war das ende der indianer in amerika ein völkermord?

5 Antworten

Definitives JA

Die Indigenen wurden teilweise durch eingeschleppte Krankheiten getötet, gegen die sie keine Abwehrkräfte hatten. Teilweise wurde sie aber auch abgeschlachtet. Beispiele sind das Massaker am Washita River, das Sandcreek Massaker, das Massaker am Wounded Knee. Die Natives nennen die Indianerkriege sogar "den amerikanischen Holocaust".

Als alle Indigenen in Reservate gesperrt waren ging der Völkermord dann noch weiter. Es gab dort zu wenig zu essen, schlimme Krankheiten und daher eine hohe Sterblichtkeitsrate. Genozid bedeutet aber nicht "nur" Tötung. Da ist ja auch der kulturelle Genozid. Die Kinder wurden ihrern Familien entrissen und in weit entfernte Internate verfrachtete. So wurden sie ihrer Kultur und Sprache entfremdet. Wenn sie Jahre später heimkehrten, konnten sie sich nicht mir ihrer Familie unterhalten. Sie hatten sie verlernt, denn sie war in den Internaten unter Strafe verboten. Ihre spirituellen Zeremonien wurden verboten (einige praktizierten sie dennoch im Verborgenen).

Zudem wurden sie von den lieben katholischen Priestern systematisch missbraucht (Google mal Boarding School healing Project)

Die Menschen wurden ihres Lebens, Landes, ihrer Identität und Existenzgrundlage beraubt und leiden da noch heute drunter.

Noch heute werden Kindern aus den Famlien gerissen, um sie weißen Familien zur Adoption zu geben. Dabei sind beispielsweise Lakota-Familien groß und halten sehr zusammen. D.h. es wäre immer jemand da, wenn Mutter oder Vater ausfallen. aber so werden die Kindern ihrer letzten Wurzeln beraubt und auch "weißgewaschen."

In Deutschland ist davon leider wenig bekannt. Hier kreisen hatnäckig die alten Klischees.

Tolles Buch zu einer indianischen Jugend im Reservat:

Sherman Alexie (Spokane), "Das absolute Tagebuch eines Teilzeitindianers"

Toller Film zu den Auswirkungen der Internatsschulen:

Georgina Lightning (Cree) "American Evil", eigentlich "Older Than America"

LG, Monika

von One Spirit Deutschland

P.S. das Buch oben ist mein Lieblingsbuch. Habe ich auf Deutsch, Englisch und eins zum Verleihen.

Nein, Evolution. Um genauer zu sein, die nicht entwickelten Abwehrkräfte gegenüber einer Vielzahl eingeschleppter Krankheiten.

Es gab zahllose Morde

Die Ureinwohner wurden bewußt (pockenverseuchte Decken) infiziert.

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@SchakKlusoh

Klar wurden auch ein paar ermordet. Deren Anzahl hätte aber für die Entvölkerung eines ganzen Kontinents nicht ausgereicht.

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EVOLUTION??????? Fahr nach Pine Ridge und sag das mal einem Oglala ins Gesicht.

Sowas darf echt nicht wahr sein!

Washita River,

Sand Creek

Wounded Knee

Grattan Massaker

Trail of Tears der Cherokee

usw usf ......

Dummheit soll ja nicht weh tun, aber sowas haben die Natives echt nicht verdient. Bitte besser informieren! Aus Respekt vor über 500 indigenen Nationen.

Weißt Du wie die amerikanischen Ureinwohner Deine Evolution nennen?

den amerikanischen Holocaust.

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@Mo66F

Wenn ihr keine Geschichtsbücher lest schaut wenigstens die guten Filme an.

Mini Serie Into the West

Little Big Man

Broken Chain mit Pierce Brosnan

Geronimo mit Wes Studi

Bury my heart at wounded knee mit Adam Beach

Lest Romane von Kerstin Groeper

Die meisten Deutschen mögen Indianer, ihnen reichen aber die alten Klischees. Das ist traurig und schade. Die indigenen Kulturen sind so spannend. Ich finde es ist eine Sache des respektvollen Umgangs da mal über den Tellerrand hinaus zu schauen.

Monika,

von One Spirit Deutschland

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@Mo66F

Evolution weil fehlende Antikörper. Was du beschreibst ist einfach nur das Überleben des Stärkeren. und das bestimmte Maßnahmen getroffen werden mußten um das Land besiedeln zu können, bestreitet doch niemand.

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@tryanswer

Maßnahmen zu Besiedelung? Sie haben buchstäblich jeden Vertrag mit den Natives gebrochen und sie haben sie abgeschlachtet, Alte, Frauen und Kinder. Und sie trampeln nocj heute auf ihren Rechten rum, weil es nicht nur ein Genizid war, sondern er immer noch anhält. In den Nachrichten was von Standing Rock mitbekommen? Da wurden friedliche jndigene Demonstranten von der Polizei mit Schlagstöcken traktiert, und mit Pfefferspray, willkürlich verhaftet, nackt untersucht und wie Hunde weggesperrt. Obama wollte dem ein Ende setzte, aber leider kam dann Trump an die Regierung.

Schonmal was von gehört? Auch der generellen Justizwillkür gegenüber den Ureinwohnern? Die Besetzung von Wounded Knee 1973? AIM? Erzähl mal AIM, dass es sie gar nicht geben braucht, weil ja alles nur fehlende Immunität gegenüber europäischen Keimen war.

Die USA kehren dieses dunkle Kapitel unter den Teppich. Ich weiß nicht, ob aus Schuldgefühl oder warum, aber die Indigenen werden totgeschwiegen. Gott sei Dank hat D-Land WWII verloren, und die Nazi-Greuel werden nie vergessen werden. Die Indianer haben da weniger Glück. Aber lasst uns Deutsche nicht den gleichen Fehler machen und etwas schönreden oder vertuschen, was ein Völkermord war!

Bitte besser informieren!

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@Mo66F

http://www.zeit.de/1971/22/voelkermord-in-amerika

 http://www.gegenfrage.com/indianer/

 

Wurden die Indianer Opfer eines Genozids?

Laut einem Buch von Ward Churchill, Professor für Volkskunde an der Universität von Colorado, reduzierte sich die Bevölkerungsanzahl der nordamerikanischen Indianer von geschätzten 12 Millionen im Jahr 1500 auf knapp 237.000 im Jahr 1900.

David E. Stannard, Historiker an der Universität von Hawaii, schrieb, Indianer hätten den „schlimmsten Massenmord, den die die Welt je gesehen hat“ erfahren. In der Encyclopedia of Genocide, die vom Gelehrten Israel Charny editiert wird, wird die Ausrottung der Indianer als „schnell zu erreichendes Ziel“ der US-Regierung bezeichnet.

Der Kambodscha-Experte Ben Kiernan schrieb, Völkermord sei die „einzige angemessene Weise“ das Schicksal der Indianer zu beschreiben. Im History News Network wird die Frage, ob es sich um einen Völkermord handelt oder nicht, in einem Artikel erörtert. Zweifellos lebten auf dem Hoheitsgebiet der USA am Ende des 19. Jahrhunderts nur noch rund 250.000 Ureinwohner.

 

Hinter solch nüchternen Zahlen verbergen sich viele Verbrechen: etwa die totale Ausrottung der reichen Büffelherden, von denen die Indianer lebten. 370 Verträge hat die Regierung gebrochen! Der „W i l d e“ wurde von den puritanischen Einwanderern nicht mit dem Menschen, sondern mit jagdbarem Wild gleichgesetzt, eine halbe Stufe tiefer noch als der schwarze S k l a v e, den man, wie das Haustier, wohl schika nieren, nicht aber einfach abschießen zu dürfen glaubte. Es hat lange gedauert, bis diese Einstellung überwunden war. Vor 1924 ist kein Indianer in den Genuß der Bürgerrechte gekommen. Noch 1940 verweigerten sieben Staaten den Indianern das Wahlrecht.

 

Das Sand Creek Massaker, 29.11.1864

„Verdammt jeden, der mit Indianern sympathisiert … tötet sie und zieht ihnen die Kopfhaut ab, ob groß oder klein; aus Nissen werden Läuse“, wird Col. John Chivington zum Sand Creek Massaker vom 29.11.1864 zitiert.

An diesem Tag reisten 700 Soldaten von Colorado und umliegenden Gebieten zu „Peace Chiefs“ der Stämme Cheyenne und Arapahoe. Die Invasoren waren von den Indianern eingeladen worden, um die Indianerkriege zu beenden. Die Bleichgesichter kamen jedoch nicht in Frieden, sondern eröffneten ohne Vorwarnung das Feuer.

Colonel Chivington und seine Männer schnitten Schwangeren die Embryos aus den Bäuchen, töteten Säuglinge durch Fußtritte, verstümmelten die Genitalien von Männern und Frauen und dekorierten ihre Pferde und Wagen mit Körperteilen (Kopfhaut, Genitalien usw.). Ihre Trophäen stellten sie während einer Parade in Denver zur Schau.

 

Das Wounded Knee Massaker, 29. Dezember 1890

Ein Schaman der Sioux mit dem Namen Wovoka führte den synkretistischen „Geistertanz“ ein. Er vermischte dafür einige Teile des christlichen Glaubens mit zahlreichen Naturreligionen der Indianer. Wovoka lehrte, man solle einander lieben, in Frieden leben, hart arbeiten und es unterlassen zu stehlen und zu kämpfen.

Auch die traditionelle Selbstverstümmelung lehnte er ab. Damit wollte er das Böse von der Welt entfernen und ein Zusammenleben in Liebe, Glaube und Wohlstand schaffen. Diese Interpretation verbreitete sich rasch unter den Sioux, worauf die US-Behörden hellhörig wurden.

Die Missionare sowie einige Anhänger der neuen Bewegung wurden verhaftet und hingerichtet, 150 Sioux wurden getötet. Dieses Massaker wurde von der siebten US-Kavallerie durchgeführt. Es stellte die Rache dar für eine im Jahr 1876 geschehene spektakuläre Niederlage gegen die Sioux unter dem Kommando von General George A. Custer. (nachdem sind heute eine Stadt, eine Schule und ein Krankenhaus benannt.)

 

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Wer jetzt noch von Evolution spricht, oder Maßnahmen zur Besiedlung, der verleugnet wahrscheinlich auch den deutschen Holocaust und dann brauchen wir hier nicht mehr weiter reden.

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@Mo66F

Und was ist mit den Verträgen, an die sich die Indianer nicht gehalten haben? - In dem Spiel ist sicher keiner unschuldig. Im Grunde ist das aber nicht mehr als eine nette Anekdote der Geschichte, wie überall auf der Welt und was viel wichtiger ist: nicht unser Problem!

Auch ist jede Kultur auf dem Blut von Verlierern errichtet worden, das liegt nun einmal in der Natur der Sache. Das dies den Unterlegenen nicht sonderlich gefällt, wundert auch nicht wirklich.

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@tryanswer

"nicht mehr als eine nette Anekdote der Geschichte, wie überall auf der Welt"

"Colonel Chivington und seine Männer schnitten Schwangeren die Embryos aus den Bäuchen, töteten Säuglinge durch Fußtritte, verstümmelten die Genitalien von Männern und Frauen und dekorierten ihre Pferde und Wagen mit Körperteilen (Kopfhaut, Genitalien usw.). Ihre Trophäen stellten sie während einer Parade in Denver zur Schau."

Nette Anektdote? Ich will gar nicht wissen, was für ein Mensch du bist.

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@Mo66F

Hatten wir in Europa auch, nannte sich Dreißigjähriger Krieg - heute kräht kein Hahn mehr danach. Du kannst aber in nahezu jeder Epoche der Geschichte irgendwelche Fallbeispiele finden, die ähnlich klingen.

Aber was erwartest du denn jetzt?

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  1. Ja, aber DIE Indianer gibt es nicht.
  2. Indianer existieren noch

 - (Amerika, Indianer, voelkermord)

Das Bild ist klasse! Witzig.

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