Wieso springt mein Hund mich in bestimmten Situationen an?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Immer wenn ein Hund in einem zu hohem Arousal ist, entstehen zumeist Übersprungshandlungen. 

Wenn Du schimpfst wird es schlimmer ist klar, denn er ist ja schon gepusht und schimpfen erregt noch mehr. Ruhiges Zureden hilft, ergo konditionierte Entspannung. 

Richtig gut aufbauen und dann schon anwenden wenn Du bemerkst, dass der Hund sich wieder zu hoch reinsteigert.

Isometrische Übungen können auch sehr hilfreich sein sowie auch Tellington Touch. 

Vielen Dank aber könntest du mir das bitte erklären?  Mir sagen diese Fachausdrücke nichts

1
@Melek0307

Arouasl ist eigentlich vereinfacht ausgedrückt, der Erregungszustand in dem sich ein Lebewesen befindet. 

Konditionierte Entspannung ist eigentlich eine vom Körper erlernte Entspannung wo sich der Hund selbst nicht bewußt gegen wehren kann. 

Aufbau der konditionierten Entspannung, dafür muß man ein wenig ausholen. 

Es gibt die aktive und die passive Entspannung. In Deinem Fall wäre die passive Entspannung sinnvoll, denn diese läuft erst einmal ohne Berührungen ab. 

http://gestresster-hund.de/passiv-ein-entspannungswort-aufbauen/

Da Lesestoff ;-) 

Isometrische Übungen verhelfen in aufregenden Situationen auch zu mehr Ruhe. 

https://www.hey-fiffi.com/basistraining-hunde/isometrische-uebungen/

Da noch mehr Lesestoff ;-) 

Tellington Touch stammt von Linda Tellington Jones und wird auch unter anderem zum beruhigen genutzt. 

http://www.hunde.com/magazin/ttouch.html

...und noch viel mehr Lesestoff ;-) 

Von Tellington gibt es auch einiges an guten Büchern. Sehr empfehlenswert. 

1

Dein Hund hat in bestimmten Situationen extrem Lust auf Spielen, was ja erstmal nicht schlimm ich. Meine Dobermannhündin macht das auch und wenn ich es nicht unterbinden würde, würde sie auch nach mir schnappen. Das hat sie auch schon gemacht und sie hat mich auch mal umgeworfen. 

Ich hab halt das Grundkommando "Platz" solange mit ihr geübt, damit ich sie, wenn ich merke, dass sie kurz vorm durchdrehen ist, aus der Situation rausholen kann. Übe das mit Deinem Hund und belohne ihn mit einem Leckerli, damit er das Ganze mit was Positiven verbindet.

Da das nicht von heute auf morgen umzusetzen sein wird, würde ich Dir raten, einen Spazierstock mitzunehmen, wenn Du mit ihm raus gehst. Dein Hund darf diesen Stock nicht mit etwas Negativem verbinden. Der ist einfach da und soll den Hund erstmal gar nicht interessieren. Wenn Du merkst, dass er wieder unkontrolliert zu Dir hin läuft, dann nimm den Stock und halt senkrecht vom Boden weg etwa 20-30cm vor Deinen Körper. Das dient momentan zu Deiner eigenen Sicherheit, denn Du hast ein großen Hund und gerade bei diesem Wetter kann es durchaus passieren, dass Du ausrutscht und Dich verletzt.

Der Stock darf niemals gegen den Hund eingesetzt werden. Er soll nur dabei helfen, dass Du nicht umgeworfen wirst. Immer wenn er zu Dir hinrennt, schick ihn ins Platz und halt ein Leckerli bereit  

Schimpfen bringt gar nichts, damit stachelst Du Deinen Hund nur noch mehr auf.

Ich wünsch Euch ein schönes Wochenende. L. G. Susanne  

Er maßregelt Dich - er sagt Dir damit daß Du das, was Du gerade tun willst - z.B. ins oder ans Wasser gehen - unterlassen sollst ?

Wahrscheinlich spürt er auch die Gefahr die z.B. vom Meer ausgeht und will Dich davon abhalten ?  Da stimmt was nicht an der Beziehung zwischen Dir und dem Hund.  Eigentlich solltest Du entscheiden was Du tust und nicht der Hund :-)

Schimpfen würde ich da auch nicht - das macht es nur schlimmer. Ich würde langsam und beruhigend auf den Hund einwirken und ihm zeigen, daß es da nicht gefährlich ist und er mir schon vertrauen kann daß ich weiß was ich tue.

Aber wahrscheinlich macht er das nicht nur am Meer sondern auch in anderen Situationen.  Da mußt Du mal grundsätzlich nachdenken was schiefläuft.  Vertraut er Dir denn in brenzligen Situationen oder versucht er das zu regeln ? z.B. wenn ein fremder Hund auftaucht oder nachts wenn ihr Gassi geht und es kommt jemand entgegen - wie reagiert er da ?  Was macht er wenn Besuch kommt den er nicht kennt und Dich begrüßen will ? Drängelt sich der Hund dazwischen ? Springt er hoch ? 

Naja ich weiß nicht..  Also nein das am Meer taucht plötzlich auf. Auch wenn ich einfach nur da liege und nichts tue. Ich versuche hektische Situationen zu vermeiden aber es reicht wenn zum Beispiel meine Tochter an uns vorbei rennt odrr ein anderer Hund plötzlich in die Nähe kommt. Ich spüre dass er sich freut und im nächsten Moment legt er auf einmal den Schalter um und reagiert so. Ansonsten habe ich keine Probleme mit ihm weder mit fremden Menschen noch mit anderen Hunden ist alles in Ordnung. Nachts ist er ein bißchen komisch wenn wir draußen sind da bellt er alles an was ihm komisch vorkommt. Allerdings würde es die Situation mit dem Schnee erklären..  Ich habe da mit ihm rumgetobt bin auch mit ihm bißchen gerannt und dann schaut er mich auf einmal an und springt mich an,  geht dann weg legt sich hin und schaut mich komisch an. 

0
@Melek0307

Ok - und was macht er wenn er dann weggeht und sich hinlegt und DU machst dann eine Spielaufforderung ?  Geht er darauf ein ?

Auch bei der Situation die Du beschrieben hast mit Deiner Tochter oder wenn ein anderer Hund in die Nähe kommt - ich denke schon daß der Hund Dir etwas sagen will - vielleicht so nach dem Motto - Hey - schau da kommt ein fremder Hund - mach was.  Oder er versucht die Tochter dazu zu bringen stehenzubleiben etc. etc.  Wenn Du dann nicht reagierst fordert er Dich eben etwas nachdrücklicher auf. Es ist natürlich schwer was zu sagen wenn man die Situation und die Körpersprache des Hundes nicht sehen kann. Aber achte mal wirklich darauf - schon im Vorfeld. Beobachte die Umgebung und den Hund . z.B. wenn ein fremder Hund auftaucht.  Selbst wenn der noch weit weg ist - wie reagiert Dein Hund ?  Wie sieht er in diesen Situationen aus ?  Wie ist die Stellung der Ohren, der Rute, der Gesichtsausdruck ?  Schaut er dann zu Dir um zu sehen was Du machst etc ? Ich denke schon daß der Hund hier Unterstützung braucht.

Man kann es auch in Hundegruppen beobachten. Da ist oft einer dabei der z.B. die anderen "stoppt" wenn sie zu wild spielen, der dazwischengeht wenn es zu hektisch wird etc.  Der "Hausmeister" sozusagen...  Wie gesagt - wenn es wirklich Spiel ist - ok.  Aber  aus Deiner Beschreibung sehe ich doch noch etwas anderes. 

0
@William1307

Nein er schaut mich nur an und reagiert nicht mehr. Einmal hat er mir dabei die Leine aus der Hand gerissen und sie mitgenommen das war schon sehr provokant. Ich hab mich dann umgedreht und bin gegangen woraufhin er dann ganz schnell wieder ankam. Also du meinst dass er mich in dieser Situation masregelt? Das am Meer ist definitiv nicht spielerisch zu sehen und von seiner Reaktion her auch ganz anders da er mich hiet nicht nur anspringt sondern eben auch nach mir schnappt. Er ist dann einfach nicht mehr zu bremsen und auch gar nicht mehr er selbst. Er reagiert dann auf nichts mehr.  Sobald es zu wild wird führt er sich so auf und manchmal auch einfach so ohne Grund wenn er im Sand spielt. Ansonsten habe ich mit anderen Hunden keine Probleme..  Wenn er einen Hund sieht spannt sein Körper sich an ja aber er freut sich, auch wenn er die Hunde nicht Kennt. Zu mir schaut er gar nicht in dem Moment und ich laufe auch ganz normal weiter jetzt beim Gassi gehen. 

0

Hallo William,

sonst schätze ich deine Meinung sehr, aber in diesem Fall siehst du das m.E. völlig falsch.

Fast alle Hunde lieben den Strand und drehen daher im Sand völlig auf. Das ist dann Lebensfreude pur und man sollte ihnen die Freude auch gönnen, zumal sie sich da richtig auspowern können.

Das Anspringen sollte man natürlich abtrainieren.

3
@chatley

Ich denke das ist ein Mißverständnis :-)  Natürlich  muß man unterscheiden zwischen Rumalbern aus purer Lebensfreude oder eben Hunden die gezielt ihre Besitzer manipulieren.  Da ich die Situation nicht sehen kann, ist natürlich beides möglich. Wenn es nur Spaß und Freude ist - klar würde ich darauf eingehen und mit dem Hund rennen und toben.  Aber anspringen und drängeln lassen würde ich mich nicht :-)

1
@William1307

William vielleicht hast Du es ja nur falsch ausgedrückt, der Hund maßregelt sicher nicht. 

Wie die FS hier schon sehr schön beschreibt, so hilft schimpfen nicht, nein das ist klar denn da haben wir ja auch schon die Ursache. Das Verhalten entsteht aus einem zu hohem Arousal und somit hilft schimpfen nicht, es regt eher noch mehr auf. Ruhiges Zureden verbessert das Verhalten. 

0
@Elocin2910

Aus was entsteht das Verhalten?  Könntest du mir das bitte erklären? 

1
@Melek0307

Arousal = vereinfacht ausgedrückt, zu hohe Erregungslage. 

Ruhiges Zureden beruhigt und verhilft somit erst einmal dem Hund ein wenig runterzukommen. 

Du hast ja selbst schon bemerkt, dass ruhiges zureden eher hilft. ;-) 

0

Mit der Epilepsie wird es weniger zu tun haben.

Dein Hund liebt offenbar Strand und Meer, wie so viele Hunde. Und du machst genau das Gegenteil von dem, an was sich der Hund erfreut - du gehst nicht mehr zum Strand.

Das was dein Hund da zeigt, ist überschwengliche Freude und wenn er auf dich zugerannt kommt, ist das Aufforderung zum Spielen. Doch du schimpfst mit ihm ?!?   Dabei ist es doch DIE Gelegenheit, den Hund mal richtig auszupowern.

Wenn der Hund so durchdreht, wie du sagst, ist er offenbar eh nicht genügend ausgelastet. Daher solltest du mehr mit ihm arbeiten/unternehmen.

Das am Meer ist keine Spielaufforderung definitiv nicht..  Er ist in den Momenten nicht mehr er selbst,  seine Augen verändern sich und er ist wie in rage. Er hört und sieht dann nichts mehr. Schimpfen habe ich versucht bringt aber nichts,  das einzige das was zieht um ihn aus der Situation rauszuholen ist ihn ins Wasser zu ziehen.dann schüttelt er sich und es ist als wäre nie etwas gewesen.  

0
@Melek0307

gerade bei einem Hund mit Epilepsie kann ein für ihn großer Stress einen Anfall auslösen. Da Labbies ja oft sehr ungestüm sind und  dies auch oft durch anspringen und hibbeligem Verhalten zeigen, ist es besser nicht zu schimpfen, sondern ihn an der Leine ruhig an den Strand zu führen und so lange zu warten, bis er sich entspannt hat. Dies bedarf wahrscheinlich schon eines geduldigen Trainings. 

1
@Melek0307

@ Melek:

Ich kann zwar die Situation nicht sehen, glaube aber trotzdem, dass der Hund vor lauter Freude einfach total überdreht ist. Natürlich verändern sich dann auch die Augen ....

Hast du schon mal völlig überdrehte Kinder erlebt? Da denkt man auch, man müsste die gleich zum Psychiater bringen ;)

Filme die Situation doch einfach mal, zeig es einem Hundetrainer und lass dich von ihm beraten.

Im übrigen wäre es ratsam, mal ein Buch über das Wesen eines Hundes zu lesen. Dann kannst du deinen Hund auch besser verstehen.

0
@spikecoco

Ja ich weiß was du meinst ich bin auch die Ruhe in Person wenn ich mit ihm dort hin gehe und lass ihn auch erstmal runterkommen und versuche auch wirklich wenn wir spielen immer wieder ruhephasen einzubauen sodass er erst gar nicht in den Zustand Gerät. Problem dabei ist.. Wir sind nicht allein am Strand:) Ich weiß wie ich mit ihm arbeiten muss dennoch passiert es sehr schnell dass er dennoch in den Zustand kommt. Da reicht ein vorbeirennendes Kind oder ein Hund der zum spielen auffordert. Daher brauche ich eine Möglichkeit ihn rauszuholen.  Das mit der konditionierten Entspannung könnte eine große Chance sein damit umzugehen. 

0
@chatley

Ja überdrehte Kinder kenne ich haha.. Es ist schwer so zu beschreiben und noch schwerer zu Filmen da wenn es soweit ist ich anderweitig beschäftigt bin:) Aber es ist ein Unterschied von überdreht und total ausser sich. 

0

Tritt ihm leicht auf die hinterpfote wenn er springt das Verbinder er mit etwas unangenehmen und er sollte nach 1 Woche begriffen haben das es sich nicht lohnt zu springen.

Was möchtest Du wissen?