Arno Funke ist ein sehr talentierter Karikaturist, dessen Bilder mir immer wieder ein lautes Lachen entlocken. Außerdem ist er ein gelungenes Beispiel für erfolgreiche Resozialisierung.

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Dein Sohn ist fast erwachsen und er hat das Recht, Fehler zu machen und diese Lektionen zu lernen. Manche zahlen dafür einen hohen Preis, die meisten wachsen daran. Das würde ich ihm auch so sagen.

Für dich wird das schwer zu ertragen sein, es wird aber auch nicht schwerer sein als tauben Ohren zu predigen.

Dein Mann hat Recht, nur würde ich das nicht auflaufen lassen nennen wollen. Lasst ihn einfach die Erfahrung machen, vielleicht wird es ja auch nicht so dramatisch, wie ihr euch das ausmalt.

Von Erpressungsversuchen halte ich gar nichts und ich rate deshalb auch davon ab.

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Die Nation ist eine Erfindung der Neuzeit, mit der man sich nach dem Feudalismus als Gemeinschaft definierte und von anderen abgrenzte. Der Nationalstaat ist eine Erfindung des Kapitalismus.

Als Erfindung kann sie nicht eine in der menschlichen Natur angelegte Verhaltensweise sein.

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Die Russen mieden solange es ging die offene Feldschlacht. Sie setzten auf eine parallele Verfolgung des Napoleonischen Heeres und vernichteten alle Ressourcen auf dessen Marschroute, aus denen Napoleon sein Heer hätte versorgen können. Erst bei Borodino stellten sie sich zur Feldschlacht.

Diese Schlacht ging unentschieden aus. Einige behaupten auch, Napoleon hätte gewonnen, weil sich die Russen zuerst vom Schlachtfeld zurückzogen und der Weg nach Moskau nun frei war. Allerdings hatte Napoleon sein strategisches Ziel, das russische Heer zu vernichten und einen Frieden zu seinen Bedingungen zu erzwingen, nicht erreicht.

Auch die Eroberung Moskaus brachte Napoleon keinen Sieg. Die Russen setzten die Stadt in Brand und vernichteten so die dort noch lagernden Vorräte und die für Napoleons Armee notwendigen Unterkünfte. Diese brauchte Napoleon aber dringend für den nahenden russischen Winter.

Bis dahin war die Große Armee Napoleons durch Hunger und Krankheit schon stark geschwächt. Der Kaiser der Franzosen sah keinen anderen Weg als den Rückzug aus Russland. Dabei zwangen ihn die Russen den gleichen Weg zurück, den er mit seinem Heer gekommen war. Da auf diesem Weg aber keine Vorräte mehr zu requirieren waren, starben Napoleons Soldaten an Hunger, Kälte und Krankheiten wie die Fliegen.

Die bekannteste Schlacht auf diesem Rückzug war die Schlacht an der Beresina, bei der Napoleon bestrebt war, eine schlagkräftige Resttruppe über den Fluss zu führen.

Von ehemals fast 600 000 Soldaten kehrte der Kaiser mit knapp 20 000 aus Russland zurück.

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Um die RAF-Mitglieder Gudrun Ensslin, Andreas Baader und Jan Carl Raspe und weitere acht Gefangene freizubekommen, hatte die Rote Armee Fraktion Schleyer am 5. September 1977 entführt. Schleyer war der Cheffunktionär der deutschen Wirtschaft: Präsident der Arbeitgeberverbände und Vorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Industrie. Damit war er einer der exponiertesten Vertreter des von der RAF bekämpften Systems.

Bei Schleyer kam noch hinzu, dass er eine veritable Nazi-Vergangenheit hatte. Er war kurz nach nach seinem Abitur im Juni 1933 in die SS eingetreten und 1937 in die NSDAP. Nachdem er in Jura promoviert hatte, organisierte er in Prag ab 1943 Zwangsarbeiter für das Deutsche Reich und war mit der sogenannten Arisierung der tschechischen Wirtschaft beschäfigt.

Im Dezember 1974 veröffentlichte der Journalist Kai Hermann im Stern eine Reportage über Schleyer, in der man lesen kann, wie er diesen mit der Aussage aus einem seiner Briefe konfrontiert, in der er sich als "alter Nationalsozialist und SS-Führer" bekennt. Schleyer findet das weniger ärgerlich als komisch und antwortet: "Der Brief ist doch harmlos, da gibt es noch einen ganz anderen, aber den haben Sie wohl nicht gefunden."

Hermann resümiert seine Erfahrungen mit Schleyer: "Nein, er hat nichts zu verbergen. Er leugnet nicht, beschönigt nicht, entschuldigt nicht. Er hat ein ungebrochenes Verhältnis zur eigenen Vergangenheit. Die Kapitulation von 1945 bedeute nicht für ihn den Zusammenbruch des eigenen Wertesystems. Er sagt: 'In meiner Position hatte ich doch den Überblick. Wir in Prag wussten doch, dass der Krieg verlorenging. Mich hat auch nichts, was man nach dem Ende erfuhr, überrascht.' "

Für die RAF verkörperte Schleyer also nicht nur das aktuelle "Schweinesystem", sondern auch die Kontinuität vom NS-Regime zur Bundesrepublik.

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Die Abhängigkeit von der Schwerindustrie im Westen wurde von diesem immer wieder weidlich ausgenutzt, um den wirtschaftlichen Aufbau der DDR zu beeinträchtigen. Stichwort: Boykott.

Auch sonst war eine solche Abhängigkeit angesichts der Systemauseinandersetzung völlig inakzeptabel.

Der Aufbau einer eigenen Schwerindustrie war deshalb für die DDR von existenzieller Bedeutung.

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Du meinst, ob man stolz auf Soldaten sein darf, die angetreten sind, andere Länder zu erobern, diese auszurauben, deren Bevölkerungen zu versklaven und auszurotten? Möchtest du stolz sein auf die Meisterschaft, die sie bei der Begehung dieser Verbrechen begangen haben?

... rein moralisch betrachtet?

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Materialismus und das dazugehörige Adjektiv materialistisch haben mehrere Bedeutungen.

In der Philosophie ist mit Materialismus eine Weltanschauung gemeint, die im Gegensatz zum Idealismus steht.

Um den philosophischen Materialismus abzuwerten, wird mit Materialismus auch eine Einstellung bezeichnet, die nur auf die Erlangung ökonomischer (materieller) Vorteile bedacht ist. Korrekter wäre hier wohl die Bezeichnung vulgärer Ökonomismus.

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Wenn man davon ausgeht, dass die Steckdosen sich üblicherweise ca. 30 cm über dem Boden befinden, dann hat man einen Maßstab. Demzufolge würde der Raum gut zwei Meter breit sein.

Das wird knapp.

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In Sachen Emanzipation war die DDR der Bundesrepublik um Lichtjahre voraus. Daran ändert auch die dumme Mäkelei, dass die Gleichberechtigung der Geschlechter in der DDR auch nicht perfekt war, gar nichts.

Emanzipation von Mann und Frau ist eine alte Forderung der Linken. Nach dem Krieg stand es in der DDR deshalb auch nie zur Debatte, die systematische juristische und ökonomische Benachteiligung von Frauen wie in der Bundesrepublik wieder zu beleben.

Ökonomische Unabhängigkeit ist die Grundlage überhaupt für Gleichberechtigung. Deshalb wurden Frauen auch in den Wirtschaftsprozess integriert und sie durch Weiterbildung und Qualifizierung gezielt gefördert. Dass Frauen einen unverzichtbaren Beitrag in der Wirtschaft zu leisten hatten, war keine Makel, sondern Anerkennung und Wertschätzung für die weibliche Hälfte der Bevölkerung.

Kinderbetreuung, Kinderjahr und andere soziale Maßnahmen waren begleitende Umstände mit denen Gleichberechtigung gefördert wurde.

Soweit die staatlichen und gesellschaftlichen Maßnahmen. Dem entgegen stand natürlich eine jahrtausende alte patriarchalische Kultur, die es in einem langen Prozess zu überwinden galt. Der DDR vorzuwerfen, es wäre ihr in den vierzig Jahren ihrer Existenz nicht vollständig gelungen, ist wohlfeil und nicht besonders redlich. Das geschieht aber eben immer dann, wenn es diese Errungenschaft der DDR klein- und schlechtzureden gilt. Das ist armselig!

Ich wiederhole mich gerne: Die DDR war in Sachen Gleichberechtigung der Geschlechter der Bundesrepublik um Lichtjahre voraus. In der DDR lebten die emanzipierteren Frauen und auch die emanzipierteren Männer!

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Das ist ein Lehrstück darüber, wo die selbsternannte "politische Mitte" wirklich steht.

Lieber kungeln die mit Faschisten, als einen Sozialdemokraten - was anderes ist Ramelow nämlich nicht - als MP zuzulassen. Aus der Geschichte wurde nichts gelernt.

Das Modell lieferte Thüringen 1930. Die NSDAP saß mit nur sechs Abgeordneten im Landtag, stellte aber erstmals in einer Landesregierung den Minister für Inneres und Volksbildung. Dieser Wilhelm Frick – später Reichsinnenminister und in Nürnberg 1946 als Kriegsverbrecher gehängt – verfasste Erlasse wie "Wider die Negerkultur für deutsches Volkstum" und gegen die "Verseuchung durch fremdrassige Unkultur". Wir wissen allen, was Höcke 2018 mit "sich der fortschreitenden Afrikanisierung, Orientalisierung und Islamisierung zu widersetzen", meinte.

Man darf nicht blauäugig sein. Das wird im auch Bund möglich sein.

In Abwandlung der Warnung von 1932, "Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler, ..." muss man ab heute wieder sagen: "Wer FDP und CDU wählt, wählt AfD". Niemand wird dann mehr sagen können: "Das habe ich nicht gewusst, das habe ich nicht gewollt."

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Schlecht

Das ist kein Friedensplan und schon gar keine Zwei-Staaten-Lösung. Das ist eine unannehmbare Farce, die nur dazu da ist, um von den Palästinensern (zu recht) abgelehnt zu werden.

Anschließend wird den Palästinensern der Schwarze Peter zugeschoben und die Ablehnung als Rechtfertigung für die weitere Annexion plästinensischen Gebietes genommen.

Im Kern ist das ein unnannehmbares Ultimatum, das man den Palästinensern stellt, um sie zu vernichten und ihren berechtigten Anspruch auf einen eigenen Staat, der diese Bezeichnung auch verdient, ad acta legen zu können.

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In der DDR gab es verschiedene Eigentumsformen für Produktionsmittel.

Als sozialistisch charakterisierte Eigentumsformen gab es das genossenschaftliche Eigentum und das Volkseigentum.

Daneben gab es auch noch das Privateigentum, das aber nur für kleine Handwerksbetriebe oder andere kleine Einheiten existierte.

Genossenschaften gab es nicht nur in der Landwirtschaft (LPG), sondern auch im Handwerk (PGH - Produktionsgenossenschaft Handwerk).

Es gab übrigens auch volkseigene Güter, die in der Landwirtschaft den VEB entsprachen.

Eine LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) war kein Volkseigentum. Die Bauern, die Eigentum, Grund und Boden in die LPG eingebracht hatten bleiben auch weiterhin Eigentümer, unterlagen aber einem Veräußerungsverbot und traten das Nutzungsrecht an die LPG ab. Sie konnten also nicht mehr alleine bestimmen, wie die Nutzung zu erfolgen hatte.

Die LPG-Mitglieder, die Eigentum eingebracht hatten, bekamen neben ihrem Arbeitslohn eine Gewinnbeteiligung und für eingebrachten Boden einen flächenbezogenen Gewinnanteil.

Ein VEB (Volkseigener Betrieb) gehörte dem ganzen Volk. Diese Betriebe wurden vom Staat geführt und verwaltet. Die MItarbeiter bekamen Löhne, Gehälter und im Rahmen eines materiellen Anreizsystemes auch Geld- und Sachprämien. Die Gewinne der VEB gingen in den Staatshaushalt und wurden von dort für Investitionen in die Wirtschaft, für soziale Maßnahmen, Bildung usw. wieder verteilt.

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