Wie befriedigen Bisexuelle ihre sexuellen Wünsche in einer Partnerschaft?

6 Antworten

Manche Bisexuelle denken, dass Pansexualität "erfunden" sei, da es

(laut deren Angabe)

"nur 2 Geschlechter gibt und für Zwitter keine weitere Sexualität benötigt wird, und mir ist das Geschlecht egal"

Also manche Bi sexuelle finden Pansexualität unnötig und zählen im Grunde genommen selber dazu, weil denen das Geschlecht egal ist

Echt?

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@derfrager1996

Ja, manche Bisexuelle sagen dass Pansexuell sein Quatsch ist und zählen eigentlich dazu, weil sie meinen, denen sei das Geschlecht egal und sie verlieben sich in den Menschen (was eigentlich pansexuelle sagen)

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@shyguygirl

Ähm, das ist, weil die Definition von Bisexualität nie gesagt hat, dass das Geschlecht ein Faktor sein muss. Der Begriff der Pansexualität ist aus Biphobie und Stereotypen über Bisexuelle entstanden- eben zum Beispiel das Vorurteil, Bisexuelle würden betrügen nur aus diesem Grund. Bisexualität ist jede Form von Sexualität, die sich nicht auf ein Geschlecht beschränkt. Es ist völlig egal, ob man Präferenzen hat oder nicht. Ob man das Geschlecht deutlich mit einbezieht oder nicht. Das Wort "Pansexuell" schürt Vorurteile über Bisexualität, zerreißt die Community und ist enorm schädlich.

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@Saraphina0

Du gehörst zu den manchen dazu.

Mir ist es egal ich bin ja nicht bi/pan

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@shyguygirl

Nein, ich gehöre da nicht dazu. Ich bin bisexuell.

Außerdem, wenn andere sagen dürfen "Ich bin pan, weil mir der Begriff besser gefällt", warum darf ich dann nicht sagen "Ich bin bi, weil mir der Begriff besser gefällt"?

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@Saraphina0

Hä ich habe doch gesagt du gesagt du gehörst zu den manchen dazu die sich als bi bezeichnen

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@shyguygirl

Ich bezeichne mich nicht so, ich bin es. Und das ist auch das richtige Wort. Pansexualität ist ein biphober Begriff, und ich habe nichts gegen Bisexuelle, also passt das Wort nicht zu mir, und bi ist richtig.

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@shyguygirl

Irgendwie auch so. Nur seh ich da wenigstens keine offensichtlichen Hassposts wie bei Pan. "Bisexualität ist ekelhaft, seid lieber Pan!" "Bisexuelle sind echt nymphomane A***löcher, Wir Pannies sind echt besser!" usw...

Weißt du, Bisexualität hat noch nie als Begriff irgendwen ausgeschlossen, oder irgendwelche Regeln gesetzt, wie man die verschiedenen Geschlechter, die man mag, beurteilen muss. Sexualität im Allgemeinen hat nichts mit Präferenzen zu tun- es sind nur Fakten.
Alle Begriffe, die Synonyme für Bisexualität sind (ZB Pansexuell, Polysexuell, Omnisexuell, Abrosexuell, Heteroflexibel...) sind aus dem Glauben entstanden, Bisexualität hätte eine andere Definition als "Man steht nicht nur auf ein Geschlecht".
Pansexualität, Polysexualität und Omnisexualität sind aus dem Irrglauben entstanden, Bisexuelle würden allesamt keine Transgender daten können. Oder NBs. Oder was auch immer. Was halt einfach nicht stimmt! Bisexuelle können und tun das. Klar, manche nicht, aber andere schon- weil der Begriff der Bisexualität groß und weit ist. Zudem könnte man auch argumentieren, dass es transphob ist, sich anders zu bezeichnen, nur weil man auch Transleute datet- wäre fast, als würde man sagen "Transfrauen sind keine Frauen, ich muss die separat aufzählen!" Oder andersrum für Transmänner...
Abrosexualität ist aus dem Irrglauben entstanden, Bisexuelle hätten eine fest bestimmte Präferenz, die sich nie ändern darf. Was nicht stimmt, die Präferenz kann und darf sich verschieben. Die meisten Leute, die Bi sind, haben bei ihrer ersten Realisation noch eine Präferenz fürs jeweils andere Geschlecht, und irgendwann später eben eine andere Präferenz. Das ist ganz normal.
Heteroflexibel ist der Irrglaube, Bisexuelle dürften gar keine Präferenz haben.

Bisexuell ist jeder, der nicht nur auf ein Geschlecht steht. Ob einen das Geschlecht dabei deutlich beeinflusst oder nicht, macht keinen Unterschied. Ob man eine Präferenz hat, macht keinen Unterschied. Ob man Transgender einbezieht, macht erst recht keinen Unterschied- Auch "Monosexuelle" dürfen Transgender einbeziehen.
Etwas anderes zu behaupten, unterstützt Stereotypen und Irrglauben über Bisexualität. Stereotypen, Hassbilder, Irrglauben über eine Gruppe zu verbreiten, oder gar die Gruppe dadurch zu beleidigen, wird im Kontext von LGBT so formuliert, das man die Vorsilbe der Gruppe nimmt, und -phobie dran hängt- also, da sind wir. Bisexualität umzudefinieren und neue Begriffe dafür zu erfinden, ist Biphobie.

Polyamorie ist was anderes, weil man das ja unabhängig von der eigenen Orientierung praktizieren kann. Gibt Heteros, Bisexuelle, Lesben und Schwule da drin. Asexuelle auch, solange sie zusätzlich eine romantische Orientierung haben...

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Also meine Frau weiß von meiner Bisexualität und liebt es.
Ich lebe meine Bisexualität mit ihr gemeinsam aus.
Genauso ist es für Sie aber ok wenn ich mal alleine losgehe.
Wir haben vertrauen zu einander.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Bisexualität heißt nicht, dass beides immer da sein muss. Es heißt nur, dass man theoretisch sexuelle Handlungen mit Personen von zwei Geschlechtern durchführen würde. Aber eben nicht (immer) gleichzeitig.

Man kann das mit Hunger vergleichen. Wenn ich Hunger habe, könnte ich Nudeln essen, hätte aber auch nichts dagegen, Reis zu essen. Beides gleichzeitig möchte ich aber nicht.

An der "Abwechslung" scheitert es auch nicht (zwingend), sonst würden z.B. ja auch heterosexuelle Frauen, die sowohl auf muskulöse, als auch auf eher dünne Männer stehen, immer dazwischen wechseln wollen und könnten sich nicht mit einem permanenten muskulösen Partner zufrieden geben.

Wenn man bisexuell ist und es nicht schafft, immer nur ein Geschlecht da zu haben, dann muss man eben gar keine oder eine offene Beziehung eingehen. Aber nicht alle schaffen das nicht.

Es gibt so viele verschiedene Formen von Bisexualität und jeder empfindet und lebt seine Bisexualität anders aus, dass man deine Frage nicht pauschalb beantworten kann.

Ich habe zwei Bekannte, die beide bi und in einer heterosexuellen Beziehung mit einem Mann sind. Die eine war davor in einer lebsischen Beziehung, die fühlt sich nur sexuell zu Frauen hingezogen. Ihre beiden Partner haben nichts dagegen, wenn beide ihre lesbische Seite hin und wieder ausleben. Hin und wieder haben sie auch mal einen Dreier. Als Betrug oder Fremdgehen sehen sie das Ausleben ihrer bisexuellen Neigung jedenfalls nicht an, denn emotional sind beide echt treu und sie lieben nur ihre Partner und sie machen es ja auch nicht heimlich und nur im Einverständnis mit ihren Partnern.

Manche Bisexuelle, vielleicht sogar die meisten von ihnen, müssen aber gar nicht zwingend beides haben - also den Sex mit Männern und Frauen - und sind absolut treu. Für sie heißt bi zu sein nämlich nicht, beides zu brauchen, sondern einfach nur, sowohl Männer als auch Frauen sexuell anziehend zu finden. Wenn sie dann aber in einer Beziehung sind, unterscheidet sich das in keiner Weise von einer "normalen" monosexuellen Beziehung.

Ein paar wenige gibt es sicher auch, die ihre Bisexualität heimlich ausleben, weil sie sich nicht trauen, offen zu ihrer sexuellen Orientierung zu stehen. Aber Fremdgänger gibt es auch unter den Hetero- und Homosexuellen, da sind Bisexuelle weder eine Ausnahme, noch sind besonders viele Bisexuelle untreu.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich bin selbst bisexuell.

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