Wieso gibt es Menschen die nicht sie selbst sein können?

10 Antworten

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weil sie davon überzeugt sind, dass, wenn sie sich zeigen würden, wie sie sind, sie niemand mögen würde.

Viele Menschen können sich aber auch nicht so geben wie sie sind, weil sie gar nicht wissen, wie sie sind.

Auf der Suche nach sein wahren ich? :D

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@Kaetzchen2004

Was ist das wahre ich? Psychotherapeuten sagen dazu; er/sie ist nicht in Kontakt mit sich selbst.

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Geht es nicht den meisten so? Und das aus ganz einfachen Gründen?

Stell dir vor du musst eine Familie ernähren und wirst dreimal am Tag auf der Arbeit von deinem Chef angemeckert- kannst du da du selbst sein und für dich einstehen? Nein. Du musst das so hinnehmen. Du spielst deine Rolle als untergeordneter kleiner Mitarbeiter.

In der Schule spielst du deine Rolle als untergeordneter Schüler.

Oftmals lassen die Umstände es einfach nicht zu - oder sie lassen es zu aber du tust dir damit wirklich keinen Gefallen.

Frage Dich wer Du bist, du wirst keine Antwort finden, wir sind Anpassungswesen, in unterschiedlicher Art und Weise.

Ansichtssache.

Für viele Menschen ist die Verstellung, und die Darbietung der Rollen, der Scharaden, der Maskeraden, nichts weiter als die Art und Weise, sie selbst zu sein.

Manche Rollen gehen in Fleisch und Blut über, manche Zwecke sind so persönlich, dass hierzu das Mittel der Verstellung selbstverständlich und logisch erscheint.

Mimese, also die Aneignung und Artikulation der Perspektiven, Denkweisen, Handlungen, Volitionen und selbst der Affekte der anderen, ist zunächst eine Methode.

Methodik und Identität haben zueinander nur eine relative Beziehung, das eine ist teilweise das andere, wird zum jeweils anderen, oder es bleibt, wenn man es nicht gewohnt ist, fremd.

Sobald die gewählten Fassaden auch aus der Perspektive der Mimen fremd, weil ungewohnt sind, und darum offensichtlich falsch wirken, könnte man argumentieren, ein Mensch sei nicht er selbst.

Weil man dafür, so wie man sich selbst stellt, alle anderen auf sich selbst stellen muss. Es gibt keine Verantwortung mehr für unser Leid, und du kannst niemanden mehr retten, oder Unverantwortlich sein für eine Reise, die durch unser Absehen ihr Wunder entfaltet. Es hieße das wir Verloren sind, weil wir ohne Gnade uns selbst erlösen durchs Verschwinden.

Es wäre das Ende uns um andere zu sorgen, und der Anfang sich vom Chaos küssen zu lassen. Weil es unerträglich genug ist, das wir uns gar nicht tragen brauchen, wo uns nichts erwartet.

Wir könnten uns selbst nicht mehr verantworten, wie wir under Handeln erklären, und was uns treibt, wirklich zu wollen. Wir sind wahrhaftig, und wahrhaftig müsste man uns umbringen, damit aufzuhören.

Aber damit selbst anzufangen, und uns zu beenden bevor wir wirklich am Ende sind, hat schon viel Leid erzeugt. Es ist der Anfang ohne Wiederkehr, und ohne Wiederholung zu wissen sind wir prophetische Narren.