glaubt nicht an einen Gott (Monotheismus), sondern an mehrere wie bei den Heiden oder im Hinduismus.

Agnostiker sind Menschen, die sich nicht festlegen wollen, ob es etwas Göttliches gibt oder nicht.

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Atheistischer christlicher glaube?

Was haltet ihr von der Vorstellung, den Gott der Bibel als Metapher für den wahrnehmenden und beschreibenden Teil in uns zu sehen? Also nicht (!) an eine Höhere Macht (Theos) zu glauben (Atheismus), sondern die Bibel als eine Sammlung von Verhaltensnormen und psychologischen Hilfestellungen/Erklärungen zu verstehen?

Ich glaube nicht, dass die Bibel das tatsächlich aussagen sollte, aber ich finde es sehr interessant, dass diese interpretation durchaus logisch erscheint.

Was meint ihr dazu?

Beispiele:

Entstehungsgeschichte:

Gott scheidet nicht Tag und Nacht, Himmel und Erde, etc, sondern unterscheidet, nimmt also unterschiede war. Und er sah, dass es gut war, zeigt, dass er nicht wertend vergleicht, denn erst wenn wertend verglichen wird, gibt es gut und schlecht. Er erkennt das gute, d.h. es ist bereits gut; der Wert liegt in der existenz.

Paradieserzählung:

Der Apfel wird vom Baum getrennt (Trennung von Wert und existenz), wodurch Vergleichende Wertungen und somit Schamgefühl entstehen. Wertungen führen unseren wahrnehmenden Teil (Gott) in die irre, sodass er unsere Wertungen als objektive Realität sieht. Dadurch entsteht Leid.

Unser Denken manifestiert sich in der Sprache: Logos (das Wort) und Theos (Gott) sind das gleiche. ("am Anfang war das Wort und das Wort war Gott.")

Ich bin übrigens agnostischer Atheist, aber dennoch an Religion aus psychologischer und historischer Sicht interessiert - Bibelexperte bin ich nicht, kenne nur einzelne Stellen.

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