Wieso ist fie Homunkulus-Theorie falsch in der heutigen Biologie?

4 Antworten

Einen künstlichen Menschen (Homunculus) herzustellen, wäre nur möglich, wenn man aus anorganischer Materie eine organische herstellen könnte. Die sog. Vitalismus-Theorie besagte, dass etwas Lebendiges ohne eine transzendentale Übertragung von Lebenskraft auf die Materie (eine Art göttliche „Beatmung“) nicht möglich ist.

Durch Wöhlers Harnstoffsynthese 1828 gelang es aber, aus anorganischer Materie organisches Material (Harnstoff) herzustellen. Deshalb dachte z.B. Goethe, es wäre tatsächlich möglich, einen künstlichen Menschen aus anorganischer Materie hervorzubringen.

Seither, besonders seit der Synthese von Harnstoff und erst recht seit der spontanen Entstehung von Aminosäuren in den Versuchen von Stanley Miller und Harold C. Urey 1953, gilt der vitalistische Ansatz in der Biologie als überholt. Es wird dort geschlossen, dass Lebenskraft bzw. Lebensenergien zur Herstellung organischer Substanzen nicht notwendig sind.

Von Vitalisten wird hierzu allerdings darauf hingewiesen, dass die manipulierte oder spontane Entstehung von einzelnen Lebensbausteinen keineswegs mit der Entstehung belebter Substanz gleichzusetzen sei, zumal die Experimente Millers und Ureys keine Aussagen darüber machen können, wie sich die künstlich hergestellten organischen Moleküle (Aminosäuren) etwa zu großen Strukturen verbunden hätten.

Fazit: Man kann zwar aus anorganischer Materie organische Moleküle künstlich herstellen, aber belebte größere (Aminosäure-) Strukturen, z.B. einen sprechenden und sich bewegenden Homunculus, kann man nicht aus anorganischen Stoffen erzeugen.

Du meinst sicher die Theorie, dass in der Ei- oder der Samenzelle schon ein winziger fertiger Mensch drin sei, der bloß noch wachsen müsse. Na ja, das ist eben nicht so.

Ei- und Samenzelle beinhalten wie alle anderen Zellen auch bloß einen Zellkern mit in diesem Fall der halben DNA der Frau bzw. des Mannes. Der vollständige Mensch entsteht aus der befruchteten Eizelle, indem sie und ihre Nachfolgerzellen sich immer und immer wieder teilen. Am Anfang hat der Embryo eine Kugelform (Morula), in der sich dann ein Hohlraum bildet (Blastula), dann wird ein Teil des Embryos nach innen gestülpt (Gastrula) usw. Eine annähernd menschliche Form entsteht erst nach einigen Wochen weiterem Wachstum durch Zellteilungen und Gewebefaltung.

Sie war immer schon falsch.

Und, wenn ich mich mal weit aus dem Fenster lehne, war sie rein ideologisch begründet, denn nur im männlichen Samen war der zukünftige Mensch schon vorgebildet.

Maria und der heilige Geist und das Patriarchat in anschaulich.

Damals wären auch schon viele skeptisch gewesen, hätten sie ein Mikroskop gehabt oder Bücher mit den Abbildungen. Vermute ich.

Weiul Forschung Fortschritte macht und sich zum Glück von theologischem Irrglauben emanzipiert hat.

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