Moslem +Christin. Wie sollten die Kinder erzogen werden?

40 Antworten

Ich würde euch empfehlen, dass ihr es den Kindern überlassen solltet, welcher Religion sie angehören wollen. Das ist dann der Fall, wenn sie selber entscheiden können und religionsmündig geworden sind. In Deutschland ist das mit 14 Jahren möglich. Ihr könnt euren Kindern beide Religionen nahebringen und sie dann entscheiden lassen, ohne Zwang für welche sie sich entscheiden möchten. Den Kindern auch die Entscheidung überlassen, was sie essen wollen, wie das in einer freiheitlichen Gesellschaft üblich ist. Wenn es sich um männliche Kinder handelt, dann sollte man auf jeden Fall auf die Beschneidung verzichten, denn das ist eindeutig Körperverletzung. Auch diese Entscheidung sollte man dem männlichen Kind überlassen, ob es sich später bescneiden lassen will oder nicht. Das alles setzt freilich ein grosses Mass an Toleranz voraus. Ich sehe hier eine Menge Konfliktpunkte die ich von einer Familie kenne, in der sie eine Christin ist und er Moslem. Sie findet als Christin wenig Akzeptanz bei der Verwandschaft ihres Mannes und das darf man nicht übersehen. Diese Familie hat zwei Söhne und da gab es viele Auseinandersetzungen wegen der Beschneidung. Schliesslich konnte sich die Frau durchsetzen und liess zum Glück ihre beiden Söhne nicht beschneiden. Bei streng gläubigen Moslem würde ich eher von einer Heirat mit einer Christin abraten. Die möglichen Konflikte sind vorprogrammiert und das macht eine Lebensgemeinschaft sicher nicht einfach. Es trennen Welten zwischen Moslems und Christen, die nicht kompatibel sind. Auch wenn man sich sehr liebt sollte man bedenken, dass irgendwann der Alltag das alles etwas abflachen lässt und dann kommen die Probleme massiv auf.

bitte findet uns einen mittelweg wir lieben uns mehr als alles andere ...

Der einzige Weg ist, dass ihr euren Kindern beide Religionen nahebringt und ihnen dann, wenn sie religionsmündig geworden sind  -  in Deutschland mit 14 Jahren, das entsprechende Alter in Österreich kenne ich nicht  -, die freie Entscheidung lasst, für welche Religion sie sich persönlich entscheiden wollen! Damit könnt ihr als Paar leben, und es entspricht auch dem Leben in einer freiheitlichen Gesellschaft, die nicht nur für euch, die Eltern, sondern auch für eure Kinder Rechte vorsieht und festlegt. Das würde natürlich auch bedeuten, dass eure Kinder neben christlichen auch islamische Feste feiern und essen dürfen, was sie wollen  -  und dass ihr selbszverständlich auf eine erzwungene Körperverletzung wie die Beschneidung verzichtet und auch darüber die Entscheidung euren Kindern überlasst!

MfG

Arnold

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit,
und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Laßt euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;
Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.

Khalil Gibran, arabischer Dichter, 1883-1931

Bitte, laßt Gnade walten und setzt mutig ein Zeichen der Liebe und Menschenwürde.

Das sind Perlen im Saustall der Engstirnigkeit.

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@Machtnix53

Perlen vor die Säue meinst du? Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich mein, immerhin setzt er sich doch damit auseinander. Vielleicht bleibt ja nur ein ganz klein wenig davon hängen, dann wäre es schon wunderbar. Ihn finde ich immerhin weniger engstirnig als viele seiner Mitbestreiter.

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@Sonja66

Das war nicht als Kritik gemeint, es gibt ja auch Perlensammler hier, wie mich.

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@Machtnix53

Habe es auch gar nicht als Kritik aufgefasst, ich mein, man(n)    ;-)   wird doch noch seine Meinung sagen dürfen ;-)   Wollte halt noch meinen Senf dazugeben. Das las sich für dich anscheinden so, als hätte ich mich angegriffen gefühlt. Hm. Echt nicht, also ich kann das schon haben. Sogar echte Kritik! Ok - nicht immer, aber immer öfter ;-))))

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Das klingt kompliziert ;) In Deutschland ist es ja so geregelt, dass ein Kind ab dem 12 Lebensjahr nicht mehr gegen seinen Willen in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen werden darf und ab dem 14. Lebensjahr wird in DE eine uneingeschränkte Religionsmündigkeit erworben, dh. das Kind im alter von 14 darf selbst entscheiden.

Jedwede religiöse Erziehung ist ethisch ein Verbrechen gegen die Grundrechte eines jeden Menschen - leider ist jene Erziehung und Religions'freiheit' (welch Ironie) durch unser Gesetzt geschützt. 
Weiter ist es ein (ethisches) Verbrechen an den Grundrechten und am Körper des Menschen, wird dieser gegen seine Entscheidung (medizinische Notwendigkeit ohne selbst entscheiden zu können ausgeschlossen) beschnitten. Ebenso ist es ein Lächerliches und in keinster Weise vertretbar, einem Menschen gegen seinen Willen sein Leben erfahren (dazu gehört auch möglicher Konsum von Luxusgütern) erfahren zu lassen. 
Kurz und knapp: KEINE religiöse Erziehung

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