Wo kann man seriös Pferde kaufen?

8 Antworten

Auch private Anbieter verfahren mitunter enorm unseriös, wollen sie ein Pferd unbedingt loswerden. Da gibt es eine Menge fieser Tricks, wie das Abstellen einer Tränke über 1-2 Tage, damit das total durstige und sonst unter Umständen eher explosive Pferd lammfromm ist. Solche und andere Tricks gibt es ohne Ende und als Greenhorn wird man es in der Regel nicht merken. Da ist es gut, wenn man versierte Pferdemenschen an seiner Seite hat. Nicht solche, die glauben, sie haben die Weisheit mit Löffeln gefressen, sondern solche, die tatsächlich Ahnung haben. Zum Beispiel der langjährige Trainer, der auch sehr gut beurteilen kann, was tatsächlich zu einem passt.

Es kommt auch immer darauf an, was Du suchst. Ein reines Freizeitpferd zum lieb-haben und ausreiten, findest Du sicherlich an anderen Stellen, als eines, was Dressur oder Springen mit einem gewissen Potential gehen soll.

Ich gehöre zu der Fraktion, die Pferde vom Händler nicht als schlechte Option sehen, weil ich auch mit privaten Verkäufern schon unglaubliches erlebt habe. Ein gewerblicher Händler ist außerdem mehr in der Gewährleistung seinem Kunden gegenüber als ein privater Verkäufer.

Inserate im Internet, wie zum Beispiel bei www.ehoreses.de, können alles sein, von wirklich seriös bis hin zum Händler, der platte Pferde aus dem Ausland importiert und für kleines Geld an Ahnungslose verhökert. Aber wer oder was hinter einer Anzeige steht, da sieht man erst, wenn man hinfährt. 

Man sollte immer auf sein Bauchgefühl hören und sich nicht von irgendwem zu irgendwas drängen lassen. Dann sollte man immer eine Ankaufuntersuchung machen, dann hat man wenigstens schon mal einen gesundheitlichen Ist-Zustand und einen hoffentlich neutralen Arzt, der einem zu- oder abrät.

Doch selbst wenn alles absolut ideal ist, das Pferd gesund, nicht manipuliert und auch der fachkundige Rat sich sicher ist, dass es dieses Pferd sein soll, hat man dennoch keine Garantien, dass es schlussendlich wirklich passt. Es kann durchaus sein, dass man doch nicht zusammenpasst und eben nicht zusammenwächst. Manch einer schmeißt dann auf ewig enttäuscht die Flinte ins Korn, andere bleiben dauer-frustriert bei einem Pferd, mit dem sie nicht glücklich werden und wieder andere erkennen, dass es dieser Lebenstraum, für den man sich monatlich krumm legt, einem auch Spaß machen muss und trennen sich wehen Herzens vom Pferd und suchen nach einem passenderen.

Aus eigenem Erfahren weiß ich, wie schwer so eine Entscheidung ist, aber wenn man im Nachhinein dann sieht, dass der neue Besitzer mit diesem Pferd total glücklich ist, was man selber nie war und auch das Pferd glücklich ist, dann war die ganze Aktion doch richtig.

meiner meinung nach kann man das nicht besser beantworten. DH!

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ja , so ist es.  Mein erstes Pferd war ein Haflinger. Lieb, gesund, prima Ich liebte ihn auch, aber merkte immer stärker, dass mein Herz nach einem anderen Pferd lechzte. Mein Sehnsuchtspferd war der Vollblutaraber. Den kaufte ich mir dann irgendwann auch und hatte dann zwei Pferde. Ich brachte es nicht über das Herz den Hafi zu verkaufen, denn ich liebte ihn ja, und war dann aber froh. als ich ihn meiner Freundin, die dann seine RB war, schenken konnte.

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Wenn du auf Empfehlungen von "seriösen" Händlern hoffst, solltest du in deiner Frage etwas genauer eingrenzen, welche "Art" von Pferd du eigentlich suchst....

Es bringt ja relativ wenig, wenn dir hier z. B. ein ganz toller Züchter von beispielsweisen Quarterhorses genannt wird, du aber überhaupt kein Westernreiter bist bzw. du nach einem Springpferd suchen würdest.

Und da es nicht "den" Händler mit einer Riesenauswahl unterschiedlichster Pferderassen gibt, bleibt einem nicht viel anderes übrig, als sich beispielsweise im reitenden Bekanntenkreis umzuhören, wo die ihre Pferde her haben, dir Verkaufsanzeigen anzuschauen und dir die entsprechenden Pferde vor Ort anzuschauen, um dir ein Bild von der "Seriosität" des Händlers ein Bild zu machen, manchmal haben auch Reitlehrer/Stallbesitzer gute Kontakte oder kennen empfehlenswerte Händler/Züchter.

Zum Kaufentscheidung selber wurde ja hier auch bereits geraten, eine Person, die über viel Pferdeerfahrung verfügt, mitzunehmen und eine AKU machen zu lassen.

Beim Pferdekauf geht es zu wie auf den Strassenstrich und selbst der gliebte Reitlehrer hält die Hand auf und denkt an die tollen Folgekosten. Es gibt seriöse Ställe, da kannst auch alleine hin.

Private Verkäufer sind ganz einfach einzustufen. Zuerst stellt sich die Frage "Wo bekomme ich ein "billiges Pferd her?" und dann "Was ist mein Pferd wert?".

Verkäufer und Käufer reden sich alles schön, das ist auch so eine Unart.

Im Internet kannst Du Dich informieren, aber das ist auch die größte Schlangengrube.

Nach 9 jahren sollte man aber Leute kennen und das ist der Schlüssel, denn nicht jedes Pferd kostst für jeden den gleichen Preis und nicht jedes Pferd bekommt jeder..

" wird es Zeit"...?

Mal abgesehen davon, dass ich die Begründung seltsam finde:

Es kommt darauf an, was fur ein Pferd Du möchtest. Lieber ein ausgebildetes Verlasspferd fürs Gelände ( so was sucht man nicht, sondern hält geduldig die Augen offen), oder ein vielversprechendes Jungpferd, das findet man auf Auktionen oder beim Züchter, auch gibt es Betriebe, die Zuchtb und oder Verkauf mit Schulbetrieb  kombinieren, da kann man ein Pferd in aller Ruhe immer wieder sehen und testen...

Der Möglichkeiten gibt es viele - und Geld verdienen möchten alle damit...

Ich persönlich würde kaum ein  Pferd kaufen, welches ich nicht mehrmals in verschiedenen Situationen erlebt habe. Denn ich hätte keine Kust, es nachher wieder verkaufen zu müssen, weil es doch nicht passt. ( wobei ich letzteres dann eher in Erwägung ziehen würde, als jahrelang zu versuchen, mich mit dem Tier zu arrangieren, wenn es eben nicht harmoniert)

Beim Züchter bekommst du in der Regel kein ausgebildetes Pferd. Meist ist es roh oder gerade mal angeritten. Du wirst also noch Geld in die Ausbildung stecken müssen. Bei Züchtern zu kaufen, ist dann sinnvoll, wenn man eine bestimmte Rasse haben will, die es nicht überall  gibt. Meine Vollblutaraberstute habe ich von der Züchterin gekauft.Aber  noch mal ungefähr den Kaufpreis in die Ausbildung gesteckt.

Für das übliche Warmblutpferd musst du nicht zum Züchter gehen. Diese Pferde bekommst du auch von Privat oder vom Händler.

Ob diese seriös sind, muss man halt schauen.

Eine Privatperson ist nicht unbedingt seriöser als der Händler. Ich bin mal eine längere Zeit mit einer Bekannten durch die Gegend gefahren, um ein Pferd zu suchen. Da es nicht größer als 1,60 sein sollte, hatten die Händler, die ihr als gut empfohlen wurden, keins im Angebot. Wir sind also zu Privatleuten gefahren.  Was wir da angelogen worden sind, geht auf keine Kuhhaut. Pferde, die beim Führen herumzappelten, die nicht stehen blieben beim Aufsitzen, die  einen Unterhals hatten und den Rücken wegdrückten, wurden ihr als Lebensversicherung angeboten. Ah ja.... Jede Menge kranker Tiere darunter, deren dicke Beine durch schicke Bandagen verdeckt wurden...

Ein Händler ist nicht unbedingt der Schmierlappen, der einem einen kranken Esel für viel Geld unterjubeln will. Ich glaub, die gibt es bei den Privatverkäufern häufiger.

Bekannte von mir suchten auch ein Pferd.Es sollte ein normales Warmblutpferd sein, geeignet auch für kleinere Turniere, aber auch für Ausritte und Wanderritte. Geeignet für die rundliche Mama, aber auch für die sportlich ehrgeizigere Tochter. Kein Schimmel, nicht größer als 1,68 und hübsch. Nicht zuviel Blut. Sie beschrieben einem Händler in Niedersachsen, der ihnen empfohlen worden war,  ihren Wunsch. Er hatte kein Pferd im Angebot ,dass ihren Wünschen entsprach, aber er suchte danach.  Drei Monate später hatte er es gefunden. Und die Leute sind selig mit dem braven Pferd. Es wird nie ein M-Pferd werden, aber es geht eine korrekte A-Dressur.

Wenn man also kein Spezialpferd will, dann würde ich immer auch bei Händler nachgucken.

Wen du auch fragen könntest, sind Fachtierärzte für Pferde.

Meine Freundin hat vor drei Jahren ihre Exgalopperstute von unserem Tierarzt vermittelt bekommen und ist selig mit dem Pferd. Schmiede, Osteopathen, Sattler, Hufpfleger wissen auch oft etwas.

Und natürlich Reitlehrer. Aber auch bei denen muss man aufpassen, ob sie mehr an ihren eigenen Profit -  Prozentanteil vom VErkaufspreis -interessiert sind als daran, ein pferd für dich zu besorgen. Ein Pferd, das der RL gut reiten kann, aber du nicht, nützt dir nichts.

Gerade bei einigen reitlehrern habe ich erleben müssen, daß sie gerne Pferde empfehlen ,  die alsbald ihnen ein feines zubrot für beritt und Unterricht einbrachten!

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