Wieso darf die Ukraine nicht in die Eu?

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9 Antworten

Sie darf schon aber im Rahmen der Richtlinien und Gesetze, die für alle gelten. Sie sind weder wirtschaftlich in de rLage die Auflagen zu erfüllen, noch werden andere EU-Staaten DIESE Ukraine mit Freuden aufnehmen,

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Weil sie keine der notwendigen Bedingungen dafür erfüllt und noch sehr weit davon entfernt ist, dies irgendwie zu schaffen.

Mit einigen alteingesessenen sowie mit vielen der kürzlich beigetretenen Staaten hat die EU auch bereits genug am Halse. Da braucht sie keine weiteren Staaten, in denen durchweg Korruption herrscht, alle es lieben, Geld auszugeben (v. a. fremdes!), ohne groß dafür arbeiten zu wollen, und das Geschehen von Finanzoligarchen und anderen Mafiosniki bestimmt wird.

Oder was könnte die Ukraine der EU und ihren Mitgliedsstaaten an Substanz bieten??

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Dürfen schon, nur sie erfüllt die Aufnahmevoraussetzungen nicht. Es gibt ja das berühmt-berüchtigte Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Ukraine, was dafür sorgt, dass die Ukraine weiter verarmt und verelendet. Es war übrigens einer der Auslöser des Bürgerkriegs. Der Inhalt dieses Abkommens im allgemeinen und ein Beitritt des Landes zur EU im Besonderen laufen den nationalen Interessen der Ukraine zuwider. Wieso? Man kann nicht einfach mal schnell die Energiepreise von jetzt auf nachher um 50%, das Renteneintrittsalter um 2 Jahre für Männer und 3 Jahre für Frauen, die KFZ-Steuer um 50%, den Strompreis um 40 %, und die Akzise für Benzin um 60 Euro erhöhen, wie es die kiewer Putschisten 2014 taten und an das westliche Preisniveau anpassen, da es für die lokale Bevölkerung einfach nicht zu stemmen ist.

Die Ukraine hat sehr enge wirtschaftliche Beziehungen zu Russland, enger als sie es mit der EU jemals werden würden. Man kann nicht einfach mal so über Nacht über Jahrzehnte, ja sogar über Jahrhunderte gewachsene Wirtschaftssbeziehungen aufkündigen.

Die Ukraine exportierte 2014 Waren im wert vom 14 Milliarden USD. Nach Russland gehen Waren der 2. und 3. Verabeitungsstufe im Wert von 5 Milliarden USD, dh, der gesamte machinenbaubezogene Export geht nach Russland. Der Westen kauft nix Ukrainisches! Warum auch? Bspw. nach GOST (ГОсударственный СТандарт) gefertigte Triebwerke von Antonov laufen nunmal nur auf russischen Flugzeugen und Hubschraubern - warum soll man deshalb die Beziehungen und Kooperationsverträge zu diesem Land abrupt kappen? Was hat nun der Westen Ende 2013 gemacht? Er führt in der Ukraine Standards (DIN, ISO usw.) bzw. fordert diese von den ukrainischen Betrieben ein, nach denen die Betriebe in der Ukraine nicht produzieren konnten bzw. können. DIN und ISO sind tolle Standards, keine Frage, die meisten DDR-Betriebe, um mal ein Beispiel aus Deutschland zu bemühen, hätten diese sicherlich auch nach einigen Jahren erreichen können, aber damals konnten sie nicht nach ihnen produzieren und somit auch nichts in den Westen verkaufen. In Russland gibt es kein DIN, ISO oder Euro-DIN, daher hätte man seine Waren weiterhin dorthin liefern und peu à peu auf modernere bzw. andere Standards zahlungskräftiger (!) Kunden umstellen können. Da man diese Beziehungen abgebrochen und neue Zollschranken aufgebaut hatte, gingen die ukrainischen Betriebe pleite, sämtliche Belegschaften standen von heute auf morgen auf der Straße, Kombinate wurden zerschlagen und ausgeschlachtet, ganze Landstriche werden, um es mal diplomatisch auszudrücken, abgewickelt und deindustrialisiert.

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Kommentar von Mojir
03.03.2016, 10:42

Lass die Ukraine doch bitte selbst entscheiden, mit wem sie und zu welchen Bedingungen sie Handel treiben möchten.

Mit den Russen lief es jetzt auch nicht mehr so toll in den letzten Jahren. Für die Russen vielleicht.

Und noch was: die Ukraine hatte gute Wirtschaftsbeziehungen zu Russland. Das hat man dann aber durch die kriegerischen Akte definitiv auf Jahrzehnte zerstört. Waren aus Russland sind hier gar nicht mehr beliebt. Oft kommen sie ja aber auch ungefragt, vorallem wenn sie militärischer Art sind.

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Ukraine in der EU? Was hätte die EU bzw.Deutschland davon? Das, was für die EU von Interesse wäre, ist bereits durch das Assoziierungsabkommen erreicht. Es gibt kein Interesse daran, sich einen weiteren Staat in die EU zu holen, der gleichberechtigt bei Entscheidungen mit abstimmen kann und seine Zustimmung teuer verkaufen würde.

Die Lektion mit Polen, als Sachwalter US-amerikanischer Interessen in der EU, hat man gerade auch in Berlin nicht vergessen. Assoziierung als "Mitgliedschaft" zweiter Klasse, ja. EU-Mitgliedschaft in den nächsten 20 Jahren? Vergiss es!

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Kommentar von Mojir
05.03.2016, 13:42

Na super. Die besten Experten sind die, die immer alles schlecht reden müssen.

Die Ukraine bietet einige hervorragende Marktbedingungen für den Westen. Klar, die Wirtschaft und die Infrastruktur des Landes ist jetzt am Boden, aber genau dann sollte man investieren.

Und Investitionen werden in Milliardenhöhe aus den EU-Fördertöpfen fließen, die genau dazu da sind. Dies wird unzählige neue europäische Jobs schaffen. Sämtliche daran beteiligte Unternehmen werden stark vom Aufbau in der Ukraine profitieren. Die Ukraine vice versa.

Mit den Investitionen aus dem Westen kann aus der Ukraine ein großartige Wirtschaftsmacht hervorgehen, von der beide Seiten immens profitieren werden.

Noch ist das Fundament dafür sicher nicht ausreichend, dafür ist die Korruption noch zu stark verankert, aber auch sie wird in wenigen Jahren Geschichte sein. Daran wird bereits gearbeitet.

Und jetzt wirf' mir wie üblich Naivität vor. Mag sein, dass es naiv ist, aber es ist auch optimistisch. Ich gehe lieber naiv und optimistisch durchs Leben, als mit dieser negativen, pessimistischen und herablassenden, besserwisserischen Art, die man von Dir kennt.

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Weil das nicht von jetzt auf gleich geht. Warum sollte sich die EU noch einen bankrotten Staat ans Bein binden?

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Kommentar von Shenlong709
02.03.2016, 22:33

Das ergibt sinn. danke

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Die Ukraine hat mit der EU bereits ein Assoziierungsabkommen abgeschlossen. Darin wird u.a. geregelt welche Maßnahmen die Ukraine noch alle zu erfüllen hat um schließlich in die EU aufgenommen zu werde.

Darunter sind z.B. alle rechtlichen und wirtschaftlichen EU-Standards wie beispielsweise die DIN-Norm. Aber auch Bedingungen zu Menschenrechten, Korruptionsbekämpfung, Rechtsstaatlichkeit und viele andere Punkte werden darin aufgeführt.

Zudem wurde bereits heute Zollfreiheit für die meisten Produkte vereinbart.
Auch das Thema Visabefreiuung für Ukrainer steht derzeit zur Debatte.

In wenigen Jahren wird die Ukraine daher sehr wahrscheinlich in die EU aufgenommen werden. Sie werden dann ihre Wirtschaftskraft der EU zur Verfügung stellen. Da die Ukraine natürlich billige Lohnbedingungen haben, gibt es aber auch viele Menschen, die Angst davor haben.
Sie wollen eben nicht, dass die Ukrainer ihnen die Jobs wegnehmen.

Allerdings verkennen diese Menschen auch die Chancen für unsere eigene Wirtschaft, wenn wir freien Handel mit der Ukraine treiben. Immerhin ein Land mit über 40 Mio. Einwohnern (Kunden) und einem Bruttoinlandsprodukt von 177 Milliarden US Dollar jährlich.

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Kommentar von cherskiy
03.03.2016, 10:30

In wenigen Jahren wird die Ukraine daher sehr wahrscheinlich in die EU aufgenommen werden.

Das verbuche ich mal als Phantasie mit Schneegestöber.

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Die brauchen wir ja nun wirklich nicht auch noch. Kaputt, heruntergewirtschaftet, korrupt, gewalttätig. Und dann noch Tschernobyl dazu. Das können wir dann auch noch bezahlen.  

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Weil die EU, weiß Gott, im Augenblick genug andere Probleme hat.

Weil man Herrn Putin und seine Separtistenbande nicht zu einer weiteren Annexion provozieren möchte.

Weil die Ukraine nicht gerade ein Musterstaat der Demokratie ist und auch Korruptionsprobleme hat.

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Sie sind zwar gefragt doch der russische Bär ist damit überhaupt nicht begeistert.

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