Würdet ihr eine Person die sich als Non Binary identifiziert mit ihren gewünschten Neo-/Xenopronomen anreden?


14.09.2021, 19:47

Kann jemand bitte die Frage neu einstellen lmao

Das Ergebnis basiert auf 104 Abstimmungen

Nein würde ich nicht machen 66%
Ja würde beide Pronomenarten respektieren 24%
Nur Neopronomen 10%

41 Antworten

Von Experte earnest bestätigt
Nein würde ich nicht machen

... genau wie bei jeder anderen Person würde ich in der Anrede, entweder den Namen der Person nutzen, oder die Person duzen oder siezen, also die Pronomen du, dein, dir, dich oder Sie, Ihr, Ihnen, Sie verwenden.

Die Zeiten, in denen man sagte "Er / Sie reiche trage mir den Armleuchter voraus." sind vorbei, auch bei Königs.

Welche Pronomen ich für die Person verwende, wenn ich sie in einem Gespräch mit anderen erwähne, kann und sollte der anderen Person m. E. egal sein.

Ich benutze als Personalpronomen ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie sowie die entsprechenden Objekt- und Possessivpronomen. Das ist meiner Meinung nach völlig ausreichend; für manche Leute sogar schon viel zu viel.

Da werden in der Sprache - aus Bequemlichkeit, weil es zu umständlich ist, weil es schneller geht und kürzer ist (um es mal nett zu formulieren) - Endungen, Silben, Artikel, Verben, ... zuhauf weggelassen, dafür will man aber xxx "Geschlechter" einführen und zwischen ihnen sprachlich differenzieren???

Wat soll dä Quatsch?

Ich kann inzwischen schon nur noch darüber schmunzeln, dass so viele Leute meinen, sich über ein Pronomen definieren zu müssen.

AstridDerPu

Naja, lustig wäre das schon, aber doch recht anstrengend.
Es gibt ja auch den Vorschlag, "das Arzty" zu sagen (um das Geschlecht nicht festzulegen). Diesen Vorschlag fand ich so lustig, dass ich folgende Geschichte dazu erfand.

das Beerdy - die Beerdigung

Das Pastory stand neben dem frisch ausgehobenen Graby.
Es begann mit seinem Redy: "Liebes Trauergemeindy!
Wir haben uns heute hier auf dem Friedhofy versammelt,
um dem Versterby, äh..., Verstorby <hier das Namy einsetzen>
das letzte Ehry zu erweisen. Lasset uns beten.
Im Namen des Gotteselterys, des Gotteskindys und des Heiligen Geistys!
Nimm dieses Versterby, äh..., Verstorby bei dir auf
und tröste die Angehörys."

Nun setzte ein trauriges Musiky ein. Das Sargy wurde langsam in das Graby hinabgelassen. Das Pastory war ganz froh, ein Pausy zu haben. Eigentlich ging ihm dieses neumodische Beerdy gehörig auf die Nüsse, äh..., Nussys.

Das konnte er, tschuldigung, es freilich dem Trauergemeindy nicht sagen, aber vermutlich wartete das ohnehin lieber auf das leckere Leichenschmausy.
Sicher gab es Tofuwurstys von freilaufenden Sojapflanzys.

Sehr schönes Geschichty! 😁

Bin gespannt, wie viele darauf reinfallen.

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Ja würde beide Pronomenarten respektieren

Ich denke es ist wichtig zu wissen, dass die angesprochenen Xenopronomen hauptsächlich von Menschen verwendet werden, die alles ausser er und sie ablehnen und sich mit Quatschpronomen lustig machen wollen. Bla, Blub, Kampfroboter und ähnliches gehören auch zu den Quatschpronomen.

Wenn Leute mir sagen würde, sie möchten, dass ich die verwende würde ich die benutzen um über sie zu reden. Häufig benutzen Leute einfach Neopronomen wie xier, they oder dey und manche eben sie oder er.

Und ja, ich finde auch, dass die Verwendung des Namens ne gute Alternative ist, für die, die mit Neopronomen und der jeweiligen Deklination nicht vertraut sind. Und es gibt Leute, die das für sich bevorzugen, die sagen dann ja auch: bitte keine Pronomen.

Ja würde beide Pronomenarten respektieren

Ich habs schon oft gesagt und ich kann mich nur wiederholen: niemandem geht es schlechter durch die Verwendung korrekter Pronomen und ich bin gern bereit mich an der korrekten Verwendung zu versuchen, wenn es damit irgendwem auch nur ein bisschen besser geht. Das heißt nicht zwingend, dass es mir gelingt, aber ich kann mir ja auch merken wie jemand heißt, da werde ich auch Pronomen irgendwann hinkriegen.

Aber du musst die auch konjugieren können

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@nichtbinaer

Das krieg ich mit sie und er, ihr und ihm etc. ja auch hin ;)
Man muss es eben üben, aber das ist ja machbar.

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@Yoooooooooooo

Das ist völlig normales Deutsch. Menschen ändern sich, Sprache ändert sich, das passiert schon seit Jahrhunderten. Wenn du dich darüber aufregen möchtest, tu das. Aber du wirst es nicht aufhalten können.

Es scheint mir allerdings als wären bereits die alten Vorgaben dieser Sprache zu viel für dich, wenn ich mir dein Kommentar so anschaue.

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@TheWiseLady
Es scheint mir allerdings als wären bereits die alten Vorgaben dieser Sprache zu viel für dich, wenn ich mir dein Kommentar so anschaue.

Vorsicht - Glashaus, Steine...

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@TheWiseLady

Aber das unterstellst du Yoooooo(usw.)? Bei Yooo(usw.) reicht es vielleicht nicht.

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@TheWiseLady

Du unterstellst Yooo(usw.): "Es scheint mir allerdings als wären bereits die alten Vorgaben dieser Sprache zu viel für dich, wenn ich mir dein Kommentar so anschaue."

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@LottaKirsch

Völlig richtig, ich stelle fest, dass Yooo… scheinbar bereits jetzt Schwierigkeiten mit dieser Sprache hat (und finde, dass dieser Umstand sein scheinbares Argument völlig ins Lächerliche zieht - aber das ist vermutlich nicht der Punkt, an dem du dich aufhängst)
Worin genau siehst du da jetzt da Problem?

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Ich würde die Person wohl vermutlich einfach mit ihrem Namen ansprechen und auch so über sie sprechen, falls sie keine größere Rolle in meinem Leben spielt.

Ich respektiere zwar die Geschlechtsidentität einer Person und auch die Pronomen, mit denen sie angesprochen werden möchte, allerdings würde ich sie mir wohl nicht merken können, wenn ich mit der Person nur selten zu tun habe.

Den Namen zu wählen wäre da für mich eine gute Alternative.

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