Wie lange dauert es bis das Wasser auf der Erde aufgebraucht ist?

19 Antworten

Wasser als "Ganzes" verschwindet nicht, Verdunstung ist hier kein Verlustprozess, denn das Wasser kann an anderer Stelle wieder kondensieren.

Der Verlust geschieht durch freie Wasserstoffatome, welche der Gravitation "entkommen" können, dieser freie Wasserstoff kann durch verschiedene Wege entstehen.

Laut einer dänischen Forschungsgruppe hat die Erde so in den letzten 4 Mrd. Jahren etwa ein Viertel des Wassers der Ozeane verloren. Dieser Verlustprozess ist aber nicht steitg, denn z.B. die Zusammensetzung der Atmosphäre spielt dabei auch eine wichtige Rolle, so kann der Sauerstoff in unserer jetzigen Atmoshäre auch wieder viel des freien Wasserstoffs "zurückbinden" und so den Verlust verlangsamen.

Unter der Voraussetzung, dass die genannten Berechnungen und Annahmen etwa zutreffen, würde es also noch viele Mrd. Jahre dauern, bis das Wasser ausgeht, da werden vorher noch andere große Probleme auftreten.

Das Wasser befindet sich in einem (nahezu) geschlossenen Kreislauf.

Es kondensiert in der oberen Atmosphäre und fällt wieder nach unten. Das bezeichnet man dann als Regen. ;-)

Ab und an werden Teilchen aus der Atmosphäre vom Sonnenwind durch elastischen Stoß "weggetragen", sodass eventuell tatsächlich einige Wassermoleküle "verloren gehen" könnten.

Umgekehrt herrscht im Weltraum auch kein perfektes Vakuum, sondern es enthält Wasserstoffgas bei sehr geringem Druck. Wenn diese Wasserstoffmoleküle in die Erdatmosphäre eindringen, werden sie vom Luftsauerstoff zu Wasser oxidiert, sodass über die Zeit auch mehr Wasser auf der Erde entstehen könnte.

Auf menschlichen Zeitskalen sind diese Fluktuationen aber vernachlässigbar gering, sodass man die Wassermenge auf der Erde quas als konstant ansehen kann.

Es ist richtig das die Erde seit ihrer Entstehung einen Verlust an Wasser hatte, etwa 1/4 des Wassers ging nach Schätzung verloren. Der Grund ist aber nicht die Verdunstung selbst (denn die ist ein Teil des natürlichen Wasserkreislaufs), sondern die Aufspaltung von Wassermolekülen durch Sonnenwindteilchen. Das geschieht aber in großer Höhe von etwa 500 Km, dabei entsteht Sauerstoff und Wasserstoff, der leichte Wasserstoff kann dabei ins All entweichen, der schwerere Sauerstoff reagiert mit anderen Atomen. Wie stark dieser Verlustprozess ist hängt auch vom Klima ab und das ist auf der Erde sehr unterschiedlich und nicht global gleich. Zudem spielen auch geologische Prozesse eine gewisse Rolle, denn auch bei diesen kann Wasser aus dem Erdinneren als Wasserdampf freigesetzt werden, z.B. bei Vulkanausbrüchen. Der Anteil ist zwar nur gering, aber ein Teil der verlorenen Depots der Atmosphäre kann dadurch quasi wieder aufgefüllt werden. Bei etwa gleichbleibendem Klima würde es noch sehr viele Milliarden Jahre dauern bis die Erde quasi ihr ganzes Wasser verloren hätte, viel länger als die Erde noch existieren wird. Aber die Sonne wird sich in der Zukunft weiter ausdehnen mit immer steigender Geschwindigkeit und dadurch immer mehr an Kraft gewinnen. Dadurch wird es auch auf der Erde immer heißer und die Verdunstung steigt immer schneller an, zudem verstärkt sich der Sonnenwind, wodurch mehr Wasser in der Hochatmosphäre aufgespalten wird und verloren geht. Bis wann alles (flüssige) Wasser auf der Erde weg ist kann man nicht genau sagen, nach neueren Modellen wird es noch ca. 1,5 Milliarden Jahre dauern, manche gehen auch von 2 Milliarden Jahren aus. In der der Atmosphäre wäre aber weiter noch sehr viel Wasser vorhanden als Wasserdampf, wegen der hohen Temperatur könnte dieser aber nicht abregnen. Zudem würde durch die enorme Wasserdampfmenge in der Atmosphäre ein sehr starker Treibhauseffekt einsetzen, der die Temperatur auf der Erde weiter ansteigen lassen würde, dadurch könnten Temperaturen von 1200 Grad oder mehr entstehen. Es wird also in sehr ferner Zukunft auch sehr ungemütlich werden auf der Erde.


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der leichte Wasserstoff kann dabei ins All entweichen

Sollte aus dem All nicht auch Wasserstoff "kommen"? Es ist ja kein perfektes Vakuum.

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@NoHumanBeing

Ja aber das kann man im Prinzip vernachlässigen, es sind einfach viel zu wenig Wasserstoffatome / Kubikmeter im All vorhanden, außerdem ist Wasserstoff zu flüchtig.

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