Wieso gibt es so viele Vorurteile gegenüber Jugendliche oder sind das gar keine Vorurteile?

8 Antworten

hmm
interessante Frage.
ich gehe davon aus, dass der normal Bürger nach einer Norm lebt und diese kaum bis garnicht hinterfrägt.
Menschen die dann anders ticken sind für diese absonderlich.
für mich ist es ein normverhalten der gesellschaft welches nicht hinterfragt wird und zb durch tv geprägt ist.

Es ist eine Frage der individuellen Entwicklung. Menschen, die selbständig hinterfragen und eigene Wege gehen, oder eine an sich andere Lebensweise oder Lebenssicht anerzogen bekommen, werden dir dementsprechend anders begegnen.
Sie schätzen deine andersartigkeit, deine Eigenart und dass du dein eigenes ding machst.

Tu was du willst. Sei wie du bist. Schon schräg oder, das Mensch überhaupt über andere quatschen müssen und sie in Schubladen stecken oder beurteilen, als hätten sie nichts anderes zu tun ;)

Mach dein ding und lass dich nicht abhalten.

Ich bin 24 und sehe mich als erwachsen. Habe aber regelmäßig mit Jugendlichen zu tun. So zwischen 15 und 18 Jahren.

Bleiben wir mal thematisch bei der Politik: Meine Erfahrung ist, dass gut die Hälfte von denen nicht weiß, dass Bundestag und Bundestag nicht das selbe ist. Etwa der gleiche Anteil glaubt, dass man bei der Wahl ankreuzt, welchen Bundeskanzler man will. Unter den älteren, gerade welche die diese Wahl zum ersten Mal wahlberechtigt waren, gibt es einen erschreckend hohen Anteil an Leuten, die nicht wählen gegangen sind, weil es ihnen zu kompliziert war sich mehrere verschiedene Parteiprogramme anzugucken. Dazu habe ich in einer Grupe beobachten dürfen, wie einer gesagt hat, er findet die Partei XY gut, und alle nickten udn sagten: ok, dann wähl ich die auch.

Daraus hat sich mein Eindruck entwickelt, dass ein großer Teil der Jugendlichen sich nicht die Bohne um Politik schert. Was nicht auschließt, dass es welche gibt die sich interessieren!

Richtig erschreckend fand ich aber, feststellen zu müssen dass viele Jugendliche (wieder nicht alle) allgemein gar kein Interesse haben, sich so etwas wie Allgemeinbildung anzueignen. "Schule ist dazu da, Leute zu foltern, und außerhalb der Schule muss man nichts lernen", so hab ichs von einem 17jährigen Abiturienten gesagt bekommen. Mein Gegenargument "Wissen belastet nicht" oder "Lieber viel unnütz wissen, als etwas nicht zu wissen, das man braucht" lässt dieses Klientel offenbar auch nicht gelten.

Erkenntnis meinerseits: Ein großer Teil der Jugendlichen scheint es darauf anzulegen, möglichst dumm zu sein.

Wenn ich mir dann so angucke, wie viele Fragesteller es hier auf Gutefrage gibt, die mit 14 unbedingt Sex haben wollen (oder schon hatten), aber noch absolut keine Ahnung haben wie Fortpflanzung funktioniert... Also ich habe das in der 6. Klasse sehr ausführlich gelernt, und soweit ich weiß ist die Sexualkunde nicht aus dem Lehrplan geflogen. Erkenntnis meinerseits: Anscheinend ist es wichtiger, nicht mit 15 noch Jungfrau zu sein, als zu kapieren, dass man auch mit 14 schon Kinder bekommen kann.

Ich weiß, dass es andere gibt! Und ich weiß, dass ich selbst auch ein gewisses Desinteresse an Politik hatte. Aber ich finde es absurd, dass Leute sich weitern, ihr Hirn zu benutzen.

Und jetzt sage mir, woher ich den Eindruck haben sollte, dass Jugendliche grundsätzlich gerne nachdenken, bevor sie etwas tun, und mit offenen Augen durchs Leben gehen und ausnutzen, dass ihr Gehirn noch sehr lernfähig ist?

Ich habe das genauso wie du erlebt. "Die" Erwachsenen stecken uns immer in die Massen-Schubladen. Und selbst wenn man sich bemüht, anders oder besser zu sein, hatte ich immer den Eindruck, "die" wollen ja nur jemanden zum Drüber-Lästern haben.

Es gibt immer einige wenige, die anders sind, sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Erwachsenen. Ich habe damals viel Zeit damit verschwendet, "denen" zu beweisen, dass ich anders bin. Hinterher war es ihnen aber gerade nicht recht, dass ich anders war.

Ach ja, und inzwischen bin ich erwachsen und mache immer noch mein eigenes Ding. Es fehlen mir dann natürlich ein paar Erfahrungen, die anscheinend die meisten anderen haben. Aber es lohnt sich für mich trotzdem nicht, ständig was mitzumachen, wo man kein Interesse dran hat.

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