Wie steht das Christentum zur Todesstrafe?

13 Antworten

Wichtig für einen echten Christen sollte nur das Wort Gottes in der Bibel sein. Der Gott des AT befielt ausdrücklich die Todesstrafe bei diversen Vergehen und ER ändert diesbezüglich seine Meinung nicht und bleibt sich ewig gleich. Wenn wir nicht Gottes Befehle ausführen, können wir nicht das ewige Königreich erben:

(3. Mose 20,10): "Wenn jemand die Ehe bricht mit der Frau seines Nächsten, so sollen beide des Todes sterben."

(3. Mose 20,11): "Wenn jemand mit der Frau seines Vaters Umgang pflegt, (…) so sollen beide des Todes sterben."

(3. Mose 20,12): "Wenn jemand mit seiner Schwiegertochter Umgang pflegt, so sollen sie beide des Todes sterben."

(3. Mose 20,13): "Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so (…) sollen beide des Todes sterben." ODER: Beschneidung:

(1. Mose 17,14): "Wenn aber ein Männlicher nicht beschnitten wird an seiner Vorhaut, wird er ausgerottet werden."

(2. Mose 12,15): "Wer gesäuertes Brot isst, vom ersten Tag an bis zum siebenten, der soll ausgerottet werden."

(2. Mose 21,12): "Wer einen Menschen schlägt, dass er stirbt, der soll des Todes sterben."

(2. Mose 21,14): "Wenn aber jemand an seinem Nächsten frevelt und ihn mit Hinterlist umbringt, so sollst du ihn von meinem Altar wegreißen, dass man ihn töte."

(2.Mose 21,15): "Wer Vater oder Mutter schlägt, der soll des Todes sterben." (Wer hingegen seine Kinder schlägt, hat nichs zu befürchten.)

(2. Mose 21,16): "Wer einen Menschen raubt, (…) der soll des Todes sterben." (2. Mose 21,17): "Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben."

(2. Mose 30,33): "Wer solche Salbe (heiliges Salböl, nur für Priester bestimmt) macht, (…) der soll aus seinem Volk ausgerottet werden."

(2. Mose 30,38): "Wer es (Räucherwerk) macht, (…) der soll ausgerottet werden."

(2. Mose 31,15): "Wer eine Arbeit tut am Sabbattag, soll des Todes sterben." (3. Mose 7,20): "Wer aber essen wird von dem Fleisch des Dankopfers, (…) der wird ausgerottet werden."

(3. Mose 7,21): "Und wenn jemand mit etwas Unreinem in Berührung gekommen ist, (…) der wird ausgerottet werden aus seinem Volk."

(3. Mose 7,25): "Denn wer das Fett isst von solchen Tieren, von denen man dem Herrn Feueropfer bringt, der wird ausgerottet werden."

(3. Mose 7,27): "Jeder, der Blut isst, wird ausgerottet werden."

(3. Mose 17,3-4): "Wer aus dem Haus Israel einen Stier (…) schlachtet (…) und sie nicht vor die Tür der Stiftshütte bringt, (…) ein solcher Mensch soll ausgerottet werden."

(3. Mose 17,8-9): "Wer aus dem Hause Israel (…) ein Brandopfer oder Schlachtopfer darbringt und bringt es nicht vor die Tür der Stiftshütte, um es dem Herrn zu opfern, der wird ausgerottet."

(3. Mose 19,8): "Wer davon (Brandopfer) isst, (…) ein solcher Mensch wird ausgerottet werden."

(3. Mose 20,2): "Wer unter den Israeliten oder den Fremdlingen in Israel eins seiner Kinder dem Moloch (Ein fremder Gott) gibt, der soll des Todes sterben."

(3. Mose 20,14): "Wenn jemand eine Frau nimmt und ihre Mutter dazu; (…) man soll ihn mit Feuer verbrennen."

(3. Mose 20,15): "Wenn jemand bei einem Tiere liegt, der soll des Todes sterben." (3. Mose 20,16): "Wenn eine Frau sich irgendeinem Tier naht, um mit ihm Umgang zu haben, so sollst du sie töten."

(3. Mose 20,17): "Wenn jemand seine Halbschwester nimmt, (…) sie sollen ausgerottet werden."

(3. Mose 20,18): "Wenn ein Mann bei einer Frau liegt zur Zeit ihrer Tage, (…) so sollen beide aus ihrem Volk ausgerottet werden."

(3. Mose 20,20): "Wenn jemand mit der Frau seines Oheims Umgang hat, (…) ohne Kinder sollen sie sterben."

(3. Mose 20,27): "Wenn ein Mann oder eine Frau Geister beschwören oder Zeichen deuten kann, so sollen sie des Todes sterben."

(3. Mose 22,3): "Wer von euren Nachkommen herzutritt zu dem Heiligen, (…) und hat eine Unreinheit an sich, der wird ausgerottet werden vor meinem Antlitz. Ich bin der Herr."

(3. Mose 23,29): "Denn wer nicht fastet an diesem Tage, der wird aus seinem Volk ausgerottet werden."

(3. Mose 24,16): "Wer des Herrn Namen lästert, der soll des Todes sterben." (3. Mose 27,29): "Man soll auch keinen gebannten Menschen loskaufen; er soll des Todes sterben."

(4. Mose 9,13): "Wer aber rein ist und wer nicht auf einer Reise ist und unterlässt es, das Passa zu halten, der soll ausgerottet werden."

(4. Mose 15,30): "Wenn aber ein Einzelner aus Vorsatz frevelt, (…) so hat der den Herrn geschmäht. Er soll ausgerottet werden."

(4. Mose 15,35): "Der Herr aber sprach zu Mose: Der Mann soll des Todes sterben."

(4. Mose 19,13): "Wenn aber jemand irgendeinen toten Menschen anrührt, (…) so macht er die Wohnung des Herrn unrein, und solch ein Mensch soll ausgerottet werden."

(4. Mose 19,20): "Wer aber unrein wird, (…) der soll ausgerottet werden."

(4. Mose 35,16): "Wer jemand mit einem Eisen schlägt, dass er stirbt, der ist ein Mörder und soll des Todes sterben."

(4. Mose 35,17): "Wirft er ihn mit einem Stein, (…) so ist er ein Mörder und soll des Todes sterben."

(4. Mose 35,18): "Schlägt er ihn mit einem Holz, (…) so ist er ein Mörder und soll des Todes sterben."

(4. Mose 35,21): "Stößt er jemand aus Hass (…) so soll der des Todes sterben."

(4. Mose 35,31): "Und ihr sollt kein Sühnegeld nehmen für das Leben des Mörders; denn er ist des Todes schuldig und soll des Todes sterben."

(Ri 21,5): "Denn es war ein großer Schwur getan worden, dass, wer nicht hinaufkäme zum Herrn nach Mizpa, der sollte des Todes sterben."

(2. Chr 23,7): "Und wer in das Haus des Herrn geht, der sei des Todes!"

(Hiob 36,12): "Gehorchen sie nicht, so werden sie dahinfahren durch des Todes Geschoß."

(Jer 26,11): "Dieser Mann ist des Todes schuldig; denn er hat geweissagt gegen diese Stadt."

(Hese 18,13): "Er soll nicht leben, sondern weil er alle diese Gräuel getan hat, soll er des Todes sterben."

(Ps 37,22): "Denn die Gesegneten des Herrn erben das Land; aber die er verflucht, werden ausgerottet."

Sehr beeindruckend und ein gutes Argument gegen das ständige falsch übersetzte "du sollst nicht töten". Fairerweise muss man aber anmerken, dass Gott bei der Bestrafung solcher Menschen, die diese Gesetze missachteten, mitunter recht nachlässig war.

Moses' Sohn wurde zum Beispiel zu spät beschnitten - trotzdem durfte er weiterleben, genau wie Moses. Moses hat auch einen Menschen erschlagen, ohne dafür bestraft zu werden. Und von König David ist überliefert, dass er einmal den Sabbat nicht gehalten habe, um einem Menschen zu helfen. Geschadet hat's ihm nicht.

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Der Begriff "sollen" muß richtigerweise mit "werden" übersetzt werden. "Des Todes sterben" meint im biblischen Kontext oft einfach, das sie ohne Nachkommen sterben und dann ist es für die Menschen jener Zeit, als hätten sie nie gelebt.

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Zitat: "Darf man laut Christentum die Todesstrafe praktizieren?"

Normalerweise nicht, da nur Gott Herr über eben und Tod ist.

Insbesondere ist Tötung als Rache verboten.

Man kann natürlich Ausnahmesituationen erdenken, in denen Leben gegen Leben steht oder in denen das Recht auf Leben des Täters gegenüber ebenso wichtigen Belangen anderer hintanstehen muss (Beispiel: "finaler Rettungsschuss").

Es gibt wie bei allen grundlegenden Problemen keine einfachen und allgemein gültigen Lösungen.

Sich christlich nennende Gesellschaften haben über Jahrhunderte die Todesstrafe praktiziert, aber wenn du wissen willst, ob das berechtigt ist, frage nicht das Christentum, sondern Christus:

Johannes 8/36/1 "Jesus ging zum Ölberg zurück, 2 doch schon früh am Morgen war er wieder im Tempel. Bald hatte sich eine Menschenmenge um ihn versammelt, und er setzte sich und unterwies sie. 3 Während er sprach, brachten die Gesetzeslehrer und Pharisäer eine Frau herein, die sie beim Ehebruch ertappt hatten. Sie stellten sie in die Mitte.4 »Meister«, sagten sie zu Jesus, »diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ertappt worden. 5 Nach dem Gesetz Moses muss sie gesteinigt werden. Was sagst du dazu?« 6 Damit wollten sie ihn zu einer Aussage verleiten, die sie gegen ihn verwenden konnten. Doch Jesus bückte sich und schrieb mit dem Finger in den Staub. 7 Aber sie ließen nicht locker und verlangten eine Antwort. Schließlich richtete er sich auf und sagte: »Wer von euch ohne Sünde ist, der soll den ersten Stein auf sie werfen!« 8 Damit bückte er sich wieder und schrieb weiter in den Staub. 9 Als die Ankläger das hörten, machten sie sich einer nach dem anderen davon, die Ältesten zuerst. Schließlich war Jesus allein mit der Frau, die noch immer an der gleichen Stelle in der Mitte stand. 10 Da richtete Jesus sich wieder auf und sagte zu ihr: »Wo sind sie? Hat dich keiner von ihnen verurteilt?« 11 »Niemand, Herr«, antwortete sie. »Dann verurteile ich dich auch nicht«, erklärte Jesus. »Geh und sündige nicht mehr.«"

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ich bin geliebt von Gott

Die bisher einzige vernümftige Antwort!

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Das alte Testament sieht viele Gründe für tödliche Strafen vor.

Im neuen Testament stellt Jesus dies aber in Frage; Ehebrecherinnen gehörten nach dem AT gesteinigt; Jesus stellt den Vollzug der Strafe (wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein) aber in Frage.

Du sollst nicht töten.

Dazu gibt es keinerlei Abwägung oder eventuell doch , wenn , aber auch nur oder ähnliches.

Es bleibt dabei "Du sollst nicht töten", ohne Ausnahme.

In den meisten deutschen Übersetzungen ja. Im hebräischen Urtext wird hingegen ausdrücklich von "Morden" gesprochen, also das widerrechtliche Töten eines unschuldigen Menschen aus niederen Beweggründen. Es gibt im Originaltext der Bibel kein ausnahmsloses Tötungsverbot. Das stünde ja auch in krassem Widerspruch zu den zahlreichen Kriegs- und Tötungsaufforderungen des Alten Testamentes.

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@Indecisive

ich kenne den Originaltext der Bibel nicht, aber in der Lutherbibel sind die 10 Gebote einzeln im 2. Buch Mose (Kapitel 20) und im 5. Buch Mose (Kapitel 5) zu finden.

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