Wieso fühlen sich die meisten Männer sofort angegriffen, wenn man das Thema sexuelle Belästigung thematisiert?

17 Antworten

Es ist eine gewöhnliche Reaktion. Bsp. Wenn ein Landesfremder ein Verbrechen begeht, ist ja auch das erste was kommt, es sind nicht alle so.

In deinem Fall finde ich es unangebracht, da du ja Zuspruch, tröstende Worte oder ähnliches suchst.

Nimm es dir nicht zu Herzen. Oft hören Menschen die Worte, nicht das Gesagte.

Es trifft einen wohl oftmals genau das, was einen betrifft - egal, um welches Thema es sich handelt.

Männer, die sich angegriffen fühlen, betrifft dieses Thema auf irgendeine Art und Weise.

Frauen, denen dieses Verhalten besonders auffällt und trifft, betrifft das Thema Verteidigung / Angriff / Übergriffigkeit ... auf irgendeine Art und Weise. Welche Rollen diese Themen im eigenen Leben spielen, kann man leicht selbst hinterfragen, denn die Feinheiten dazu kennt jeder selbst am besten.

Wenn man verstanden hat, kann man für angenehmen und nötigen Ausgleich zwischen den Kräften sorgen oder umdenken und so zu mehr Glück und Zufriedenheit, auch Leichtigkeit finden.

Während man mit 1 Finger auf andere zeigt, zeigen 3 auf einen selbst. Wenn man da verinnerlicht hat, wird das Leben einfach.

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Es ist schwierig.
Natürlich ist es gut über beide Seiten zu sprechen, aber wenn es gerade um einen direkten Übergriff geht und nicht allgemein um das Thema, braucht man das nicht ansprechen.

Woher ich das weiß:Hobby – Beschäftige mich sehr gerne mit dem Thema.

Dieses Verhalten trifft man nicht nur bei Männer an, sondern es gibt auch Frauen, die hier Partei ergreifen und sexuelle Belästigung klein reden.

Stellen wir die Situation mal anders dar: Jemand wird von einem Räuber bedroht und ausgeraubt.

Man erzählt das einer anderen Person. Würde hier jemand antworten, dass nicht alle Männer so sind? Wohl kaum.

Oder in den Medien wird solch ein Fall behandelt, in den sozialen Medien melden sich Menschen, dass sie Ähnliches erlebt haben und/oder dass sie nachts Angst auf der Straße haben.

Würde dann ein Hashtag trenden, der besagt NotAllMen?

Wir leben in einer Welt, in der Sexismus tief verankert ist. Auch wenn das gerne geleugnet wird.

Jede Form der sexuellen Belästigung lässt sich auf Macht zurückzuführen. Oftmals wird da gedacht: ich darf das

Manche führen das aus, aber das ist oftmals der Grundgedanke.

Ich darf das, egal ob die betroffene Frau sich damit unwohl fühlt, Angst bekommt oder oder... Das eigene Recht wird höher bewertet als das Wohlbefinden der Mitmenschen. In manchen Fällen geht es sogar so weit, dass es gemacht wird, weil man weiß, dass die Frau es nicht mag. Oder die Begründung erfolgt mit Hilfe von Victimblaming.

Du hast eine andere Antwort von mir gelesen, in der ich Rolf Pohl zitiert habe. Dieser Aspekt über Männlichkeit solltest du auch hier beachten.

Dann kommt etwas weiteres hinzu. Hast du schon mal vom Gender Data Gap gehört? Damit wird beschrieben, dass gesammelte Daten sich häufig auf Männer beziehen und Frauen außen vor gelassen werden. Unterschiede bei zwei Themen habe ich bereits genannt, erstreckt sich aber auf viele Themen.

Dahinter steckt, dass Männer oftmals das neutrale Element gesehen und wahr genommen werden. So sehr, dass es sogar unsere Sprache geprägt hat ( generisches Maskulinum).

Bei der Mediendarstellung wird oftmals der male gaze genommen. Ich habe mal gelesen, dass Frauen in Filmen nur die Hälfte des Sprechanteils haben, aber dafür zehnmal häufiger nackt zu sehen sind. Frauen werden durch die Augen des Mannes dargestellt.

Dadurch werden wir alle in einer männlichen Wahrnehmung geprägt. Auch Frauen, das darf man nicht vergessen.

Somit wird die weibliche Sicht zu etwas anderem.

Ähnlich wie bei Rassismus, will man(n) es irgendwann nicht mehr hören, findet es übertrieben oder persönlich angegriffen.

Ich greife noch mal das Beispiel mit den Übergriffen auf der Straße auf.

Der Mann nimmt das nur aus der eigenen Warte wahr, dass er keine Frau auf den Nachhauseweg ermorden würde.

Er vergisst nur eine winzige Kleinigkeit: die Frau kann das nicht wissen, denn niemand hat (potentieller) Mörder auf der Stirn stehen. Sie muss erst einmal jeden Mann so behandeln, als wäre er potentieller Mörder, ihrer eigenen Sicherheit Willen. Das will sie nicht, deswegen beginnt sie zu beschweren.

Der Mann bekommt das mit, verlässt aber seinen eigenen Blickwinkel nicht und fühlt sich angegriffen, denn vor ihm muss ja keine Frau Angst haben.

Statt auf die Typen sauer zu sein, die das machen, wo die Wut auch hingehören würde, ist er sauer auf die Frauen, die eigentlich nur die Botschaft übermitteln.

Auch das Kleinreden von bestimmten Formen von sexueller Belästigung fällt da rein. Der Mann bekommt nicht mit wie angsterfüllend oder wie erniedrigend dich das anfühlen kann, also ist das Verhalten in Ordnung. Oder es kommt in ein Fallen der Machtstrukturen: der darf das. Das ist erlaubt.

Auch sind die kleinen Formen der Nährboden, auf dem die Bereitschaft zu größeren Übergriffen wachsen kann.

Zudem haben viele Männer hierzu ein komplett anderes Bild:

Wenn man das Bild umdreht und nun der Mann von der Frau sexuell belästigt, lese ich immer wieder, dass viele Männer das toll finden würden. Das ist direkt eine Pornovorstellung von sexueller Belästigung, die der Realität nicht gerecht wird.

Frauen müssen übrigens lernen in solchen Fällen solidarischer zu sein. Nicht selbst klein zu reden, in Schutz zu nehmen oder Victimblaming zu betreiben. Zudem sollten auch Frauen ihr Männerbild als auch Frauenbild hinterfragen.

Das nächste Mal, wenn dir jemand sagt, dass nicht alle Männer das machen, erwidere: Natürlich machen das nicht alle Männer. Aber es machen eindeutig zu viele Männer.

Deine Schilderungen gehen mit ihnen in Resonanz, weil sie selbst von sich wissen, dass sie schon grenzwertig gehandelt haben. Ich würde dir dringend empfehlen, dein Umfeld zu wechseln. Es ist nicht deine Aufgabe, deren Bewusstsein dafür zu schärfen, das kostet dich nur deine Kraft. Geh dort hin, wo empathische Menschen sind. Es gibt sie, dauert halt eine Weile, bis man sie erkennt.

Nur weil man was dagegen sagt, soll man so sein? Meine Güte. Sprachlos. Dann auch noch 3x "hilfeich"

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@dijo97

Getroffene Hunde bellen. Geh in dich und frag dich, warum du reagierst.

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@NoName12819

Dann hast du ein Problem mit Frauen bzw. deiner Mutter. Sonst könntest du nämlich distanziert bleiben.

Nachtrag: Sehe gerade, du bist w. Noch seltsamer.

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@dijo97

Wenn man sich auf die Seite des Täters stellt, deutet das schon sehr stark darauf hin, das man sich mit dem Täter identifiziert.

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@Lillyxdxf

Dann stelle ich mich eben auf die Seite des Täters. Ist mir lieber als sich sowas wie Euch geben zu müssen.

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@dijo97

Sowas wie uns? Frauen die Belästigung erfahren haben? Oh gott, dann bleibst du wohl lange single, denn 97% sind real.

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@GutenTag2019

Selbstverständlich. Dass eine sofortige Gleichstellung und unterschwellige Dennunzierungen stattfindet, ist lediglich das Ausmaß aus dem Affekt entstandener Gedanken, die ohne rationale Schlüsse geschrieben werden.

Wenn ich Fleischesser Vegetarierer verteidige, bin ich jetzt Vegetarierer? Identifiziere ich mich damit? Nach eurer Logik: Ja. (Dasselbe mit Anwälten)

Wie erwähnt: würde selbst den Täter verteidigen,wenn es sein müsste.

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@dijo97

Welcher Fleischesser verteidigt Vegetarier? Finde den Fehler!

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@dijo97

Nee, nee, könntest du dich wirklich so PRIVAT abgrenzen, hättest du es nicht nötig gehabt, abzuwerten.

Rechtsanwälte heißen nicht umsonst Rechtsverdreher, weil sie beruflich gezwungen sind, Sachverhalte zu verdrehen, um für ihre Mandanten das bestmögliche Ergebnis und für ihren Geldbeutel die höchste Füllmenge zu erreichen.

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@GutenTag2019

Schöne Behauptung. Ich werte generell irrationale Dinge ab. Anscheinend kommst du damit nicht klar und musst hier bellen und Bestätigung suchen. Gönne ich dir. Zusätzlich hast du anscheinend das mit den Anwälten und allgemein nichts verstanden.

Kannst von mir aus weiter Behauptungen aufstellen, ist amüsant dieses Mimimii zu lesen.

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@dijo97

Wer abwertet, muss sich über andere erheben. Also spar dir dein angebliches Gönnen. Deine Projektionen sind dein Thema, nicht meins.

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