Es kommt immer darauf an, wie die Grundsituation tatsächlich dargestellt wird.

Es gibt da so einige Gerichtsurteile, die mich schon so manches mal fassungslos gemacht haben. Du kannst zum Beispiel ein Riesenschild an die Box Deines Pferdes pinnen, auf dem mit Leuchtbuchstaben zu lesen ist, dass das Pferd extrem bissig ist und es anderen nicht gestattet ist, das Pferd anzufassen. Wenn das aber dennoch jemand macht "mich hat noch nie ein Pferd gebissen" und Schaden nimmt, bist Du unter Umständen dennoch mindestens zur Hälfte in der Haftung, und nur weil es eben Dein Pferd ist. Ungerecht? Ja. Aber eben geltendes Recht, wenn man Pech hat und Richterseits so entschieden wird.

§833 S.1BGB - dieses Gesetz besagt, dass jeder Tierhalter grundsätzlich, auch ohne sein Verschulden zum Schadensersatz verpflichtet ist.

Ein Nutztierhalter hat aber die Möglichkeit, sich da zu entlasten. Er muss beweisen, dass er das Tier ordnungsgemäß beaufsichtigt hat und der Schaden dennoch entstanden ist. Ausgeschlossen wird die Tierhalterhaftung auch nicht dadurch, dass sich der Geschädigte bewusst oder freiwillig der üblichen Tiergefahr ausgesetzt hat.

Allerdings hat die Gesetzgebung bestimmte Fallkonstellationen entwickelt, bei denen eine Haftung nicht mehr gegeben ist, da dann eine Haftung unangemessen sei.

Ausgeschlossen ist die Haftung immer dann, wenn der Verletzte im eigenen Interesse gehandelt hat und nicht im Auftrag des Pferdebesitzers. Legt der Richter das also pro Pferdebesitzer aus, muss dieser unter Umständen auch bei der Beißsituation nicht haften. Und bei einer provozierten Trittsituation unterUmständen dann auch nicht - vorausgesetzt es gibt genügend Zeugen/Beweise, dass der Tritt aufgrund von Provokation erfolgte.

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Ich würde mir kein zusätzliches Pferd kaufen wollen, wenn ich nicht vorhätte, auch ein zusätzliches Pferd reiten zu wollen. Ein Beistellpferd zu kaufen, könnte unter Umständen auch bedeuten, ein weiteres Pferd zu haben, das Tierarztkosten, Schmied und ähnliches kostet - und bei einem nicht mehr reitbaren Beistellpferd ist es sehr wahrscheinlich, dass es gesundheitlich nicht tacko ist und definitiv Tierarztkosten verursacht. Dazu kommt, dass ein weiteres Pferd Dir nicht unbedingt von Nutzen ist, denn sobald Du Deines reitest, ist das zusätzliche Pferd alleine auf der Weide und ist damit unter Umständen nicht unbedingt glücklich. Normalerweise benötigst Du 2 weitere Pferde um allen gerecht werden zu können.

Hole Dir da doch lieber Leute mit ins Boot, die zum Beispiel einen Platz für ihr Pferd suchen und es dennoch behalten und somit auch weiter die Verantwortung für ihr Pferd behalten möchten. Die einfach einen schönen Platz suchen und sich auch weiter kümmern wollen. Nicht nur, dass Du dafür auch noch etwas Geld nehmen kannst, Dir entstehen darüber hinaus auch nicht noch Tierarzt- und Schmiedkosten für weitere Pferde.

Wenn Du trotzdem ein Pferd kaufen möchtest, gibt es endlose Möglichkeiten. Frag bei den umliegenden Reitställen, ob es dort Pferde gibt, die in Rente gehen sollen und für die man einen Platz sucht. Ansonsten guck bei Ebay-Kleinanzeigen, e-horses, oder Pferdehändlern in Deiner Umgebung, aber auch bei Züchtern, die ihre weniger gelungenen Exemplare günstig abgeben möchten.

Und verliere bitte nicht aus den Augen, dass eine weiteres Pferde Dir nicht wirklich hilft. Es bräuchte mindestens 3, damit das ganze nicht Tierschutzrelevant wird, sobald Du Dein Pferd reitest.

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Ein Pferd rasst nicht - es rast. Aber das nur so am Rande.

Ohne Dich und das Pferd, seinen und Deinen Ausbildungsstand zu kennen, kann man eh nur vermuten, woran es liegt.

Ganz oft liegt es am Unvermögen des Reiters, an mangelnder Dressurarbeit und nicht ausreichender Ausbildung des Pferdes. Ein Pferd, das in der Dressur schon nicht versammelt galoppieren kann, dass sich nicht in allen Gangarten auf unterschiedlichen Tempi regulieren lässt, gehört definitiv nicht gesprungen.

Die Dressur ist unabdingbare Grundlage des Springens. Nur ein ausreichend gymnastiziertes und ausgebildetes Pferd sollte überhaupt springen.

Und der der springt, sollte genau wissen, in welchem Verhältnis und in welchen Abständen zum Galopp des Pferdes die entsprechenden Hindernisse zu stehen haben. Denn allein daran krankt es sehr oft. Es reicht nicht, wenn man irgendwas aufbaut - die Galoppsprünge und Distanzen müssen stimmen. Sind die nicht in Ordnung, hat das Pferd überhaupt keine Chance, in einen rhythmischen Bewegungsablauf zu finden. Und irgendwelche Hindernisse zu nutzen, die irgend jemand schon da hin gestellt hat, nützt ja auch nicht wirklich was, wenn das damit vorher trainierte Pferd ganz andere Größenverhältnisse oder einen ganz anderen Ausbildungsstand hat - oder wenn der, der vorher aufgebaut hat, es auch schon grundfalsch aufgebaut hat.

Ein Pferd, das in den Renngalopp geht und von einem Reiter geritten wird, der diesen nicht pariert bekommt, sollte von diesem Reiter solange über gar keinen Sprung geritten werden, bis genau das nicht mehr der Fall ist. Stichworte hier: Dressurarbeit und Dressurunterricht.

Springen ist nicht ungefährlich - sowohl der Reiter als auch das Pferd können sich verletzen. Verantwortungsvolle Reiter riskieren nicht die Gesundheit des Pferdes.

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Für mich fehlt Punkt 4: kommt auf die Kinder/ Jugendlichen an und darauf, wie man das Ganze verpackt.

Mit einem wissenschaftlichen/ biologischen Ansatz eventuell, aber wenn es nur um Sensationslust und pubertäres Glotzen geht, dann hat da keiner etwas zu suchen, der nicht für das Ganze zuständig und für den Vorgang notwendig ist.

Denn auch für eine Stute ist das Besamen mit einem gewissen Stresslevel verbunden und wenn der Hengst auf das Phantom geht, ist ja auch das nicht ohne Risiken für die Umstehenden - Glotzer und Gaffer haben da eigentlich nichts zu suchen.

Stelle Dir mal, der Hengst fällt vom Phantom und verletzt sich und eine pferdeverrückte 9-jährige ist live dabei. Dann hast Du die Wahl: Krisenintervention beim Kind oder erste Hilfe beim Pferd. Und dann rechtfertige Dich mal bei den Eltern, die Dir ihre volle Empörung entgegen schleudern, weil ihr Kind total traumatisiert ist....

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Ich finde €150, für zwei mal in der Woche reiten, überhaupt nicht teuer. Ich bin viel mehr der Meinung, dass Reitbeteiligungen ehr oft regelrecht verschleudert werden.

Bei uns am Reitstall im Schulbetrieb kostet eine Reitstunde (45 Minuten) mittlerweile €18,- für Kinder und € 22,50 für Erwachsene. Und wenn ein Reitschulkind zwei mal die Woche im Monat reitet, bin ich bei €144 Euro. Ein Erwachsener wäre bei €180,-. Und beide - sowohl der Erwachsene, als auch das Kind reiten gerade mal 45 Minuten im Gruppenunterricht "im Kreis" und das wars. Der Ausbildungsstand der Pferde liegt irgendwo zwischen E und A-Niveau und die Qualität des Ganzen steht und fällt mit dem jeweiligen Unterrichtenden und so manches Mal auch mit dem schwächsten Reiter der Abteilung. Die Ausrüstung ist so lala bis hin zu Sätteln, die einem schier das Steißbein brechen. Kein freies Reiten. Nicht länger wie diese 45 Minuten und auch sonst keine individuellen Möglichkeiten, wie man im Vergleich mit einer RB hat.

Warum also sollte eine RB billiger sein? Weil man mehr Möglichkeiten hat? Mehr Freiheiten? Mehr Zeit? Eine bessere Ausrüstung? Ein besseres Pferd?

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Also meinem Pferd macht das Wetter erstaunlich wenig aus. Ich bin die letzten Tage früh zum Stall und in der Halle geritten. Das war echt erträglich. Natürlich knüppel ich jetzt nicht Lektion nach Lektion mit ihm, aber schön locker reiten, das tut ihm gut. Gestern bin ich geritten, bis er geäppelt hat, das ist immer das Zeichen, das er locker ist. Danach sind wir noch eine kleine Runde durch den schattigen, leider ziemlich stickigen Wald, dann Dusche, dann Weide, später dann wieder Dusche und dann war er auch sehr zufrieden wieder in seiner Außenbox zu sein. Er hätte raus gekonnt, zog es aber definitiv vor drinnen zu bleiben.

Ich mag mich täuschen, aber gerade bei heißem Wetter ist es ein meinen Augen nicht verkehrt, den Kreislauf anzukurbeln. Auf keinen Fall in Form von Schwerstarbeit, aber so, dass alles in Gang kommt - auch der Darm. Ich bin immer ein wenig ängstlich, wenn es so drückend ist, dass sonst Koliken begünstigt werden. Aber natürlich hängt das auch vom jeweiligen Pferd und seinem Organismus ab. Auch bei Pferden gibt es welche, deren Kreislauf genau das nicht aushalten würde. Doch bei unseren sehr trainierten Pferden, habe ich festgestellt, dass ans Wetter angepasste Arbeit ihnen wirklich gut tut. Bei uns am Stall gab es gestern tatsächlich einen Koliker - ein Pferd, das eben nicht geritten wurde.... ob es da tatsächlich einen kausalen Zusammenhang gibt, kann ich natürlich nicht belegen.

Am Ende kommt es immer auf das eigene Gefühl an und auf die Erfahrungswerte, die man so mit dem jeweiligen Pferd gesammelt hat.

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Trakehner, Wallach, schwarz, viel Mähne, viel Schweif, knapp 1,80m Stockmass, kleiner Stern unterm wuscheligen Schopf, imposant, mit enorm viel Ausstrahlung, extrem guten GGAs, viel Schwung, der einen mitnimmt, Raumgriff, beherrscht die meisten M und S-Lektionen sicher, ist freundlich zu allen anderen Pferden, brav, loyal, mit richtig guter Arbeitshaltung, wird gerne bekuschelt und das Beste ist: er ist meiner😁

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Alle unsere Pferde bekommen täglich Mineralfutter, bei heißem Wetter und nach heftigem Schwitzen Elektrolyte, einer bekommt ein pflanzliches Magenpulver und Futterstroh, weil er auf Spänen steht, ein anderer regelmäßig nach Erfordernis Hefekulturpellets, die Sportpferde Pavo Sportsfit zusätzlich zum Hafer und einer von den herren, weil er echt schwerfuttrig und dünn ist, im Moment tatsächlich noch Maisflakes obendrauf, die Zuchtstute ein Zuchtmüsli, wenn sie mal im Stall ist, ansonsten bekommt sie Mineralfutter in Riegelform täglich auf der Weide "serviert", das Fohlen bekommt Mamamilch und unsere Sportpferde noch eigenes Heu, weil unser Stallbesitzer mit der Heufütterung ein wenig knausrig ist. Ach ja und es gibt Möhren, mal rote Beete und mal Äpfel oder auch mal Banane.

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Agaponiden - die sogenannten Unzertrennlichen, kleine Zwergpapageien!!

Was fand ich die süß. Hübsche Vögel, die den ganzen Tag miteinander schnäbeln und lebhaft zwitschern, schön anzuschauen sind und irgendwie schönes Leben ins Haus bringen. Dachte ich.

Die Realität divergierte. Unsere Liebesvögel schnäbelten tatsächlich viel - doch genau so viel stritten sie auch miteinander und das Zwitschern war kein Zwitschern, es war ein infernalisches Rumgekreische und gefühlt pausenlos. Himmel, können dieses kleinen Körper laut werden! Und zwar immer genau dann wenn ein Film wirklich interessant war, wenn man sich unterhalten wollte, wenn man so oder so genervt war, Kopfschmerzen hatte, die Kinder auch nicht leise waren, man telefonieren musste...... Boah, das waren echt nicht meine Lieblingshaustiere.

Nach 12 Jahren starb das Weibchen. Das Männchen war untröstlich und er tat uns so leid - denn obwohl sie Nervensägen waren, gehörten sie schließlich zur Familie und ich hab sie trotzdem echt gern gehabt. Übers Internet haben wir jemanden gefunden, der zu Hause im Garten eine Riesenvoliere mit Agaponiden hatte und unseren Witwer aufnahm, der sich nach anfänglicher Trauer tatsächlich neu verliebte und noch 4 schöne Jahre gehabt hat, bis auch er starb.

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Wie schon einige vor mir geschrieben haben, gibt es da eine Preisspanne, die recht weit unten anfängt und ganz oben immer noch nicht endet. Besser ist, man guckt, was man überhaupt für ein Budget hat und schaut dann, was in diesem Preisrahmen möglich ist. Unter Umständen endet dieses Gucken dann auch in der Entscheidung, dass man es lieber lassen sollte, weil es die finanziellen Möglichkeiten am Ende doch übersteigt. Drei-, Vier- oder Fünftausendeuro bekommen viele für den Kauf ja zusammen. Es sind dann aber die monatlichen Kosten, die man eben auch locker übrig haben muss und die Rücklagen für Notfälle (Tierklinik und Co), die das Unterfangen für viele zum Fiasko werden lassen.

Wenn man noch nie ein eigenes Pferd hatte, sollte man absolut die Finger von einem nicht ausgebildeten Pferd lassen. Nur eingeritten reicht da absolut nicht aus. Selbst wenn man hauptsächlich ausreiten möchte, muss ein Pferd so gymnastiziert werden, dass es muskulär und konditionell überhaupt dazu in der Lage ist, ohne gesundheitliche Schäden zu nehmen. Viele sogenannte Freizeitreiter, die nur irgendwie durchs Gelände schluppen möchten, verlieren diese Tatsache leider nur zu gerne aus den Augen und muten ihren geliebten Pferden Dinge zu, die eigentlich nicht fair sind. Ein Ausreitpferd sollte im Idealfall auch im ausreichenden Maß Dressur geritten werden und zwar so, dass es nicht vorhandlastig und unterbemuskelt rumschlurft, sondern in guter körperlicher Verfassung ist.

Bei einem ersten eigenen Pferd ist es sinnvoll, wenn dieses so weit ausgebildet ist, dass es zum einen gefestigt ist, in dem was es kann und zum anderen einen Erstpferdbesitzer auch nicht überfordert. Reiten soll Spaß machen. Es sollte kein Kampf sein und nicht in Dauerfrust, Enttäuschung und Überforderung enden.

Auch wenn man hauptsächlich ausreiten möchte, sollte man es seinem geliebten Pferd schuldig sein, es zusätzlich verantwortungsvoll zu gymnastizieren, zwischendurch immer wieder mal kompetenten Unterricht zu nehmen und die richtige Balance zwischen allem zu finden, um das Pferd gesund zu halten. Und wenn ich Dressurunterricht schreibe, dann meine ich nicht, dass es um höhere Dressur geht - schon bei den reinen Dressurgrundlagen ist es wichtig, dass man regelmäßig an sich arbeitet und immer wieder mal Korrektur aus berufenem Munde bekommt. denn sonst schleichen sich Fehler ein, die durchaus der Pferdegesundheit schaden können.

Ein vernünftiges, solides, ordentlich ausgebildetes, charakterfestes, geländesicheres, umgängliches und gesundes Pferd kann dann durchaus zwischen €5.000 und €10.000 Euro liegen. Aber eben auch höher.

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Schau Dir halt an, was die machen, die erfolgreich sind und suche Dir dann eine Nische, von der Du überzeugt bist, dass es die Leute interessiert. Wenn Du lustig bist, nutze das um Deine Videos interessanter zu machen. Wenn nicht, versuche nicht krampfhaft lustig zu sein, denn das kann peinlich enden.

Fange an, in dem Du aktiv wirst. Instagram, Tiktok und YouTube sind die Plattformen, die in dem Fall die Bekanntheit generieren können.

Allerdings reicht es eben nicht aus, Reitinfluencer sein zu wollen, Du musst halt auch das Talent haben, interessant genug zu sein. 4 Pferde hinterm Haus sind zwar sicherlich ein Anfang - aber Du musst halt auch Inhalte haben, die die Leute sich angucken wollen und ein gutes Team, dass Dich unterstützt. Jemanden, der Dich immer wieder gerne filmt bei allem möglichen. Und vielleicht auch jemanden, der mit Dir die Videos schneidet und Ideen entwickelt. Denn nur alleine vor sich hin zu wurschteln kann sehr schnell in einer Sackgasse landen.

Und mach Dich darauf gefasst, dass das Ganze echte Arbeit ist und auch dass eine ganze Menge Privacy dabei drauf geht.

Ich bin zwar immer wieder erstaunt, wie wenig einige dieser Influencer reiterlich vorzuweisen haben und dennoch eine große Fanbase haben, doch am Ende muss es ja dann doch einiges geben, was die Zuschauer/ Fans bei der Stange hält und den Influencer interessant genug macht. Und erst wenn Du einen gewissen Bekanntheitsgrad hast und genügend Follower, wirst Du für Firmen interessant werden, dass sie Dich mit ihren Produkten unterstützen wollen und Du wirst dann feststellen, wie beinhart die Verträge dann sind und wie viele Bedingungen erfüllt werden müssen.

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Das erste und Wichtigste, worauf man beim Anreiten eines Pferdes achten sollte, ist dass das nur von jemandem gemacht wird, der Erfahrung hat mit der Ausbildung von Pferden. Unerfahrene Menschen machen mitunter gravierende Fehler und schädigen ein junges/ bisher ungerittenes Pferd - trotz dass sie eigentlich nur das Beste beabsichtigen.

Kommendes Frühjahr wird unser eigenes Fohlen drei und wird angeritten werden. Meine Tochter ist eine sehr gute Reiterin und startet mit ihren Pferden erfolgreich auf Turnieren - trotzdem würde sie sich die Ausbildung unseres Fohlens ohne kompetente Unterstützung nicht zutrauen und wir sind froh, dass wir einen Ausbilder zur Seite haben, der erstens sehr erfahren ist und zweitens jemand ist, der junge Pferde nicht mit der Brechstange ausbildet, sondern mit Konsequenz, Übersicht und KnowHow.

Es gibt so viele vergurkte Pferde, die niemals eine korrekte Grundausbildung erfahren haben, an denen sich irgendwelche Menschen irgendwie versucht haben und die allein aus diesem Grunde keine verlässlichen und guten Reitpferde geworden sind. Wenn man keine Ahnung hat, reicht Liebe und das Beste zu wollen leider nicht aus. Und irgendwie am Pferd rumzuprobieren, ist dem Pferd gegenüber auch nicht fair, eben weil es dadurch auch von Grund auf versaut werden kann. Und Tipps aus dem Internet sind viel zu diffus, als dass man sie tatsächlich erfolgreich umsetzen kann. Denn am Ende zählt ja das Pferd selber, seine Reaktion, sein Verhalten, sein Charakter und das Verhalten und Können des Ausbildenden. Denn es macht einen himmelweiten Unterschied, wie das Pferd selber ist - auch bei Pferden gibt es übereifrige und hochmotivierte, schnell überforderte und gestresste, gutmütige und gelassene, Hysteriker und Faulpelze.

Bitte suche Dir kompetente Unterstützung und vergurke das Pferd eben nicht.

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Öl hilft mitunter, weiches, gefettetes Leder macht weniger Geräusche, als ungepflegtes. Kommt das knirschen allerdings vom Sattelbaum, liegt die Vermutung nahe, dass etwas nicht stimmen könnte. Wenn also nach dem fetten oder ölen das Knirschen unverändert ist, würde ich den Sattler kontaktieren.

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Der normalere Lipizzaner ist eher nicht im großen Viereck anzutreffen. Ihm fehlt ganz oft der Raumgriff in den Bewegungen, der von Pferden in den höheren Klassen erwartet wird. Dazu kommt, dass es "Exoten" immer noch schwerer haben, sich gegen die "normalen" sehr gut veranlagten Pferde durchzusetzen. Ein "Exot" muss immer besonders viel leisten, auch die Richter zu überzeugen, die nichts für unübliche Rassen in diesen Prüfungen übrig haben.

Es gibt ja auch bei den üblicheren Pferderassen welche, die zwar brav und verlässlich alle Lektionen abspulen, denen es jedoch an Ausstrahlung und dem Tick mehr an Raumgriff und Bewegung fehlt. Diese Pferde laufen immer irgendwie mit. Sie sind meist im Mittelfeld angesiedelt, haben mitunter die eine oder andere grüne Schleife am Ende errungen und landen nur hier und da mal auf vorderen Rängen, wenn das komplette Feld nicht besonders gut ist. So ergeht es sehr oft auch den dressurlaufenden Haflingern, Spaniern, Lipizzanern und Co. Reiter solcher Pferde müssen schon extrem korrekt reiten und sehr sehr gute Reiter sein und zusätzlich auch ein dickes Fell haben, was die Ungerechtigkeiten angeht, die ihnen immer wieder widerfahren werden. Denn sehr oft werden auch gleiche Leistungen nicht gleich gewertet, wenn der Richter solche Pferde nicht in diesen Prüfungen mag. Und glaube mir, das ganze läuft dann argumentativ so ab, dass man einem solchen Richter das nicht einmal anlasten kann, denn dann wird schon zugesehen, dass man z.B. den Schreibern die Bewertungen fürs Protokoll so diktiert und argumentiert, dass das Endergebnis reell erscheint.

Größe ist beim Raumgriff immer von Vorteil - deshalb findet man auch so gut wie nie Ponys in den S-Dressuren, die sich mit den Großen messen. Und ein Lipizzaner, der Bewegungsabläufe wie ein hoch veranlagtes Dressurpferd mitbringt, ist meist sogar deutlich teurer, als das hochveranlagte Dressurpferd, weil diese bei den Menschen, die was ganz besonderes reiten möchten, dann doch sehr begehrt sind. Denn wenn ein solches Pferd sich abartig bewegt und dann auch noch korrekt geritten wird, macht ein Reiter sich damit schnell einen Namen und dann gibt es auch den Umkehreffekt, den man bei vielen sehr guten Reitern erlebt: diese Reiter sind für ihr gutes Reiten bekannt und bekommen meist auch sehr gute Bewertungen - selbst wenn sie mal nicht so gut reiten.

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Mücken umschwirren Pferde zwar auch, aber in der Regel sind es eher die Fliegen, die sich bei Pferdeäpfeln und Co. sehr wohl fühlen und sich dort erheblich vermehren. Mücken werden zwar durch den Schweiß eines Tieres auch angezogen, doch für diese Quälviecher braucht es zusätzlich noch stehendes Gewässer, damit diese sich gut vermehren. Aber ich weiß, wie ätzend es ist, wenn gerade Fliegen gehäuft im eigenen Zuhause überall ihre Hinterlassenschaften auf Möbeln, Decken und Tapeten hinterlassen und einen in einer Tour umschwirren. Meine Schwiegermutter lebte ebenfalls auf dem Land und ihrer Nachbarschaft waren reichlich Bauernhöfe, Kühe und Fliegen.

Natürlich ist das auf dem Land normaler als bei uns. Und die meisten Landbewohner sichern ihre Fenster und Türen entsprechend mit Fliegengittern und ähnlichem, weil sie wissen, dass das das Beste ist, was man dagegen machen kann und diese Tiere auf dem Land nun mal auch irgendwie dazugehören.

Aber die Haltung der Pferde - ob im Wohngebiet oder nicht- liest sich nicht gut. Aus diesem Grund wäre unter Umständen schon das Vet-Amt zuständig, nämlich dann, wenn die Unterbringung Tierschutzrelevant ist.

Ob Tierhaltung dort erlaubt ist, wirst Du beim Bauamt erfahren.

Was aber auch wichtig zu wissen ist, dass sehr viele Ämter, trotz Datenschutz nicht unbedingt die Anonymität des Anzeigenden wahren und es schon dazu kommen kann, dass der von Dir Angezeigte dann weiß, dass Du der Denunziant warst.

Du kennst Deine Nachbarn und den Rückhalt, den sie unter Umständen vielleicht doch haben und weisst, ob Du riskieren kannst, am Ende selbst der Gelackmeierte zu sein. deshalb wäre ich in meinem Vorgehen vorsichtig.

Mein Weg wäre herauszufinden, wer alles noch, wie ich unter den Fliegen und Mücken leidet und wer bereit ist, sich mit Dir zusammen zu engagieren.

Parallel würde ich erst mal in Erfahrung bringen, ob Tierhaltung erlaubt ist. Man kann ja mal bei der Stadt beim Bauamt nachfragen, ob man selber in seinem Garten Pferde halten darf. Danach ist man schon ein bisschen schlauer.

Und dann sollte man versuchen, mit den Pferdehaltern zu reden. Denn auch von deren Seite aus kann einiges getan werden - wenn sie dazu bereit sind-, dass die Nachbarn weniger Belastungen erfahren - wie penibles Abäppeln der Freiläufe, regelmäßiges Ausmisten der Ställe und kurze Intervalle, was das lagern des Mistes auf dem Misthaufen angeht. Das heisst, dieser muss alle paar Tage abgeholt werden. Dann keine Wassertröge mit stetem brackigen Wasser, sondern Selbsttränken und Du solltest Dir einfach gute Fliegengitter an die Fenster und Türen machen.

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Für schmale Menschen eignen sich vor allem die italienischen Firmen Animo, Cavaleria Toscana und Equiline, die aber auch recht hochpreisig sind. Wobei ich den Grip von Animo-Hosen nie so ganz überzeugend fand. Doch das kann mittlerweile anders sein. Aufgrund meiner negativen Erfahrungen habe ich in den vergangen Jahren die Finger von diesen Hosen gelassen, weil ich mich zu sehr über die mangelhafte Grip-Qualität geärgert hatte.

Und wenn Du jetzt nicht 1,80m groß bist, könnten Kinderreithosen eine Option sein. Ich bin knapp 1,60m groß und komme mit der Kindergröße 164 immer erstaunlich gut hin. Ansonsten sind Reitleggings mit Grip eine echte Option, wenn man sie einfach eine Nummer kleiner nimmt. Spooks finde ich mitunter im Bein schmal und auch Cavallo hat einige schlanke Modelle dabei und ebenso Pikeur. Man muss sich halt durchprobieren, leider.

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In der Regel braucht man für die Teilnahme an den Wettbewerben im E-Bereich noch kein Reitabzeichen - allerdings eine sogenannte Schnupperlizenz bei der FN, damit man über NEON die Turnierteilnahmen auch online nennen kann.

Wichtigstes Kriterium ist immer die Ausschreibung eines Turnieres. Das heißt in der ausführlichen Turnierankündigung stehen in der Regel auch die Bedingungen für die jeweiligen Prüfungen - also welche Leistungsklassen zugelassen sind. Kein Reitabzeichen ist in dem Fall Leistungsklasse 0. Dort steht auch wer überhaupt starten darf - denn es gibt einige Prüfungen, die beschränkt sind, was zum Beispiel auch die erlaubten Vereine angeht, die dort startberechtigt sind. Also ist nicht nur die Leistungsklasse, sondern eben auch der Verein, oder der Kreis, die Stadt, dem Dein Reitverein angehört, wichtig.

Mein Tipp: bitte Deinen Reitlehrer um Hilfe bei der Auswahl des richtigen Turnieres. denn es gibt immer wieder Turniere, die für Turnierneulinge ideal sind, weil die Organisation und die Bedingungen des Turnieres und die Menschen dort echt prima sind und andere, die für Turniereinsteiger eben nicht ideal sind, weil die Gegebenheiten unübersichtlich sind und die Turnierorganisation eben nicht gut ist. Dein Trainer kennt die guten Turniere in Deinem Umfeld. Nenne nicht irgendwas irgendwo, sondern lass Dir Tipps geben - auch von Leuten, die häufiger auf Turnieren unterwegs sind.

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Ein Reitstall ist immer ein Mikrokosmos von unterschiedlichsten Menschen - so manches Mal treffen dort Menschen aufeinander, die im normalen Leben keine Berührungspunkte hätten, weil sie aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten kommen und mitunter die Liebe zum Pferd das einzige ist, was in diesem Fall die Schnittmenge bildet.

Es sind immer auch ein paar ganz schön komische "Vögel" dabei - bei denen ist das Pferd unter Umständen der Kindersatz, oder der Partnerersatz, oder das Lebewesen, dem sie alles opfern. Manch einer ist davon überzeugt, dass er die Pferdeweisheit mit Löffeln gefressen hat. Der nächste ist ein super netter kommunikativer Mensch und wieder einer ist einfach eine blöde Lästerbacke oder ein unfreundlicher Mensch.

Lass Dich doch nicht so verunsichern. Wenn Du davon überzeugt bist, dass Du nicht überfordert bist und das Gefühl hast, mit allem gut zurecht zu kommen, dann ist es doch bloß diese eine Frau. Und selbst wenn Dir dumme Dinge in deren Gegenwart passiert sind - herrje die passieren uns allen immer wieder mal. Und es ist schon fast eine Gesetzmäßigkeit, dass Peinlichkeiten immer noch durch andere Peinlichkeiten zu toppen sind. So was passiert. Und solange es nichts ist, was wirklich schlimm ist, oder was Schaden angerichtet hat, ist es doch etwas, überlass man hinwegkommt. je krampfiger man ist, desto eher geschehen solche Dinge. Also entspann.

Und was diese Frau angeht - das, was Du schilderst, klingt nicht so als wäre sie für Dich ein Sympathieträger oder jemand, mit dem Du gerne befreundet wärest. Also mach Dich frei davon, Dir Deine Lebenszeit von ihr verderben zu lassen. Sie ist blöd. Punkt. Und am Ende tangiert sie Dich doch nicht. Sei freundlich, mach Dein Ding, und wenn Du in einen Fettnapf latschst, dann latschst Du auch wieder raus, machst Dir im übertragenen Sinn die Füße sauber und läufst weiter. Dinge passieren. Richtet man was an, bringt man es in Ordnung. Tritt man jemandem auf den Schlips, entschuldigt man sich und macht es wieder gut. Und dann ist auch gut. Der Reitstall ist deine Freizeit. Freizeit soll Spaß machen und eine einzelne Frau sollte Dir mit ihrer Unfreundlichkeit nicht alles verderben. Sei Du freundlich, hilfsbereit und nett, grüße sie -egal wie sie sich verhält und gut ist.

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Die Reitvereine haben sich oftmals nur aus dem Zweck gegründet, um ihren Reitern Turnierteilnahmen zu ermöglichen, für die eine Mitgliedschaft in einem eingetragenen Verein verpflichtend sind, was bei eigentlich jedem offiziellen Turnier der Fall ist. Ich vermute mal, dass 99% der Reitvereine an die FN angeschlossen sind.

Früher gab es mal diesen Passus bei den "kleinen" Prüfungen bis E, was die Startberechigung anging, der in etwa so lautete: "......und nicht organisierte Teilnehmer aus dem Umkreis des Veranstalters." (das meinte Reiter ohne Vereinszugehörigkeit) Doch heute sieht man den Passus maximal noch bei dem einen oder anderen WBO-Turnier.

Normalerweise ist Dein Reitverein, wenn er ein eingetragener Verein ist (e.V.) der FN angeschlossen. Das heißt allerdings dennoch nicht automatisch auch, dass die Qualität der Lehre dort auch irgendwelchen Kriterien entspricht. Es reicht, wenn der Verein seine FN-Beiträge entrichtet. Ob die Schulpferde oder die Trainer ausreichen, um bestimmte Qualifikationen zu erlangen, hat damit nichts zu tun. Denn es gibt auch eine ganze Menge Vereine, die keinen Schulbetrieb haben, keine Schulpferde, keine Trainer, deren einziger Zweck im Großen und Ganzen ist, den auf der Reitanlage beheimateten Reitern einen Verein zu bieten, der ihnen Turnierteilnahmen ermöglicht.

Um es ganz genau zu wissen, kann Du einfach bei den Verantwortlichen Deines Vereines nachfragen oder aber die FN kontaktieren: https://www.pferd-aktuell.de/deutsche-reiterliche-vereinigung/kontakt

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Wirkt auf mich auf den ersten Blick sehr überteuert. In dem Alter müsste ein Pferd schon deutlich weiter ausgebildet sein, als dass ich einen solchen Preis zahlen würde. Bei einem Wallach ist die Abstammung eh egal und taugt nur zum Angeben, welch edles Geblüt das Pferd doch ist. Beim Reiten hilft das Ganze nur, wenn das Pferd der Qualität entspricht - und da deutet der Ausbildungsstand mit 7 nicht drauf hin.

Ein solides Pferd sollte mit 7 mindestens auf A/L Niveau sein oder aber durch ganz besondere Vorzüge diesen Preis wert sein - Therapiepferd z.B. Aber einfach nur für ein rudimentär ausgebildetes Pferd wäre mir dieser Betrag zu hoch.

Doch wenn das der Preis ist, kannst Du vielleicht ein wenig handeln - aber am Ende ist das der Preis, den Verkäufer haben will. Egal ob gerechtfertigt oder nicht. Und irgendeiner zahlt diesen Preis, weil ihm das Pferd das wert ist - aus welchen Gründen auch immer.

Ich würde für dieses Pferd gar kein Geld zahlen, weil es nicht meinen Suchkriterien entsprechen würde. Aber den „Wert“ würde ich deutlich niedriger einschätzen, was aber am Fakt, nämlich dem geforderten Preis nichts ändern wird.

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