Ich bin auch gegen das Schlachten von Tieren. Wenn ich diese vielen armen Schweine sehe, wie sie von Menschen behandelt werden, dann frage ich mich: wissen diese sogenannten Menschen nicht, dass es das spezifisch Menschliche ist, moralisch und human zu handeln? Andernfalls wären wir doch nur Tiere. Hieraus muss jedenfalls (bzw. müsste) die unbedingt zu beachtende Forderung hervorgehen, diesen Tieren (gemeint sind jetzt die Schweine) eine artgemäße, einigermaßen liebevolle Behandlung zukommen zu lassen, solange sie leben. Das wird zwar immer wieder angemahnt, aber wohl - in vielen Fällen - nicht praktiziert.  

Andererseits kann ich mich (und können sich wohl auch die meisten) nicht der Tatsache verschließen, dass die Welt nun mal so ist, wie sie ist. Die Raubtiere müssen Beutetiere vertilgen, um nicht zu verhungern, und der Mensch muss Tiere schlachten, sonst – wenn das verboten wäre – brechen Hungersnöte aus. Nur soll solches (die Schlachtung) so geschehen, dass die Tiere nicht leiden dürfen (auch vorher nicht). Das gebietet „das Menschliche“ in uns.

Gegen den Fleischverzehr zu protestieren, wie das Veganer tun, ist sinnlos, ja eigentlich gegen die Natur gerichtet, denn, wie gesagt, s.o.: Welt ist Welt und life ist life!

Altmeister Goethe hat sich zu folgender Methode entschlossen: Nachdem er die Kampagne (Kanonade) bei Valmy hautnah miterlebt hatte, kehrte er, von Entsetzen erfüllt, zurück nach Weimar (er bezeichnete die Menschheit insgesamt als nichtswürdig) und beschloss, einen Kreis um seine private Existenz zu ziehen, in den nur noch „Lieb‘ und Freundschaft, Kunst und Wissenschaft“ hereingelassen werden und nichts anderes, vor allem nicht „das Gemeine“ (wozu er fortan auch das Politische zählte!). Aber er wusste, dass „das Gemeine“ uns alle „bändigt“ (s. Epilog zu Schillers Glocke: „Und hinter ihm [Schiller], in wesenlosem Scheine, lag, was uns alle bändigt, das Gemeine“).

Wer das „Gemeine“ nicht ertragen kann (viele haben einfach nicht mehr die Nerven dazu), der sollte so wie Goethe handeln (oder jedenfalls sich wenigstens für die humane Behandlung von Tieren einsetzen. Mehr ist nicht möglich).

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Über Gott kann man nicht rational diskutieren. So etwas ist unmöglich! Das ist der Grundirrtum der Atheisten, die ständig provokatorische Fragen nach der Rationalität des Gottesglaubens stellen, um ihr Überlegenheitsgefühl gegenüber den dummen Gläubigen zu dokumentieren. Sollen die Atheisten sich doch endlich mal mit Kant beschäftigen, dann stellen sie solche törichten Fragen nicht mehr. Über Gott, Weltseele, Unsterblichkeit der Seele - so Kant - kann unsere Ratio absolut nichts aussagen. Unsere Ratio kann nur etwas über diesseitige, irdische Phänomene aussagen; das Überirdische, Jenseitige ist ihr verschlossen.

Wer also z.B. sagt: Das Elend der Welt, da es sowohl die Gerechten als auch die Ungerechten, Bösen trifft, ist dermaßen sinnlos und vernunftwidrig, dass es einen Gott, dem man ja höchste Vernunft, Gerechtigkeit und Liebe attestiert, nicht geben kann. Hier also wieder: das rationale Argument. Es ist so, als ob einer sagt: Ich sehe die elektromagnetischen Strahlen nicht, also gibt es die elektromagnetischen Strahlen nicht!

Du fragst: Ist der Glaube an Gott nicht unlogisch? Genau das ist er: unlogisch. Wie gesagt, mit Logik ist der Gottes Größe nicht beizukommen. Die Atheisten wollen das Welträtsel, das Rätsel unserer Existenz logisch erklären und landen bei so abstrusen Behauptungen wie, das Leben sei purer Zufall, es komme aus dem Nichts und ende wieder im Nichts. Mit solchen apodiktisch vorgetragenen Statements belästigen sie ständig gläubige Menschen; letzthin hat wieder so ein Anhänger des Nihilismus (bei Anne Will) die Zuschauer zu düpieren versucht. Diese atheistische Attitüde ist geradezu lächerlich und, da sie pausenlos vorgetragen wird, ermüdend zugleich. Die Herrschaften meinen, wenn sie ihre atheistischen „Erkenntnisse“ nur immer wieder vortragen, würden die Leute anfangen, dem Atheismus Glauben zu schenken.

Man überlege einmal, wie unlogisch, widersinnig, geradezu albern die allen Ernstes vorgetragene Behauptung ist, vorher war nichts, dann plötzlich war das Leben mit seiner ungeheuren Vielfalt da, danach wieder – nichts. So etwas muss man sich als vernünftiger Mensch anhören! Woher kommt dann das Leben? Hokuspokus aus dem Nichts? Woher kommen die Naturgesetze, die die Natur, den Ablauf der Lebensprozesse, das Leben insgesamt äußerst intelligent regeln? Auch Hokuspokusfidipus? Hat sich diese Intelligenz von selbst erschaffen? Die Atheisten glauben also an einen Schöpfergott, der „Nichts“ heißt?

Und die Lebenskraft, die alles in Gang hält, dass wir uns bewegen können, dass wir essen, verdauen, schließlich denken, ja kraft unserer Denkkraft höchste Meisterwerke hervorbringen können. Alles vom Nichts, diesem großen Meister und Schöpfer der Natur, ins Werk gesetzt? Schon Schopenhauer hat festgestellt: hier landen diese „Logiker“ und Materialisten endgültig in der Sackgasse!

Liebe Atheisten, macht euch nicht länger lächerlich. Schwört euerem depperten Atheismus endlich ab!

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Theodizee heißt so viel wie: Rechtfertigung Gottes (angesichts des Elends, das auf der Welt herrscht?) Warum lässt Gott dieses Elend zu? - fragt man. Er ist doch ein gerechter, allmächtiger Gott; also müsste er den Gerechten helfen und darf nur die ungerechten, sündigen Menschen ins Elend stoßen. Da er nicht so „vernünftig“, so moralisch handelt, sondern scheinbar willkürlich, ja geradezu unmoralisch, indem er in völlig sinnloser Weise sowohl die Ungerechten als auch die Gerechten heimsucht, kann man Gott nicht rechtfertigen!

Was will man also tun? Will man Gott zur Verantwortung ziehen, indem man einfach sagt: Gott ist tot, es gibt keinen Gott?

Man sieht hier: wer so argumentiert, stellt sich erkennbar über Gott, urteilt über ihn, auch noch nach irdischen (rationalen) Maßstäben. Das geht aber nicht. Gott steht über allen, keiner reicht an seine Größe heran, schon gar nicht der Mensch mit seinem rationalen Argumentieren. Es ist eine Anmaßung, Gott wegen Verstoßes gegen irdisch-rationale Prinzipien zur Verantwortung ziehen zu wollen.

Deshalb muss sich der Mensch vor Gottes Größe beugen; ihm bleibt nur die Einsicht Hiobs übrig: „Ich habe unweise geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe.“ (Hiob 42, 3)

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Deutschland wurde nach 1890 systematisch von den anderen Großmächten eingekreist. Vor allem das revanchelüsterne Frankreich bemühte sich, Deutschland zu isolieren. Frankreichs feindselige Haltung gegenüber Deutschland war eine feste Konstante. Die wurde von England und Russland ausgenutzt (1892 Russisch-französische Militärkonvention, 1904 Entente cordiale zwischen Frankreich und England und 1907 Russisch- englisches Abkommen). Dieses Dreierbündnis verfestigte sich derart, dass Deutschland darin eine Bedrohung und eine Provokation sehen musste. Der Schlieffenplan war eine Reaktion auf diese Bedrohung, falls diese zu einem Krieg eskalieren sollte.

Die Frage ist, ob Deutschland diese prekäre Lage leichtsinnigerweise mit herbeigeführt hat.

Zuerst die Feindschaft Frankreichs: Dieses wurde im Vorfrieden von Versailles und im Frieden von Frankfurt 1871 ziemlich brutal behandelt: Einverleibung von Elsaß-Lothringen, hohe Kriegsentschädigung. Bismarck hatte auch die Beschießung von Paris durchgesetzt. Na ja, wie hat Napoleon I. die deutschen Länder behandelt? Jedenfalls war Frankreich seit 1871 gegenüber Deutschland unversöhnlich.

Gegenüber Russland wurde der Rückversicherungsvertrag Bismarcks aufgegeben (Wilhelm II. entschied auf Anraten von Caprivi, dem neuen Reichskanzler). Die russisch-französische Annäherung folgte bald darauf. Die herrschenden panslawistischen Kreise in Russland verhinderten allerdings auch eine Annäherung zwischen Russland und Deutschland (s. Versuch 1910).

Gegenüber England wurden durch die Flottenpolitik Deutschlands Fakten geschaffen, die Englands Abwendung von Deutschlands zumindest begünstigten. Verhandlungen mit England wurden dilettantisch geführt (z.B. hielt die deutsche Regierung eine englisch-russische Verständigung für unmöglich; desgleichen eine englisch-französische Verständigung). Kaiser Wilhelm II. hat England mehrmals provoziert bzw. dessen Angst vor Deutschland geschürt (z.B. Krüger-Telegramm, Daily Telegraph-Affäre). Andererseits hat Wilhelm II. auch versucht, mit Russland eine Verständigung zu erzielen (Vertrag der Monarchen von 1910, der kurz darauf von Russland „für erledigt“ erklärt wurde).

Das Verhalten Deutschlands in der Serbienkrise 1914 war alles andere als friedensfördernd: Wilhelm II. gewährte Österreich-Ungarn einen Blanko-Scheck (Telegramm im Auftrag des Kaisers, Deutschland stehe „in alter Treue an der Seite Österreichs“; der Zusatz „unter allen Umständen“ wurde allerdings gestrichen). Nach der Mobilmachung Russlands war der Krieg unvermeidlich.

Fazit: Das „heiße Bemühen“ der Hohenzollernkaiser um den Frieden kann man wohl, aus der subjektiven Sicht Wilhelms II, nicht bestreiten. Was jedoch auch nicht zu bestreiten ist, sind die Ungeschicklichkeiten und falschen Einschätzungen der deutschen Regierung; z.B. hat man nicht erwartet, dass Russland in der Serbienkrise die allgemeine Mobilmachung verkündet. Nicht vergessen darf man, dass die Konventionen Englands und Russlands mit Frankreich eine Provokation für Deutschland darstellten, da Frankreich Deutschland unversöhnlich und feindselig gegenüberstand.

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Polygamie ist in unseren Breiten seit Jahrtausenden völlig unüblich und deshalb nicht konsensfähig. Wer Polygamie betreibt, wird deshalb auf Ablehnung stoßen.

Die Kirche hat sie scharf abgelehnt, weil sie gegen die Prinzipien des Christentums verstößt (nach Jesus ist Polygamie Hurerei). Sie ist auch im christlichen Sinne deshalb unmoralisch, weil sie meistens auf einen der Partner / innen verletzend wirkt.

Auch im bürgerlichen Sinne dürfte Polygamie – jedenfalls heute – unmoralisch sein. Die bürgerlich-moralischen Vorschriften dienen in erster Linie dem Schutz des Menschen. So war im hochbürgerlichen Zeitalter die Polygamie deshalb untersagt bzw. galt als unmoralisch, weil sie gefährlich war (Gefahr durch Ansteckung mit Syphilis). Auch damals galt wie heute: wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Und es hat sich mancher in Gefahr begeben, meistens solche, die reich waren.

Nach Erfindung des Salvarsans war die Syphilisgefahr gebannt. Jedoch hielten sich die bürgerlichen Menschen noch lange an die sexualfeindlichen Vorschriften der bürgerlichen Moral. Ich bin z.B. noch im Sinne dieser Moral erzogen worden, habe mit meinen Freunden oft über die prüde Haltung unserer Eltern gelacht; heute lache ich nicht mehr.

Denn, nachdem durch die Erfindung der Pille alle Dämme brachen und der freie Sex in den Beziehungen üblich wurde, trat eine neue Gefahr auf den Plan: HIV, Aids! - Wer heute noch zum freien Sex aufruft, sei es direkt oder indirekt in Fernsehfilmen (wo junge Frauen sich bedenkenlos mit wildfremden Männern einlassen), handelt verantwortungslos, z.B. Schauspielerinnen, die solche Rollen eines „leichten“ Mädchen annehmen und unbedarfte junge Mädchen zu einem ähnlichen Sex-Verhalten animieren, da die Schauspieler oft als Vorbilder angesehen werden. Wer sich mit HIV infiziert, muss ein Leben lang schwere und teure Tabletten schlucken (mit erheblichen Nebenwirkungen; er läuft u.U. Gefahr, dass ihm die Krankenkasse diese sündhaft teuren Medikamente eines Tages nicht mehr bezahlt. Dann bleibt dem / der Betreffenden nur noch übrig, in die Schweiz zu reisen und dort den Suizid-Trunk zu sich zu nehmen oder unter furchtbaren Qualen zu sterben).

Fazit: Schändlich oder – milder ausgedrückt: unmoralisch ist Polygamie, wenn sie einen Partner seelisch verletzt. Unmoralisch ist m.E. Polygamie auch deshalb, weil eine eventuelle Ansteckung mit Aids so einen HIV-Träger zu einer Gefahr für andere werden lässt, zumal wenn der sich mit anderen sexuell einlässt und diese von der Gefahr nichts wissen.

Natürlich kann man sagen: wer nicht verhütet, ist selbst schuld. Doch wer verhütet denn? Beim Spontanakt des Sex wirkt die Verhütung störend; das Präservativ wirkt an sich schon „beeinträchtigend“, und die Pille kann man leicht vergessen; außerdem hat sie Nebenwirkungen; sie schützt auch nicht vor Infektionen aller Art (HIV, Syphilis, Tripper, Pilzen u.a.).

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Das mit dem "rechtsextrem" bei der AfD ist so eine Sache. Es treten tatsächlich immer wieder mal Leute bei der AfD auf, die rechtsextreme Positionen vertreten. Doch Vorsicht! Das können eingeschleuste Verfassungsschutzagenten sein, die den Altparteien Munition gegen die AfD liefern sollen. So war das schon bei der NPD.

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Elvis Presley: Heartbreak Hotel - Ennio Morricone: 'Mille Echi' La Piovra und Chi Mai - Johannes Brahms: Paganinivariationen - Robert Schumann: Sinfonische Etüden - Richard Wagner: Ouvertüre Rienzi und Der fliegende Holländer - Tschaikowski: Capriccio Italien op.45

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Wenn man die Tugend so definiert wie Aristoteles, so kann man nicht sagen, die christliche Ethik sei eine Tugendethik. Nach Aristoteles sind Klugheit und Weisheit wichtige Tugenden. Unter den von Jesus in der Bergpredigt (Matth. 5, V. 39 ff) formulierten „ethischen“ Verhaltensweisen sind solche, die der Klugheit und der Weisheit widersprechen, z. B. die Feindesliebe u.a.

Andere wichtige Tugenden nach Aristoteles können aber auch als christliche Tugenden gelten, z.B. Gerechtigkeit, Mäßigung, Freigebigkeit, Hilfsbereitschaft, Seelengröße, Sanftmut, Wahrhaftigkeit, Höflichkeit und Einfühlsamkeit.

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"Die absolute Ächtung der Todesstrafe ist m.E. eine ideologische Verirrung, die das natürliche Empfinden für Gerechtigkeit verletzt. Wenn ein Massenmörder hingerichtet wird, ist das keine Rache, sondern heilsame Gerechtigkeit. Und Menschen resozialisieren zu wollen, die nie sozial waren, ist ein Unding" (s. Beitrag von Nefesch).

Auch ich bin dieser Meinung, jedenfalls bei vorsätzlicher Tötung eines Menschen. Nicht nur im Alten Testament, auch im Neuen Testament wird die Todesstrafe nicht ausgeschlossen (s. Paulus an die Römer: „Die Obrigkeit trägt das Schwert nicht umsonst, sie ist Gottes Dienerin und vollzieht das Strafgericht an denen, die Böses tun“ = Römer 13,4). Selbst Jesus hat die Todesstrafe nicht ausgeschlossen (Jesus: "Wer das Schwert nimmt, muss durch das Schwert getötet werden." s. Matthäus 26,52).

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Du meinst wohl Freiheit von der "Regelpoetik" des Barock und der Frühaufklärung.

Im literarischen Barock galten die antike Poetik des Aristoteles und die Regelpoetik von Martin Opitz‘ „Buch von der deutschen Poeterey“. Diese Regelpoetik wurde in der Frühaufklärung von Gottsched (und seiner Frau) im „Versuch einer Critischen Dichtkunst“ übernommen und weiter ausgebaut (hinzugenommen wurden die Regeln des französischen Klassizismus).

An diese „Regeln“ mussten sich die deutschen Schriftsteller im Zeitalter der Aufklärung halten. Erst Lessing stand in der Spätaufklärung, ab Mitte des 18. Jahrhunderts, in Opposition zu Gottscheds Regelpoetik und vor allem zum französischen Klassizismus. Wie Gottsched in der Frühaufklärung gilt Lessing als Reformator der deutschen Tragödie in der Spätaufklärung. Sein erstes bürgerliches Trauerspiel, Miß Sara Sampson, läutet diese neue Phase des Theaters ein und steht in Opposition zu dem am französischen Vorbild orientierten klassischen Trauerspiel der Gottschedschen Schule.

Drei Jahre später erscheint Lessings „Philotas“. Diese Tragödie gilt als Lessings Versuch, sich von der vorherrschenden Form der Regelpoetik Gottscheds in Bezug auf die heroische Tragödie abzuwenden und einen weiteren Schritt in Richtung seines favorisierten Dramenstils - dem bürgerlichen Trauerspiel - zu gehen. Dass er damit die Dramentheorie seines größten - zumindest literarischen - Gegners Gottsched kritisiert, steht außer Frage (s. Bianca Reinisch "Lessings Trauerspiel Philotas..." bei Wikipedia)

Die Sturm-und Drang-Poetik Goethes, Schillers, Lenz‘, Klingers und Wagners hat sich dann endgültig von der Regelpoetik des Barock und der Frühaufklärung gelöst.

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In Jgst. 11: "Die Leiden des jungen Werthers; Jgst. 12: "Novelle" (Titel von Goethes einziger Novelle); Jgst. 13: Faust I; Jgst. 10: "Götz von Berlichingen" oder ein Gedicht ("Willkommen und Abschied", "Maillied", evtl. auch "Das Göttliche"); Jgst. 9: Eine Goethe-Ballade: "Der Zauberlehrling", "Erlkönig"," Der König in Thule"

Am liebsten mag ich die "Novelle". Die Romane "Wahlverwandtschaften" und "Wilhelm Meisters Lehrjahre" sind für die Schule zu schwer; "Wilhelm Meisters Wanderjahre" sind schon für einen Erwachsenen schwere Kost.

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Warum lässt Gott Naturkatastrophen zu und jetzt Achtung, wofür der Mensch NICHTS kann?

Warum lässt Gott z.B zu, dass es Erdbeben gibt, oder im dem Weltall kosmische Strahlung einen Menschen sofort auslöschen könnte? Ich meine ein 10 KM Asteroid könnte die ganze Menschheit auslöschen, eine super Nova könnte die Erde komplett verbrennen etc.

Und an alle Gläubigen die sagen: die Szenarien kommen sowieso nicht, dann setzt euch mal ordentlich mit Astrophysik auseinander, die Wahrscheinlichkeit ist garnicht gering!

Unsere Dinosaurier hat's zum Beispiel getroffen, ist euer Gott vielleicht doch kein "Eingreifer" der alles bewusst steuert, sondern nur (angenommen einen Gott gibt es), Zuschauer ist? Aber das wäre doch auch vollkommen sinnlos und zu alledem wäre dann dieser Gott extrem gewalttätig, in der Bibel wird dieser Gott als die Liebe beschrieben, warum sollte dieser Gott liebe sein, wenn er mit seiner angeblichen Schöpfung spielt?

Jetzt mal ehrlich das Universum ist riesig, warum sollte einen Gott interessieren, was mit der Erde ist , bzw mit den Lebewesen darauf ?? Das ist ungefähr so wie ein Stein im Sand aller Strände auf der Welt. Ein Stein ist die Erde.

Angenommen so eine Naturgewalt würde uns treffen und kein Gott würde eingreifen!!! Was wäre dann der letzte Gedanke eines Gläubigen, der darauf gehofft hat, dass der Herr eingreifen würde, aber es nicht getan hat, sodass die Erde und das Leben darauf komplett vernichtet wird?

Da hilft auch kein beten mehr, sondern einfach Akzeptanz.

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Das ist die Frage nach der Rechtfertigung Gottes, das sog. Theodizee-Problem. Es wird seit Hiob, der völlig unschuldig leiden musste, immer wieder aufgeworfen. Weder Hiob noch viele, viele andere große Geister haben darauf eine Antwort gefunden.

Für Hiob bedeutet es eine Versündigung, wenn man sich mit seinen irdisch-rationalen Argumenten Gott gleich oder sogar über ihn stellt; z. B. die Freunde Hiobs, die sagen, Gott kann solche Strafen nur verhängen, wenn jemand schwer gesündigt hat, oder Hiob selbst, der Gott der Ungerechtigkeit zeiht. Am Schluss, nachdem Gott ihn belehrt hat, bekennt er, "dass ich habe unweise geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe."

Hiob verstand nichts, weil er von der Abmachung zwischen Gott und dem Teufel nichts wusste (s. Buch Hiob Kap. 1 und 2).

So ist auch uns vieles, was uns widerfährt, nicht verständlich, weil wir nichts von der höheren Vernunft Gottes und ihren Erwägungen wissen. Einfach zu sagen: Gott ist nur Zuschauer oder Gott ist gewalttätig oder ungerecht, bedeutet eine Anmaßung, weil wir uns dann Gott gleichstellen oder sogar, indem wir über ihn urteilen, über ihn stellen.

Wir sollten wie Hiob über Verluste, Krankheiten oder Schädigungen durch Naturkatastrophen, die uns zugefügt werden, wie Hiob nur sagen: "Der Herr hat's gegeben, der Herr hat' genommen: der Name des Herrn sei gelobt!" oder: "Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen?" (s. Buch Hiob Kap. 1 und 2).

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Klar gab es die! Jedenfalls war Kaiser Franz Josef ein schöner König, jedenfalls in dem Film mit Romy Schneider.

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Die Menschen in Deutschland wählen AfD, weil da eine (angeblich) deutsche Kanzlerin namens Merkel ist, die im September 2015 dafür gesorgt hat, dass rund zwei Millionen und mehr Flüchtlinge und Migranten in Deutschland unkontrolliert einwandern durften. Zeitweise waren es Tausende täglich.

Kürzlich hat Frau Merkel verkündet, dass sie noch einmal für den CDU-Vorsitz kandidieren werde. Daraufhin erhöht sich die Zahl derjenigen Deutschen, die AfD wählen, in unvorstellbarem Maße. Schon jetzt sind CDU/CSU auf (angeblich nur) 26% der Gesamtwählerschaft abgesunken. Ich glaube, die Zahl muss erheblich nach unten korrigiert werden. Hält die CDU unerschütterlich an Frau Merkel fest, wird sie bis zur nächsten Bundestagswahl (2021) garantiert auf zirka 6% abgestürzt sein, so wie einst die französischen Sozialisten unter Hollande.

Und das ist gut so! Die CDU hat viel zu lange an Frau Merkel unerschütterlich festgehalten. Jetzt hat Herr Brinkhaus den Merkel-Mann Kauder aus dem Amt gekegelt. Doch es ist zu spät. Die CDU (evtl. auch die CSU) befindet sich unaufhaltsam im Sinkflug; niemand kann das "Abtrudeln" dieser Partei noch stoppen, es sei denn, Jens Span wird Anfang Dezember zum Bundesvorsitzenden gewählt und Merkel wirft das Handtuch. Merkel ist zu einem Schreckgespenst verkommen, das nur noch Abscheu und panische Flucht in die Arme der AfD hervorruft.

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Kirchliche Missbrauchsfälle: Warum haben sich die Pfarrer ausgerechnet an Kindern vergangen und warum gab es so wenig innerkirchliche Konsequenzen?

Hallo Community,

seit Kurzem ist ja die Studie, die die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche untersucht hat, draußen. Gestern hat sich katholische Kirche dazu geäußert.

Bei dem sind bei mir aber 2 große Fragen offen geblieben:

- 1: Warum hatten die Pfarrer, Bischöfe etc. eigentlich ihre sexuellen Verhältnisse mit Kindern und nicht mit einem Erwachsenen?

Das wäre zwar intern ein Verstoß gegen das Zölibat gewesen, aber immerhin wäre das rechtlich erlaubt gewesen. Kein gesunder Mensch würde dann auch noch drauf kommen, sich an einem Kind zu vergehen. Warum haben die sich nicht einfach eine erwachsene Frau bzw. einen erwachsenen Mann gesucht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gläubigkeit so unattraktiv macht, sodass ein Pfarrer keine Frau/Mann abbekommt und wenn doch, dass den Bordellpartner die Berufstätigkeit großartig interessiert. 

  • 2: Warum sind so selten Hinweise an die Öffentlichkeit gekommen und warum hat die Kirche ihre Pfarrer/Bischöfe etc. nicht selbst angezeigt und raus geschmissen?

Über 1600 Kinder wurden seit 1946 teilweise über Jahre missbraucht. Allein das hätte doch eigentlich schon genug Hinweise seitens der missbrauchten Kinder ergeben müssen. Desweiteren beruht die Studie auf der Untersuchung kircheninterner Akten, die die Kirche selbst erstellt und angelegt hat!

Da muss doch der erstbeste Berichtschreiber, der jene Akte schrieb, hellhörig geworden sein. Spätestens aber der Zweite, der das zur Kontrolle ließt. Das würde ja bedeuten, dass es innerhalb der Kirche einen ganzen Kreis an Personen gäbe, der sich gegenseitig deckt (quasi eine Verschwörung). Und falls, wie laut Aussage der Kirche die Begründung für die Geheimhaltung sei, dass man damit die Reputation der Institution Kirche schützen wollte, warum sind dann jene Menschen nicht haus hoch aus der Kirche rausgeschmissen worden? Warum gab es so wenig interne Konsequenzen?

vielen Dank für eure Antworten!

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Zunächst: Der Zölibat hat mit den Missbrauchsfällen nichts zu tun. Ein normalgeschlechtlich veranlagter Priester hat ja kein sexuelles Interesse an Kindern und älteren Jungen; der wird sich, wenn überhaupt, in eine Frau verlieben.

Kindesmissbrauch wird nur von Pädophilen ausgeübt. Er stellt eine sexuelle Perversion dar.

Zweitens: Die Kirche ging bisher immer davon aus, dass der Priester in der Verantwortung vor Gott steht und deshalb eine derart schwere Sünde wie Kindesmissbrauch nicht auf sich laden wird. Das war offensichtlich nicht nur ein Irrtum, sondern auch naiv. Die Kirche muss sich deshalb mit den Problemen der Sexualität, vor allem mit den Perversionen auf diesem Gebiet, beschäftigen. Auf keinen Fall darf sie das Sexuelle einfach verdrängen.

Zum Beispiel neigen Pädophile dazu, ihre perverse Sexualität auszuleben, während ein normalgeschlechtlich veranlagter Priester, wie von ihm kirchlicherseits gefordert, seine Sexualität „sublimiert“. Die Pädophilie ist außerdem unheilbar, deshalb darf man pädophile Priester nicht wie einen normalen Priester, der gesündigt hat, behandeln (indem man diesem seine Sünden vergibt). Den Pädophilen muss man schleunigst aus der Kirche entfernen und ihn der Justiz übergeben. Das Wohl der Kinder und Jugendlichen, die innerhalb der Kirche betreut werden, hat eindeutig Vorrang! Das alles müssen sich Pfarrer und Bischöfe (und noch mehr an Fragen der perversen Sexualität) in Erfahrung bringen.

Das Problem ist, wie die Kirche verhindern kann, dass ein Pädophiler Priester wird. Das wird äußerst schwierig sein, zumal den Pädophilen ihre Perversität ja nicht auf die Stirn geschrieben ist. Der katholischen Kirche bleibt nichts anderes übrig, als der Sexualität offener gegenüberzutreten in dem Sinne, dass sich ihre Priester in Fragen der Sexualität eingehend informieren. Auf keinen Fall dürfen sich die Priester weiter auf den tröstlichen Gedanken zurückziehen, ein Glaubensbruder werde schon seiner Verantwortung gegenüber Gott gerecht werden und sich nicht in den Sündenpfuhl des Kindesmissbrauchs stürzen. So mit Wissen ausgestattet, müssten dann die Priester Augen und Ohren offenhalten und sofort verdächtige Vorfälle ihren Vorgesetzten melden. Auch müsste es einen Vertrauensmann unter den Priestern geben, an den man sich wenden könnte; vor allem Eltern müssten in kirchlichen Blättern informiert werden, dass es einen solchen Vertrauensmann in der jeweiligen Diözese oder Gemeinde gibt.

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Wenn man als 18- oder 20- jähriger immer noch Micky Maus-Hefte mit Sprechblasen liest, sollte man nicht so naiv sein zu glauben, Erwachsene, die das beobachten, würden nicht insgeheim in sich hineingrinsen.

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Man könnte meinen: das ist so ein ironischer Spruch, durch den der Teufel sich selbst auf den Arm nimmt; denn zweifelsfrei „will“ der Teufel ja nicht nur das Böse, er will es auch schaffen, und zwar dauerhaft. Doch das gelingt ihm nicht.

Gemeint ist, dass das Böse, welches der Teufel nur vorübergehend schafft, rasch wieder zugrunde geht, gemäß dem Schillerspruch „Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit, Und neues Leben blüht aus den Ruinen“.

Dafür sprechen die folgenden Aussagen Mephistos: „Ich bin ein Teil der Finsternis, die sich das Licht gebar, das stolze Licht, das nun der Mutter Nacht den alten Rang, den Raum, ihr streitig macht. Und doch gelingt ’s ihm (dem stolzen Licht) nicht, da es, soviel es strebt, verhaftet an den Körpern klebt: Von Körpern strömt‘ s, die Körper macht es schön, ein Körper hemmt‘ s auf seinem Gange; so, hoff ich, dauert es nicht lange, und mit den Körpern wird’s zugrunde gehen.“

Bei Kriegen z.B. sieht man immer wieder, wie das Böse tobt und Furchtbares schafft, aber nur vorübergehend; denn wenn der Krieg vorbei ist, verschwindet das Böse; es beginnt etwas Gutes, eine Aufbauphase; die Gestalten des Krieges verdämmern, und „neues Leben blüht aus den Ruinen“.

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Lukas 12,5 besagt, dass Gott die Macht hat, nicht nur den Tod eines Menschen herbeizuführen, sondern die Seele eines Menschen auch in die Hölle zu werfen. Die Letzteren, welche sind das? Darüber gibt Matthäus 7, 21 Auskunft: Es sind die, welche nicht „den Willen meines Vaters im Himmel getan haben“, d.h., die nicht gottesfürchtig gelebt haben.

Nun hatte Luther auf dem Sterbebett gesagt: „Wir sind allzumal Sünder!“ Damit wollte er sagen, dass die Menschen Sünder sind und bleiben, auch wenn sie immer wieder mal Herr, Herr! gerufen haben. Erst wer seine Sünden bekennt und diese bereut bzw. Gott um Vergebung und Gnade anruft, gehört zu den Auserwählten. Deshalb wohl hat Luther dieses Satz gesagt: In der letzten Minute seines Lebens hat er Gott gegenüber seine Sünden bekannt.

Der bei dem Autounfall Getötete konnte das aber nicht mehr. Also ist er vor Gott ein Sünder geblieben. Auch diejenigen, die Jesus überhaupt noch nicht angenommen haben, gehören zu diesen Sündern; selbst wenn sie viel Gutes getan haben, sind sie "allzumal Sünder" (Luther).

So, jetzt sind wir mit unserem Latein (sprich: mit unserem Verstand) am Ende. Man kann jetzt nur noch spekulieren: Führt Gott ein Konto für jeden Menschen gemäß der altindischen Lehre, dass die Konten entweder mit gutem oder mit schlechtem Karma gefüllt sind?

Weiter möchte ich nicht spekulieren.

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Ich finde ja! Die Abdankung Merkels ist überfällig. Sie soll nach dem Willen der CDU- Abgeordneten wohl scheibchenweise erfolgen. Den Anfang machte man mit der Abwahl des engen Vertrauten von Merkel, Kauder. Gleichzeitig wollte man wohl testen, wie sich die beginnende Kanzlerdämmerung auf die Landtagswahlen im Oktober 2018 auswirkt. Da Merkel in der Bevölkerung erheblich an Ansehen verloren hat (ihre Partei liegt – durch Merkels Schuld – bei 27%, eventuell ist sie noch tiefer abgestürzt), könnte sich der Zerfall der Autorität Merkels eventuell positiv für die CDU bzw. CSU bei den Wahlen auswirken, da die Wähler es als vernünftig einschätzen, dass sich die CDU-Fraktion von Merkel abwendet. Die Kanzlerin hat nicht nur an Ansehen verloren, sie ist in weiten Teilen der Bevölkerung regelrecht verhasst.

Bekommen aber CDU und CSU jeweils große Klatschen bei den Wahlen, folgt wohl der zweite Schlag der CDU gegen Merkel. Denn mit dieser Kanzlerin ist für die Volkspartei CDU/CSU kein Blumentopf mehr zu gewinnen.

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