Wieso trägt Jesu immer rot-blaue Kleidung?

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Das sieht man aber nur auf "alten" Bildern. Auf modernen Gemälden sieht man Jesus immer in weißem Gewand. Diese kräftigen Farben wurden damals verwendet, weil man rot und blau sehr einfach aus natürlichen Farben extrahieren konnte. Damals gab es noch keine Plaka-Farben :)

In der römisch-katholischen Farbsymbolik ist Blau die Farbe der Gottesmutter Maria und eine liturgische Farbe

 Im Christentum ist Rot die Farbe des Heiligen Geistes und des Blutes der Märtyrer

ich denke: rot für das Blut (das er gab), die Leidenschaft (mit der er seine Ideen vertrat), hellblau für die Unschuld. Die Farbkombi sieht man bei Maria ja auch meist.

1Mo 25,30 und sprach zu Jakob: Lass mich essen das rote Gericht; denn ich bin müde. Daher heißt er Edom.

Das Rot der Kleidung Jesu erinnert an Edom.


Jesaja 63,1-4 Wer ist der, der von Edom kommt, mit rötlichen Kleidern von Bozra, der so geschmückt ist in seinen Kleidern und einherschreitet in seiner großen Kraft? »Ich bin's, der in Gerechtigkeit redet, und bin mächtig zu helfen.« Warum ist denn dein Gewand so rotfarben und dein Kleid wie das eines Keltertreters? »Ich trat die Kelter allein, und niemand unter den Völkern war mit mir. Ich habe sie gekeltert in meinem Zorn und zertreten in meinem Grimm. Da ist ihr Blut auf meine Kleider gespritzt, und ich habe mein ganzes Gewand besudelt. Denn ich hatte einen Tag der Vergeltung mir vorgenommen; das Jahr, die Meinen zu erlösen, war gekommen.

Die Farben Rot und Blau sowie ihre Mischung, das Violett,haben einen engen Zusammenhang mit den verschiedenen Formen des Liebes-Erlebens.

In der religiösen Symbolik wird die Farbe sinngemäß angewendet.

Rot ist Symbol der flammenden Liebesglut, die als Flamme auf den Häuptern der durch den Pfingstgeist Erleuchteten erscheint.

(Ernst Jünger erkannte in seinem „Lob der Vokale“ die Auswirkung der Farbe Rot: „So ist Rot die Farbe der Herrschaft und des Aufruhrs“.)

Blau versinnbildlicht die selige Erfüllung des Ideals der Einheit (daher die blaue Blume der Romantik); es ist die urmütterliche Verbundenheit, die Treue und das Vertrauen, die Liebe und die Hingabe (daher der blaue Mantel der Gottesmutter Maria).

Unter den wenigen Malern die in Worte  zu fassen vermochten, was die Farbe auszudrückt, hat Kandinsky treffend geschrieben: „Die Neigung des Blaus zur Vertiefung ist so groß, dass es gerade in tieferen Tönen intensiver und, charakteristischer, innerlicher wirkt. Je tiefer das Blau wird, desto mehr ruft es den Menschen in das Unendliche, weckt in ihm die Sehnsucht nach Reinem und schließlich Übersinnlichem. Blau ist die typisch himmlische Farbe. Sehr tiefgehend entwickelt Blau das Element der Ruhe. Zu Schwarz sinkend, bekommt es den Beiklang einer nicht menschlichen Trauer.Es wird wie die unendliche Vertiefung in die ernsten Zustände, wo es kein Ende gibt und keines geben kann“.

(aus: „Psychologie der Farben“ von Max Lüscher)

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