Jawohl, du hast Recht. Wer sich als Atheist outet, ich meine jetzt als lupenreiner Gottesleugner (nicht als Agnostiker), der empfiehlt mit seiner atheistischen Auffassung anderen, das Leben als total sinnlos, ich wiederhole: total sinnlos anzusehen. Denn was ist nach dieser Auffassung das menschliche Leben? Es gleicht einer Sternschnuppe, die aus dem Nichts auftaucht und gleich wieder im Nichts verschwindet. Wer solche Meinungen vertritt, ist zudem gefährlich. Denn indirekt fordert er andere auf, so richtig alles aus ihrem Leben herauszuholen, und sei es auch mit unredlichen, kriminellen Mitteln. Wenn man geschickt vorgeht, wird man dabei nicht erwischt. Und eine Verantwortung vor Gott gibt es ja nicht. Nach dem Tod löst man sich sowieso in Nichts auf. Eine geradezu perfide Ideologie!

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Ja

Die Antwort kennen wir nicht. Wir können allenfalls sagen: Die Allmacht Gottes vorausgesetzt, kann er alles Mögliche anstellen, also auch dieses gefährliche Virus erschaffen. Da der gläubige Mensch die Allmacht Gottes voraussetzt, kann er also sagen: Natürlich, wenn Gott es will, kann er so ein gefährliches Virus erschaffen. Heute befinden wir uns nicht mehr im Zeitalter des dogmatischen Determinismus. Durch die Quantenmechanik ist indeterministisches Geschehen möglich geworden. Der Quantenphysiker Pascual Jordan z.B. überträgt die in der Quantenphysik entdeckte und bewiesene Akausalität auch auf den organischen Bereich. Das bedeutet, dass Gott gegen die scheinbare Kausalität eines Geschehens dieses durch Quantensprünge nach seinem Belieben lenken kann. So meine ich, dass es zumindest nicht auszuschließen ist, dass Gott das Coronavirus (aus uns unbekannten Gründen) geschaffen hat. Vielleicht um den Menschen ein Fanal zu senden, dass sie aufhören soll, sich selbst an die Stelle Gottes zu setzen und damit gotteslästerlich zu behaupten, es gebe keinen Gott!?

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Ist Jesus ein Vorbild für einen Christen?

Vorbild ist eine Person, die als richtungsweisendes und idealisiertes Muster oder Beispiel angesehen wird. Im engeren Sinne ist ein Vorbild eine Person, mit der ein – meist junger – Mensch sich identifiziert und dessen Verhaltensmuster er nachahmt oder nachzuahmen versucht. (Wikipedia).

Ich würde sagen: Jesus muss für einen Christen ein Vorbild „im weiteren Sinne“ sein (s.o. die Definition). Vorbild im engeren Sinne dürfte für ihn unmöglich sein, es sei denn, er wählt das Leben eines Priesters oder Heiligen. Er müsste nämlich Jesus bedingungslos nachfolgen, d.h. sein Kreuz auf sich nehmen, Jesus mehr lieben als Vater und Mutter, ja sogar bereit sein, sich gegen seine Eltern zu stellen, falls sie ihm zu einem weltlichen Beruf raten (s. Matthäus 10, 34 ff). Er müsste auch die von Jesus verkündeten Forderungen der Bergpredigt erfüllen (Matthäus Kap. 5 und 6), das heißt, er müsste „vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“ (Matth. 5, 48).

Vorbild im weiteren Sinne kann Jesus für einen Christen natürlich sein. Seine Lehre sollte ihm als richtungsweisendes und idealisiertes Muster oder Beispiel dienen; d.h., die wesentlichen (grundsätzlichen) Inhalte seiner Lehre sollte er in seinem Leben beachten und sie für sich auch realisieren, z.B. das von Jesus verkündete Prinzip der Nächstenliebe. Jedoch muss er nicht „vollkommen sein, gleichwie der Vater im Himmel vollkommen ist.“ Würde das von einem Christen verlangt, das heißt, müsste er alle in der Bergpredigt geforderten Verhaltensmuster eines Christen Punkt für Punkt erfüllen, wäre er heillos überfordert.

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Gefunden ist ein fünfstrophiges Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe. Es gehört zu den am häufigsten vertonten Gedichten des Dichters und entstand im August 1813. Äußerlich betrachtet erzählt es von einem lyrischen Ich, das durch die Natur streift, eine Blume erblickt und diese nach Hause bringt und im eigenen Garten einpflanzt, wo dieses fortan zweigt und blüht.

Bei der Lektüre des Textes drängen sich die Adjektive hübsch und niedlich auf, handelt es sich doch um ein beschauliches Werk, das mit zahlreichen Verniedlichungen in absoluter Kürze einen recht simplen Vorgang schildert. Dennoch: Gefunden zählt zu den größten Werken des Dichters und das eben nicht, weil es niedlich ist, sondern weil es mit einer enormen Schärfe eine große Wahrheit verkündet.

Denn nur derjenige, der der Natur mit Respekt und Achtung begegnet, wird auch von ihr belohnt. Das lyrische Ich bricht die Blume am Wegesrand nämlich nicht einfach, sondern gräbt sie behutsam aus und pflanzt sie an einem stillen Ort wieder ein. Und eben diese kleine, beinahe hübsche, Wahrheit kommuniziert das Gedicht ganz eindeutig, ohne dass es eine Interpretation dafür braucht.

Allerdings bietet Gefunden noch mehr, das hinter der simplen Aussage auf den Interpreten wartet. Wer nämlich auf die Entstehungszeit des Werkes blickt, stellt schnell fest, dass das Ganze am 26.8.1813 auf dem Weg nach Ilmenau geschrieben wurde und an die gern gärtnernde Frau von Goethe geschickt wurde. Das Gedicht ist somit eein nachträgliches Geschenk des Dichters zum 25. Jahrestag an seine Frau.

Schnell erhält der Text dadurch eine neue Ebene und kann als amouröses Gedicht gedeutet werden. Es geht also nur auf den ersten Blick um eine Blume, die sich schnell als Frau entpuppt, die vom lyrischen Ich behutsam nach Hause getragen wurde, um dort zu erblühen und eben nicht nach einer einmaligen Eroberung zu welken. So bietet das kleine Werk auch auf den zweiten Blick eine tiefgreifende Wahrheit, die zum achtsamen Umgang mit der Natur und eben auch mit dem weiblichen Geschlecht auffordert. (Aus Wortwuchs.net - Literaturlexikon, nicht auf "eigenem Mist" gewachsen)

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Ist berechtigt und ein starker Mensch

Diese Verzweiflung der Frau ist Ausdruck des Weltschmerzes, das heißt der Trauer darüber, dass die Welt so geschaffen ist, wie sie ist, so voller Grausamkeiten. Das Elend des Schlachtviehs dürfte allerdings, im Vergleich mit dem Schicksal der Beutetiere in der freien Natur, noch als milde anzusehen sein. Denn die Schweine und Rinder werden durch Bolzenschuss getötet. Was aber mit den Jagdopfern der Löwen, Tiger, Leoparden etc. oft geschieht, ist derart grausam, dass man vor Entsetzen die Luft anhält (wenn man sich nicht schnell abwendet).

Jemand hat einmal gesagt: Die Natur ist die Katastrophe.

Arthur Schopenhauer hat aus der wilden Grausamkeit der Natur sogar einen negativen Gottesbeweis abgeleitet: „Die traurige Beschaffenheit einer Welt, deren lebende Wesen dadurch bestehen, dass sie einander auffressen …, ist ehrlicherweise nicht damit zu vereinen, dass sie das Werk vereinter Allgüte und Allmacht sein sollte.“

Der Schöpfer müsste eigentlich böse oder unvollkommen sein.

Die Gnosis, eine häretische Richtung des frühen Christentums, konnte sich das alles nur erklären, indem sie den Schöpfergott vom Erlösergott trennte. Die schlechte Welt sei das Produkt eines bösen Demiurgen, der mit dem liebenden Vater Jesu Christi nicht identisch sei.

Also auch hier verbirgt sich uns das Wesen Gottes, und man hat Mühe, angesichts des Leids der Tiere und des Leids der Menschen, in Gott den Gipfel des „Edlen, Hilfreichen, Guten und Rechten“, jenseits der „unfühlenden Natur“ (siehe Goethe, Das Göttliche) zu sehen.

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Es gibt viele, die vom Leben benachteiligt worden sind, manche sogar werden in eine nahezu aussichtslose Situation manövriert. Du musst immer bedenken, dass das Leben für jeden Kampf bedeutet. Brauchte man nicht zu kämpfen, würde man in Langeweile versinken, schließlich sogar, da alle Geisteskräfte beim Verzicht auf den Kampf brachliegen, in eine Art Debilität abgleiten. Je weiter man zurückgeworfen wird, desto härter muss der Kampf sein, denn der Kampf um irgendein Ziel, das man erreichen sollte oder möchte, ist der eigentliche Sinn unseres Daseins. 

Wichtig ist es also, dass man sich überhaupt ein Ziel setzt, um das man kämpfen kann („Kampf“ natürlich nicht wörtlich gemeint, sondern als Metapher für Anstrengung, Fleiß, Bemühung, Plackerei Stress, Anspannung).

Suizid bedeutet Zurückweichen, Flucht, letztlich sogar Feigheit vor den Anforderungen, denen man sich stellen sollte. Aus diesem Grunde muss man Suizidgedanken mit aller Macht bekämpfen. Gelingt das einem nicht, kann man sich mit Antidepressiva helfen (z.B. Johanniskraut hochdosiert, im Supermarkt erhältlich)

Da man immer um etwas kämpfen muss, sollte man sich erst einmal kleinere Ziele setzen, die leicht zu erreichen sind. Das Erreichen sollte man jedoch nicht kleinreden, sondern als Erfolg feiern. Denn die Steigerung des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstseins ist unerhört wichtig. Dann, auf den kleinen Erfolg aufbauend, kann man den Schwierigkeitsgrad des nächsten Zieles steigern und so weiter. Niemals darf man aufgeben, niemals die Flinte ins Korn werfen, denn wie gesagt: man ist zum Kämpfen verurteilt (s.o.). Schon der Philosoph Heraklit hatte dazu gesagt: Der Kampf ist der Vater aller Dinge.

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Nehmen wir Goethe: In seinem Gedicht „Das Göttliche“ heißt es: „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut! Denn das allein unterscheidet ihn von allen Wesen, die wir kennen.“ Wir kennen, außer den Menschen, als Wesen nur noch Tiere und Pflanzen. In der Tat können die nicht edel und gut sein. Auch Nietzsche sagte einmal: Die Welt sei nichts als Wille zur Macht und nichts außerdem. Das Gute, Edle ist also auf keinen Fall Bestandteil der Welt und gehört auch nicht als Charaktermerkmal zur Tierwelt. Hier, bei den Tieren, gilt nur das Recht des Stärkeren, also – wie es Nietzsche formulierte – der Wille zur Macht.

Woher kommt dann das Edle, Gute (man könnte auch sagen: das Ethische), das es zweifellos unter den Menschen gibt? Es kann nur von außerhalb der Welt kommen, das heißt, es kann nur von den höheren Wesen kommen (die Christen sagen: von Gott). Goethe redet deshalb auch (in dem genannten Gedicht) von den unbekannten höhern Wesen (die wir ahnen): „Ihnen gleiche der Mensch, sein Beispiel lehr uns jene glauben.“ Das heißt: indem der Mensch edel und gut und hilfreich ist bzw. ethisch handelt, gleicht er den höheren Wesen („Sei uns ein Vorbild jener geahneten Wesen.“)  

Da Goethe in „Das Göttliche“ nicht von Gott, sondern von den höheren Wesen spricht, bezieht er sich auf seinen pantheistischen Glauben, der einen Gott nicht kennt, sondern nur das Göttliche.

Für mich ist das Vorhandensein des Guten, Edlen bzw. die Existenz und die Kraft des Ethischen auf dieser Welt der Beweis, dass es „höhere Wesen“ (bzw., aus der Sicht der christlichen Religion gesprochen: dass es Gott) gibt; zwar nicht ein mathematisch-logisch stringenter Beweis, jedoch ein außerordentlich starkes Indiz, das einem Beweis so gut wie gleichkommt.

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"Zu sich selbst aufgefahren" - dieser Satz zeigt deutlich, dass unser Verstand das Phänomen der Himmelfahrt Jesu nicht erklären kann. Zwar gilt Jesus seit dem Konzil von Nicäa als Gott selbst, der durch Menschwerdung sichtbar in Kontakt zu den Menschen getreten ist, jedoch wie sich die "Ankunft" Gottes (durch Jungfrauengeburt) und die "Rückkehr" in die uns unzugängliche Dimension des "Himmels" ("Himmelfahrt") vollzogen hat, ist uns absolut unbegreiflich. Der Verstand, der darüber nachsinnt, fängt an sich im Kreise zu drehen.

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Im Sonnensystem ist Schluss

Wahrscheinlich schaffen sie es - wenn überhaupt - nur bis zum Mars. Eine Reise außerhalb des Sonnensystems, z.B. zum nächstgelegenen Fixstern (Alpha Centauri) ist ausgeschlossen. Alpha Centauri ist 4,3 Lichtjahre entfernt (sind ca. 37 Billionen km). Ein Mensch käme mit seiner Rakete dort erst in 75 000 Jahren an, und zwar als Mumie.

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Dekadent zu leben ist nicht gut

Dekadent heißt – lt. Duden – im Verfall begriffen; Dekadenz: Verfall, Niedergang (besonders in kultureller Hinsicht)

Typisches Beispiel: die Situation der abendländischen Zivilisation und Kultur. Beide sind ziemlich degeneriert. Man kann das am Beispiel Deutschlands festmachen: Wenn etwas verfällt, muss vorher etwas intakt, unversehrt gewesen sein.

1.   Das Überhandnehmen der Kriminalität, insbesondere der ausländischen Clan-Kriminalität beweist, dass ein früherer Zustand, wo der Staat die Sicherheit und den Schutz der Bevölkerung noch weitgehend „im Griff hatte“, heute nicht mehr gegeben ist.

2.   Die milden Strafen für Verbrechen sorgen dafür, dass die Kriminalität steigt. Die Verbrecher sagen sich: Verbrechen lohnt sich. Vor Gericht verberge ich mein Gesicht; bald komme ich wieder heraus aus dem Knast, keiner kennt mich dann.

3.   Das Überhandnehmen von Mobbing zeigt: der Staat ist gegenüber dieser Gewalttätigkeit machtlos. Mobbing war früher weitgehend unbekannt.

4.   Ehen und Familien waren früher, als der Staat beide schützte (Art. 6 GG.), noch weitgehend intakt. Die Scheidung war eher die Ausnahme. Heute tut der Staat nichts mehr gegen Ehebruch, Libertinage, Seitensprünge. Die eheliche Untreue ist an der Tagesordnung, Swinger-Clubs werden geduldet. Der Staat, statt seine Schutzpflicht wahrzunehmen, unternimmt nichts. Ehen und Familien sind dem Verfall preisgegeben.

5.   Rauschgift, diese die Sitten zersetzende und das Leben gefährdende Droge, spielt an vielen Brennpunkten unseres Staates (nicht nur in Großstädten, auch in mittleren Städten) eine dominierende Rolle, ohne dass die staatlichen Organe dieser sich ausbreitenden Pest Herr werden. In den 50er Jahren blieb die Jugend vom Rauschgift noch weitgehend verschont. Also auch hier ein Verfall.

6.   Beispiel Kindesmissbrauch (sogar in der katholischen Kirche): Das Ausmaß und die Ausbreitung dieses Verbrechens ist ein furchtbares Zeichen für den Verfall der Moral und der guten Sitten.

7.   Vor allem die Kunst ist stark im Verfall begriffen. Zwar ist sie gemäß Art. 5 Abs. III GG frei; jedoch darf die freie Entfaltung der künstlerischen Persönlichkeit nicht gegen das Sittengesetz verstoßen (Art. 2, Abs. I GG). Freie Vorführung des Geschlechtsverkehrs in Filmen und auf dem Theater, brutalste Morde mit herumspritzendem Blut und anschließend das minutenlange Zeigen entsetzlich zugerichteter Leichen verstoßen eindeutig gegen die guten Sitten. Der ständige Gebrauch von Fäkalausdrücken übelster Art in Filmen und Fernsehstücken ist ebenfalls sittenwidrig. Das schlurige Sprechen der Schauspieler, sodass man kaum etwas versteht, dürfte auch nicht als positive Errungenschaft angesehen werden. Und das Überhandnehmen von Trash- Theaterstücken, die uns die Welt einseitig als Misthaufen oder Trümmerstätte vorführen wollen, ist ebenfalls ein deutliches Zeichen für Verfall.

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Drei Strophen à vier Versen; durchgängig 4-hebiger Trochäus mit regelmäßigem Wechsel von klingender und stumpfer Kadenz (Versschluss: z.B. offen, Wind, Hoffen, sind) und regelmäßigem Kreuzreim (z.B. segen, wärts, wegen, Herz)

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Das Gedicht „Erster Verlust“ steht zwischen Sturm und Drang und Klassik. Die Entstehungszeit (1788: Goethes Rückkehr aus Italien) weist eher auf die Epoche der Klassik hin. Vor allem die Strophen 2 und 3 scheinen das zu bestätigen: Das Versmaß wird regelmäßig (vierhebiger Trochäus, Kreuzreim: Klage, Glück, Tage, zurück; regelmäßiger Wechsel von klingender und stumpfer Kadenz, die Klage wirkt verhaltender, ja sie geht durch Wiederholung in die Gestalt eines Refrains über, wirkt dadurch etwas förmlich („Ach, wer bringt die schönen Tage….“).

Im Gegensatz dazu die erste Strophe: sie weist zurück auf die Emotionalität des Sturm und Drang (s. hierzu „Vergleichende Interpretation der Werke „Lösung“ von Karin Kiwus und „Erster Verlust“ von J.W. v. Goethe“ – Autor: Robert Ziegler, der Goethes Gedicht eher der Sturm-und-Drang-Epoche zuordnet (mit guter Begründung)

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Dickes Auto, tolle Villa mit bezauberndem Garten, schicke Ehefrau, liebliche Kinder und zwei Urlaube im Jahr auf den Malediven oder in Sri Lanka – das wirkt einschüchternd auf andere, die nicht über dicke Brieftaschen verfügen. Genau diesen Effekt wollen viele, wenn nicht die meisten auf andere erzielen, denn der Wille zur Macht – sagte einst Nietzsche – ist der Hauptantrieb im Menschen (Nietzsche meinte sogar: der eigentliche Antrieb). Und wenn ein solcher Inhaber glänzender materieller Statussymbole auf einen anderen gleichrangigen Inhaber trifft, dann stehen sich die beiden „auf Augenhöhe“ gegenüber, was eine gute Voraussetzung für den Beginn einer guten Freundschaft ist oder jedenfalls sein kann.

Was soll man solche Dinge verurteilen? Man muss sie m.E. als normale Erscheinungen unserer Welt ansehen. Die Menschen sind halt so (siehe Nietzsche). Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr“ – so könnte man diese Erscheinungen auf den Punkt bringen.

Doch es gibt noch andere Sprüche, die auch einiges für sich haben: Gestern noch auf stolzen Rossen, heute durch die Brust geschossen, morgen in das kühle Grab.

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Seit den späten 60er Jahren hat die Linke die Meinungsführerschaft in Westdeutschland, später in ganz Deutschland bis zum heutigen Tag übernommen. In den 70er- und 80er-Jahren war es geradezu schick, links zu sein. Man fand das in Ordnung, weil die Nazis ja „rächts“ waren, also fand man sich als Linker auf der richtigen, d.h. guten Seite.

Ich habe 3 Lehrerkollegien kennengelernt, dort war es immer ratsam, linke oder halblinke Positionen zu vertreten, andernfalls wurde einem sofort widersprochen und man hatte große Mühe, seinen nicht-linken Standpunkt aufrechtzuerhalten. Auch die Schulleiter waren im Zweifel immer links oder halblinks. Linke haben immer den Ton angegeben.

Da haben sich die anderen nicht-linken Lehrer halt gesagt: was soll ich mir das Leben schwer machen. Ich bin dann halt auch links oder jedenfalls so ein bisschen links. Zumal, bei einer Beförderung kann das auf jeden Fall nicht schaden, wenn man bedenkt, dass da Leute über meine Beförderung entscheiden, die im Zweifel auch links oder zumindest halblinks sind.

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Das ist eine Zwangsstörung.

Die Zwangsstörung oder Zwangserkrankung (englisch obsessive-compulsive disorder bzw. OCD) gehört zu den psychischen Störungen. Es besteht für erkrankte Personen ein innerer Zwang oder Drang, bestimmte Dinge zu denken oder zu tun.

Du musst dich psychiatrisch beraten lassen.

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Unser logisches Denken kann die Größe Gottes nicht erfassen. Dafür sind die Maßstäbe unseres Denkens zu winzig. Überlege einmal: wie ungeheuer groß ist das Universum, wieviele zig-Milliarden Galaxien tummeln sich darin, alle so groß wie die Milchstraße, die ebenfalls zig-Milliarden Sonnen (Fixsterne) enthält. Der Schöpfer dieser Welten und Weltensysteme muss ja noch größer sein. Kein Wunder, dass wir ihn von unserem bescheidenen Denkhorizont aus nicht erkennen, geschweige denn seine Existenz, seinen Anfang, sein Ende - so es letzteres überhaupt gibt - nicht annähernd irgendwie abschätzen können.

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