Mein Mann akzeptiert meine Religion nicht..kann man das ändern?

19 Antworten

Mein Rat: Trenne dich schnell! Eine Tante hatte ähnliche Erfahrungen gemacht mit einem Moslem als Mann. Das wurde mit der Zeit immer schlimmer bis es zur Trennung kam. Ich kann dir leider keine großen Hoffnungen machen aus bisherigen Erfahrungen auch anderer Leute, die ich kennen lernte. Es war sehr schlimm und er wurde gewalttätig und durch seine Familie total angestachelt.

Ich halte den Islam nicht für Tolerant. Er ist nur so lange tolerant wie es seiner Sache dient. Gerade Christen haben dabei oft einen schweren Stand wie man auch in vielen muslimischen Ländern sieht und werden als minderwertig betrachtet. Leider kommt es nach wie vor zu mehr oder weniger starken
Diskriminierungen von Chris­ten in islamischen Staaten. Besonders
schwierig ist die Lage von Konvertiten aus ei­nem islamischen
Hintergrund.

Wenn ich den Koran lese, schwillt mir der Kamm, Beispiele:


Sure 4,47 (Die Weiber, Medina): Zwang und Gewaltausübung in der Religion sind eindeutig erlaubt. Es wird sogar dazu aufgerufen.


Sure 5,51; 4,89 Muslime sollen soziale Interaktionen mit Ungläubigen vermeiden und keine Freundschaft mit ihnen pflegen.

Sure 8, 39 (Die Beute, Medina): Kampf gegen all jene, die den Islam ablehnen, bis sie bereit sind, Allah anzubeten.


Sure 8,55-60: Ungläubige sind keine menschlichen Wesen. Gewalt ihnen gegen­über ist ein legitimes Mittel.

Prinzip des Nasich:  In der Regel lösen die neuen Offenbarungen die älteren im Koran ab.  Dieses Prinzip kommt dann zur Anwendung, wenn es bei einem Sachverhalt zwei Koranverse mit unterschiedlichen Aussagen gibt.
Da gerade die jüngeren Suren eher in Richtung Gewalt gehen, ist diese Tatsache (auch unter dem Begriff Abrogation bekannt) außerordentlich problematisch.



Was passiert  denn  , wenn Du Dich von ihm trennst ?   Musst Du dann mit Gewalt  rechnen und Körperverletzung ?

lieben Gruß

sehr  blöde Situation für Dich , aber bleib ihm Gebet , vielleicht  ebnet Gott Dir einen Guten Weg daraus. 

Du wirst es nicht schaffen, den Mann nach deinen Wünschen zu ändern. Er wird nicht wegen dir zum Christentum konvertieren. 

Wenn ihr irgendwann Kinder bekommt, dann werden sie nach islamischen Glauben erzogen (da sie die Religion von Vater "bekommen") und ebenfalls bekommen sie muslimische Namen. 

Du bist mit ihm schon verheiratet. Dann ist es wirklich zu spät, da er sich als fanatischer Moslem entpuppt hat. Da hättest du ihn von Anfang an fragen müssen, wie ihr das Leben vorstellt, wenn ihr zusammen seid.

Meiner Meinung nach wird es kein gutes Ende daraus werden. 

@Blumenmeerwelt: Offenbar haben sie schon Kinder, denn die FS schreibt, ihr Mann sei bei der Taufe dabeigewesen. Da nehme ich doch an, dass es sich um das eigene Kind handelte.

Wenn das so war, dann ist ihr Mann sehr tolerant, denn er hat freiwillig auf sein Privileg als Muslim verzichtet, die Religion der Kinder zu bestimmen. Und damit sogar eine grosse Sünde aus Sicht des Islams gegangen.

Er verbietet seinet Frau auch nicht, in die Kirche zu gehen, aber das reicht ihr nicht. Sie erwartet, dass er auch in die Kirche geht! Als Nichtchrist! Wo bleibt denn da die Toleranz? Solchen Forderungen würden sich auch Atheisten oder Andersgläubige verweigern.

Ich finde die FS viel intoleranter als ihren Mann, soweit sie ihn beschreibt.

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@Zicke52

Sie erwartet, dass er auch in die Kirche geht! Als Nichtchrist!

und:

Solchen Forderungen würden sich auch Atheisten oder Andersgläubige verweigern.

Also ich sehe das etwas anders...als Beispiel:

ZU einer guten Ehe würde für mich gehören, dass ich selbstverständlich auch gelegentlich MAL mit in den Tempel meiner Frau ginge....und sie mit mir auch MAL in meine Versammlung...oder zu meiner ...wenigstens alle halbe Jahr mal

ABER:

ich sehe das auch nicht aus religiösen Gesichtspunkten heraus, sondern aus partnerschaftlichen, freiheitlichen Grundlagen, sowie dass es einer Beziehung nur gut tut, wenn man sich für die Belange des Partners/In interessiert...UND ein Stück weit daran teilnimmt.

Natürlich kann man auch beidseitig sagen:

"Es gibt Bereiche in deinem Leben, wo ich nicht teilhaben will..."

Wenn es denn so funktioniert soll es ok sein.

Für mich stünde da einfach "der Mensch"..."die Ehe"..."die Liebe"...an erster Stelle und nicht das Befolgen von religiösen Regeln..zu Lasten der Beziehung 

Sowas können aber religiöse Menschen relativ leicht lösen, indem sie VOR einer Beziehung klar sagen:

"ich werde Gott, meine Religion und die religiösen Regeln IMMER mehr lieben und beachten, als Dich, die Kinder oder sonst einen Menschen..."

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@Jogi57L

@Jogi57L: Du hast recht, zu gewissen Anlässen sollte man dem Partner/der Familie/den Freunden zuliebe in die Kirche gehen, ganz unabhängig vom eigenen Glauben (Hochzeiten, Trauungen, Begräbnisse, Weihnachten...). Damit habe auch ich als Atheist überhaupt kein Problem.

Aber ich hatte den Eindruck, dass die FS verlangt, ihr Mann solle sie auch zu ganz gewöhnlichen Messen begleiten. Zu aussergewöhnlichen Anlässen begleitet er sie ja (er war bei der Taufe dabei).

Darüber hinaus soll sie ihm doch die Wahl lassen, ob er in die Kirche gehen möchte oder nicht. Er muss immerhin fürchten, dass er seinen Gott beleidigt, wenn er in die Gebetsstätte eines anderen Gottes geht. Allah ist da ja sehr empfindlich.

Für einen Atheisen ist so ein Zugeständnis leichter, da er ja damit keinen Gott beleidigt. Aber auch dem würde es nicht schmecken, wenn der Partner Druck zum regelmässigen Kirchbesuch auf ihn ausübt.

Man muss ja nicht ständig zusammenkleben und ALLE Hobbys teilen.

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Da hättest du ihn von Anfang an fragen müssen, wie ihr das Leben vorstellt, wenn ihr zusammen seid

Sie hätten sich BEIDE im Vorfeld viel mehr austauschen sollen...aber we man verliebt ist, denkt man über vieles nicht nach...

Im Nachhinein ist man aber allgemein immer "klüger"

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@Jogi57L

@Jogi57L Ich bin ein Mensch, der im Vorfeld alles dem Partner ausfragt, wie er so lebt, was er für Arbeit hat und so weiter. Dann erlebe ich keine bösen Überraschungen.

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Eine Beziehung zwischen muslimischem Mann und 'christlicher' Frau ist häufig problematisch.

Das Liegt aber nicht so sehr am Islam, sondern an der mittelalterlichen Denkweise vieler Muslime. Im Islam ist eine Frau weniger Wert als ein Mann und sie muss ihm auch gehorchen. Tut sie das nicht, dann soll (nicht darf) er sie nach dem Koran verpügeln.

Machen kannst du eigentlich nichts, außer die Scheidung einreichen. Allerdings solltest du dann sofort mit deinen Kindern (falls vorhanden) ein Frauenhaus aufsuchen. Du wärest nicht die erste Frau, die in so einem Fall von ihrem Ehemann ermordet wird.

Üblicherweise kritisiere ich die intolerante Haltung des Islams gegenüber anderen Religionen sehr scharf, aber hier muss ich sagen: ihr gebt euch beide nichts! Und ich habe sogar den Eindruck, du bist der fundamentalistischere Teil bist!

Seit wann gehört es zur Religionsausübung, ein Kreuz zu tragen? Steht in der Bibel irgendetwas davon? Befiehlt es die Kirche?

Nein! Man kann ein Kreuz aus persönlichen Gründen tragen, wie man ein Medaillon mit einem Foto deiner Lieben tragen kann. Aber es hat keinen Einfluss auf die "Rettung". Warum verzichtest du also nicht einfach darauf, oder trägst es nur in Abwesenheit deines Mannes? Sollte man in der Ehe nicht Kompromisse eingehen? Dein Mann hat recht: du willst provozieren. Wenn er sagt, "wir wissen ja, dass du Christin bist", heisst das, dass er es akzeptiert. Aber er will es vielleicht nicht ständig provokant unter die Nase gerieben haben.

Genau das gleiche mit den Kreuzen und Schutzengeln in der Wohnung (letzeres ist sowieso auch aus christlicher Sicht eher dem Götzendienst zuzuordnen): es ist eure GEMEINSAME Wohnung, warum willst du die mit Symbolen deiner Religion zumüllen? Sagt die Bibel irgendwo, das gehöre zum Glauben? Damit würdest du auch bei einem Atheisten auf Widerstand stossen.

Du strapazierst die Toleranz deines Mannes ganz schön, wenn du ihn dauernd mit deinem religiösen Krimskrams konfrontierst. Kannst du deine Religion nicht etwas diskreter ausüben? Das heisst nicht, dass du sie verstecken musst, sondern einfach nicht so ein Gegacker drum machen. Wie es Jesus übrigens empfohlen hat.

Und was soll dein Mann in der Kirche? Er ist doch kein Christ! Er war bei der Taufe dabei, damit ist er doch schon einen Kompromiss eingegangen! Und dass er die Taufe überhaupt erlaubt hat, finde ich sehr tolerant. Die "Rechtgläubigen" sprechen ihm für sowas wahrscheinlich das Muslimsein ab.

Was Kindererziehung betrifft: Ich hoffe doch, dass ihr das vor der Ehe abgesprochen habt. Alles andere wäre überaus leichtsinnig.

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