Wieso sind "fast alle" Schriftsteller, Dichter, Dramatiker psychisch Krank betroffen?

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18 Antworten

Weil viele "Künstler" von den Mitmenschen nicht verstanden werden. Was dann evtl. zu Verstimmung, Depression und Einsamkeit führt. Was wiederum nicht gut für den seelischen Zustand des Menschen ist. Und weil "der Akt der Schöpfung"eine große Anstrengung ist. Und die Konzentration, die dafür gebraucht wird, wohl aus anderen Bereichen des Lebens ihre Energie holt. Einige berühmte psychisch Kranke der Geschichte: F. Nietzsche, F. Hölderlin, R. Schumann, V. van Gogh.

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Kommentar von mokamoka
13.11.2011, 23:44

Ich danke für die HA-Auszeichnung. (Und an die, die nun sagen "Unter deinen Beisp. sind auch Maler und Komponisten ": Ja, daher meine Wortwahl "Künstler".)

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Kommentar von PaSan
14.11.2011, 00:17

Wow, du glaubst gar nicht, wie mich deine Antwort beruhigt ;)

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Kommentar von roman23
14.11.2011, 15:07

Nietzsche- stammt von dem nicht dieses blöde Zitat: "Gott ist tot"?

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Kommentar von mokamoka
14.11.2011, 19:18

Ich habe die Formulierung der Frage nicht wortwörtlich genommen - was wohl ein Fehler war. Für mich lautete sie eigentlich unausgesprochen: "Warum waren/sind besonders höchstkreative Menschen anfällig für psychische Erkrankungen?"

(Die Harvard-Professorin Shelley Carson untersuchte die Arbeitsweise von Gehirnen besonders kreativer Menschen. Dabei entdeckte sie große Gemeinsamkeiten mit den Gehirnen schizophrener Menschen. Ebenso wie bei Schizophrenie-Patienten liegt die latente Hemmung des Gehirnes deutlich unter der eines durchschnittlichen Bürgers. Dadurch filtert das Gehirn weniger Informationen heraus, was dazu führt, dass mehr Verknüpfungen gezogen werden können. Im Gegensatz zum Genie kann der Schizophrenie-Patient die Reizüberflutung jedoch nicht mehr positiv bewerten, was zu den Krankheitssymptomen wie Halluzinationen führt und eine Überlastung auslöst.)

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Hallo,

gute Schriftsteller, Dichter oder allgemein Künstler sind mit sich und ihren Geschichten ständig selbstkritisch, außerdem kommt auch Kritik von Außenstehenden oft dazu, die einfach nicht wissen was für ein knochenharter Job Schreiben eigentlich sein kann und was man psychisch leisten muss um immer am Ball zu bleiben. Viele sehen einfach nicht die Arbeit hinter der Sache, die Leidenschaft die hinter einer Geschichte steckt und denken was manche Schriftsteller leisten ist nichts mehr als sich einfach hin zu setzen und beginnen zu schreiben.

Nebenbei bemerkt ist Verkraften von Kritik, gerade wenn viel Leidenschaft mit im Spiel ist, schwerer als die meisten annehmen und Kommentare wie: "Was du machst, ist doch nichts besonderes." sind einfach kurz gesagt ein Schlag ins Gesicht für jeden Künstler. Und da ich aus Erfahrung sagen kann wie oft so etwas kommt und wie oft man hinfallen kann, braucht man schon ziemlich viel Kraft immer wieder aufzustehen und weiter zu machen. Und irgendwann hat jeder Mensch seine Grenzen und die Kraft ist einfach nicht mehr da und dann kommt es einfach zu solchen Problemen. Nervenzusammenbrüchen. Und und und...

Kurz gesagt: Es gibt nur völlig verrückte Leute die sich das freiwillig antun und dafür die Undankbarkeit der Menschen um sich einhandeln, für die man die Welt ein Stückchen bunter gemacht hat...

--- und ich bin stolz eine dieser Verrückten zu sein ;D

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Hallo DerausdemKlo, viele Schriftsteller, Dichter, Dramatiker sind- wie viele andere reiche Menschen- von sog. Asberger-Syndrom betroffen. Menschen mit dieser Krankheit werden meist von ihren Mitmenschen nicht verstanden, was zur Folge hat, das sie vereinsamen und Depressiv werden. Oft werden sie aber gerade wegen das unwissens als Verrückte bezeichnet.

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Deine Liste ist nicht so lang, als das es abnormal währe. Zudem denken geniale Menschen anders, und werden daher von der allgemeinheit, welche diese nicht verstehe, als verrückt angesehen.

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Kommentar von CountDracula
13.11.2011, 23:48

nick Ja, das mit der Liste stimmt schon mal... Punkt zwei leider zum Teil auch...

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Besonders auch in der dt. Tradition des "gesunden Menschnverstands" wurde es oft verkannt und verhöhnt, wenn Menschen sich nicht anpassten und das ganz gewöhnliche Leben der anderen, abhängig gehaltenen Mitmenschen nicht ebenso ohne Widerstand und Kritik daran gelebt haben. Es gibt verschieden Richtungen in der Psychatrie und auch das entsprechende Krankheitsbild ist nicht klar zu definieren. Was für den einen als krank zu bezeichnen wäre, ist für den anderen "nornal " und gesund. Ein österreichischer Autor der selbst Arzt in der Psycatrie war, hat viel darüber geschrieben und entsprechende Texte dazu verfasst.

Auch sehr wichtige und große Autoren wie etwa Paul Celan, er wurde noch in den 40er Jahren von Kollegen als "Spinner "verlacht, sind erst nach ihrem Tod entsprechend gewürdigt worden.

(Celan beging 1970 etwa Selbstmord in Paris und das ist nicht die schlechteste Art, aus dieser Welt heraus zu gehen)

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Kommentar von Sajonara
14.11.2011, 19:13

der österreichische Autor der selber Psychiater war, ist Reinald Goetz,..

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Alle Genies haben irgendwo einen Dachschaden, das gehört anscheinend zusammen, denn sonst könnten sie sich nicht so ausdrücken. Nicht nur in der Literatur, auch Maler, Musiker.., alle ganz Großen.

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Kommentar von Dichterseele
14.11.2011, 14:14

Sensibilität ist kein Dachschaden, nur leiden sensible Gemüter eben auch viel stärker - und das kann dann zum Dachschaden führen.

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Ey Kamerad,

na Dein Nickname allein wirkt schon etwas provozierend, aber o.k., das ist jedem selbst überlassen, und ich weiss was Du dazu jetzt sagen könntest! Man sollte jetzt aber allgemein versuchen, niemanden aufgrund seiner Meinung negativ zu kritisieren, denn da ist bei einigen Antworten etwas wahres dran, besonders an der von Mokamoka! Ich denke mal schon wie einige bereits schrieben, das Schriftsteller, Dichter und Dramatiker aufgrund ihrer Sensibilität in der Lage sind, hinter die Kulissen blicken zu können, und darauf betroffen reagieren. Ich selbst kann einige Bücher schon gar nicht mehr lesen, weil ich mich weigere zu glauben was da steht, und dennoch belehrt mich mein Unterbewusstes eines besseren. Einer der ausgeschlafen hat, der weiss doch wie wir von den herrschenden dieser Welt hintergangen werden. Wenn ich blos die täglichen Schlagzeilen im fernsehen sehe, dann ist mir doch sofort klar, das da wieder von etwas anderem abgelenkt werden soll, und manch einen macht das sehr depressiv. Aber nur weil man sich über irgendetwas Sorgen macht, muss man noch nicht zwingend krank sein, da muss ich jetzt wieder Bloodsuckerin Recht lassen. Schlimm genug das man nicht einmal 5 Meinungen unter einen Hut bekommt, und deshalb tun sich die Herrschenden auch so leicht mit uns, denn die sind sich nämlich einig.

LG

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Kommentar von mokamoka
14.11.2011, 19:25

Herzlichen Dank für deine - zumindest teilweise - Unterstützung!

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Niemand dieser Personen ist, ist jemals psychich Krank, gewesen. sie zeigten depressive Verstimmungen.

Eine Depression ist keine Krankheit, sie basiert, wenn nicht auf einer Störung der Nervenleitfähigkeit (toxische Encepalopathie) auf einem Serotoninmangel, Serotonin beschränkt Stresshormone in ihrer Ausbreitung. besteht ein Serotoninmangel können sich Stresshormone Ungehindert austoben.

Introvertierte Träumer, die einem Glauben an eine höhere Macht unterliegen, hören Stimmen weil sie ihre visuellen Bilder deuten.

Extrovertierte Macher, die einer gesundheitlichen Einschränkung (Vergiftung d. Alkohol, führt zu Polyneuropathie) ihrer physischen Fähigkeit unterworfen sind, unterliegen einem permanenten Stresssyndrom.

*Menschen mit einem Introvertiertem Charackter und/oder einer extrovertierten Persönlichkeit * befinden sich ebenfalls unter permanenter psychischer und physischer Belastung. Sie wollen etwas umsetzen können es aber nicht durchsetzen. (Umkehrschluss)

  • es gibt beide formen, dieser Ausprägung.

Depressionen sind ein Symptom, das auf Stress (jeglicher Art) zurück zu führen ist, aber es ist keine Krankheit.

Es wird als solche postuliert.

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Kommentar von Sajonara
14.11.2011, 18:48

"Nicht der Schriftsteller ist krank sondern die Gesellschaft die ihn umgibt, .."

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" Wieso sind "fast alle" Schriftsteller, Dichter, Dramatiker psychisch Krank betroffen? "

Sind sie das wirklich ? Sind Günter Grass, Siegfried Lenz, Shakespeare, Goethe, Schiller, Tolstoi usw.usw. - alle psychisch krank ? Ich glaube kaum !

Halte das für ein an den Haaren herbeigezogenes Vorurteil von "DemausdemKlo".

Ich würde mich an deiner Stelle dort nicht zu lange aufhalten - das könnte den Geist etwas verwirren.

Alles Gute!

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Kommentar von Dichterseele
14.11.2011, 14:04

Woher willst Du wissen, wie es bei denen "da innen" aussieht?

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Sie sind/waren nicht psychisch krank, sondern haben/hatten ein handfestes Alkoholproblem. Viele bekannte Schriftschteller und Dichter haben ihr Gehirn "gedopt", chemisch frisiert. ;)

Sie hatten keinen Skrupel zu indizierten Tröpfchen zu greifen, da sie dann besser schreiben konnten.(Sieh Dir nur die Bilder an, wie sie alle schauen! :D)

Ganze Bibliotheken wurden mithilfe von Schnapsbrennereien zusammengeschrieben. Faulkner, der erst anfing zu schreiben nachdem er ein gewisses Pensum an Alk drinn hatte, und beim Schreiben immer 1 Flasche griffbereit hatte, bringt es auf den Punkt: "Die Zivillisation begann mit der Destillation!"

Hemingway, Sinclair LEwis, Eugen O´Neil, und John Steinbeck erschrieben sich ihre Nobelpreise Glas für Glas, Flasche für Flasche. Zudem verrauchten sie ganze Tabakplantagen.

Doch in einem Fall stellte sich heraus, das es auch einen Menschen gab, der sich beim Schreiben mit Möhren- und Erdbeersaft doopte :o?! Martenn´t Heart. (Ihn kennen aber recht wenige...)

Alles klar? Gruß:

Isa`

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Kommentar von CountDracula
14.11.2011, 17:18

Erstens zählt Alkoholsucht heute zu den psychischen Krankheiten und zweitens: Blödsinn.

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Das ist gar nicht wahr... wir Autoren sind nicht alle krank, auch, wenn das nicht schlimm wäre.

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Kommentar von DerausdemKlo
13.11.2011, 23:30

lesen kannst du auch nicht.

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Vielleicht muss man einfach psychisch etwas "daneben" sein, um die für diese Jobs nötige Kreativität zu entwickeln?

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Kommentar von CountDracula
14.11.2011, 17:19

Kopf schüttel Bevor man so was sagt, muss man es erst mal selbst ausprobiert haben...

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Die Bezeichnung "fast alle" finde ich übertrieben; ich würde eher sagen "einige von ihnen".

Allerdings gibt es große Denker bzw. sehr begabte kreative Menschen, die man als Genies bezeichnen kann. Diese Genies sind in ihrer Fachrichtung i. d. R. derart damit beschäftigt, einen "Perfektionismus" zu entwickeln, den es im Grunde genommen gar nicht gibt.

Es heißt ja nicht umsonst:

Genialität und Wahnsinn liegen dicht beieinander. Bei manchen Menschen mit derart hervorragenden Neigungen sind deshalb die Übergänge fließend...

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Kommentar von Mucker
14.11.2011, 15:52

" Genialität und Wahnsinn liegen dicht beieinander" - das sagt es im Grunde aus - hinzu kommt noch die besondere Sensibilität. LG

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...ist man deiner Ansicht nach psychisch krank, wenn ein Autor seinem Romancharakter einen Facebook-Account erstellt und dann mit diesem kommuniziert?

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Kommentar von Aelian
14.11.2011, 02:02

Nö :) Ich hatte auch mal einer fiktiven Person (selbst erdacht, kein Filmcharakter, etc.) einen Brief geschrieben (und abgeschickt und tatsächlich auf eine Antwort gehofft, ich war damals aber noch in der Grundschule ^^). Es ist eine gute Methode um den Charakter näher kennen zu lernen, "krank" ist da gar nichts dran.

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Kommentar von mokamoka
14.11.2011, 08:41

"Wow, du glaubst gar nicht, wie mich deine Antwort beruhigt ;)"

Danke. Und schön, dass ich dich beruhigen konnte! ;)

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Keine Ahnung woher du die Vorstellung hast, auf jeden Fall ist es nicht so :s

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Kommentar von CountDracula
13.11.2011, 23:31

Du hast recht... ich schreibe selbst Bücher und bin auch nicht krank (auch, wenn ich es nicht schlimm fände)...

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Weil sie oft so intelligent sind dass sie wissen wie schlimm die Welt wirklich ist...!

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Kommentar von mokamoka
14.11.2011, 08:40

Diesen Teil hatte ich doch tatsächlich in meiner Antwort vergessen.

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Was verstehst du unter psychisch krank ?? Wer ist denn alle krank?

Wie sagte erst gestern der Arzt Manfred LÜtz: Man muß sich wundern, daß manche TROTZ ihrer Krankheit zu großen Leistungen imstande sind!

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Kommentar von CountDracula
13.11.2011, 23:38

Eben. Jeder von uns empfindet etwas anderes als "krank" (das ist jetzt nicht beleidigend gemeint!).

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vielleicht sind sie auch ZUERST psychisch krank und DANACH werden sie schriftsteller :D

oder sie schreiben viel über ihre probleme und werden dabei krank...

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Kommentar von CountDracula
13.11.2011, 23:35

Weder noch... klar gibt es auch psychisch kranke Schriftsteller etc., aber nach deinem ersten Kriterium wäre jede/r psychisch Kranke ein Schriftsteller/eine Schriftstellerin o.Ä. und nach deinem zweiten müsste jede/r von uns psychisch krank werden. Demnach wären auch Leute, die Tagebuch führen - also so gesehen auch über ihre Probleme schreiben - psychisch krank.

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