Wildbienen-Nisthilfe: Hält die Verleimung im Freien?

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6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du könntest die Dinger hochkant längs über die TKS schieben, um Schlitze quer zu den Verbindungsstellen einzubringen. Idealerweise dazu eine Vorrichtung auf einem Schlitten oder so was basteln, damit sie dabei jeweils auf einer Spitze stehen. Dann in diese Schlitze flache passende Leisten einleimen. Ähnlich wie Lamellos. Überstand einfach mit der Dübelsäge abschneiden und mit der Oberfräse einebnen oder den Rest einfach beischleifen. Da kann man sogar Leisten aus dunklerem Holz nehmen und einen Kontrast erzielen, fast wie eine kleine Intarsie.

Oder halt Holzdübel, die sitzen dann eben in einem sehr spitzen Winkel zum Stoß.

Verleimtes Stirnholz hält ganz gut, wenn man vorher mit Wasser verdünnten Leim aufbringt und richtig tief einziehen lässt. Aber das habe ich bisher nur mit dem normalen gelben Titebond probiert. Kann nicht beurteilen, ob das mit Ponal Express ebenfalls geht, geschweige denn mit wasserfestem Leim.

Klasse Antwort. Die Einbringung von dunklen Schlitzen mit Hilfe einer Vorrichtung habe ich auf youtube mal gesehen zur Stabilisierung von Bilderrahmenecken, daher weiß ich, wie das zu machen ist. Bin nur nicht darauf gekommen, das hier anzuwenden.

Das werde ich auf jeden Fall umsetzen, auch wenn ich keine Kreissäge und Oberfräse habe.

Eine gute Stirnholzverleimung kriege ich schon hin mit zweimal beidseitigem Leimauftrag. Mir fehlte einfach das stabilisierende Element.

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@Skinman

Hier ist das Video: "Stabile Eckverbindung ..."

https://www.youtube.com/watch?v=p09MwxWILvA

Blöd, dass das nicht bei mir geklingelt hat. :-)

Es geht um den Bau der Vorrichtung, den umgelegten stationären Bandschleifer finde ich bei ihm auch klasse.

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Super! Kompliment! Eine richtig gute Idee ist das. Lasst Euch das nicht schlecht machen von anderen. Es sieht toll sowas von super aus und hilft unseren lieben Bienchen.

Allerdings: Mit einem verleimten Vogelhäuschen haben Bekannte von mir schon eine böse Überaschung erlebt. Der Boden fiel samt Nest runter. Sie haben es dann mit Stahlstiften zusätzlich fixiert. Leim alleine glaube ich kaum dass das hält. Und schon gar nicht so lange. Schrauben oder Nägel würde ich auf jeden Fall verwenden. Für Draussen gibt es extra feuerverzinkte Nägel, die nicht rosten können. Da kennt sich das Personal vom Baumarkt eventuell besser aus.

Eine andere Idee- eventuell einfacher zu bewerkstelligen: Da das ganze ja mehr oder weniger wie ein Dreieck aufgebaut ist, aus Brettern -die man zusammenschraubt- ein Dreieck rumzubauen. Das würde dem ganzen Stabilität geben. Aber wie gesagt: Die drei Bretter auf Gehrung sägen um ein Dreieck bauen zu können. Und diese drei Bretter miteinander gut verschrauben. Die Nisthilfe kann man dann quasi in den Rahmen leimen.

Edelstahlschrauben A2 oder A4: Also Schrauben für den Aussenbereich verwenden, wenn Nägel nicht in Frage kommen.

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Um die Haltbarkeit des Rahmens wie auf dem Bild habe ich keine Bedenken. Der Kasten kommt nicht mit Wasser in Berührung, allenfalls mit hoher Luftfeuchte. Das Gebilde wird aufmerksam beobachtet, wenn Leimstellen nicht halten, nehme ich die verzinkten Spaxschrauben, die rosten auch nicht.

Was man nicht sieht, ist, dass die 3 Waben hinten eine gemeinsam verschraubte Rückwand haben. Herunterfallen kann da nichts. Die Idee mit dem Dreieck ist klasse, da kann sich auch keine Nässe stauen. Für den Einsatz in der Streuobstwiese werde ich den Vorschlag umsetzen! Danke

Dieses abgebildete Modul wird noch um einige weitere ergänzt in den nächsten Jahren, so dass die gesamte Gartenhüttenwand damit ausgestattet ist.

Allerdings muss ich auch zusehen, dass alle satt werden und pflanze nächstes Frühjahr noch viele weitere Futterpfanzen an. Es sind schön viele bienenfreundliche Pflanzen vorhanden, aber es sollen noch mehr werden.

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Wenn Du sauber gearbeitet hast – also staubfrei verleimt, mit Klemmen zusammen gepresst und das Holz anschließend mit Bienenwachs versiegelt –, sollte es halten.,

Abgesehen davon sind die meisten Bambus-Halme viel zu klein als dass dort ein Wildbiene rein passen täte.

Danke für die Antwort: Bienenwachsversiegelung müsste dann noch dazukommen. Auf staubfreie Verleimung und hohe Anpresskraft (Leimhilfe gebaut) habe ich geachtet.

Wildbienen-Nistlöcher fangen bei 2mm an!! Von den über 500 Wildbienenarten kennt kaum einer die kleinen Wildbienen, die außerdem viele nicht für Bienen halten.

Die Bandbreite der Nistlöcher habe ich bewusst ausgeschöpft, weil ich nicht weiß, welches Arten es überhaupt bei mir im Garten gibt.

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@TheoBN

Mit der Wachsversiegelung verhinderst Du das Aufquellen des Holzes bei Feuchtigkeit, wodurch dann ggf. die Leimstellen abreißen können. Außerdem schützt es den Leim direkt vor Feuchtigkeit. Den Flüssigwachs muss man auch mehrmals auftragen, da er einzieht, aber hierbei ist auch trockene Verarbeitung wichtig.

Abgesehen davon ist der Drops für die Wildbienen dieses Jahr ohnehin gelutscht. Wer jetzt noch auf Quartierssuche ist, wird kaum überleben. Daher kannst Du diesen Nist-Kasten auch bis zu den ersten warmen Tagen im nächsten Jahr auch drin behalten, dann hält er noch einen Winter länger.

Bezüglich der Wildbienen solltest Du dann mal recherchieren, welche Arten überhaupt in Deinem Gebiet vorkommen und dementsprechend auch Anteilig die Stärke der Röhrchen anlegen. So kannst Du dann auch einen optimierteren "Ertrag" erzielen.

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@MarkusGenervt

Den Einsatz von Bienenwachs werde ich sicher ausprobieren, danke für die Tipps.

Ich habe schon etliche Nistkästen seit Jahren hängen, daher weiß ich, dass ab Juni das Wildbienenjahr gelaufen ist.

Ich habe die Nistkästen schon rausgehangen, um zu sehen, wie sie sich in der Witterung verhalten. Außerdem will ich sehen, ob Spechte sich daran zu schaffen machen und ggf. einen Spechtschutz rechtzeitig bauen, wenn es im nächsten Frühjahr wieder los geht.

Ausprobieren geht über Recherchieren :-)) Mal sehen, was belegt wird.

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@OlgavonderVolga

Genau das ist auch ein Grund, weshalb ich die Kästen schon draußen habe!

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@TheoBN

Sieht doch alles gut aus.

Ein kleiner Tipp: Du kannst auch Aststücke mit Durchmesser 1-2cm dazugeben. Die Insekten (bin jetzt nicht sicher, ob es Wildbienen sind) "bohren" eine Brutkammer und legen ihr Ei hinein. Danach verschließen sie die Brutkammer.

Ich kann bei Bedarf morgen ein Foto machen, wie das dann nach dem Schlupf aussieht.

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@quetzal1

Danke für den Tipp. Wildbienen können keine Löcher in Holz bohren.

Einige Arten nehmen allerdings markhaltige Stengel (Brombeere, Distel ...) und können darin ihre Brutkammer bohren. Die müssen allerdings senkrecht (!!) stehen und das Mark freigelegt sein.

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@MarkusGenervt

Die Kästen sind schon seit 6 Wochen draußen und so manche Florfliege, Marienkäfer ... wird in den Zwischenräumen stecken.

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Selbst wenn du da noch zusätzlich Nägel hinein haust, wird das nicht 10 Jahre halten. So bald das Holz nass wird und unterschiedlich schnell wieder trocknet, entstehen unglaublich starke Kräfte, die gegen einander arbeiten. Dabei reißt der Leim auf, das Holz reißt der Länge nach, die Nägel werden heraus gezogen und die Teile fallen auseinander. Das Einfachste wäre, wenn du ein kleines Dach dafür konstruierst. So bald es vor Nässe geschützt ist, hält es ewig. Eine andere Möglichkeit wäre das Holz zu behandeln um es so vor der Nässe zu schützen. Aber das wäre wohl nicht im Sinne der Bienen.

Druckimprägniert und mit Leinöl behandelt ist das Rahmenholz. Ein Dach ist vorgesehen, wie ich geschrieben habe.

Nägel kommen nicht in Frage, wenn dann Spax-Schrauben.

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@TheoBN

Oh! Das Dach ist mir wohl entgangen, hab es nicht gesehen. Mit dem Dach, mit den Schrauben und mit der Beschichtung hast du gute Chancen dass es sehr lange hält.

Das Ganze sieht übrigens toll aus!

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@TheoBN

Oh, Leinöl ist hier jetzt wirklich keine gute Idee, da das bei hohen Temperaturen ausschwitzt und die enthaltenen etherischen Öle sich hier negativ auf das Nervensystem der Adulten und die Entwicklung der Larven auswirken können. Das gilt auch insbesondere für Hochdruck-Imprägnierung.

Da solltest Du lieber unbehandeltes Holz nehmen und es mehrmals mit flüssigem Bienenwachs einstreichen. Das reicht als natürlicher Feuchtigkeitsschutz völlig, allerdings auch nicht ewig.

Ich hatte da mal einen 2 m³ Blumenkübel aus Fichte und der stand ungeschützt im Freien und auch nur mit Bienenwachs behandelt und der hat richtig lang gehalten. Allerdings war der auch im Blockhaus-Bau-Verfahren zusammengeleimt, hat jedoch seine gute Dekade gehalten.

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@MarkusGenervt

Danke, den Tipp werde ich bei den nächsten Modulen berücksichtigen.

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Nisthilfe neben dem Wabenkasten. Selbst 2-3mm Röhrchen sind besiedelt.

Und so sieht ein in jeder Hinsicht umbrauchbares gekauftes Bienenhotel nach einem Jahr aus:

Gebohrtes Stirnholz (große Rundhölzer) sollten verboten werden. Die sich aufstellenden Holzfasern zerreißen den Bienen die Flügel und machen sie für den Rest ihres Lebens zu Fußgängern.

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