Die Gründung der USA basiert auf Völkermord?

Nein 59%
Ja 41%

37 Stimmen

11 Antworten

Vom Beitragsersteller als hilfreich ausgezeichnet
Ja

Viele wissen das, aber es ist ihnen egal. Besonders die Trump-Fraktion hat da ja ganz eigene Interpretationen der Geschichte. Deshalb will Trump ja auch im orwellschen Stil die Geschichte umschreiben lassen und Museen zu einem positiveren Umgang mit der eigenen Geschichte zwingen.

Der Umgang mit der indigenen Bevölkerung und die Sklaverei sollen positiver dargestellt werden. Also Geschichtsklitterung vom Feinsten, wie man das in vielen Autokratien und Diktaturen beobachten kann.

Ja

Würde ich denken, ja. Die werden das wahrscheinlich anders nennen, weil Völkermord mies klingt.

Ja

Verzerrte Frage, da die Dezimierung der indigenen Völker bereits lange vor der offiziellen Staatsgründung der USA begann, die erst 1776 gegründet wurde.

Nach 1492 brachen in Amerika Epidemien wie Pocken, Influenza und Cholera aus, gegen die die indigene Bevölkerungen keine Immunität hatte. Diese Krankheitswellen verstärkten, aber erklärten nicht alleine den Rückgang der indigenen Bevölkerung. Es kam zu Kriegen, Massakern, Versklavung und Zwangsarbeit durch vorrangig spanische und portugiesische Conquistadores.

Die Täter waren hier vorrangig erstmal spanische und portugiesische Conquistadores.

Interessant dazu ist der Kultfilm „Aguirre, der Zorn Gottes“ von Klaus Kinski.

Nach der offiziellen Staatsgründung, 1776 führten die USA aber noch über ein Jahrhundert lang Kriege, Vertreibungen und Zwangsmaßnahmen gegen indigene Völker, um Land für Siedler zu gewinnen. Es kam immer wieder zu Zwangsumsiedlungen, Vertreibungen, Massenmorden uvm. Genozidale Merkmale waren hier zweifelsfrei gegeben.

In der US Öffentlichkeit ist das Ausmaß dieser historisch dokumentierten Gewalt noch immer umstritten und diskutiert. Viele Leute wissen nur Bruchstücke oder haben es in der Schule verharmlost gelernt. Die Aufarbeitung hinkt da tatsächlich stark hinterher.

Gibt aber auch Bundesstaaten, die Gesetze verabschiedet haben, dass eine realistische Darstellung in den Schulen gelehrt werden muss. Unterm Strich herrscht innerhalb der US Bevölkerung aber tatsächlich noch viel Unkenntnis darüber, was mit den indigenen Völkern geschah.

Ja

Selbstverständlich wissen die Leute das, aber es wird als Sieg gefeiert.

Das war jedenfalls mein Eindruck in den mehr als 8 Jahren, die ich an verschiedenen Orten in den USA gelebt habe. Aber ich selbst hatte mir zu dem Zeitpunkt auch keine besonderen Gedanken dazu gemacht.

Ja

Natürlich weiß das die Bevölkerung! Aber es wird seitdem aus dem öffentlichen Bewusstsein (der Mehrheit) verdrängt.

Es ist eine Form von Rassismus sich als die überlegene Rasse wahrzunehmen, die mit Gottes Hilfe das riesige Land eingenommen-, in ihrem Sinne kultiviert und zur mächtigsten Nation hin entwickelt hat.

Bei MAGA wird zuallerletzt an die Ureinwohner gedacht. Sie wurden zu Menschen zweiter Klasse entwürdigt, deren Meinung und Bedürfnisse nicht zählen. Eine Aufarbeitung der damit verbundenen Gräueltaten fand nie statt.