Christlicher Glaube?

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frag doch einen pfarrer deines vertrauens. wir wissen ja nicht welche ausprägung des christentums für dich wichtig ist und wie dogmatisch du bist.

Ich bin pfingstler und wir möchten nach den glauben der bibel handeln aber ich finde kein verbot für andere sachen ausser sex.

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@nono2486

"sex" ist ja einer weiter begriff, darunter versteht auch jeder etwas anders. auch küssen kann sehr sexuell sein, es kommt wirklich auf die auslegung an und wie weit du den begriff für dich selbst fasst.

danke auch noch für den stern und alles gute für deine ehe! :o)

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Hallo nono2486,

ich schliesse mich den biblischen Aussagen von Andrej voll an;

möchte ergänzend dazu sagen, dass das Risiko, schlussendlich zu sündigen, also doch Sex vor der Ehe zu haben, mit Kuscheln und Küssen schon vorprogrammiert ist. Denn in dieser Situation mit dem geliebten Menschen seine Gefühle zu beherrschen ist wohl das Schwierigste überhaupt.

VOR DER EHE EHRBAR BLEIBEN Wie kann man vor der Ehe ehrbar bleiben? Erstens gilt es, darauf zu achten, daß das sittliche Verhalten über jeden Tadel erhaben ist. Ist es dort, wo man lebt, für Unverheiratete passend, sich bei den Händen zu halten, sich zu küssen und zu umarmen? Selbst wenn solche Ausdrucksformen der Zuneigung nicht mißbilligt werden, sollte man sie dem anderen nur dann gestatten, wenn die Beziehung so weit fortgeschritten ist, daß eine Heirat fest geplant ist. Dann heißt es, achtsam zu sein, daß Äußerungen der Zuneigung nicht in unreinen Wandel oder sogar in Hurerei übergehen (Epheser 4:18, 19; vergleiche Hoheslied 1:2; 2:6; 8:5, 9, 10). Da das Herz verräterisch ist, sollte ein Paar es vernünftigerweise vermeiden, in einem Haus, einer Wohnung, einem geparkten Auto oder irgendwo sonst, wo sich die Gelegenheit für ein Fehlverhalten bietet, allein zu sein (Jeremia 17:9). Wer sich in der Zeit vor der Ehe rein bewahrt, beweist, daß er Selbstbeherrschung hat und das Wohl des anderen den eigenen Wünschen voranstellt. Am wichtigsten ist es jedoch, daß ein reines Verhalten vor der Ehe Jehova Gott gefällt, denn er gebietet seinen Dienern, sich der Unreinheit und der Hurerei zu enthalten (Galater 5:19-21).

Sehr gute Antwort, weiter so LG Ewald49

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macht dass, was ihr beide machen möchtet und bereit dazu seid!

In deiner Frage kommt zum Ausdruck, wie schwierig deine Gedanken zum Thema Ehe und Sex sind. Eines ist sicher: Die Ehe kommt nicht durch einen Trauschein zustande. Bereits mit dem Versprechen an seinen Partner oder die Partnerin, wenn sie über die Verlobung hinaus geht, ist das der Schluß eines Bündnisses. Ob die dann rechtlich Ehe heißt oder Partnerschaft, ist vor Gott und seinen Geboten unerheblich.

Was willst du überhaupt? Möchtest du jetzt Sex haben, willst du kuscheln oder ähnliches? Wie weit bist du dir deines Eheversprechens sicher? Diese Fragen solltest du dir selbst beantworten. Viele, die sich christlich nennen, sprechen von Fleischeslust, Begierden und Leidenschaften. Sie tun so, als ob eine Partnerschaft in der Hauptsache aus diesen Dingen besteht und die Grenze zwischen Sünde und Glück sehr schmal ist. Natürlich ist von Gott her vorgesehen, dass ein Ehepaar ein Fleisch wird. Und nur so ist die Zeugung von Nachwuchs möglich. Aber Liebe in der Partnerschaft bedarf bei weitem mehr als Sex. Und vor allem darf sie nicht mit einem schlechten Gewissen beginnen. Das ist keine gute und Glück versprechende Zukunft.

Wie sieht es denn mit deiner Partnerin aus? Wenn du sie lange nicht gesehen hast, wie sieht deine Gedankenwelt aus? Denkst du nur noch an sie und möchtest sie haben? Das wäre ja nicht ungewöhnlich. Wenn deine Braut dir jetzt schon näher kommt, dann kannst du wissen, dass der Wunsch nach Intimität übermachtig werden kann und du gar nicht mehr wiederstehen kannst. Dann tust du vielleicht Dinge, die dir im nachherein als schlecht vorkommen. Die Verantwortung für dein Tun kann dir niemand abnehmen. Und auch Empfehlungen zu geben, wie weit man vor der formalen Ehe gehen kann, sind eher wenig hilfreich. Viele haben vor der Ehe Sex gehabt. Eine ehrliche Antwort darauf, wie weit das die Ehe beeinflußt hat und das Gewissen belastet hat, wird man kaum bekommen. Sprich mit Gott darüber, wie du mit deinem Problem fertig werden kannst.

Das Sprichwort, dass man kein Huhn im Sack kaufen soll, ist auch nicht hilfreich.

Es ist auch unmöglich, in der Verlobungszeit die vielen Aspekte des Zusammenlebens en Detail zu klären. Wenn du als Christ leben willst, dann frage deinen Gott und bete zu ihm, auch wenn andere das als Spinnerei bezeichnen. Und komme mit dir selbst ins reine. Werde im christlichen Sinne frei. Auch von falsch verstandenem Puritanismus vor und in der Ehe und ständigem Leben mit ungestilltem Verlangen. Dann wird es dir besser gehen als vielen anderen.

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